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Diskutiere im Thema ADHS = Schwerbehinderung ? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Fliegerlein schreibt:
    lassen mich vermuten, dass Du es eben nicht verstehst.
    Denkst Du wirklich, dass es Selbstmitleid ist??
    Mitnichten ist es das.
    Anfangs dachte ich das selbst, aber tatsächlich ist es nichts anderes als Erschöpfung und Verzweiflung.

    Es ist, also würde man einen Turm hinaufgehen, per Treppenhaus. Man kommt gerade so oben an, kann nicht mehr, hat all seine Kraft verbraucht, ist kaputt und abgekämpft.
    Und dann kommt einer, schließt noch eine Tür auf und sagt: "Da müsst Ihr jetzt auch noch rauf"
    Deine Beine versagen den Dienst, die Muskeln sind ausgepowert und können Dich nicht mehr tragen.
    Jeder, der schon mal intensiv Sport getrieben hat, kennt das: man ist durch, alle, fertig, am Ende seiner Kraft.

    Selbstmitleid?
    Oh Bitte, ...

    Um die Selbstbeobachtung zu schulen kann es nützlich sein, etwas in psychologische Modelle einzusteigen:

    Erlernte Hilflosigkeit

    Learned optimism - Wikipedia, the free encyclopedia (leider nur in eglisch)

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Sind mir bereits bekannt, vielen Dank.
    BTW: Ich habe mal Psychologie studiert.
    Wie man sieht, hat auch das mich nicht davor bewahrt.

    Nachtrag, weil ich doch gerade innerlich ein wenig koche ...
    Hypocampus, Du schreibst in Deinem Vorstellungsthread, dass Du ein hohes Maß an Empathie besitzt.
    Bist Du Dir dessen wirklich ganz sicher?

    Mir sind die Mechanismen der erlernten Hilflosigkeit durchaus klar und bewsst, ebenso wie von Depressionen, aber wenn das alles so einfach ist, dass man nur mit einem kurzen Posting darauf hinweisen muss, dann frage ich mich, warum hier vor Ort kein Psychotherapeut mit einer Warteliste von unter 6 Monaten zu finden ist??
    (ich habe glücklicherweise einen)

    Etwas zu wissen, bedeutet nicht gleich, es auf Schlag ändern zu können, möglicherweise kann man es auch gar nicht ändern.
    Persönlichkeitsstörungen z.B. gelten als nicht heilbar.
    Wohl sind sie zu lindern, aber selten bis nicht zu heilen.
    Und jetzt sehe ich Dein Posting und lese daraus: Erkenne und ändere und das war's auch schon ...
    Wenn Du einem querschnittsgelähmten Rollstuhlfahrer erklärst, dass er seine Beine nicht bewegen kann, weil das Rückenmark durchtrennt wurde und daher keine Reize mehr in die Beine übertragen werden, kann er dann mit Wissen aufstehen und gehen?

    Ich will mich hier NICHT in eine Opferrolle stellen oder drängen, aber ich MUSS anerkennen, was ich ändern kann und dass es ein verdammt schwerer und langwieriger Weg sein wird und möglicherweise trotzdem genug übrigbleibt, dass mich als letztlich schwerbehindert gelten lassen wird.
    Geändert von Fliegerlein ( 3.08.2011 um 16:25 Uhr) Grund: Nachtrag geschrieben, weil gerade sauer...

  3. #43
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 210

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Ich habe hier in einem Satz ein paar Links gegeben um dir und anderen eine Hilfestellung zu geben, die du bereits offensichtlich kennst.

    Ich frage mich nur gerade, wieso die bloße Tatsache eine Hilfestellung leisten zu wollen in eine aggressive "Mir ist nicht zu helfen!!!!" Reaktion bei dir mündet.

  4. #44
    hirnbeiß

    Gast

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Tja. Ein Beispiel aus dem Leben?
    Real-Live, so nennt man das wohl...

