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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 4

    Geht es euch auch manchmal so dass.....

    Hallo zusammen,

    geht es euch auch manchmal so dass..... ihr was lest oder seht was in euch das Gefühl von tiefer Verbundenheit hervorruft,
    ihr denkt "Mensch, das könnte ich sein" oder "Wow, gut das ich nicht als einziger so durchgeknallt bin"...

    Ich bin seit Anfang des Jahres damit beschäftigt, mein mittlerweile 40 Jahre andauerndes Leben aufzuarbeiten, zu schauen,
    warum ich bin wie ich bin und zu verstehen, warum ich immer das Gefühl hatte, nicht so wie andere zu sein.
    Ich werde in 2 Wochen meine Diagnose erhalten, ich weiß schon, wie diese ausfällt, meinem Psychiater war dies schon nach einer
    Stunde ziemlich klar. Es sind nur noch im Endeffekt "bürokratische" Dinge zu klären, an die sich ja jeder halten muss - vor allem Ärzte -
    wenn es darum geht, eine so umstrittene Diagnose zu stellen wie "ADHS bei Erwachsenen".

    Ich habe in dieser Zeit viel gelesen, vor allem auch in diesem Forum. Habe versucht mich in jeder Art und Weise mit dem Thema
    ADHS auseinanderzusetzen, weil ich ja mein Leben lang schon denke, dass ich eh immer alles falsch, bzw. anders wie andere sehe.

    Selbst dieses Forum, auch wenn es am Anfang wie ein Türöffner in "endlich meine Welt" gewirkt hat, hat mich andersrum auch wieder
    verunsichert, deswegen habe ich auch seit 2 Monaten nur passiv gelesen.

    Da ich mir mittlerweile aber ziemlich sicher bin, dass ich nun weiß warum ich so bin wie ich bin, bekomme ich langsam aber sicher
    auch wieder etwas Selbstvertrauen - etwas das ich für mich selber nie wirklich hatte, andere aber dachten, ich wäre ein sehr
    selbstbewusster Mensch. Das muss wohl daran liegen, dass ich mir mein Schutzschild so aufgebaut habe und das selber gar nicht
    mehr mitbekommen habe was für ein großer Unterschied - zwischen dem wie mich meine Umwelt wahrnimmt und dem wie ich mich
    eigentlich wirklich für mich selber fühle - herrscht.
    Ich fühle mich Momentan sehr gut mit mir selber, auch wenn es noch viel Verunsicherung gibt wie es nun weitergeht.

    Warum ich aber eigentlich dieses Thema angefangen habe, wie der Titel schon sagt, waren 2 Videos die ich gerade geschaut habe.

    Es geht um eine Familie, in der beide Elternteile sowie auch die Kinder ADHS haben, und es ist wie aus dem Leben gegriffen.
    Das zweite ist nur von dem Vater der Familie, das hat mich dazu bewegt, diesen Post zu schreiben, weil ich auf einmal das Gefühl
    hatte, dass ich mich halt so unglaublich verbunden zu ihm fühle.In dem wie er erzählt, was er macht, und wie ich seine Stimmung
    wahrnehme, auch wenn es nur ein Video ist.

    Die Links zu beiden Videos kommen gleich, ich möchte aber noch etwas loswerden.
    Ich habe seit 2 Monaten dieses Forum als ständigen Begleiter in der momentanen Phase meiner Unsicherheit gehabt.
    Ich wollte oft was schreiben, aber ich habe mich nie getraut.
    Ich finde es unglaublich wertvoll, das es hier so tolle Menschen gibt die so Ehrlich mit dem Leben und der Diagnose als
    ADHS`ler umgehen. Mir hat er sehr viel Mut gegeben. Auch Mut, mal wieder aus mir rauszukommen. Das hat mir so gefehlt...

    Ich weiß dass ich mal wieder alles durcheinander geschrieben habe, aber so ist das halt bei mir wenn ich nervös bin

    Naja, versuche mal ein Teil dieser Gemeinschaft zu werden - btw - mein Psychiater kennt dieses Forum auch und war sehr
    angetan davon, dass ich mir hier Informationen und "Halt" geholt habe. Er meinte, die Betreiber wären sehr engagierte Leute
    und er würde einige der Mitglieder kennen. Also so verkehrt kann das hier ja nicht sein

    Zum Abschluss jetzt aber mal die beiden Links zu den Videos, hätte das fast wieder vergessen warum ich eigentlich angefangen
    habe zu schreiben, wie immer

    https://www.youtube.com/watch?v=Hvd4OvFRVdw Eine komplette ADHS Familie unter einem Dach

    https://www.youtube.com/watch?v=XZJDpc1ab4I Der Dad mit einer sehr tollen Geschichte, das könnte wirklich ich sein...


