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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 28

    Unglücklich Hilfe mein Kopf

    Hallo liebe ADHS Chaoten,
    Ich bin im Moment irgendwie total doll in meinem Kopf unterwegs und ständig nur am Nachdenken (zwanghaft könnte man sagen). Das tut mir echt nicht gut und es ist total lästig.

    Ich denke ständig nur über Sachen wie zum Bespiel: über Leute mit denen ich zu tun habe, oder meine Famillie oder darüber, dass ich so viel nachdenke und dass andere Leute das bestimmt nicht machen und ich es deshalb lassen sollte.

    Positive Sachen tauchen in meinen Gedanken wenig auf.

    Jetzt würde ich gerne wissen ob es euch auch so geht und ob ihr wisst wie man damit umgehen kann.

    Liebe Grüße Dan

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Hilfe mein Kopf

    Hallo Dan,

    was machst du denn gerade in deinem Leben?

    Geht dieses zwanghafte Denken den ganzen Tag?

    Nimmst du Methylphenidat und hast vielleicht eine zu hohe
    Dosierung? Als Erwachsener braucht man nicht so viel als
    in der Blüte der Jugend (kenn ich von meinem Sohn).

    Hast du einen Tunnelblick? Den kann man ändern,
    wenn man sich viel bewegt und aktiv versucht, den Gedanken fallen zu lassen.

    Du hast doch einen Arzt, oder?

    Alles Gute
    Gretchen

  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Hilfe mein Kopf

    Hi Gretchen,

    Ich studiere Betriebswirtschaftslehre im 3. Semester und stelle sozusagen im Moment einige Dinge auf den Kopf (ich lese über Selbstwert und Zwischenmenschliche Psychologie und Achtsamkeits- und Bewusstseinsbücher sowie Meditation) und tu ganz viel dafür, damit es mir besser geht.

    Ich schreibe, dass ich die Dinge auf den Kopf stelle, weil sich im Vergleich zu 1,5 Jahren so ultra viel geändert hat.

    Ich organisiere mir auch gerade ein Auslandsjahr nebenbei.

    Ich mache viel Sport (Yoga, Joggen) und achte auf meine Ernährung und trinke keinen Alkohol mehr.

    Ich hatte in der vorlesungsfreien Zeit ne ganz ganz ganz miese Zeit in der ich auch komplett auf Medikamente verzichtet habe und in der ich trotz dessen noch viel mehr in meinem Kopf unterwegs war. Und dann hat das jetzt laufende Semester begonnen. Und das läuft auch richtig gut! (mir macht das total viel Spaß)

    Dieses zwanghafte Denken geht sehr oft fast den ganzen Tag. Wenn ich was für die Uni mache oder in der Vorlesung sitze, dann kann ich es ausblenden.

    Also ich nehme im Moment Medikinet Adult und ich glaube, dass ich eher zu wenig nehme (im Gegensatz zum Anfang vom Semester wo ich mit der Medikamentierung wieder angefangen habe da war es auf jeden Fall zu viel). Einen Tunnelblick habe ich tatsächlich ab und zu.

    Zu meinem Arzt muss ich sagen, dass dieser nicht ganz so fit ist in Hinblick auf Adhs.

    Was mich am meisten wurmt ist, dass ich keine Freundin habe die mir Rückhalt gibt und der ich alles erzählen kann. Aber das ist eine ganz andere sehr komplizierte Geschichte

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Hilfe mein Kopf

    Dass du keine Freundin hast, die dir Rückhalt gibt und der du alles erzählen kannst, ist natürlich schade,.

    Ich habe ja selbst nicht studiert, aber mein Mann hat, nachdem wir ein paar Jahre zusammen waren, damit angefangen.

    Da er ein rechter Einzelgänger war, hat er mir viel erzählt und ich habe mich um den Alltagskram gekümmert.
    Na ja, das waren andere Zeiten.

    Meine Tochter, die nach ihrem Vater kommt, hat ein "kleines Grüppchen", also so vier bis sechs Leute, mit denen sie
    sich immer austauscht. Leider hinkt sie als ADHS-Betroffene immer hinter her, z. B. jetzt beim Master, aber
    später wird danach niemand mehr fragen.


    Machst du vieles allein?

