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Diskutiere im Thema hypoaktivität ohne ads? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 241

    hypoaktivität ohne ads?

    nachdem ich eine weile den adhs-humor-thread gelesen habe, ist mir bewusst geworden, dass ad(h)s etwas ist, bei dem ich mir nicht sicher bin, dass ich es habe.. all das vergessliche, das superchaotische bin ich gar nicht so sehr.. bei mir ist das chaos eher das zu träge sein, dinge anzugehen, sie weg zu räumen oder auch sie einfach nicht zu erledigen.. meine symptome sind langsames denken, langsames begreifen und diese nichtaktivität.. durchaus auch die spannung im inneren, die ständig da ist und achja, die ständig wechselnde aufmerksamkeit..

    andererseits kann ich durchaus gesprächen folgen, wenn es nicht gerade zuviele auf einmal sind.. im gespräch mit einem menschen allein kann ich problemlos dran bleiben.. an einem tisch mit mehreren leuten zu sitzen, bei denen mehrere in zweiergespräche vertieft sind, da kriege ich schwierigkeiten, mich auf eins davon zu konzentrieren.. meine umschulung war totaler stress, nicht nur weil sie von 3 jahren auf 6 monate verkürzt war, auch weil so viele leute so unterschiedliche aktivitäten auf einmal hatten.. es gab tage, da musste ich heim gehen, weil ich total überlastet war und mich die sprichwörtliche fliege an der wand genervt hat.. jetzt frage ich mich, ob ich tatsächlich ads habe und nicht einfach nur hypoaktiv bin (klingt schräg, aber ich könnte mir vorstellen, dass es sowas wie eine alleinige hypoaktivität ohne die anderen symptome des ads gibt) oder einfach hochsensibel wegen der probleme der informationsverarbeitung.. wie seht ihr das? gibt es leute, bei denen es ähnlich ist?

  2. #2
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: hypoaktivität ohne ads?

    .....Na ja...ich weis nicht ob es sowas wie Hypoaktivität gibt ohne das ein ADS vorliegt.....Aber zum einen würde ich mal sagen, darfst du dich nicht zu sehr mit anderen vergleichen, ADS hat super viele Gesichter und es muss auch nicht jedes Symptom gleichstark ausgeprägt sein, du musst ja auch kein ADS im "Vollbild haben". Und ich kann aus eigener Erfahrung auch noch sagen, das man selbst als ADSler eine sehr schlechte Slebstwahrnehmung hat, oft kann man gar nicht sagen, wie vergesslich man ist oder wie unkonzentriert, weil man es als normal annimmt. Ich zum Beispiel konnte vor der Diagnose gar nicht mal einsehen wie schlecht meine Konzentrationsleistung wirkllich ist, ich wusste zum Beispiel auch nicht wie ablenkbar ich bin, ob ich ich viel vergesse oder so...Ach ich fands normal..... Da muss man manchmal auch ein bisschen auf andere hören, was sagt denn dein Umfeld dazu ?!?!? ....Heute seit der Medikation, sehe ich das viel Klarer, weil ich durch mph mit und dann nach Wirkschluss sehe wie krass, wirklihc krass der Unterschied ist. Und auch wie "unnormal" ich bin habe ich erst jezt gemerkt, seit beginn mit mph. Es ist halt einfahc so! Und weist du wie wenig ich vor der Daignose von meinem schweren ADS gemerkt habe, eigentlich sehr wenig, wiel ic hes gar nicht anders kennen konnte, ich merkte nur, das ich total anders bin und steigerte mich leider dann in so Falschdiagnosen wie Borderline rein....

    Aufgeben würde ich da an deiner Stelle vieleicht noch nicht und der Sache weiter nachegehen. Damals bei mir, vor der Diagnose, hab ich auch von der Hyperaktvität am meisten wahrgenommen
    Geändert von Canary (24.07.2015 um 15:40 Uhr)

  3. #3
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.984

    AW: hypoaktivität ohne ads?

    Irgendwo gibt's hier etwas zu einem Störungsbild,das gern mit ADS verwechselt wird,bzw.lange unbekannt war.

    SCT heißt das. Evtl.hilft Dir die Suchfunktion weiter,oder ein freundlicher Mitchaot,der verlinken kann,setzt was hier rein (klappt vom Smartphone nicht-zumindest bei mir)

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 241

    AW: hypoaktivität ohne ads?

    ich denk, es wird zeit, das langsam mal von einem arzt klären zu lassen.. wobei dieses sluggish dingens durchaus passen könnte, aber bevor ich mich total verrückt mache mit noch einer und noch einer und noch einer variante, in die ich eventuell oder auch nicht reinpasse, wird es zeit, einen psychiater aufzusuchen.. dazu einen frauenarzt, weil die unlust und energielosigkeit teilweise auch verändert, je nach stand im zyklus..

