Seite 8 von 12 Erste ... 3456789101112 Letzte
Zeige Ergebnis 71 bis 80 von 111

Diskutiere im Thema ADHS = Schwerbehinderung ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #71
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    ADHS betrifft Punkt 3.5.2 der Versorgungsmedizinverordnung. Ein GdB gibt es für AD(H)S ohne Komorbiditäten nur, wenn soziale Anpassungsschwierigkeiten gegeben sind. Dazu muss dann die Integrationsfähigkeit beurteilt werden. Wenn du einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung hast, fürchte ich, kommt man da bei einer lediglich auf AD(H)S gestützten Schwerbehinderung nicht weit. Da muss man über die Komorbiditäten gehen und wirklich jedes Zipperlein vom kaputten Knie über rezidivierende Rückenschmerzen mit berücksichtigen. Wichtig ist insbesondere, das quasi jede Muskelverspannung vom Arzt dokumentiert wird. Ständige Kopfschmerzen, Migräneattacken etc. sollten auch mit dokumentiert sein und angeführt werden, wenn sie auf dich zutreffen.
    Bei Depression und Antriebslosigkeit wird es auch schwierig. Da musst du den Sachbearbeiter des VdKs wirjklich mirt jedem Detail und ist es noch so peinlich von deinem Tagesablauf füttern. Er wird kaum die richtigen Fragen stellen, weil Nicht-Betroffene sich die Leistungseinschränkungen nur schlecht vorstellen können und selten die Phantasie haben, dir die richtigen Fragen zu stellen.

  2. #72
    ...das war mal..

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 265

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Wirklich interessant, das diese Diskussion immer wieder auftaucht...

    Jemand mit 33 meint, das man sich ja schämen muß, wenn man einen Behindertenausweis hat oder beatragen "muss".

    Die Diskussion trat auch auf während meiner Reha in der KLH...wurde auch hitzig...

    Einer meinte, das wäre Schmarotzertum, der Andere...wurde böse, weil er meinte wie schlimm es wäre sich selbst als behindert sehen zu müssen,
    einem Anderern geht es so schlecht das er in der Diskussion einfach den Mund hält,
    der Nächste empfindet es als legitim um sich einiges zu erleichtern,

    Dazu dann noch die Frage, wer ist an der Behinderung schuld...ist es die Gesellschaft,
    die sich schließlich abartig und unzivilisiert verhält und somit die Menschen behindert und erst krank macht ?

    Nun ich für mich habe Anfang 2012 einen Antrag gestellt und 30 % bekommen.
    Auf Widerspruch und Erwähnung der Alltagsprobleme
    und der Sehminderung bekam ich 40 %.

    Nun nach meiner Reha und Bescheidung der EU Rente stelle ich einen Verschlechterungsantrag.
    Ich schätze 50 od. 60% als angemessen ein.

    Ein solcher Ausweis würde mir helfen, um das soziale Budged zu beantragen, um günstiger an öffentlichen Angeboten teilnehmen zu können, evtl um kleine Jobs zu finden...keine Ahnung...sicher stellt sich noch einige´s heraus....

    Interessiere mich fürs Ehrenamt als Schulbegleiter(ADHS).
    (Begleitung v.schwierigen Jugendlichen an einer Brufsschule)
    Das will ich machen(lernen).
    Vllt. kann ich helfen, das es einigen nicht so gehen muß wie mir.

    Frage:
    Ist es besser mehr zu verlangen als ich erreichen möchte ?

    OK was frage ich...schaden kann es ja nicht wenn ich 70% beantrage.

    Ich werde über den Verlauf berichten.

    lg vom Andy.
    Geändert von keineAhnung (22.01.2013 um 03:02 Uhr)

  3. #73
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Enolem schreibt:
    Hallo Noradrenalin,

    das Thema wurde bereits mehrmals aufgeworfen. Für AD(H)S kann man beim Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Ich habe dafür und im Zusammenhang mit meiner Suchterkrankung 50 % erhalten. Wieviele es für ADS alleine gibt kann ich nicht sagen, da es im Bescheid nur als psychische Erkrankung insgesamt angerechnet wurde. Tatsache ist jedoch, es gibt Prozente.

