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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 41

    Unsicherheit und einfach mal "auskotzen"

    Hallo zusammen,

    Hab mich zwar schon vor längerer Zeit hier registriert bin aber bisher nur dazu gekommen hier "herumzulesen".
    Aber jetzt "traue" ich mich mal doch aktiv zu werden.

    Ich habe heute wiedermal einen schlechten Tag und meine Gedanken kreisen wieder quälend rum.
    Ich fühle mich ziemlich niedergeschlagen und mache mir wieder gedanken ob meine ADS-Diagnose (anfang dieses Jahres) nicht doch falsch ist.
    Liegt zum Teil daran das obwohl ich mittlerweile 3x am Tag (sofern ich nicht die Tablette vergesse zu nehmen) Medikinet Adult 20mg zu mir nehme und irgendwie das gefühl habe das die Medis nicht wirken. Ich schwanke wieder hin und her ob ich nicht einfach faul und doof bin, eine Persönlichkeitsstörung habe etc. etc.

    Schlafen tu ich auch nicht wirklich aussreichend, sitze abends immer ewig vor dem Rechner/Fernseh was dann dazu führt das ich morgens einfach nicht rauskomme und mir bei (unpassender) gelegenheit denn Schlaf nachhole. Es heisst ja das Sport hilft, tut er ja auch wenn ich schlecht drauf bin geht es mir nach dem Escrima Training besser/gut aber richtig müde um doch mal um 12 bzw. 1 ins Bett zu gehen.... Fehlanzeige.

    Zur Diagnose muss ich sagen das ich (und meine Mutter) schon seit Jahren den verdacht hatten das ich ADS habe. Hab mich aber nie wirklich darum gekümmert bis ich im Dezember letzten Jahres einen heftigen psychischen zusammenbruch (Wahnvorstellungen, Zwangsgedanke und Panikattacken) hatte. Habe in der Zeit Cipralex und noch ein Medi für Abends bekommen (der Name fällt mir gerade nicht ein) sowei Tavor für Notfälle (hab ich dann nur noch 2-3x gebraucht). Das Cipralex nehme ich noch morgens eine Tablette und das "Namenlose" ist gegen Opipramol ausgetauscht worden welches ich aber seit dem ich Medikinet nicht mehr zu mir nehme (ca. schon 5 Wochen) da ich festgestellt habe es geht auch ohne. Zu dem Thema könnte ich jetzt einen riesen Roman schreiben aber das werde ich ein andermal. Dazu sei aber gesagt as ich seit dem ich ein Kind war immerwieder bei Psychologen war weil es probleme in der Schule, Privat und später in der Ausbildung gab. Ich war auch in einer psychologischen Kinderklinik (ka ob das die richtige Bezeichung ist) am Starnberger See ab dem 7. Schuljahr, danach kam ich in die Tagestätte der Heckscher Klink in München und in die der Klinik angegliederter betreuter Wohngemeinschaft was mir zum einem guten Quali in der Schule verholfen hat.

    Danch kam die Zeit der Ausbildung, die sagen wir mal nicht wirklich glücklich verlaufen ist. Die erste Lehre (Kälteanlagenbauer) hab ich in den Sand gesetzt da mir schulisch einiges gefehlt hatte (Realschulstoff in Mathe z.B.) ich nicht hinterher gekommen bin und zu spät um hilfe gerufen habe, hätte aber auch nichts gebracht da ich es auch mit der Arbeit wohl zu leicht genommen habe. Die zweite Lehre war dann Kunstschmied die zwar angfangs interesant war aber durch einen grossen Auftrag und den daraus folgenden Arbeiten für mich recht langweilig wurde, hat sich leider von aussen anmerken lasse und dadurch gingen weitere 2,5 Jahre Lehrzeit den Bach runter. Die dritte Lehre war dann KFZ-Mechaniker die ich auch abgeschlossen habe mit Lehrzeitverkürzung, leider nicht daurch das ich so toll arbeiten konnte sondern weil meine Schulischen Leistungen es ermöglichten und mein Chef mich loswerden wollte ohne mich mit leeren Händen da stehen zu lassen.... Hätte er nicht machen müssen und bin dafür dankbar.
    Nun war ich ca. 24-25 (eigentlich schon peinlich sich nicht mal die eigene Zeit richtig erinnern zu können) und die "richtige" Arbeitswelt ging los..... mehr oder weniger.

    War ne zeitlang arbeitslos aber nicht untätig da ich im damaligen Betrieb (Filmbühnenbau) meines Vater arbeiten konnte (nichtfarben mässig), hab dann einen Job angefangen bei einer kleinen Firma die Wohnmobile gebaut hat wo ich aber nur 1 Jahr war da eines Tages der Chef bei der Brotzeit verkündete das er uns entlassen muss weil keine Kohle mehr da war.... YAY mal nicht n Job verloren aus eigener Schuld, trotzdem wieder sehr doof. Wieder bei Vatern gearbeitet bis ich für 3 Monate einen Job bei einer Firma angefangen habe die Fahrzeuge zwischenlagert, bin noch in der Probezeit entlassen worden, empfand das aber diesmal nicht so schlimm und war eher froh von diesem Ausbeuterbetrieb weg zu sein. Und wieder bei Vatern gejobt bis ich 3 Jahre bei einer grossen Orthopädiefirma im Sonderbau tätig war, mir hat der Job gut gefallen kam aber mit meinem direkten Chef nicht klar, lag teils an meiner vergesslichkeit/schusseligkeit und an der Tatsache das mein Ex-Chef ein extrem schwieriger Mensch war/ist. Da sind gegen Ende einige Sachen vorgefallen die andere Menschen wohl dazu gebracht hätten dem Typen die Zähne zu demontieren, hab mich dann für ein halbes Jahr krank schreiben lassen und mich dann mit dem oberen Chef zusammengesetzt. Wir haben uns dann geeingt er entlässt mich wegen wirtschaftlichen Gründen, zahlt mir meinen Resturlaub aus und stellt mir ein gutes Arbeitszeugnis aus dafür mache ich im gegenzug keinen Stress (hat sich für mich von selbst verstanden das ich keinen mache). Seit dem habe ich mich mehr oder weniger Selbstständig als Oldtimerrestaurator in der Werkstatt meines Vaters gemacht, der hat die Filmbühnenbau Sache schon länger aufgegeben weil die Zahlungsmoral der Filmproduzenten gelinde gesagt Sche***e ist. Mittlerweile bin ich 34.

    Freunde habe ich nicht viele und die Freundschaft zu meinem "besten" Spezl ist auch seit einem halben Jahr auf Eis. Da sind über die Jahre einige Sachen gewesen die mir jetzt erst richtig bewusst wurden und ich kann mit seiner Art wie er mit sich (drogenkonsum etc.), seiner Freundin (wegen kleinigkeiten fliegen Sachen durch die Gegend und haben sie schon öfters getroffen) und teilweise mit seinem Umfeld umgeht (blöde Sprüche, Machohaft, bei Meinungunterschieden zum teil aggresive Reaktionen) nicht mehr umgehen, unter Alk kann er zum richtigen ********* werden und gewisse Sachen (die illegale Variante der Stoffe von MPH) die er zu sich nimmt nahmen in den letzten Jahren meiner meinung nach überhand. Langsam habe ich das Gefühl er hat auch ADS. Es gab dann vor 6 Monaten (kurz nach der ganz schlimmen Zeit) nach einem Konzert einen Streit mit einem anderen Spezl von mir wo ich mit reingezogen wurde und mich für fast ne Woche so gebeutelt hat das ich fast nur am heulen war. Seit dem habe ich mich nicht mehr gemeldet bei ihm und nur zurückgeschrieben als er wissen wollte was mit mir los ist. Ich hab ihmgeschrieben das es mir schlecht geht und ich sehr lange Zeit für mich brauche, eigentlich sollte ich das klären habe aber keinen nerv und willen mich der Sache wieder auszusetzten.
    Somit habe ich noch einen guten Freund (der bei uns in der Werkstatt arbeitet), einen Freund wo ich das Gefühl habe da könnte sich eine enge Freundschaft noch entwickeln (bin über den Menschen auf das mit dem Escirma gekommen) und mehrer Bekanntschaften.

    Was mir wesentlich mehr auf den Nerv geht bzw. mal mehr mal weniger weh tut.... Ich bin allein, war es mal kurze Zeit nicht aber die Frau will ich vergessen da die uns alle verarscht hat. Chancen auf eine Freundin hatte ich zwar schon mehrere und das obwohl ich kaum raus gehe schon, war aber irgendwie immer zu blöd die Signale zu verstehen und hatte/habe wohl aus nicht vorhandener erfahrung sehr starke Hemmungen endlich mal das zu sagen was ich für jemdanden fühle. Das ergebnis war dann immer das gleiche, ich alleine und "Sie" einen anderen. Und jetzt mit 34 male ich mir nicht wirklich grosse chancen aus dochmal Glück zu haben jemanden zu finden, falls ich doch das Glück haben sollte graut es mir davor beichten zu müssen das ich eigentlich null erfahrung habe und auf unverständnis, Spott etc. etc. treffe.

    Scheiss Thema... hab grad wieder n Kloss im Hals und feuchte Augen.

    Im Grunde genommen weiss ich nicht wo ich hin gehöre und wo hin ich gehen soll. Zukunft? Kein Ahnung. Gegenwart? Unzufrieden mit meiner Situation aber auch nicht wirklich einen Plan wie ich das verändern kann (hoffentlich ändert sich das im laufe der Therapie). Vergangenheit? Manches war richtig schön, über vieles lieber den Matel des vergessens. Mag jetzt zwar sehr pesimistisch klingen aber so fühle ich mich leider gerade.

    Das musste heute mal raus. Ich denke mal ich bin nicht der einzigste Mensch dem es so geht auf dieser verrückten Welt.
    Ist auch eine Sache die mich immerwieder beschäftigt was auf diesem Planeten für eine maßlose Sche***e passiert.... aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.
    Dann lass ich jetzt erst mal die schreiberei da ich noch einkaufen muss und die pflicht des Katzensitters ruft.


    Tante Edit sagt: Ist ja doch ne dicke "Wall of Text" geworden

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Unsicherheit und einfach mal "auskotzen"

    Du, ich finde es gut, dass du den Mut gefunden hast, über deine Probleme zu schreiben. Ich schlage daher vor, dass du dir ein Tagebuch eröffnest, wenn du die Voraussetzungen dazu hast (also noch 8 Beiträge und Vorstellung). In diesem Teil des Forums kann Jedermann mitlesen, auch nicht registrierte Gäste. Im Tagebuchberecih weird mir den persönlichen Infos sorgsamer umgegangen. Hier kann es passieren, dass du Kommentare bekommst, die du gar nicht lesen möchtest.

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