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Diskutiere im Thema Seid ihr neidisch auf andere (normalos) im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #101
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Seid ihr neidisch auf andere (normalos)

    Ich weiß nicht, ich hab studiert, weil ich Abi hatte und Abi hatte ich, weil man das halt so macht und studiert habe ich dann auch, weil man das halt so macht und dass ich dann immer weiter und weiter studiert habe, liegt daran, dass ich den Absprung nicht geschafft habe, weil ich Angst vor dem echten Berufsleben hatte, weil mir das so verdammt undurchsichtig vorkam und weil ich Angst vor Veränderungen hatte und mich nicht entscheiden konnte, welchen Beruf ich überhaupt machen will und weil mir immer weiter studieren sicherer vorkam als das Berufsleben. Ich habe aus Angst vor Veränderung und Verantwortung weiterstudiert, nicht, weil ich mich für irgendwas entschieden hätte. Ich habe aus Perseveration weiterstudiert und weil ich unfähig war, meine einmal eingeschlagene Richtung wieder zu ändern. Ich habe etwas dadurch erreicht, das stimmt. Aber das, was ich erreicht habe, war nicht Ergebnis einer wirklichen bewussten Entscheidung, sondern hat sich durch meine Unfähigkeiten zwangsweise ergeben.

    Naja, ich weiß glaub ich schon, was du mir generell sagen willst, dass mein Selbstbild halt von den gegebenen Umständen stark abweicht und dass eigentlich alles in Ordnung ist, wenn man es mal objektiv betrachtet...

    Ach, ich bin schon robuster geworden und ich lebe auch schon mehr in der Realität, aber ich werde immer grundsätzlich sensibel bleiben und naja, die Realität ist ganz schöner Bullshit und manchmal wünsche ich mir, ich hätte immer noch diesen verklärten Blick auf die Welt...aber ich glaub, wir sind jetzt schon sehr OT und mir ist das jetzt auch zu privat und ich neige dazu, zu viel von mir preiszugeben und deshalb muss ich hier jetzt einen Cut machen, um mich selbst zu schützen.

  2. #102
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Seid ihr neidisch auf andere (normalos)

    diesen Post habe ich geschrieben, bevor der Post oben geschrieben wurde

    ich stimme creatirce zu: es ist dein Studentensein, dass dich daran gehidnert hat, dein SOll jetzt zu erfüllen. Warum hast du studiert statt mit 16 eine Lehre zu machen und damit recht schnell dieses SOll zu erreichen ? Weil dir das Soll nicht genügte. Studium ist wie der Marsmallowtest: du kannst den Marsmallow "jetzt sofort" mit 16 oder 18 haben , du hast dich aber dagegen entschieden, isst den Marshmallowkeks jetzt nicht, weil du irgendwann mal 2 erhoffst.

    ist ein guter Plan. du steckst noch immer in der "warten auf die Belohnung"-Phase, vergiss das nicht. Die anderen die Lehre gemacht haben, haben natürlich viel früher ihre Ziele erreicht, weil sie früher damit anfingen, an Wohnung und Job zu arbeiten. Sie begannen mit 16 ihre Berufstätigkeit und du schaust sie nun 15 Jahre später an. Was wirst du wohl 15 Jahre nach deinem Studium für einen Wohlstand erreiht haben ?

    zumindest, wenn du dich für einen "lukrativen " Studiengang mit anschließenden KArrieremöglichkeiten entschieden hast. (wenn nicht, dann solltest du natürlich überlegen, dass du anscheinend ganz andere Ziele bei dr Studienwahl hattest als Job&Wohnung), denn in Sachen Karriere kommen die mit der Lehre zwar schneller auf die Karriereleiter, jetzt mit Anfang 30 haben die meisten aber schon die höchste Stufe erreicht und ohne Studium ist ihnen der weitere Aufstieg verwehrt.