    Solltest Du in Erwägung ziehen, einen Antrag zu stellen, dann solltest Du alle Erkrankungen, psychisch wie physisch angeben, das Versorgungsamt prüft das alles nach und entscheidet was mit angerechnet werden kann. In meinem Fall zusammen mit meinen Rückenbeschwerden 60 %.

    Vorteil ist natürlich der besondere Kündigungsschutz, Schutz am Arbeitsplatz (ungerechtfertigte Versetzungen etc.), Steuervorteile, sogar Unterstützung bei Mietkündigungen und vieles mehr.

    LG
    Enolem
    @all

    hi, bin neu hier und bin erstaunt wie gut man gesetzlich abgesichert wird.

    eine grosse bitte an euch alle. wie bitte bekomme ich auskunft über genau solche rechte

    danke im voraus

    p.s.: danke an die betreiber dieser plattform. so habe ich vielleicht einen roten faden mit euch

  4. #74
    ...das war mal..

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 265

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    onkel schreibt:
    @all

    hi, bin neu hier und bin erstaunt wie gut man gesetzlich abgesichert wird.

    eine grosse bitte an euch alle. wie bitte bekomme ich auskunft über genau solche rechte

    danke im voraus

    p.s.: danke an die betreiber dieser plattform. so habe ich vielleicht einen roten faden mit euch
    Hallo Onkel,
    was du dazu vor allem brauchst, ist Zeit und Geduld.

    Komm erst mal an...und dann lies viel zwischen den Zeilen...

    Ich persönlich taue erst etwas auf, wenn ich den User ein wenig vom Verhalten her beobachtet habe.

    Wir alle geben recht viele pers.Infos preis.

    Ich wäre also z.B. neugierig in welchem Alter du dich befindest in welcher Region du lebst oder in welcher Situation du dich z.Zt. befindest.

    Schau dich erst mal in Ruhe um...

    lg vom Andy.

  5. #75
    Kopfkino deluxe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 678

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Ich habe am 22.07.2011 meinen Erstantrag online gestellt.
    Da habe ich natürlich ALLES angegeben.

    Ich wurde 2011 aufgrund meiner kaputten Knie berufsunfähig geschrieben.
    Allerdings gab es da nur 10 GdB drauf und auf die Depressionen habe ich 30 GdB bekommen.
    Zusammengerechnet wird da aber NIX, nur der höchste Grad der Behinderung wird gewertet!

    Am 25.09.2012 habe ich nun online einen Folgeantrag wegen ADHS gestellt.
    Ach, was soll ich sagen...

    Es läuft immer noch!


    Datum Onlineformular Status
    22.07.2011 Erstantrag Benachrichtigung: erfolgreicher Eingang eines Online-Formulars
    11.08.2011 Erstantrag Benachrichtigung: Eingang Einverständniserklärung
    22.09.2011 Erstantrag Benachrichtigung: Zuleitung zum Ärztlichen Dienst(Die Überprüfung benötigt einige Zeit.
    Bitte haben Sie noch etwas Geduld und sehen Sie von telefonischen Anfragen ab.)
    12.10.2011 Erstantrag Benachrichtigung: Bescheid erstellt zur Erstfeststellung
    25.09.2012 Folgeantrag Benachrichtigung: erfolgreicher Eingang eines Online-Formulars
    26.09.2012 Folgeantrag Benachrichtigung: Eingang Einverständniserklärung
    19.12.2012 Folgeantrag Benachrichtigung: Zuleitung zum Ärztlichen Dienst(Die Überprüfung benötigt einige Zeit.
    Bitte haben Sie noch etwas Geduld und sehen Sie von telefonischen Anfragen ab.)

