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  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    Der Seelenbrief Teil 2

    ADHS , Der Absturz, und die Suche nach dem Sinn in meiner Zukunft.




    Der Seelenbrief Teil 2


    Der Absturz, die Suche nach dem Sinn in meiner Zukunft.


    Als die Zeit gekommen war, das ich merkte das ich niemals in der Schule sozialen Anschluss finden würde,begann ich von Tag zu Tag mehr die Welt zu hinterfragen,

    anstatt Probleme bei mir zu suchen. Was konnte ich schon verlieren.Ich versuchte immer mehr die Beweggründe der Mitschüler zu ergründen und mich immer weiter

    an ihren Stil anzupassen.Ich fing mit Rauchen an, wechselte den Klamotten Stil, hörte Hiphop und Trainierte den Jugendslang. Ich war der Denker Typ, und

    konnte mit unlogischem und abwertenden verhalten nichts anfangen, trotz alledem fügte ich mich dem doch so Primitiven verhalten.Während es in der Schule zu

    noch mehr Komplikationen führte aufgrund des schon so niedrigen Statutes, kam ich Privat damit immer weiter voran. Solange es nichts mit Gewalt zu tun hatte

    konnte ich mich anpassen. Es war eine Maske der Täuschung um soziale Kontakte knüpfen zu können. Es war erstaunlich wie schnell ich privat Freunde finden

    konnte, wenn ich mich so verhalte und gebe wie sie. Immer mehr musste ich mich zu einem Menschen entwickeln der ich gar nicht sein wollte aber für mich essentiell

    wurde. Ein soziales Umfeld. Egal welches.Ich baute meine Fähigkeit weiter aus die ich mir seit Kindheitstagen angeeignet habe, und das in nahezu Perfektion. Die

    VERDRÄNGUNG. Die Verdrängung meiner Selbst, meiner Pflichten und alles was mir Probleme machte. Die Anpassung an die Gesellschaft die mich umgab

    erforderte auch Dinge vor denen ich Angst hatte. Maryuana !!. Die zweite Instanz die mein Leben veränderte. Probleme waren noch einfacher zu verdrängen und

    man hatte immer mehr Freunde, wenn man etwas besaß. Mir war es egal, den ich verdrängte. Ich wurde zunehmender rebellischer, aggressiver ( nicht Gewalt ) und

    Launischer. Mein Leben bestand nur noch aus Rauchen, Videospiele und Gammeln. Ich schwänzte immer mehr die Schule und verlore bis ich 16 Jahre alt war den

    Boden unter meinen Füssen. Allerdings konnte ich mich vor drei Sachen weiterhin schützen : Gewalt, Alkohol und kriminell. Mein Leben ändert sich schlagartig als ich

    von einem Freund eine Bob Marley Kassette geschenkt bekommen hatte. Diese Musik, ruhig, chillig über Frieden, Ungerechtigkeit und den glauben an sich selbst. Es

    war wie eine Lösung, ein Schlüssel zu der Tür zu mir selber. Von dort an begann ich meine eigene Persönlichkeit wieder weiter zu entwickeln, in einer Phase wo ich

    viel Ärger mit meiner Mutter hatte.Ich war geplagt von Wutausbrüchen, Stimmungsschwankungen und der Unfähigkeit mich zu Konzentrieren. Dazu kam der ständige

    Trieb mir alles selber versauen zu wollen. Bis heute möchte ich nichts haben. weil ich dem Gefühl unterliege nichts verdient zu haben, weil ich nichts erreicht habe der

    etwas verdient hätte. Genau in dieser Phase entschloss ich mich dazu meine Familie zu verlassen und bin selber zum Jugendamt gegangen und habe um ein

    Heimplatz gebeten. Bloß weg von allem und ein Neuanfang. Neue Gegend, neue Leute, eigene Persönlichkeit. Ich kam vorübergehend in eine Pflegefamilie wo ich

    nach ein paar Monaten raus flog, aufgrund dem Verdacht von Maryuana. Und weil ich mit ihrer Tochter geschlafen hatte. Böse Mischung. :-) . Naja.