    warum sollst du als Taxifahrer enden ?
    falls es dich tröstet: als ich mein recht kurzes FH-Studium begann (vor laaanger Zeit)waren viele Berufskollegen arbeitslose Taxifahrer. denn 10 Jahre davor war mein Beruf (sozialer Bereich) recht trendy und zuviele hatten es studiert, aber als ich studierte, wollte das niemand mehr machen, sondern alle BWL un große KArriere und die dicke Kohle in hochdotierten Jobs machen.etc. Als wir das Studium begannen, war nämlich BWL gerade schwer im Trend, weil es 10 Jahre zuvor ziemlich unsexy war und niemand das studiert hatte. Dann gabs ne Trendwende, BWLer waren gefragter denn je (sie hatten ja Nachwuchsprobleme) und bei unserem Studiengang rar und heiss begehrt, ergo strömten die Menschen alle ins BWL. Glücklicherweise hatte ich eine Studienberaterin, die mir Mut machte, meinen Weg zu gehen. Als ich ich dann das Studium beendete und mit mir und vor mir nur wenige ,da waren wir plötzlich wieder gesucht. Und die, dann noch Jahre später ihr BWLstudium beendeten, mussten feststellen, dass all die, die Jahrelang in Massen vor ihnen die BWl-Studiengänge geflutet hatten vor ihnen auch in den Beruf starteten und plötzlich waren alle hochdotieren Jobs, von denen sie damals als Studienanfänger hörten und träumten schon lääängst weg und die Konurrenz um die wenigen Stellen sehr hoch und als dann mal wieder der Markt schwächelte...

    Kurz und sehr vereinfachend gesagt: es ist nie schade, antyzyklisch zu arbeiten. Heizöl im Sommer kaufen und so. Auch bei Studiengängen. Will dein Job jetzt keiner studieren, weil die KArrierechancen bei Studienanfang gerade sch... aussehen, so kann sich das bei deinem Studienende so positiv auswirken, dass das Gegenteil plötzlich der Fall ist. Muss natürlich nicht sein, manche Berufe bleiben immer chancenlos. Aber dann hatte man (hoffentlich) gute Gründe, dieses Studium dennoch zu beginnen. die sollte man bei den "niedrigen ansprüchen" dann nicht vergessen. Wer nur Job und Wohnung als Ziel hatte, studiert am besten: gar nicht. also ist es Blödsinn, daran auch seinen Erfolg zu messen. das wäre Äpfeln mit Birnen vergleichen. Messe deine Erfolge an den Zielen, die du selbst bei der Berufswahl hattest. und schaue in

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Chamäleon, du musst dich doch aber aus irgendwelchen anderen Gründen für ein Studium entschieden haben. und du musst dich ja auch für einen bestimmten Studiengang entschieden haben. Da werden doch irgendwelche Gründe eine ROlle gespielt haben ?

  3. #103
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Seid ihr neidisch auf andere (normalos)

    Moselpirat schreibt:
    Stell dir meinetwegen eine unprominente Hilton vor...
    Hallo? Aggressiv drauf heute oder wie?

    Eine "unprominente" Paris Hilton gibt es nicht, denn IMO macht gerade dieser Prominentenstatus, dieses "in der Öffentlichkeit stehen" Paris Hilton (und andere Promis) aus.

    Wieso du i. B. auf mein Posting auf die Superreichen und Prominenten gekommen bist, ist mir leider bisher nicht klar geworden. Es gibt auch im alltäglichen Rahmen viele Menschen, die durch "Kontakte" Vorteile haben oder durch den sozialen Status und den Wohlstand der Eltern. Dabei braucht es keinen abgefahrenen Vergleich mit Superreichen, ein Vergleich "Lehrerkind" oder "Arztkind" mit einem Kind aus Verhältnissen, wo es weniger Geld und Bildung gibt, reicht dabei doch schon. Und das zieht sich durch das ganze Leben. Wer bekommt wohl den Sahnejob (nein, keinen Millionendollar Filmvertrag, sondern einen ganz normalen, gut bezahlten RL-Job), auch wenn die Abschlussnoten gleich sind? Der, der Beziehungen hat oder der andere?