  6. #76
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    hallo zusammen, danke für die rasche antworten...

    zu meiner person. ich bin 32jahre, lebe in wiesbaden(hessen) und bin arbeitsunfähig. bekomme harz4 oder ähnlich. genau weis ich das nicht.
    habe bis 2007 einen technischen beruf ausgeübt.
    dann hat ein vorfall, motorrad unfall mit todesfolge meines besten freundes, er ist quasi in meinen armen gestorben, zunächst eine depresion ausgelöst.
    leider bin ich total auf mich gestellt gewesen. lebe alleine und zu diesen zeitpunkt hatte ich meine selbstständigkeit angefangen.
    ich hatte es nichtmal geschafft ausser haus zu gehen geschweige denn meinen pflichten nach zu gehen. ganz auf mich gestellt und den kopf in den boden gesteckt gings dann ab in den finanziellen und gesundheitlichen ruin.

    habe vielleicht nun eine 4 jahre dauernde medizinische behandlung mit venlafaxin und einen Antiepileptika.
    erst vor kurzem habe ich alle medikamente abgesetzt und gefühlstechnisch habe ich tatsächlich in der zwischen zeit nichts mitbekommen. so gegen weihnachten letztes jahr bemerkte ich als erstes das ich die letzten fast 5 jahre nichts effektives getan habe.

    erst seit kurzem kann ich wieder aktiv für mich dinge erledigen.

    jetzt frage ich mich ob ich rechte als kranker oder behinderter habe. möchte diese nutzen um mich mit unter später mal beruflich auch zu rehabilitirän.

    sorry wenn ich den nagel nicht auf den kopf getroffen habe. ich dentiere gerne dazu weit auszuholen beim erzählen.

    kurz gesagt bin ich in einer informationsbeschaffungsphase und wäre euch allen dankbar wenn ihr dazu beiträgt mein wissen auf fordermann zu bringen. danke im voraus hierfür

    ich habe natürlich schon angefangen hier und da unf viel zu lesen. habe aus diesem forum sogar aufgeschnappt das es sozialverbände gibt.
    habe gestern den VdK angeschrieben und prommt einen termin bekommen. am donnerstag kann ich euch näheres berichten. bis dahin euer onkel

  7. #77
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    keineAhnung schreibt:
    Einer meinte, das wäre Schmarotzertum, der Andere...wurde böse, weil er meinte wie schlimm es wäre sich selbst als behindert sehen zu müssen,
    einem Anderern geht es so schlecht das er in der Diskussion einfach den Mund hält,
    der Nächste empfindet es als legitim um sich einiges zu erleichtern,
    Kann ich nachvollziehen.
    Ich würde sogar sagen, dass ich sozusagen alle vier Stadien durchlaufen habe .

    Heute habe ich ihn, als ich ihn bekam habe ich mich nicht so gut gefühlt, aber inzwischen ist es ok.
    Er gereicht mir hier und da zum Vorteil.
    Und da wir ja nun mal ganz offensichtlich Nachteile haben, und egal ob durch eine "Erkrankung" oder durch die Gesellschaft, die sind ja da, finde ich auch, dass es legitim ist, sich einiges zu erleichtern.

    Mir sagt der Ausweis, dass ich darauf achten sollte, dass ich meine Ressourcen etwas mehr schonen muss als andere und dass ich die Hilfe, von der ich inzwischen durchaus denke und anerkenne, dass sie uns zusteht, auch annehmen kann und darf.
    Ohne schlechtes Gewissen.
    Denn:

    Dazu dann noch die Frage, wer ist an der Behinderung schuld...ist es die Gesellschaft,
    die sich schließlich abartig und unzivilisiert verhält und somit die Menschen behindert und erst krank macht ?
    Dieser Punkt ist ja durchaus berechtigt.
    Natürlich ist es die sich in diese Richtung entwickelnde Gesellschaft, die uns mehr und mehr unsere Nischen nimmt.
    Die auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit und "Just in Time" ausgerichtete Welt, in der die Prozessoptimierer mit einer Stoppuhr hinter den Arbeitern stehen, lässt immer mehr und mehr Druck aufkommen, keine Frage.
    Aber kann man der Gesellschaft daraus einen Vorwurf machen?
    Sie hat sich halt so entwickelt ...
    Ungeachtet der Frage, ob das so eine gute Entwicklung ist, so hat der größte Teil der Gesellschaft, nämlich 95% mithalten können.

