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Diskutiere im Thema Verdachts-Diagnose ADS: Und jetzt? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Verdachts-Diagnose ADS: Und jetzt?

    Hi Yaila,

    am Amfang des Jahres, stand ich auch genau dort, wo du jetzt stehst. Verdacht auf ADS. Ich hatte keine Ahnung was das war, ich hatte mir immer was anderes darunter vorgestellt. Ich habe mich sofort schlau gemacht und geschaut, was die Symptome sind. War auf diversen Seiten im Internet und es war immer das gleiche. Nahezu 100% der Symptome passten. Die nächsten Tage und Wochen haben mich sehr runter gezogen. Ich war nur noch im Internet am recherchieren. Bin seit 3 Jahren Arbeitslos, Burnout. Hatte dem entsprechend viel Zeit. Mein Kopf spielte nahezu alle Situationen durch, die jetzt und in Zukunft eintreten können. Bin in meinem Kopf die Gespräche durch gegangen, die ich mit den Ärzten wahrscheinlich führen werde. Das ging oft den halben Tag so.

    Von meinem Hausarzt habe ich eine Überweisung bekommen und war dem entsprechent auch auf der Suche nach einen Facharzt aber ich konnte einfach nichts im Internet finden. Irgendwo anzurufen und nachzufragen, hatte ich mich irgendwie auch nicht getraut. (Telefonieren macht mich sehr nervös und bekomme leichte panik). So verstrichen die Tage und Wochen. Ich hatte dann einfach zwei Psychiater rausgesucht und mein Glück versucht. Der erste hat mir einen Termin erst in 7 Monaten gegeben, darum habe ich mir noch einen zweiten gesucht bei dem ich mehr Glück hatte mit 3 Wochen. Als ich dann das Gespräch hatte, konnte er mir auch nicht weiter helfen und als ich am Ende das Thema ADS angesprochen hatte, hat er mich auch sofort abgewimmelt.

    Und nun? Es verstrichen wieder Tage. Mir ging es weiterhin nicht so gut. Alles hat mich irgendwie runtergezogen. An einem Tag ging es mir etwas besser und habe das Telefon in die Hand genommen und wollte diverse AD(H)S Spezialisten für Kinder und Jugendliche abklappern in der Hoffnung, dass einer dabei ist, der auch Erwachsene aufnimmt. Der erste Anruf war ein Volltreffer. Die Dame an der anderen Leitung war sehr nett. Sie sagte mir, dass ihre Praxis keine Erwachsene aufnehmen, aber sie würde einen AD(H)S Spezialisten in der Stadt kennen, der in einer Klinik arbeitet. Es gab nur ein Problem. Diese Klinik ist nicht unbedingt auf AD(H)S spezialisiert. Ich wollte es trotzdem versuchen und sie nannte mir den Namen des Arztes, der Klinik und der Straße. Perfekt. Es war zufällig die Klinik, die schief gegenüber von meiner Wohnung ist. Nur eine Minute Fußweg. ^^ Das nenne ich mal Glück.

    Am nächsten Tag habe ich dort angerufen. Ich sollte mal vorbei kommen und mich dort vorstellen um meine Situation besser einschätzen zu können. Das tat ich dann auch am darauf folgendem Tag. Ein Arzt aus der Psychatrie hörte sich mein Fall an. Ich habe direkt mit dem Verdacht auf ADS angefangen und erzählte ihm, dass ich erfahren habe, dass es in der Klinik einen AD(H)S Spezialisten gäbe und ich deshalb hier wäre. Er sagte mir, dass der Chefarzt der Psychatrie der Experte sei aber sie würden normalerweise niemanden mit verdacht auf ADS aufnehmen. Er stellte mir noch einige Fragen und ich heulte mich komplett aus. Alles was ich auf dem Herzen hatte. Meine Situation war dem Arzt dann doch interessant genug um es dem Chefarzt oder Oberarzt vorzulegen. Der Arzt sagte mir, dass ich eine gute Chance hätte, auf eine stationäre aufname. Sie melden sich dann die Tage bei mir ob es klappt oder nicht. Ich war voller Hoffnung und es dauerte eine Woche bis ich den Anruf bekam. Ich kam auf die Warteliste und musste weitere 6-7 Wochen warten, bis ich stationär aufgenommen wurde. Und irgendwann war es dann auch soweit.

    Naja... es war die offene Psychatrie. Mir war nicht ganz wohl bei dem Gedanken. Hier waren ja Leute mit echten Problemen und ich war nur auf dem Verdacht von ADS hier. Nach und nach lernte ich die Anderen kennen und merkte, dass ich doch ganz gut hier rein passte. Ich hätte schon viel viel früher her kommen sollen, mit den ganzen Problemen die ich hatte. Das war wohl auch der Grund, wieso sie mich aufgenommen haben. Ich war 2 Wochen lang in der Klinik. Diagnose ADS und ein paar andere Sachen. Ich habe den Typischen ADS Test gemacht, den man halt beim AD(H)S Verdacht macht. Nach der Diagnose gings mir nochmal um einiges schlechter.

    Jetzt werde ich auf das Medikament Medikinet eingestellt. Zur Zeit bekomme ich 20mg morgens und 10mg mittags. Leider merke ich aber noch nichts von dem Medikament. Ich hoffe, das wird sich noch ändern.

  2. #22
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.933

    AW: Verdachts-Diagnose ADS: Und jetzt?

    Meistens merkt das Umfeld es etwas früher als man selbst. Wenn du jemanden hast, dem du vertraust und der dir wirkich nahe ist, könntest du ja vielleicht mal überlegen, ob ein Gespräch sinnvoll wäre. - Allerdings empfiehlt es sich nicht unbedingt, die Diagnose unbedingt an die grosse Glocke zu hängen. Man sollte das schon sehr genau abwägen. Zu sehr sind die Menschen leder noch immer auf die "Medien-Version" eingefahren.

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Verdachts-Diagnose ADS: Und jetzt?

    Hallo Yaila
    Dein Text hätte auch von mir sein können ich hab die selben Probleme und glaube manchmal ich bin völlig durchgeknallt.

    Jetzt weiß ich es gibt noch mehr betroffene
    Danke Dir dafür

    Liebe Grüsse Jessy

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