    Falls ich das falsche Forum gewählt habe, da ich ja im Endeffekt mal wieder alles durcheinander Geschmissen habe, tut es mir leid
    Ich muss das jetzt auch einfach abschicken, wenn ich das nochmal durchlese änder ich eh wieder die hälfte oder schicke es halt erst garnicht

    Viele Grüsse - Micha

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Geht es euch auch manchmal so dass.....

    Hallo Micha,

    schön dass du hierher gefunden und jetzt geschrieben hast.

    Es ist das einzige Forum, in dem ich schreibe, und auch wenn ich nur ganz wenige Leute kenne, die hier Mitglied sind,
    (leider nicht mehr aktiv) sind viele für mich "dreidimensional" geworden.

    Schade ist nur, dass man die vielen Beiträge, die hier schon geschrieben wurden, nicht alle lesen kann, aber es
    gibt Threads, die man sich mal vorknüpfen kann, manche allerdings erst, wenn man vorgestellt ist.

    Ich wünsche dir alles Gute und werde die Videos gelegentlich mal anschauen.

    Dein Psychiater scheint in jedem Fall ein sehr vernünftiger Mann zu sein, vielleicht kenne ich seine Anfangsbuchstaben.

    Im Laufe meines Lebens habe ich gemerkt, dass ich mich unter "Chaoten" am wohlsten fühle, deshalb finde ich
    die Tipps 47 und 48 aus dem Buch "Zwanghaft zerstreut" sehr wichtig. (siehe link unten).

    Liebe Grüße
    Gretchen

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Geht es euch auch manchmal so dass.....

    Hallo Warsnicht,

    ich möchte nur sagen, ja!.

    Ich habe das zweite Video angeschaut mit der Reparatur der Handyhülle.
    Ich dachte mir schieße, es gibt Leute, die verrennen sich genauso in einer Sache wie ich.
    Mit dem "Türöffner" wie du es ausdrückst, habe ich die selbe Erfahrung gemacht.
    Nur war dieser "Aha"-Effekt in der Klinik.

    Ich bin auch wegen einer Borderline - Störung, schon zum zweiten mal,
    dieses Jahr stationär, in einer sehr guten psychosomatischen Klinik untergekommen.
    Anfangs war ich in einer Auffangstation wegen Suizidgedanken usw...
    Ich hatte keine Perspektive mehr, da mir eine andere Therapie in einer speziellen Klinik
    von der KK zweimal abgelehnt wurde. Ich war ein halbes Jahr Arbeitsunfähig.
    Ich war mit den Nerven am Ende. Meine Frau war es auch.

    In der Psychosomatik habe ich den Verdacht auf ADS erhalten. Mir fiel die Kinnlade runter,
    da ich 1. mich nie richtig als Borderliner gesehen habe, und Freunde auch gesagt haben,
    du bist kein Borderliner. 2. Ich mich mit dem Thema ADHS früher schon mal auseinandergesetzt habe.
    Und durch dieses Wissen fiel es mir quasi wie Schuppen von den Augen, was die Ärztin da geäußert hat.

    Es hat meinem kompletten Leben eine Erklärung gegeben. Ich hatte schon immer das Gefühl,
    ich bin "anderster " als die anderen. Nun habe ich eine Woche nach diesem Verdacht darauf gedrängt,
    gerne Gewissheit zu bekommen. So wurden eine Reihe von Tests am PC mit mir gemacht,
    sowie Fragebögen und Interviews mit der Oberärztin sowie Stationsärztin.

    Sie gaben mir zu verstehen, dass diese Methode nicht immer hundert prozentige Gewissheit geben könne.
    Nach dem Ergebnis aber, war dieses erschreckend eindeutig und alle Fragebögen sowie Tests und Interviews haben die gleiche Sprache gesprochen.
    Sofort wurde meine Medikation der Antidepressiva heruntergefahren und mit Medikinet angefangen.
    Der erste Tag war, als hätte ich auf einem Supermann - Heftchen geschlafen.
    Übersteigerte Wahrnehmung der Realität, die Stimmen im Kopf waren auf einmal weg,
    alles war auf einmal klarer. Ich konnte auf einmal ein Sachbuch flüssig und schnell vor dem Fernseher lesen und habe den Inhalt verstanden.

    Eigentlich völlig übertrieben, aber es war möglich. Ich konnte besser mit meinem Sohn umgehen (4 Jahre)
    ich habe mich in der Arbeit anschließend besser sortieren können.

    Womit ich momentan Probleme habe ist, dass ich mich nur um wenige Themen kümmern kann.
    Alle weiteren überfordern mich.

    Grüsse Holger

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