    Ich bin seit vielen Jahren in einem Chor und wir machen da auch was mit Schauspiel und Tanz, das gibt mir
    viel Gelegenheit, auf andere Gedanken zu kommen.

  5. #5
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Hilfe mein Kopf

    Hallo Dan,

    solche Grübelphasen kenne ich auch.
    Sie treten oft dann auf,wenn ich mich überfordert fühle,bzw.überfordert bin.

    Wenn ich so Deine Texte lese,fällt mir auf,dass Du wirklich viel bewegt hast in den letzten 1,5 Jahren. Du informierst Dich,packst neue,interessante Dinge an,gibst Dein bestes,achtsamer mit Dir und Deinen Bedürfnissen umzugehen.

    Ich habe fast den Eindruck,es könnte sich bei diesen unangenehmen Grübeleien um eine Art Selbstschutz,oder ein Ausweichmanöver nach Innen handeln. So zumindest verstehe ich diesen Mechanismus mittlerweile für mich.

    Auffällig ist nämlich,dass das Zerdenken und Träumen exakt in dem Moment (bei mir) aufhört,in dem das Zuviel im Außen-wobei es unerheblich ist,ob es nun quantitativ oder qualitativ zu viel ist- wegfällt,bzw.ich es willentlich beende,wo immer das möglich ist.

    Auch ein Zuviel an intellektuellem Input bringt manchmal meine Gedankenlawine ins Rollen und gerade so komplexe und persönliche Themen,wie Du sie Dir vornimmst,sind für mich in dieser Hinsicht ebenfalls gefährlich.

    Hier hilft mir nur: Buch oder Smartphone beiseite legen und etwas anderes lesen,etwas Lustiges vielleicht,auf jeden Fall muss es meine Aufmerksamkeit eine Zeitlang fesseln können,sonst springe ich einfach wieder zurück.

    Doof ist es,wenn sich der Themenbereich gerade in meinem "Hyperfokus" befindet. Dann ist Aufhören gar nicht so leicht und ohne Medikation für mich eigentlich unmöglich gewesen.

    Daher wäre,wie ja auch meine Vorrednerin schon andeutete,eine Anpassung Deiner Medikation eventuell sinnvoll. Hast Du denn die Möglichkeit,einen kompetenten Arzt aufzusuchen,der Dich diesbezüglich begleiten kann? Der Jetzige scheint ja nicht unbedingt ein geeigneter Kandidat zu sein.

    Soweit erstmal.

    LG v. Luftkopf

  6. #6
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Hilfe mein Kopf

    Danke für eure tollen Antworten

    @Gretchen:

    Also ich mache tatsächlich ziemlich viel alleine und wollte mich auch bei einem Kurs anmelden. Muss mir mal was neues suchen

    Bin da auch offen für Vorschläge, aber Chor wäre für mich und die Menschen in meiner Umgebung glaube eine unangenehme Angelegenheit, wenn nicht sogar gefährlich


    @Luftkopf33:
    Ja da hast du recht ich bewege da schon ganz gut was und es geht auch echt toll vorran deswegen.

    Das mit dem Selbstschutz kann gut möglich sein muss ich mal drauf achten.

    Du meinst die Grübeleien fangen an, wenn das zuviel im Außen wegfällt.

    So habe ich das beobachtet. Z.B. an Freitagen wo jeder sich denkt: "oh geil... Wochenende" da hab ich oft dann total das Remmidemmi im Kopf.

    Habe auch den Hyperfokus heute wieder enttarnt dank euch. Wenn man es dann weiß und wahrnimmt hilft das schon mal ungemein.

    Ich habe mir jetzt für morgen vorgenommen mir einen in Bezug auf Adhs kompetenteren Arzt zu suchen.


    So long,
    Dan

  7. #7
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Hilfe mein Kopf

    Hey,super,dass Du das in Angriff nimmst!


    Jetzt wo Du es sagst. Es kann beides auftreten.
    Wenn es wirklich einfach zuviel ist,hören sie eher auf,wenn das Zuviel wegfällt.

    Wenn es hingegen "nur" irgendetwas ist,worin ich mich verbissen habe,passiert es natürlich,dass es schlimmer wird,wenn die Ablenkung durch äußere Aktivität weg ist.

    Auch das ist etwas,was erstmal auseinandergebröselt werden muss-ist aber auch leichter,wenn man weiß,wo man suchen muss.

    Man liest sich.

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