    Darauf hin kam ich in ein Heim bis zu meinem 18 Lebensjahr. Dort fand ich Freunde, lernte Kampfsport, und war bis auf die Heimsituation recht zufrieden. Ich erlangte

    die Liebe zum Kochen und konnte ich selbst sein. Aber das Marihuana rauchen, das was mich so schädigte, konnte ich nicht ablegen.Ich benutze es für die Euphorie,

    wenn ich Reggae hörte oder bei Videospielen.Als ich 18 wurde zog ich zurück in die Stadt in meine eigene Wohnung. Ich bekam einen sehr guten Ausbildungsplatz

    und hatte Motivation ohne Ende.

    Das war der Anfang wo ich dachte das es jetzt Bergauf gehen würde.

    Drei Monate verblieben bis zum Ausbildungsstart.


    ADS (undiagnostiziert) = Absturz - Ratlosigkeit - Verdrängung.

    Ich war mit meiner Mutter völlig zerstritten und nun auf mich alleine gestellt.Den Streit zettelte ich selber an um mich selber zu bestrafen, den ich wusste das ich sie

    brauchen würde. Bevor die Ausbildung anfing stürzte ich immer weiter ab in absolute Organisationslosigkeit sowie den Schwierigkeiten im Haushalt, Terminen etc.

    Schon fast der Hang zum Messi. Ich habe nix gebacken bekommen und konnte mich einfach nicht Motivieren. Ein Loch aus dem ich nicht hinauskam. Geld Sperrung

    vom Arbeitsamt, nur noch ein Einkaufsgutschein...Ich wurde immer vergesslicher, unorganisierter und trauriger.

    Da ich ja ein Meister der Verdrängung war, konnte ich nie von einer Depression übermannt werden, sondern dümpelte immer in einer Art von passiven Gedankenwelt

    rum. Immer in Gedanken, nie konzentriert, geradezu abwesend. Für mich war es als würde es vom Rauchen kommen. Als der Tag der Ausbildung anfing, fing zugleich

    ein neuer Lebensabschnitt an der mich veränderte. Kochen, Menschen begeistern, eine Kunst für sich. Geniale Möglichkeiten seiner Kreativität freien lauf

    zulassen.Ich war wie besessen davon zu lernen und immer besser zu werden. Ich war völlig übermotiviert. Ich bekam mein Leben wieder in den Griff und machte

    Zukunftspläne. Zufriedenheit. Nach 2 Jahren musste ich Leider an einem Abend im Al cart Festellen das die gesamte Organisation des Kochens, einschließlich dem

    Vorbereiten und der Warenwirtschaft für mich geradezu unmöglich war. Ich habe weder die Konzentrationsfähigkeiten noch die Organisation den Stress auszuhalten.

    Trotzdem wollte ich nicht aufgeben. Niemals... Das was ich Kochte war genial, ich war kreativ aber nicht Stress resistent. Jedem schmeckte mein Essen aber sie

    hielten mich für verpeilt. Egal wie oft ich Trainierte, vorbereite und mir jeden Schritt durch den Kopf gingen ließ, es klappte nicht. Ich war schnell überfordert und

    bekam einen Blackout. Wieder und wieder und wieder. Als ich dann in Verzweiflung Abends zuhause Marihuana rauchte, klingelte es an meiner Tür. Mein Küchenchef

    stand da und kam Direkt in die Wohnung ohne auf Einlass zu warten. Ich konnte nix machen. Er sah das Marihuana und dann war es aus für mich. Das Marihuana ist

    schuld für meine Verpeiltheit und ich sei süchtig.Er erzählte das der gesamten Belegschaft. Egal was ich von nun an Tat, ich war unten durch. Kurz vor Ende der

    Lehrzeit ( Vor dem Kündigungsschutz) wurde ich gekündigt. Kein Job, kein Geld keine Hilfe. Nur die Musik machte mich noch Glücklich.