    "Beziehungen" kann man auch durch Glück bekommen. Wenn du das Glück hast, dass ein dir vorgesetzter Kollege, mit dem du am alten Arbeitsplatz schon dicke warst, plötzlich irgendwo Chef wird und du gehst mit (das kommt z. B. in Kliniken öfter vor, als man das vielleicht denkt, schon öfter gesehen; da wechseln gefühlt ganze Truppen von Leuten den Arbeitgeber), dann hast du gewonnen.
    Erlebe ich selbst (leider) am Arbeitsplatz und habe ich schon öfter durch Kollegen erzählt bekommen. Wenn du beim Chef Amigo-Status hast, hast du gewonnen. Da kannst du dir mehr erlauben als andere, er setzt sich in puncto Gehalt mehr für dich ein etc. - Leider habe ich nur einen Kollegen, der diesen Amigo-Status hat - aber vermutlich nie selbst ein Chef werden wird. Warum auch? Das Leben ist bequem. Mein Kollege hat einfach Glück gehabt, was das betrifft, dass er an seinem alten Arbeitsplatz mit jemandem dicke war, der dann woanders Chef geworden ist. Ich gebe offen zu, dass ich da neidisch bin. Absolut.

  4. #104
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Seid ihr neidisch auf andere (normalos)

    Na, da empfinde ich bei Dir ja heute ne gute Dynamik im Vormittag, liebe Summerset und da ich in meinem smartphone zumindedt auf der letzten Seite oder im letzten Post die unprominente Paris H nicht finden konnte, hab ich das Gefühl, da gärt schon länger.

    Also das nette phantasieanregende Dauermädel ist für mich nun auch in keiner Weise Messlatte oder Neidobjekt.

    Doch ich bin da wahrscheinlich eh ungeeignet um dem Neid was ab zu gewinnen. Vielleicht liegst an meiner Hypotendenz. Für mich ist Neid ein super Beispiel für Opfer/Täter Dynamik. Der andere hatte ja nur Glück aus welchen immer gearteten Umständen Wohlstand oder in die Wiege gelegter Beziehung und war eben zum rechten Zeitpunkt an rechter Stelle, nu gehts ihm völlig ungerechtfertigt besser und darauf bin ich neidisch weil mir gehts nicht so gut (opfer) und weil das ein Systemproblem oder eben nur auf ungerechter Beziehung beruht ist das schlecht und ich klage das an oder möchte dagegen selbst aktiv vorgehen (Täter). Ausser eigener Energie die verloren ging, hat sich nu nix geändert. Irgendwie führt das für mich zu einer Art Lähmung und die Betroffenen sind nicht in der Lage die eigene Situation zu verändern. Dabei schliesse ich nicht aus, dass Ängste die eigentliche Ursache der Lähmung sein könnten und das Opfer/Täterspiel nur die Konstruktion des Denkens weil das eigentliche Hindernis sich ungeschützt nicht offenbaren mag.

    Mit Gustav Gans und Donald Duck hat Walt Disney hier zwei Prototypen immerwährender Selbsterfüllung geschaffen.

    Nu wird vielleicht einigen das Messer in der Tasche aufgehen, weil sie sich in ihrer persönlichen Geschichte so nicht wiederfinden und sie ihre ganz speziellen und besonderen Erfahrungen gemacht haben und an dieser lassen sie gerne teilhaben. Doch welche Energie wird damit ausgesendet. Wie wird ein Dritter wahrscheinlich darauf reagieren?

    Wird ein Dritter einen als Energiespender oder Energieverbaucher empfinden.
    wird er als Führungskraft einen mitnehmen oder da lassen?

  5. #105
    Pepperpence

    Gast

    AW: Seid ihr neidisch auf andere (normalos)

    Wapi schreibt:
    Für mich ist Neid ein super Beispiel für Opfer/Täter Dynamik. Der andere hatte ja nur Glück aus welchen immer gearteten Umständen Wohlstand oder in die Wiege gelegter Beziehung und war eben zum rechten Zeitpunkt an rechter Stelle, nu gehts ihm völlig ungerechtfertigt besser und darauf bin ich neidisch weil mir gehts nicht so gut (opfer) und weil das ein Systemproblem oder eben nur auf ungerechter Beziehung beruht ist das schlecht und ich klage das an oder möchte dagegen selbst aktiv vorgehen (Täter). Ausser eigener Energie die verloren ging, hat sich nu nix geändert.