    Insofern sehe ich zwar, dass die Entwicklung und die Gesellschaft Schuld daran hat, dass wir immer weniger Nischen finden und es uns immer schwerer gemacht wird, aber ich bin mir nicht sicher, ob die sich deswegen "abartig" und "unzivilisiert" verhalten.
    Auch das ist halt Evolution.
    Die Geschichte, egal ob Mensch oder Tierwelt, zeigt das doch Zug um Zug.

    Aber andererseits können wir doch auch sagen, dass uns mehr als je zuvor geholfen wird oder?
    Es gibt all diese Nachteilsausgleiche und inzwischen kann ich sagen, dass sie uns zustehen.
    Leider ist es in Zeiten knapper Kassen nur so, dass man inzwischen hart um das kämpfen muss, was einem zusteht, was zur Folge hat, dass meist sogar die Betroffenen selber Zweifel daran haben, dass es ihnen wirklich zusteht...


    Frage:
    Ist es besser mehr zu verlangen als ich erreichen möchte ?
    Nach meiner Erfahrung: Ja.

    Mein Arzt meinte, er würde einen GdB von 80 locker als gerechtfertigt betrachten und hat das auch so in seinen Bericht geschrieben.
    Rausgekommen ist dann ein GdB von 50.
    Es ist, wie so oft, ein Pokerspiel.
    Geändert von Fliegerlein (23.01.2013 um 12:51 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  8. #78
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Alles sehr kompliziert - Wie sollte es auch anders sein.


    Ich habe mich bis vor ein paar Monaten auch als Kämpfer und Optimist gesehen. Ein Paradebeispiel eines Steh auf Männchens.


    Doch die AD(H)S typischen Begleiterkrankungen sind zuweilen tückisch, fies und gemein. Sie schleichen sich in dein Leben und übernehmen Stück für Stück die Regie in deinem Film.


    Und irgendwann stehst Du vor deinem persönlichen Scherbenhaufen und fragst Dich, wie es weitergehen soll.
    Ich habe einen Beruf erlernt. Diesen Beruf kann ich aber nicht mehr ausüben. Er brennt mich aus und macht mich fertig. Mit 43 Jahren möchte ich aber noch etwas tun (also beruflich), um meiner Würde und meiner Familie willen.


    Die Empathie-losen Sachbearbeiter/innen beim Jobcenter hatten mich Ende des letzten Jahres in eine Maßnahme (Bewerber Training) gesteckt. Das war die absolute Hölle für mich. Ohne Rücksicht auf Verluste, war es deren persönliche Mission, mich in Arbeit zu bekommen.
    Ich hatte meine Diagnose noch nicht und habe immer wieder darauf hingewiesen, dass bei mir noch eine Untersuchung, eine Diagnose ansteht. Weitere Angaben hatte ich vorerst nicht gemacht.


    Inzwischen habe ich meine Diagnose erhalten, bin aber leider noch nicht Medikamentös eingestellt.
    Ich hatte dann auch recht schnell dem Leiter der Maßnahme mitgeteilt, dass bei mir ADS mit Begleiterkrankung (u.a. schwere Depressionen) festgestellt wurde.
    Ich bin mir auch nicht sicher, ob das eine gute Idee war, mich zu outen. Shit happens – nun ist´s eh zu spät.


    Wie durch Zauberhand bin ich Rückwirkend (Datum der Testung) von der Maßnahme „befreit“ worden.
    Ohne Angabe von Gründen, kein Brief vom Jobcenter, ect ....
    Na ja, mir soll es recht sein. Ich habe einen neuen Termin bei meiner SB beantragt und harre nun der Dinge, die dann irgendwann mal aus den Amtsstuben bürokratischer Kleingeister zu mir dringt.


    Oh nee, ich schweife wieder ab. Sorry!



    Also meine Vorgehensweise wie folgt :


    1. Absichern und Mitglied im Sozialverband werden.

    2. Antrag beim Versorgungsamt wg. Behinderung - Wobei ich mir hier nicht ganz sicher bin. Ist ja schon irgendwie ein komisches Gefühl.
    3. Rentenversicherer kontaktieren und Antrag auf berufliche Reha stellen.