    Wenn einer, einmal angenommen, sein Leben 57 Jahre meistert
    und dann nach dieser Zeit all die Scherbenhaufen auf seinem
    Lebensweg betrachtet und bis dato nicht wußte,
    wie ihm eigentlich geschah und dann den Nutzen dieses Forum entdeckt hat
    und dann seine Gedanken und den Focus auf ADHS gerichtet
    feststellen muß, dass sein Leben eben nicht so verlaufen ist,

    als wäre es normal...

    dann kann man mit Fug und Recht behaupten, dass diese Krankheit
    eben doch eine Behinderung im wahrsten Wortsinn darstellt.

    Egal was ich davon halten würde.
    Fakt ist eben, dass ich ohne es zu wissen ADHS zu haben
    eben nicht so funktioniere wie der Rest um mich herum.

    Jetzt weiss ich es---und das ist gut so...

    LG --hirnbeiß--

  5. #45
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    @Hypocampus:
    Und wieder zeigst Du, dass Du nicht verstehst, da ich keineswegs eine "Mir ist nicht zu helfen" Reaktion zeige.
    Es mag Deine Interpretation sein, aber das gibt widerum Anlass zur Vermutung, dass Du nicht in der Lage zu sein scheinst, Dich in andere hineinzuversetzen, sprich: empathisch zu sein.

    Wie bereits anderweitig festgestellt wurde, scheinst Du ein gewisses Talent dafür zu haben, anderen auf die Füße zu treten, so auch hier.
    Insofern wäre das Thema Selbstbeobachtung durchaus auch für Dich interessant, erweitere das um die Reaktionen, die Du bei Deinem Umfeld auslöst.

    Und falls Du jetzt zu dem Schluss kommst, dass Du nun mal so bist wie Du bist, dann willkommen im "Mir ist nicht zu helfen"- Club...

    Es ist keineswegs der Hinweis als solches, der eine agressive Reaktion bei mir auslöst, sondern vielmehr die Art, in der Du ihn gibst.

    Es wirkt auf mich überheblich und arrogant.
    Du fragst nicht, ob jemand schon davon weiß, du hinterfragst nichts.
    Du setzt vielmehr voraus, dass man davon keine Ahnung hat und gibst einfach nur einen oberlehrerhaften Hinweis auf Selbstbeobachtung und erlernte Hilflosigkeit, ohne jedes Hintergrundwissen, oberflächlich und überheblich.
    Und genau da stellt sich mir die Frage, inwiefern Du emphatisch sein sollst? ...

    Deine Art der "Hilfestellung" ist genau das, was so viele hier schon zigmal von der Umwelt gehört haben, von der wir uns genau deswegen inzwischen weitgehend zurückgezogen haben.
    Wo siehst Du denn da eine Hilfestellung?


    FRAG doch erstmal.
    ERKUNDIGE Dich.
    Sammle Informationen und komm nicht gleich mit dieser Klugscheißernummer, die andere vor den Kopf stößt.

    DAS ist Empathie.
    Sich in andere hineinfühlen und sich überlegen, wie sie in ihrer Situation, mit ihrer, möglicherweise veränderten, Wahrnehmung auf das, was ich schreibe oder sage reagieren und was es in ihnen auslöst.
    Wer das kann und tut, besitzt Einfühlungsvermögen.

    Menschen reagieren besonnener, wenn man Vermutungen äußert, sie befragt und auf der Basis der gewonnen Informationen seine Vermutungen in Fragen äußert und nicht, indem man ihnen sowas vorsetzt.

    Für Dich dagegen ist der Fall schnell klar "Mangelnde Selbstbeobachtung, erlernte Hilflosigkeit" ... ja nee is' klar, ...
    Ich bin sicher, Du wirst es auch diesmal nicht verstanden haben, insofern handele ich nach dem Grundsatz "suche Dir Menschen, die Dir guttun" und meide Deine Beiträge, ... was jetzt bestimmt wieder unter Hilflosigkeit und Rückzug etc. gewertet werden kann.

    Mir wurscht, ich bin aus den Gründen hier, die Hirnbeiß gerade genannt hat.


    Anyway, dies ist nicht im Sinne des eigentlichen Themas.
    Geändert von Fliegerlein ( 3.08.2011 um 18:47 Uhr) Grund: die üblichen Flüchtigkeitsfehler reduziert

  6. #46
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Smile schreibt:




    adhs kann behindern, adhs kann begleiterkrankungen hervorrufen - doch
    adhs muss nicht - es ist nicht die adhs, die uns krank macht -

    wir sind vom typ her (immer meine meinung) anders, wir würden anderswo / in einer anderen struktur und ordnung
    besser bestehen,,,, klar, wir können *den anderen* nicht die schuld geben - an unseren schwierigkeiten.
    doch, wir müssen uns auch aus der "fesselung" der "norm-vorstellung" lösen.... wir sind anders, und ich will und kann
    gar nicht so sein wie all die anderen. es ist doch die gesellschaft die uns krank macht - nicht die adhs. es ist der druck, so sein
    zu wollen, wie wir gar nicht sind.

    an was orientieren wir uns? an dem was die gesellschaft als normal sieht? - dies verunmöglicht all das spezielle, all das aussergewöhnliche,
    all die dinge - die wir eben anders und gut können. man muss uns nicht verstehen, wir sind wer und wer mir gutes will, der kann und wer nicht - der kümmert mich nicht. (abgrenzen)

    wieso entstehen die komorbitäten? ist es nicht so, dass wir über längere zeit uns zu biegen versuchen, vorallem soweit, dass es ungesund wird?
    nein, wir müssen uns nicht ver- beugen.

    ganz klar; ist man krank - kann man nicht mehr - so ist es sicherlich richtig - sich ruhe zu gönnen - sich krank schreiben zu lassen -
    ihr habt sicherlich über längere zeit eure kräfte eingesetzt - ihr habt das recht euch zu schonen -

    bitte bemitleidet euch nicht! ihr schafft es.

    doch; adhs - kann behindern doch adhs muss nicht und vorallem ist adhs nicht per se eine behinderung.

    ich sehe es so, als ich geboren wurde habe ich einen rucksack mit werkzeugen bekomme (gene)
    erlerne ich wie ich mit den werkzeugen umzugehen haben, wird es mir ermöglicht sie einzusetzen?
    oder
    zeigt man mir nicht, was ich mit all dem zeugs anzufangen habe, bepackt man noch den rucksack mit steinen?

    gruss, ich wollte niemanden beleidigen, ich verstehe, wie es ist, wenn man einfach nicht mehr kann (kraftlos)
    man kann adhs als behinderung sehen oder sich mit dem eigenen ich versöhnen.

    bitte, bitte..... nicht falsch verstehen - es ist gut gemeint und nur meine meinung.

    Das ist alles schön und gut, aber nicht in dieser Gesellschaft.

    UND wir haben nur diese Gesellschaft.

    Wie soll man sich damit versöhnen, wenn diese verd. Sch... jahrzehnte behindert HAT!!!!!
    Ich KANN das nicht mehr hören, immer heißt es , schieb das nicht auf dein ADS, dein ADS ist nur ein Vorwand, benutz dein ADS nicht als Ausrede usw. usw. usw.

    Schon als Kind erlernen, damit umzugehen, geht nur, wenn die Eltern Zeit, Lust, Nerven usw was weiß ich noch, haben.
    Viele Eltern haben einfach nicht den Nerv dazu, keine Zeit, weil sie viel und schwer arbeiten müssen, geistig vielleicht selber nicht so auf der Höhe sind

    Das AD(H)S macht uuns in DIESER Gesellschaft krank... oder wir müssen leben wie die Tuareg. Da gabs wohl mal ne Studie drüber.

    ICH hab NIE versucht, mich zu verbiegen. Aber wenn dus nicht tust, gibts DRUCK ohne Ende. DAS ist eben die Gesellschaft hier.

    Ich glaub auch nicht wirklich, dass mir noch irgendwas wirklich helfen kann.

    LG Anni

  7. #47
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    @hirnbeiss

    wieso, blickt man nicht zurück und denkt. Gopf, was habe ich trotzt adhs alles geschafft?
    ja, es gab auch in meiner vergangenheit scherben - und ich bewundere all die, die mit unendeckter adhs
    so lange gewandert sind. adhs ist die antwort auf vieles.

    ich blicke manchmal zurück und denke: hätte ich wirklich so vieles anders gemacht, und wenn, so wäre es wirlich
    besser gewesen?... es gibt keine garantie fürs gelingen.

    ich sehe den scherbenhaufen, trete ihn und sage - ja nu - ich kann die vergangenheit nicht verändern nur das
    jetzt. ich muss mich davon lösen (wie? muss jeder selbst herausfinden) ich lass doch den scherbenhaufen nicht mein
    zukünftiges leben bestimmen. nein.

    blickt man mit anderem bewusstsein zurück - sehe ich im scherbenhaufen ein mosaik, indem sich all
    die chancen verbergen/ die weggabelungen / die lehren und vorallem die situationen in denen ich mich nie mehr wiederfinden möchte,
    weil ich vorher den weg ändere.

    ich sehe mein leben, sowieso in abschnitte, kindsein / jugend / unabhängig --> mutter/partnerin/verantwortung ---> zukunft...

    gruss

  8. #48
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    @anni

    nicht irgendwas kann dir helfen - nur DU dir selbst.

    die gesellschaft, die ist wie sie ist - die ist nicht schlecht - nur unwissend, mal ignorant mal ängstlich - und die soll
    dir egal sein - du bist du und du bist ein teil davon.

    ich verstehe euch schon, würde mir so ein "junger schnufer" irgendwas sagen wollen, mit abstand noch
    weniger lebenserfahrung und weniger kenntnis - so würde ich auch nicht alles hinnehmen.

    sorry, wenn ich trotzdem schreibe - am liebsten würde ich zu euch hinfahren und aus dem loch ziehen.

    (junger schunfer - schweizerdeutsch für ?? .... sehr viel jünger/unerfahren)

    gruss

  9. #49
    hirnbeiß

    Gast

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Ja Smile.
    Der Scherbenhaufen ist ja auch nicht immer vorhanden oder im Bewußtsein.
    Nur wenn man die Dinge in der Gegenwart ins Gerade rücken muß, dann
    bleibt einem nichts anderes übrig als die Vergangenheit zu betrachten.
    Und das ist meist echt schmerzhaft.
    Natürlich versuchen wir positiv die notwendigen Angelegeheiten zu betrachten
    und Lösungen zu finden.
    Selbstverständlich kann man die Vergangenheit nicht mehr ändern.
    Aber treten würde ich den Scherbenhaufen nicht, weil es mein
    Scherbenhaufen ist...
    Außerdem ist dieser Haufen sehr nützlich als Lerneffekt.

    LG --hirnbeiß--

  10. #50
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS = Schwerbehinderung ?

    Hm, wenn ich das hier so lese, dann sehe ich da keinen, der irgendwie aufgibt oder so.
    Ich denke, wenn man AD(H)S und die aufgetretenen Komborbiditäten nutzen möchte, um die Schwerbehinderung zu erlangen, dann sollte man das machen. Das hat doch noch lange nichts damit zu tun, dass man aufgibt und die Flinte ins Korn wirft. Vielleicht ist es vergleichbar mit der Tatsache, wenn Eltern von ADHSlern die Lehrer bitten, dass das Kind vorne sitzen sollte. Oder wenn ein ADSler eine verlängerte Arbeitszeit bei Schulaufgaben zugestanden bekommt.

    Ich sehe das als Möglichkeit, sich das Leben entsprechend der eigenen Möglichkeiten etwas leichter zu machen.

    Ich hoffe mal, ich habe das Thema nicht vollkommen verfehlt.

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