    Ich bekam immer mehr Geldsperren und kam immer weniger klar mit mir selbst.

    Jetzt zählte nur noch Party und Videospiele.

    Nach 6 Monaten suchte ich mir einen Ausbildungsplatz um meine Ausbildung fertig zu machen. Keine Chance... aber ich will nicht aufgeben, ich kann es nicht

    Akzeptieren, ich habe Angst vor der Erkenntnis Ich brach die Ausbildung ab und redete mir ein das es am betrieb lag, und meine Erwartungen höher wären.

    Wieder kam der Trott der Party, Videospiele und des Marihuana Lebens.

    Was bin ich für ein Loser Ein nichts nutz, ein niemand.

    Ich verfiel ins Messitum, obwohl ich Körperlich rein wahr. Paradox.

    Ich suchte nach etwas das mir Hoffnung gab...Hoffnung etwas schaffen zu können, in etwas gut zu sein, Anerkennung und mehr

    zu erhalten. Aber die Realität war die, die ich sah wenn ich nach Links und rechts durch meine Wohnung guckte bevor der nächste Joint geraucht wird und das

    nächste Spiel gestartet wird für die wiederum nächsten Stunden bis zur Erschöpfung....



    Teil 3 folgt wenn erwünscht...

    Teil 3 : Alles was ich Liebe verliere ich. (ADS - undiagnostziert).
    Geändert von EinFreund ( 6.12.2015 um 00:04 Uhr)

  2. #2
    Karisa

    Gast

    AW: Der Seelenbrief Teil 2

    erwünscht

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    AW: Der Seelenbrief Teil 2

    @Karisa Danke Karisa. .

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Der Seelenbrief Teil 2

    Kommt mir bis auf ein paar Details bekannt vor (ich hab zwar nie Grass geraucht und bin Streitereien immer aus den weg gegangen)
    die Lehre hab ich wie du im selben Beruf beendet, aber nie das Gefühl gehabt irgendetwas gelernt oder erreicht zu haben.

    Ich wurde auch fast schon dazu genötigt mich für den Beruf zu entscheiden.

    Witzig erweise wollte ich auch nie irgendwo dazu gehören, ich bin immer gerne für mich alleine gewesen, auch heute noch.
    Trotzdem hat man immer das Bedürfnis sich mit einer anderen Person, die einen versteht (Seelenpartner oder so), auszutauschen.

    In Depressionen bin ich eigentlich nie verfallen (bis auf eine Ausnahme) , was komisch ist, gründe hätte ich sicherlich genug gehabt.
    Mit 14-15 Jahren hatte ich aber in Gegensatz zu anderen schon ein ganz anderes Verständnis von allem, die Vergangenheit interessiert mich emotional auch nicht mehr.

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    AW: Der Seelenbrief Teil 2

    Die Fähigkeit sich von seiner Vergangenheit nicht Emotional verändern zulassen, ist eine Fähigkeit die man zu schätzen, aber auch zu Fürchten lernen sollte.

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Der Seelenbrief Teil 2

    Nicht falsch verstehen, "Probleme" aus der Vergangenheit habe ich immer noch,
    nur das es zum Großteil soziale Kompetenz betrifft, weil zu schüchtern.

    Mobbing und gleichgültige Eltern bei denen man nie das gefühl von Geborgenheit und Liebe
    hatte sind nicht gerade hilfreich für die emotionale Entwicklung.

    Was ich meinte ist das es mich im nachhinein nicht belastet,
    mich interessiert nur noch das was vor liegt und was möglich ist.

    Angst vor den eigenen Gefühlen und Zurückweisung hab ich noch,
    zumindest geh ich davon aus das daher mein "Probleme" kommt.

    Nur sehe ich das alles nicht so emotional wie viele andere betroffene,
    entweder weil es reiner Selbstschutz ist oder ein besseres Verständnis von sich selbst.


    Hab das auch mal in einem anderen Beitrag beschrieben.

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