  5. #5
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: hypoaktivität ohne ads?

    ....Aber was das ADS betrifft solltest du unbedingt zu einem kompetenten fähigen ADHS Spezialisten!!!!! Bei einem allgemein gängigen Psychiater hat jeder ADSler entweder Borderline, Depression oder sonst was; Die kennen ADS nicht und haben wirklich null Ahnung, weil es so eine "neue" Krankheit ist im Grunde. Am Ende stehen dann viele ohne richtige Diagnose da und es ist doch ein ADS!!!

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: hypoaktivität ohne ads?

    wie bei mir, ich hatte laut Klink Depressionen. Und alles wurde auf Depressionen geschoben, die Probleme die ich eigentlich schon seit meiner Kindheit habe, diese Lernschwierigkeiten. Ich hab bei mir eher das Gefühl das ich manchmal sehr launisch bin, Stimmungsschwankungen habe, aber keine Depris, wird man denk ich zu schnell da hinein geschubst in den Topf. Ich denke auch langsam, und kapiere nicht so schnell Sachen. Dafür kann ich mir Bilder gut einprägen aber sehr schlecht gesprochene Wörter.

    Gerade nach dem Absetzen spürte ich kaum was. Meine ehemailger Thera meinte, es kam mir wahrscheinlich nur so vor wie ne Depression. Ich habe echt viele Diagnosen, und ich weiß auch nicht. Das alles können auch Spätfolgen sein eines nichtbehandelten ADS oder vielleicht auch Asperger, weiß ich ja nicht.

    lasse dich am besten testen, ich werde es bestimmt auch mal in Angriff nehmen und einen Termin machen bei einem Spezialisten weil mich das auch nicht in Ruhe lässt. Obwohl ich auf der andere Seite wieder denke "ach vielleicht hab ich auch nix, und es wäre dann peinlich wenn ich gar nichts hätte" Aber weil ich immer denke, da ist noch was würde ich es schon mal überprüfen lassen. Ich weiß ja nicht ob die außer dem ADS noch anders sehen können, wie zb Asperger oder Sonstiges? Weil ich müsste dann ja sonst tausend Diagnosen machen lassen die hinterher evtl überflüssig waren?
    Geändert von sourcream (25.07.2015 um 09:41 Uhr)

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.008

    AW: hypoaktivität ohne ads?

    Hallo Chrissi,

    Deine Zweifel kommen mir bekannt vor...

    Wenn man ein Leben lang zu langsam war/ist für den Rest der Welt, Spitznamen wie "lahme Ente", "Schlaftablette", "fauler Sack" und ähnliche Nettigkeiten sammelt und zu alledem eher introvertiert und unscheinbar im Hintergrund existiert, dann ist die Konfrontation mit einigen Aussagen und Perspektiven zur ADHS-Diagnose befremdlich.
    Die Selbstidentifikation mit Eigenschaften, die man vieleicht einem extrovertierten Workaholic zuschreiben würde, funktioniert einfach nicht.
    Man fühlt sich als das komplette Gegenteil und fragt sich, wie jemand auf die Idee kommen könnte, hier sei AD(H)S im Spiel.
    So zumindest erging es mir zu Anfang, und in manchen Momenten tut es das auch noch heute.

    Es tat mir in dieser Hinsicht gut, in diesem Forum auf Heinrich Hoffmanns Struwwelpeter aufmerksam gemacht zu werden, in dem (nach Lesart des 19. Jahrhunderts natürlich) verschiedene Erscheinungsformen von AD(H)S beschrieben werden (so zumindest laut heutiger Lesart).
    Hilfreich dabei ist die Projektion verschiedener Personen, weil es einem so besser vermittelt wie wenig man zum Teil AD(H)S-Symtome in einen Topf schmeißen kann, und wie unterschiedlich die Betroffenen von einer gleichen Ursache ausgehend sich jeweils entwickeln:
    - ein Kind spielt mit dem Feuer
    - ein Kind reißt die Tischdecke mit allem was drauf ist runter
    - ein Kind weigert sich stur, seine Suppe zu essen
    - ein Kind fällt beim träumen ins Wasser
    - ein Kind läßt seine Wut und überschüssige Energie an allen Wesen in seiner Umgebung aus
    ...
    Eigentlich schwer vorstellbar, daß hier ein gemeinsamer Nenner vorliegt.
    Nun kennen die meisten Betroffenen verschiedene Kombinationen davon aus der eigenen Vita, und nicht nur ausschließliche Einzelelemente.
    Ich habe mich zwar zur groben Selbstidentifikation mit so einem einzelnen Fall beschrieben, finde aber auch kleine Teile in anderen Fällen (NICHT IN ALLEN!) wieder.
    Mein Wahlspruch dazu war: "Ich bin nicht der Zappelphillip, sondern Hansguckindieluft!"