    Wobei es ja nun auch durchaus Dinge gibt, die einem nicht einfach so in den Schoß gefallen sind.

    Ich erlebe bei meinem Beruf ab und an mal, dass Leute ein bisschen neidisch sind. Ganz extrem neidisch (allerdings hat er das während der Beziehung nie gezeigt, sondern erst danach) war z. B. mein Ex-Freund.

    Sowohl auf den Luxus zuhause arbeiten zu können, als auch auf den hohen kreativen Anteil und die realtiv gute Bezahlung.

    Ja, ich hatte schon auch Glück, das stimmt ... aber um in die Situation zu kommen in der ich heute bin habe ich tatsächlich überdurchschnittlich viel getan und das wird in der heutigen Zeit allzu gerne mal unter den Tisch gekehrt.

    Nicht alles ist durch angeborenen Reichtum oder Beziehungen zu erklären, manchmal hat der andere einfach mehr Aufwand reingesteckt.

    Ich weiß nicht ob der Großteil der Leute sich wirklich hätten so viele Nächte um die Ohren schlagen wollen, so viele unsichere Wechsel und harte Zeiten durchmachen, so viele Überstunden (unbezahlt natürlich) runterreisssen, hätten immer einspingen wollen, wenn wieder Not am Mann ist und so viele wirklich blöde und unverschämte Sprüche einstecken wollen. Dazu kommt ein Studium durch das ich mich mit nebenher Arbeiten und ziemlich viel Stress gebracht habe plus ständige Umzüge in diverse Städte, viele Wechsel und die Unsicherheit einer Selbstständigkeit, sprich z.B. im Krankheitsfall kein Geld zu haben.

    Davon abgesehen, dass entgegen der allgemeinen Ansicht, der Job nicht einfach von jedem gleich gut gemacht werden kann und eben auch ein gewisses Quäntchen Talent dazu gehört.

    Das mag nach aussen heute alles sehr mühelos und wie in den Schoß gefallen wirken, auch weil ich normalerweise kein so großes Gewese darum mache wie ich zu meinem Job kam, aber ich habe in den letzten 20 Jahren teilweise sehr hart gekämpft, ordentlich Dreck gefressen und Kröten schlucken müssen, damit ich heute so gut da stehe. So ganz ohne Konsequenzen ist das auch im Negativen nicht abgegangen.

    Wenn dann mal wieder jemand lapidar sagt: "Na DAS könnte ich mir auch vorstellen zu machen, kannste mir da nicht ma eben was vermitteln? " so nach dem Motto: "Wenn die das kann, dann kann es jeder." dann verdrehe ich innerlich nur die Augen und denke: "Wenn Du wüsstest!"

  6. #106
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Seid ihr neidisch auf andere (normalos)

    Liebe Summerset,


    keine Ahnung, warum du bei mir irgendwelche Aggresionen vermutest.

    Fakt ist, dass du Menschen beneidest, denen alles in den Schoß fällt. ZB über Beziehungen. ich nannte als Negativbeispiel für ein Leben ohne Mühe : Paris Hilton.
    du: du denkst nicht an Promis
    ich: stell dir eine unrpminente Paris Hilton vor. Mir ging es nur um ein Beispiel (und alle Beispiele hinken) für eine junge, gutaussehende, reiche Frau ohne (notwendige) Probleme. sie hat etliches von dem, um dass wir andere beneiden. und nie einen Finger dafür gerührt. ihr fiel alles in den Schoß.
    und trotzdem möchten vermutlich die wenigsten mit ihr tauschen und ihr Leben führen.

    ich jedenfalls nicht.

    da war nix aggressives bei.
    warum das so aggressiv bei dir rüber kam, weiss ich auch nicht.
    Geändert von Moselpirat ( 8.12.2015 um 15:17 Uhr)

  7. #107
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Seid ihr neidisch auf andere (normalos)

    Pepperpence schreibt:
    Wobei es ja nun auch durchaus Dinge gibt, die einem nicht einfach so in den Schoß gefallen sind.