    Hat hier jemand von euch das Prozedere mit den Rentenversicherer bezüglich einer beruflichen Reha (Umschulung, Weiterbildung u.ä...), schon hinter sich? Wie weit kann eine anerkannte Behinderung (Grad) den Schritt der beruflichen Reha forcieren? Wie lange hat es bei Euch gedauert (Antragstellung, evl. Ablehnung, Widerspruch, bis hin zur Genehmigung) ?


    Zum Thema Sozialverband :Hat hier im Forum schon jemand einen echten nutzen aus der Mitgliedschaft ziehen können?


    h.

  9. #79
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    hansdampf schreibt:
    Zum Thema Sozialverband :Hat hier im Forum schon jemand einen echten nutzen aus der Mitgliedschaft ziehen können?
    Von meiner Warte aus beantwortet:
    Ja.

    -Den kompletten Antrag auf GdB haben die übernommen.
    -Den anschließenden Widerspruch ebenfalls (und erforlgreich).
    -Ein weiterer Widerspruch
    -Eine Klage gegen die DRV Nord (läuft aktuell noch)
    -Als die Arbeitsagentur letztes Jahr zwischen Weihnachten und Silvester (war, glaube ich der 28.12.12) meinte mir mitteilen zu müssen, dass ich ab dem 1.1.13 keine Bezüge mehr erhalten würde, haben die sich gleich am 2.Januar die Zeit genommen und die Sache sofort geklärt mit dem Ergebnis, dass noch am gleichen Tag die Mitteilung der Arge kam, dss der Aufhebungsbescheid revidiert wurde.

    Widerspruch und Klage sind allerdings keine "Inklusiv-Leistungen", sondern ksoten Geld.
    Die Höhe richtet sich nach der Mitgliedschaftszeit.
    Für Neumitglieder sind es derzeit soweit ich weiß, 50 Euro für Widerspruch und 100 für eine Klage.

    Dafür nehmen die einem alles ab.

    Die sind dann auch künftig der Ansprechpartner für die entsprechende Behörde/ Körperschaft.
    Das heißt, wenn z.B. die Arge mal wieder was will, müssen sie das erstmal direkt dorthin schicken.
    Man selber bekommt dann Mitteilung und die Originale von denen, meist dann schon mit den nötigen Hinweisen, falls was getant werden musste oder muss.
    Das ist natürlich sehr beruhigend, weil man dann schon weiß, dass die da schon ein prüfendes Auge drauf haben.
    Und ich bin ein wenig der Meinung, dass die Behörden dann doch eher etwas vorsichtiger sind, da sie schon von vornherein damit rechnen müssen, dass da eben jetzt jemand sitzt, der sich auskennt.
    Ebenfalls vorteilhaft ist natürlich auch, dass die sich eben schon gut auskennen, denen verkauft man so schnell kein X für ein U, weil man es auch nicht besser kennt, und ich denke, die sind im Umgang mit den Menschen dort etwas geübter.
    Gerade einem doch eher auf der impulsiven ADHS'ler rutscht da gerne was raus, dass besser nicht gesagt worden wäre (damit meine ich nicht mal unbedingt "patzige" Antworten, ... manchmal ist es eben besser, etwas zunächst als Joker für sich zu behalten und es erst im richtigen Moment auf den Tisch zu legen )
    Da sind die deutlich routinierter.

    Man muss aber andererseits auch klar sagen, dass die ziemlich heftig ausgelastet sind und dementsprechend auch nur begrenzte Zeit investieren können.
    Bei einigen, wirklich sehr wichtigen Sachen, würde ich nicht ausschließen da eher einen eigenen Anwalt heranzuziehen.
    Bis jetzt war das aber noch nicht notwendig und ich kann sagen, dass es für mich eine sehr gute Entscheidung und eine große Entlastung ist, dort beigetreten zu sein.

    Viele Grüße
    Fliegerlein

  10. #80
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    @ Fliegerlein : vielen Dank für die Infos!

    Geht´s denn bei Dir auch in Richtung berufliche Reha?


    herzlichen Gruß

    h.

Thema: ADHS = Schwerbehinderung ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum