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Diskutiere im Thema ADHS = Schwerbehinderung ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #61
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Anni kann man da nichts machen? Was sagt denn dein Arzt dazu? Hast du Medikation? Hast du eine Idee was dir helfen könnte?

  2. #62
    hirnbeiß

    Gast

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Oh Anni.
    Ich kann dich gut verstehen.
    So ein Leben in der Arbeit.
    Ich hoffe, dass du wenigstens dann zu Hause
    ein bisschen abspannen kannst.
    Manchmal ist des schon hart, aber eben nicht immer gleich.
    In deinem Alter kann man aber noch etwas erreichen.
    Kleine Schritte machen und aufpassen, dass die Last die man trägt,
    nicht zu schwer wird.
    Pass auf dich auf, beobachte dich
    und feile ein bisschen an den rauen Kanten.
    Nimm dir jede Hilfe die du kriegen kannst
    und scheue dich nicht.

    LG --hirnbeiß--

  3. #63
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Muß es irgendwie schaffen, die Anträge für Coaching und Verhaltenstherapie auf die Reihe zu kriegen,

    Papierkram=Hölle

    Nehme jetzt seit kurzem Medikinet ret.. aber allein das hilft ja nicht.

    Natürlich würde es mir helfen, wie wahrscheinlich allen ADSlern mit meinen Problemen, wenn mich jemand mit meinem Papierkram begleitet, d. h. mir bei meinen Anträgen hilft.
    Aber wer?
    Kaostaube schaffts nicht, zu mir zu kommen, is ein ziemlicher Weg. Wir sehn uns meist inner Werkstatt, oder ich besuch sie mal, schaffs aber auch nur selten, aber nicht sooo selten wie sie.
    Hab ihr schon gesagt, "gegenseitige! Hilfe" aber ich kann ja niemand zwingen.

    Ebenso würde mir helfen, ab und an sozusagen einen Arschtritt zu bekommen, um mich zu motivieren, mal mehr rauszugehn, sportliche betätigung, Schwimmen gehn, macht mir allein keinen Spaß, hab allein absolut keinen Antrieb dafür, merke aber, dass ich ohne körperliche Betätigung immer schwächer werde, den Stress noch weniger kompensieren kann.
    Der Witz ist ja, das Schwimmbad ist ganz total in der Nähe. Sozusagen fast nebenan.

    wirklich abspannen kann ich auch zu hause nicht, geht mir immer zu viel im kopp rum

    aber ich bin ja ne Leseratte, dabei kann ich mich wenigstens für kurze Zeit in eine andere Welt zurückziehen.

    War in den letzten Tagen öfter mal im Chat hier im Forum, macht viel Spaß, schaffs dabei manchmal nicht, auf die Zeit zu achten, da ich ja zeitig inne Kiste muß.

    danke, LG Anni die total verpeilte

  4. #64
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 272

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Anni schreibt:
    Nehme jetzt seit kurzem Medikinet ret.. aber allein das hilft ja nicht.
    Vielleicht musst du noch richtig eingestellt werden...

    Außerdem gibt es ja noch andere Medikamente: Antidepressiva, etc...

  5. #65
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Danke, hab schon 9 oder 10 verschiedene Antidepri durch. Fühle mich auch eigentlich nicht direkt depri, obwohl ich manchmal schon sehr empfindlich bin und heule. Is hauptsächlich dieser fehlende Antrieb/ Motivation.
    Hatte vor längerer Zeit schon mal Methylphenidat, wurde eingestellt, Medikinet-einstellung richtet sich danach.

    LG Annigut nacht

  6. #66
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Wenn man sich durch die Bezeichnung "schwerbehindert" abgewertet fühlt, dann ist das eine Beleidigung anderen Behinderten gegenüber... Querschnittsgelähmten, Leuten mit Down-Syndrom, Blinden. Auch Leute mit Down-Syndrom haben ihre Stärken, nur sind wir gesamtgesellschaftlich zu blöd um diese Leute richtig zu fördern und die Stärken rauszupolieren.

    Ich möchte aber auch ganz ausdrücklich keinen Behindertenausweis. Denn das wäre für mich eine Kapitulationsurkunde. Ich würde der Gesellschaft offen eingestehen daß ich ihren Anforderungen nicht gewachsen bin. Und das kommt zumindest derzeit für mich nicht infrage denn ich bin ein sehr stolzer Mensch.
    Ich habe mich durchs Ingenieursstudium gekämpft, es waren Blut, Schweiß und Tränen. Ohne Sonderrechte, die hätte ich für mich nie akzeptieren können.

  7. #67
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Timelady schreibt:
    Wenn man sich durch die Bezeichnung "schwerbehindert" abgewertet fühlt, dann ist das eine Beleidigung anderen Behinderten gegenüber...
    Das ist, glaube ich, eine Frage der Sichtweise.
    Ich denke nicht, dass andere damit abgewertet werden sollten, aber ich kann mir, schon aus eigener Erfahrung, schon vorstellen, dass diese Gedanken entstehen, weil man sein Leben lang versucht hat, so zu sein, wie es von einem Menschen ohne Behinderung erwartet wird, denn schließlich wusste man nichts davon und man konnte es auch nicht sehen oder sonstwie erkennen.
    Dein Leben lang werden Ansprüche an Dich gestellt, die man "eigentlich" auch von Dir erwarten kann (oder besser: meint erwarten zu können) und Du bist pflichtbewusst genug, zu versuchen sie permanent zu erfüllen.
    Du weißt es ja auch nicht anders.
    Deine Messlatte sind die Anderen, deren Leistungen man auch von Dir erwarten kann und die Du selber von Dir ebenfalls erwartest/ erwarten würdest.
    Und irgendwann plötzlich, als nichts mehr geht, sagt Dir jemand:
    "Du kannst das aber doch gar nicht, .... diese Messlatte ist nicht Deine Messlatte"

    Dein Leben lang warst Du davon überzeugt, dass Du das können musst, dass Du so bist wie die Anderen und plötzlich ist alles ganz anders.

    Ja, .... dann fühlst Du Dich zuerst mal abgewertet, ... denn das entspricht nicht den Ansprüchen, die Du bislang an Dich gestellt hast oder besser: die seit je her an Dich gestellt wurden.

    Aber ich bin mir sicher, dass man in diesen Momenten niemals im Sinn hat, damit auch andere Betroffene abzuwerten.
    Diese Abwertung betrifft nur einen selbst.
    Ich würde niemals gegenüber anderen Menschen mit Behinderung so denken, nicht mal ansatzweise.
    Mir selber gegenüber aber schon.
    Von einem Rollstuhlfahrer würde man nicht verlangen, dass er mal schnell in den Keller geht um eine Kiste Wasser hochzuholen.
    Von einem ADS'ler mit Dyskalkulie wird aber erwartet, dass er in der Schule mithält und rechnen kann etc. dito bei anderen Teilleistungsschwächen.

    Ich möchte aber auch ganz ausdrücklich keinen Behindertenausweis. Denn das wäre für mich eine Kapitulationsurkunde.
    Das ist auch vollkomen ok.
    Aber:
    So dachte ich anfangs auch, aber so ist es nicht.
    Es geht darum, sich zum Einen seine eigenen Grenzen auch einzugestehen und zum Anderen, sie auch haben zu dürfen!

    Denn die ganze Sache hat einen Haken:

    Ich würde der Gesellschaft offen eingestehen daß ich ihren Anforderungen nicht gewachsen bin. Und das kommt zumindest derzeit für mich nicht infrage denn ich bin ein sehr stolzer Mensch.
    Ich habe mich durchs Ingenieursstudium gekämpft, es waren Blut, Schweiß und Tränen. Ohne Sonderrechte, die hätte ich für mich nie akzeptieren können.
    Was aber, wenn Dich dieser Stolz so viel Kraft und Energie kostet, dass er Dich am Ende an den Rand zum Selbstmord gebracht hat?
    Was, wenn es mehr Kraft kostet den Anforderungen gewachsen zu sein, als man auf Dauer zur Verfügung hat?
    Dann bleibt man doch über kurz oder lang auf der Strecke.
    Und wenn man dann nicht einsieht oder sich eingesteht, dass man den Anforderungen in der Form eben nicht gerecht werden kann, dann wird man doch irgendwann den Rand überschreiten.

    Dann ist es doch sinnvoll zu schauen, was ich kann und wieviel ich kann.

    Ein Beispiel:
    Ich habe 2 Akkus: einen mit 2000 mAh (Milliamperestunden) und einen mit 2500 mAh und an beiden ist eine Lampe angeschlossen, die einen Ampere Strom verbraucht,
    Mit dem 2500er Akku leuchtet die Lampe zweieinhalb Stunden, dann ist der Akku leer, während der 2000er schon nach 2 Stunden ausgelutscht ist.

    Ist der 2000er jetzt "behindert"?
    Nein, er hat einfach nur eine geringere Kapazität und muss eben schon nach 2 Stunden wieder aufgeladen werden.
    Lässt man ihn dran und versucht auf Krampf rauszuholen, was nicht rauszuholen ist, geht er kaputt, eine Tiefenentladung ist die Folge und das Ding geht in die Tonne.
    Nehme ich auf seine geringere Kapazität Rücksicht, kann der auch ein Leben lang gute Dienste leisten, aber eben immer mit Rücksicht auf sein Leistungsvermögen.

    Nur: Um das zu können, muss ich es auch wissen!
    Das muss draufstehen!
    Woher soll ich denn sonst wissen, wie ich diesen einen Akku behandeln soll?
    Unter all den 2500ern kann ich den doch nur erkennen, wenn es auch gekennzeichnet ist.

    Und als nichts anderes sehe ich inzwischen die Anerkennung einer Behinderung.
    Ich hab 46 Jahre lang sozusagen als 2000er Akku gelebt wie ein 2500er, weil ich es nicht besser wusste, man es von mir erwartet hat und ich es von mir erwartet habe.
    Aber wenn ich die nächsten 20 Jahre Arbeitsleben noch irgendwie überleben will, muss ich mir eingestehen, dass ich nicht die gleichen Ressourcen habe wie andere.
    Und ich muss das auch anderen erklären können, denn man sieht es mir nicht an und wird von mir erwarten, ein 2500er Akku zu sein, der ich aber nicht bin.

    Wenn Du Dein Leben lang geglaubt hast, dass Du ein 2500er Akku bist und Dir plötzlich klar wird, dass Du es nicht bist, ja, ... dann kann das ersteinmal Anlass dafür sein, sich abzuwerten oder besser: sich abgewertet zu fühlen.

    Aber genauso wichtig ist es, sich das einzugestehen und damit zu leben und vor Allem darauf Rücksicht zu nehmen, ... auf sich Rücksicht zu nehmen.

    In jungen Jahren ging das noch, da habe auch mich durchgekämpft, ... aber mit zunehmendem Alter wird das immer schwerer und irgendwann kann dann der Punkt kommen, an dem man an genau dieser Stelle steht.

    Viel sinnvoller ist es doch, es so zu halten wie ein Läufer.
    Bei einem 800m-Lauf wird niemand gleich lossprinten, sondern sich seine Kraft so einteilen, dass er in der Schlussgeraden noch genug Kraft hat, um ins Ziel zu gelangen und vielleicht auch noch durchzusprinten.
    Wer schon gleich am Anfang sein Pulver verschießt, der wird es vielleicht nicht mal auf die Ziellinie schaffen, sondern auf der Strecke bleiben.

    Aber um meine Kräfte sinnvoll einzuteilen, muss ich auch wissen, wie viel ich habe und ich muss es auch nach außen hin verargumentieren können.
    Und genau DAS ist der Sinn dieses Scheines.
    Es ist keine Kapitulationsurkunde, ... er sagt vielmehr: Hier bitte, so bin ich, ich hab nur 2000 mAh, aber die habe ich und in diesem Rahmen möchte auch ich meinen Teil beitragen, aber ich habe eben diese Grenzen, diesen Rahmen und dazu braucht es vielleicht einfach einen solchen Nachweis, für sich und für die anderen.

    Ich brauche ihn für mich, um mir selber immer wieder vor Augen zu führen, dass ich diese Grenzen habe und aufhöre, immer wieder dagegen anzukämpfen, denn damit füge ich mir letztlich nur selber Schaden zu.
    Und wenn jemand schreibt, dass er schon zum dritten Mal auf die Schnauze gefallen ist, ohne zu wissen wieso und am Rand zum Selbstmord stand,.... tja nun, ... was soll ich sagen?
    Stolz kann einen umbringen ...

    Nein, ... ich denke nicht, dass hier irgendjemand andere Menschen mit Behinderungen abwerten will oder wollte, .... es ist vielmehr der Prozess in einem selbst, der sich so ausdrückt, wenn man sich selber eingestehen muss, dann man möglicherweise nicht die Ressourcen hat, die man von sich erwartet und die von einem erwartet wurden.
    Wenn man sich dessen plötzlich gewahr wird, ... dann kann man sich schon ganz beschissen wertlos fühlen.
    Damit ist aber nicht gemeint, dass man andere damit ebenfalls abwertet.


    LG
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein (21.05.2012 um 11:01 Uhr)

  8. #68
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 201

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Dieses Thema hatten wir am KIT in der Diskussionsrunde beim Treffpunkt Barrierefreiheit. Der Begriff "Behinderung" ist oftmals negativ ausgemalt und wir bevorzugen "beeinträchtigt".

    Link PDF - könnte hier sogar stehen.

    Ich sehe das selbst nicht als schwer behindert an, das ist glaube Menschen vorbehalten die wirklich starke Behinderungen haben.

  9. #69
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Hallo

    ich habe vom Versorungsamt die ADHS nicht als Behinderung eingetragen bekommen "Sie käme nicht zum Tragen". Der Widerspruch läuft, ich habe aber den Eindruck, als ob die bei VDK mit einer ADHS auch nicht so recht was anfangen können.

    Hat einer von euch die ADHS als Behinderungakzeptiertz bekommen und mag mir ein paar Infos dazu geben.


    danke schon mal
    Elwirrwarr

  10. #70
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Sorry, habe leider keine Antwort für Dich, aber:

    Elwirrwarr schreibt:
    ... ich habe aber den Eindruck, als ob die bei VDK mit einer ADHS auch nicht so recht was anfangen können.
    Das bestätige ich, denn den Eindruck habe ich ebenfalls.

    Zwar werde ich da jetzt erstmal nichts weiter in die Wege leiten, weil ich im Moment genug Ärger mit der Rentenversicherung habe und dort gerade Klage einreiche .... aber ich überlege, ob ich das später nochmal als Änderungsmitteilung einreiche und dann mehr darauf dränge.

    Vorher werde ich mir noch sehr sehr gründlich die Vorträge und Bücher von v. a. Barkley zu Gemüte führen und dann versuchen, eine fundierte Begründung zu liefern, warum und dass ADS durchaus eine signifikante Beeinträchtigung in allen Bereichen des täglichen Lebens darstellt.

    Allein um des Prinzips willen habe ich das vor...

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