    Ich erlebe bei meinem Beruf ab und an mal, dass Leute ein bisschen neidisch sind. Ganz extrem neidisch (allerdings hat er das während der Beziehung nie gezeigt, sondern erst danach) war z. B. mein Ex-Freund.

    Sowohl auf den Luxus zuhause arbeiten zu können, als auch auf den hohen kreativen Anteil und die realtiv gute Bezahlung.

    Ja, ich hatte schon auch Glück, das stimmt ... aber um in die Situation zu kommen in der ich heute bin habe ich tatsächlich überdurchschnittlich viel getan und das wird in der heutigen Zeit allzu gerne mal unter den Tisch gekehrt.

    Nicht alles ist durch angeborenen Reichtum oder Beziehungen zu erklären, manchmal hat der andere einfach mehr Aufwand reingesteckt.

    Ich weiß nicht ob der Großteil der Leute sich wirklich hätten so viele Nächte um die Ohren schlagen wollen, so viele unsichere Wechsel und harte Zeiten durchmachen, so viele Überstunden (unbezahlt natürlich) runterreisssen, hätten immer einspingen wollen, wenn wieder Not am Mann ist und so viele wirklich blöde und unverschämte Sprüche einstecken wollen. Dazu kommt ein Studium durch das ich mich mit nebenher Arbeiten und ziemlich viel Stress gebracht habe plus ständige Umzüge in diverse Städte, viele Wechsel und die Unsicherheit einer Selbstständigkeit, sprich z.B. im Krankheitsfall kein Geld zu haben.

    Davon abgesehen, dass entgegen der allgemeinen Ansicht, der Job nicht einfach von jedem gleich gut gemacht werden kann und eben auch ein gewisses Quäntchen Talent dazu gehört.

    Das mag nach aussen heute alles sehr mühelos und wie in den Schoß gefallen wirken, auch weil ich normalerweise kein so großes Gewese darum mache wie ich zu meinem Job kam, aber ich habe in den letzten 20 Jahren teilweise sehr hart gekämpft, ordentlich Dreck gefressen und Kröten schlucken müssen, damit ich heute so gut da stehe. So ganz ohne Konsequenzen ist das auch im Negativen nicht abgegangen.

    Wenn dann mal wieder jemand lapidar sagt: "Na DAS könnte ich mir auch vorstellen zu machen, kannste mir da nicht ma eben was vermitteln? " so nach dem Motto: "Wenn die das kann, dann kann es jeder." dann verdrehe ich innerlich nur die Augen und denke: "Wenn Du wüsstest!"

    geht mir ähnlich. Klar hatte ich auch Glück gehabt, wenn ich jetzt in diesem Jahr ziemlich zufrieden in meinem Job bin. Aber die Jahre davor waren harter Tobak und mein gesamter (damaliger) Freundeskreis hat mir den dringenden Rat gegeben, zu kündigen. wegen dauernder Überlastung, Burnouts (ja, genau: Mehrzahl), miese Arbeitszeiten, Gewalt, Nervenverschleiss undundund. Einen Teil meiner Freunde sind bei diesen miesen Arbeitszeiten auch drauf gegangen, viele kein Verständnis hatten, dass ich am Wochenende wieder einmal arbeite und ich um Flexibilität bat, aber da wenig Bereitschaft für da war. vor allem nicht von der, deren Zeitfenster am kleinsten war, . aber Samstag und Sonntag sollte es allein nach ihren Vorstellungen gehen. da wurde echt Wäschewaschen zu einem Terminfindungsproblem, weil sie am liebsten ihre Wäsche am Freitag wusch.