    Nun sind die Storys aus dem Struwwelpeter nicht gerade als Leitbilder für AD(H)S-Diagnosen geeignet, und schon gar nicht pauschal.
    Es handelt sich nur um die metaphorische Rezeption verschiedener "Auffälligkeiten" zu einem Zeitraum, als noch nicht einmal die Psychologie als Wissenschaft existierte.

    Ob AD(H)S vorliegt oder nicht, würde ich im Ernstfall immer der Diagnose eines entsprechend qualifizierten Facharztes überlassen, und nicht dem Konflikt mit diversen Einzelsymptomen...

    Als Nichtfachmann - auch wenn ich mich als Betroffener ebenfalls mit all dem Kram in gewissem Maße auseinandersetzen muß - kann ich mir natürlich kein allgemeingültiges Urteil über die Trennung von AD(H)S und/oder SCT leisten. Subjektiv stehe ich dem Begriff SCT skeptisch gegenüber, weil ich als hypoaktiver Zeitgenosse seit 10 Jahren eine AD(H)S-Diagnose habe, und zusätzlich nicht schon wieder dem "Kind einen neuen Namen" geben möchte.
    Auf Wikipedia ist zudem zu lesen, daß SCT weder in DSM-5 noch in ICD-10 als offizielle Diagnose geführt wird.
    Demnach hätte es DERZEIT wenig Sinn, sich darauf einzuschießen.

    Und solange ich das Verpeilen, sowie die fehlende Frustrationstoleranz kenne, kann ich mich auch noch gut mit hyperaktiven ADSlern auf einem Nenner wiederfinden...

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: hypoaktivität ohne ads?

    Du beschreibst eine ständige Anspannung und eine großes Motivationslosigkeit.
    Wie weit hast du das selbst schon analysiert? Es gibt auch viele organische Krankheiten die dazu führen können das man erschöpft ist. Wenn man sich daran gewöhnt weil es schon lange anhält kann man den Eindruck bekommen man ist demotiviert (obwohl Erschöpfung, ein Mangel oder Schmerzen die Ursachen sind).

    Kenne soetwas aus meinen chronischen depressiven Phasen.
    Wenn es nicht gerade eine richtig schlimme Phase ist, bleiben meine anderen Probleme bestehen. Starker Redefluss, übersteigerte Aktivität, Chaos usw.. Daher meine ich (zumindest für mich) entdeckt zu haben was einen großen Teil der Motivations-Hemmung ausmacht. Also das was dann als "Depression" bezeichnet wird.

    Das kann auch nur für mich gelten, ich möchte dir keine Diagnose in Richtung Depression aufdrücken oder Ähnliches.
    Die meisten Menschen mit depressiven Phasen handeln noch, aber nur wenn es gar nicht mehr anders geht. Also eigentlich weiß das Gehirn noch "wie es geht", aber es ist als wenn der Impuls nicht gesendet werden kann.

    Oft wird das dann als Mangel an Motivation bezeichnet. Aber ich glaube eher es ist der Verlust der Möglichkeit sich zu entscheiden.
    Man entscheidet sich nicht mehr dazu etwas zu tun - sondern man reagiert nur noch.
    Deswegen kann man auch eine atypische Depression haben, wo man zwar voller Energie ist, der Kopf nicht leer ist, man aber trotzdem nicht mehr zum sinnvollen Handeln kommt.

    Es gibt ein Spiel um sich damit auseinanderzusetzen: das "Snap Game".
    Ursprünglich ist das glaube ich ein Internet-Meme, aber ich finde es sehr hilfreich wenn es nicht Planlosigkeit sondern Depressionen sind die im Weg stehen.

    Jedesmal wenn man kurz davor ist etwas zu tun schnippt man mit den Fingern.
    Bei kleinen Sachen die vermeintlich automatisch ablaufen wie: aufstehen weil man ins Bad gehen muss, das Glas zum trinken anheben usw. Je nachdem wie es einem geht kann man damit auch eine längere Handlungskette einleiten. Zum Beispiel: sich anziehen.

    Wenn es einem schlechter geht, unterteilt man lieber in kleinere Entscheidungs-Etappen.
    Man sollte nur dann schnipsen / klatschen / whatever wenn man sicher ist das man danach die Handlung durchführt.

    Man kann auch etwas machen das kein Geräusch erzeugt, wichtig ist das man es immer in dem kurzen Zeitraum zwischen der Entscheidung und der Handlung macht.
    Damit lässt sich besser einschätzen an welchem Punkt das Problem liegt.
    Weiß man gar nicht so richtig was man machen möchte? Traut man sich nicht eine Entscheidung zu treffen?
    Geändert von HumanStapler (28.07.2015 um 15:18 Uhr)

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