    ich zahle noch heute einen Preis für meine Jobzufriedenheit. im letzten Monat zB hatte ich ein einziges freies Wochenende. in meinem Urlaub. im Monat davor sah es kaum anders aus. ich bin krank und angeschlagen in den Dienst, weil mein Team so toll ist und ich sie nicht hängen lassen und meine Arbeit tun lassen wollte. Die Kollegen machen es ähnlich: lieber angeschlagen in den Dienst als einem Kollegen das freie Wochenende versauen. Geben und nehmen.
    und dazu gehärt nunmal auch geben. hatten viele im Freundeskreis kein Verständnis für. Zeigten sich übrigens im Umgang mit mir ähnlich unflexibel und egoistisch. zurückstecken kennen nicht alle.
    wenn ich sage, dass mein Job toll ist, dann ist das eine reichlich subjektive Sichtweise. viele würden so nicht arbeiten wollen. aber ich weiß ein gutes Betriebsklima mit Chefs und Kollegen, die zu einem stehen sehr zu schätzen. und ich mag meine Tätigkeit. Sie ist anstrengend und unbequem und hat miese Arbeitszeiten

    ich weiss von einer Freundin, die mal neidisch auf meinen Verdienst war (und sich dabei wohl auch ziemlich verschätzt hat). Dass ich Teil meines gehaltes durch unangenehme Sonntags- und Nachtarbeit verdiene und sie schon 10 Jahre GEld verdiente, als ich nach Studium etc mein erstes Gehalt bekam, interessiert nicht. Mein Haus hab ich selbst mein Leben lang finanziert und dafür auf vieles verzichtet, Grundstück war aber Familienbesitz. ich zahle noch heute viel dafür ab und verzichte auf vieles. Sie hätte gerne ein Haus gehabt, aber ihr Mann zog es vor, ihre üppigen Gehälter zu verprassen und sie ließ sich da dann nicht lumpen. Sie hat bereits eine Wohnung von ihren Eltern erhalten, wird mal ein 3-Wohnungshaus erben. Beneidet aber mich um mein selbstabbezahltes Eigentum. Sie fährt einen BMW, ich einen uralten Opel meines Vaters, den ich besser verschrottet hätte, Fass ohne Boden.
    sie hat 2 (Miet)-Wohnungen, weil sie um der Karriere willen umzog, um bessere Gehälter zu bekommen und weiter Karriere machen zu können., die eine Wohnung ist umsonst im Elternhaus, die andere finanziert sie 1:1 vom Steurzahler, kassiert Trennungsgeld für ihren freiwilligen Umzug. Sie mault schon, wenn der nächste Chef (bei besserem Gehalt) von ihr verlangt, dass sie freitags nach Mittag noch arbeitet, (wobei si im Jahr monatelang auf Fortbildungen ist), gönnt mir aber meine Sonntagszuschläge nicht. Sie beneidet mich darum,dass ich ein tolles Team habe, sieht aber nicht, dass ich dafür mich schonmal in den dienst schleppe, wenn sie schon mit einer Erklätung zu Hause bleibt.
    Sie macht weiter Karriere, ich stecke schon lange fest. KLosten und Zeit ihrer Fortbildungen, mit denen sie ihre Karriere vorantreibt lässt sie sich bezahlen und wenn sie dann dereinst mich in Sachen Gehalt weit abgehängt hat wird sie ihre finanziellen Vorteil allein ihrem Fleiss zusprechen. und mich noch immer um irgendwas beneiden. DAss meine Eltern mir ein Stück Acker geschenkt haben vermutlich. nicht darum, dass ich viele stunden und Mühe meinem Pflegefall vater opfere.
    Kurz: sie macht sich die Welt, wie sie ihr gefällt.

  8. #108
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Seid ihr neidisch auf andere (normalos)

    [QUOTE=Moselpirat;666483]
    ich: stell dir eine unrpminente Paris Hilton vor. Mir ging es nur um ein Beispiel (und alle Beispiele hinken) für eine junge, gutaussehende, reiche Frau ohne (notwendige) Probleme. sie hat etliches von dem, um dass wir andere beneiden. und nie einen Finger dafür gerührt. ihr fiel alles in den Schoß.
    und trotzdem möchten vermutlich die wenigsten mit ihr tauschen und ihr Leben führen.
    Mit Paris Hilton würde ich in der Tat nicht tauschen wollen (mit keinem Menschen, der derartig in der Öffentlichkeit steht!) - ob ich mit der von dir beschriebenen anderen Frau nicht würde tauschen wollen, das könnte ich dir nicht guten Gewissens mit "ja" beantworten.

    warum das so aggressiv bei dir rüber kam, weiss ich auch nicht.
    Die drei ... am Ende machen viel aus, wie etwas rüberkommt oder nicht.

  9. #109
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Seid ihr neidisch auf andere (normalos)

    Pepperpence schreibt:
    Wobei es ja nun auch durchaus Dinge gibt, die einem nicht einfach so in den Schoß gefallen sind.
    Natürlich, es ist ja auch i. d. R. eine Mischung aus Glück und eigenem Einsatz, nicht nur das eine oder das andere.

    Aber die Chance zu bekommen, die man dann ergreifen kann, das braucht dann eben oft Glück oder Beziehungen.

  10. #110
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Seid ihr neidisch auf andere (normalos)

    Jetzt ich mal, Hut ab vor denen Leuten,die es geschafft haben, Anerkennung bekommen haben usw..

    Ich muss hier gerade posten, weil ich einen Beitrag las von ..
    Ehm wer war das denn mit dem Wort Perversation? Das krankhafte Halten an gewissen Umstaenden...Ichfinde mich in der geschichte total wieder.ich habe etwas studiert, weil ich Abitur habe, und es eben in war zu studieren. Ein Freund ging an die Fh und immatrikulierte mich in den selben Studiengang mit Schwerrpunkt nicht den ich festlegte sondern mein Vater, weil er der Meinung war man verdient gut geld.

    Und heute aergerr ich mich mit Gelegenheitszeitarbeitstellen wie zb gerade in der Schweiz rum nur um zu arbeiten und dabei spuere ich die Angst der Kuendigung. Und wie es meiner berufssparte so aussieht muss viel dokumentiert und geschrieben werden. Und es ist so dass ich kaum schreiben kann. Ichhabe immer Sinnfehler und Fehler im Satzbau...bin dadurch langsam, mittlerweile glaube ich,dass ich fuer keinen akademischen Beruf geeignet bin, da ich nicht Aufsaetze schreiben kann. Und dass muss man sicherlich in fast jeden akademischen Berufen, wie z.b Protokolle schreiben, Berichte verfassen, Studien schreiben.... Jetzt koennte man meinen warum ich das studiert habe: Nur wegen des Studienwillens, meines Vaters und meines Freundes habe ich das zu verdanken. Ich habe nicht auf mich gehoert. Ich beneide darum heute noch die Leute die beruflich wissen was sie wollen und die frei entscheiden koennen. Ich konnte auch frei entscheiden aber gab die Veranwortung in andere Haende. Ich fragte ja beim Arbeitsamt um eine Umschulung mal aber vergebens , mit der Begruendung ich bin Akademiker. Ja ich habe das falsche Fach studiert und der Arbeitsvermittler sagte man muesse keine Umschulung machen, da das ein beruflicher Rueckschritt waere und man muesse mir das letzte Bruttoarbeitsgeld zahlen im Betrieb. Dazu wird der Betrieb nicht in der Lage sein mir waerend der Umschulung ein Akademikergehalt zu zahlen. Haetge ich nur damals abgebrochen..dann waeren die Gruende eine Umschulung oder ich haette mich bewerben koennen auf Helferjobs zur Ueberbrueckung oder um einigermaßen ueber die Runden zu kommen aber nein durch mein Abschluss geht das wieder nicht, da der Arbeitgeber es nicht nachvollziehen kann warum ein Master of Science sich als Hilfsarbeiter bewirbt.. dieser Job schlaucht mich total, da ich nen Dokument schreiben soll auf englisch. Das einzige wie ich das hinkriege ist von anderen Dokumenten abschreiben und die Saetze veraendern... Ist nicht besonders zielfuehrend... Ja ich beneide also die fleissigen kreative. Schreiberlein ...

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