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  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 258

    So gehe ich mit meiner Krankheit um

    Vielleicht kann ja jemand aus dem anderen Thema einen Link hier her setzen, damit man den Zusammenhang besser erkennen kann, ich will jetzt auch nicht jeden einzelnen zitieren, wenn ich was vergesse, bitte nochmal nachfragen!

    Es ging ja um die Aussage von mir das die Welt voller AD(H)S "ler wohl doch eine bessere wäre.
    In der Tat ist es nur ein erster Gedanke, eine gesicherte Diagnose habe ich noch nicht, aber ich lebe ja mit meiner Krankheit schon ein Leben lang, trage sie schon immer in mir und werde sie bis an mein Lebensende bei mir haben.
    Als es um meine Alkoholkrankheit ging bin ich nach kurzer Euphorie in ein Loch gefallen, jetzt bist du krank, behindert, viel weniger wert als andere, das war sehr schmerzhaft aber ich war froh so weit gekommen zu sein, die Erkenntnis zu haben.

    Mein Vater wurde 43 Jahre alt, er starb an den Folgen der Alkoholkrankheit, aber vielleicht war auch bei ihm AD(H)S der Auslöser für alles, ich weis es nicht, aber im Gegenteil zu ihm kann ich mich glücklich schätzen.
    Es war auch für mich eine Qual und sehr schmerzhaft die ersten Kilometer auf meinem alkoholfreien Weg, aber so nach und nach und mit viel Galgenhumor habe ich es Schritt für Schritt geschafft meine Krankheit als mein Eigentum zu betrachten und sogar all die Vorteile zu sehen.
    Ich musste auf viel gewohntes verzichten, aber mit der Zeit und den Erkenntnissen wurde aus Verzicht Zufriedenheit, heute bin ich froh trockener Alkoholiker zu sein und will nie wieder trinken. Ich weis das es mein Tod wäre, aber ohne meine Krankheit wäre ich vielleicht nie in den Genuss des alkoholfreien Lebens gekommen.

    Nun, mit einer weiteren Diagnose besteht die Gefahr wieder, das ich nach kurzer Euphorie die ich momentan habe, weil ich endlich gefunden habe wonach ich mein Leben lang suchte, wieder einen großen Teil meines Selbstvertrauen verliere den ich mir mühsam mit Hilfe erarbeitet habe.
    In das Loch darf ich nicht fallen weil es nur wieder meine Trockenheit gefährden würde, der Rückfall wäre mein Tod, ein Teufelskreis.

    Also versuche ich nur das positive zu sehen und wenn ich mich hier so umsehe, dann sehe ich viel positives, alles Menschen die an ihrem Leben interessiert sind, niemand hat sich selbst seine Krankheit ausgesucht, jedem wurde sie gegeben, also kann niemand selbst etwas dafür.
    Es ist keine Schande krank zu sein und selbst Ärzte sind nicht davon verschont.

    Und nun zu den Fließbändern, ich war 8 Jahre dort beschäftigt wo die Teile hergestellt werden, also im Maschinen und Anlagenbau, daher weis ich das selbst die Maschinen das nicht auf Dauer schaffen ohne zu mucken.

    Und ich habe als Leiharbeiter öfter solche Tätigkeiten gehabt wo ich im Takt der Maschine arbeiten musste. Davon werden selbst gesunde Menschen krank auf Dauer, dafür ist kein Lebewesen geschaffen, immer das selbe zu tun.
    Klar haben uns Maschinen sehr schnell weiter gebracht, aber ob wir dadurch wirklich viel gewonnen haben, mehr Dinge zu schaffen die keiner braucht und sich eh nicht jeder leisten kann, mag ich zu bezweifeln, wenn ich die ganze Überproduktion und Wegwerfgesellschaft sehe die nur unnötig Rohstoffe und Energie verbraucht.
    Vielleicht sehe ich das auch zu negativ, aber selbst wenn wir Fließbänder wirklich bräuchten, könnte man sie alle soweit entwickeln das daran kein Mensch mehr im Takt mitarbeiten müsste.

    Wenn alle so wären wie wir, gäbe es nicht so viele komplizierte Regeln und Vorschriften, die selbst gesunde Menschen leicht überfordern.
    Wenn alle so wären wie wir, wäre vieles viel ruhiger und nicht mehr so wichtig, es würde nicht so viel sinnlos geredet und viel mehr gedacht.
    Wenn alle so wären wie wir, gäbe es nicht so viele Kriege und Leid wie gerade überall.

    Und ganz klar bin ich auch irgendwie froh das die ganze Welt nicht doch nur aus AD(H)S "lern besteht, weil ich dann nichts besonderes mehr wäre.

    Vielleicht sollte ich mich erstmal auf 51 % Prozent der Menschheit beschränken, denn schon ab dann wären wir in der Überzahl und somit völlig normal.
    Vielleicht denken und merken ja nur die anderen zu wenig, "leben" im Trott tagaus und tagein, ohne sich vielleicht auch nur einmal so mit sich selbst zu beschäftigen wie wir, ich kenne viele scheinbar gesunde die glauben das sich die Welt nur um sich dreht, da bin ich heilfroh nicht so zu sein.

  2. #2
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 808

    AW: So gehe ich mit meiner Krankheit um

    Wie wäre es, wenn du den Begriff Krankheit mal beiseite lässt? Solange du von Krankheit sprichst, bist du auf die negativen Seiten fixiert. Eine Krankheit will man loswerden, oder? Was soll daran Gutes sein?

    Ich finde es super, dass du die positiven Seiten des ADHS suchst! Ich tu das auch. (Wahrscheinlich gehe ich hier schon einigen auf die Nerven damit).
    Mein Zugang ist: Ich bin so geboren, und ich will mir mein Leben so einrichten, dass ich die Stärken ausbaue und die Schwächen ausgleiche. Fertig.
    Schade nur, dass ich so spät drauf gekommen bin. - Ich hab mich mit so vielen Problemen im Leben herumgeschlagen, die ich nun ganz anders angehen kann, seit ich weiß, wo sie herkommen.
    51% ADHSler--- da glaub ich allerdings, dass das das Ende wär...

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 258

    AW: So gehe ich mit meiner Krankheit um

    Hallo Skywalker,

    danke für deinen Beitrag, ich antworte mal spontan darauf

    Du hast im Grunde recht, Punkt.

    Die Ursache für meine jetzige Ansicht liegt sicher auch darin begründet, das ich meine Alkoholkrankheit, die ich ja jahrelang nur als kleines Problem betrachtete, nie wieder als nur ein kleines Problem betrachten darf. Tue ich dies oder gar schlimmer, verliere ich sie total aus den Augen, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis ich wieder trinken würde.

    Diese, meine Krankheit, bzw der Alkohol hatte mir ALLES geraubt, am Ende gab es nur noch mich und den Alkohol, mehr war da nicht mehr, er hätte sich nur noch meinen Körper ganz nehmen brauchen, dann hätte er er mich genauso erwischt wie meinen Vater, ich war genau auf dem selben Weg.

    Jedenfalls hat es so lange gedauert bis ich es endlich als Krankheit sehen konnte, es war so eine große Befreiung und ein weiter Weg bis dort hin mit so vielen Rückschlägen, ich musste mir klar machen das ich diese Krankheit mein Leben leben lang habe und mittlerweile kann ich darin so viel positives sehen und nicht einen Nachteil für mich erkennen.
    Der Alkohol ist und bleibt für mich der Teufel, er hat mich fast mein ganzes Leben besessen, ich bin ihn jetzt schon einige Jahre los aber ich weis das er mein Leben lang hier und da an mein Haus klopfen wird, wie bei den sieben Geißlein wird er sich immer wieder als Freund verkleiden und versuchen in mich zu kommen in ganz kleinen Gedanken, das darf nie wieder geschehen weil ich nicht weis ob ich das alles nochmal überleben würde.

    Ich kann und darf da wahrscheinlich auch keine Unterschiede machen im Bezug zwischen AD(H)S und mir als Alkoholiker, das eine ist vom anderen abhängig.
    Ich habe nun mal mindestens 2 Sachen und im Prinzip stimmt es schon das für mich die Alkoholkrankheit lebensbedrohlicher ist als das andere.
    Die Gefahr liegt aber für mich in der Verwechslung wenn ich es nicht als gleichwertig krank sehe, das Risiko will ich einfach nicht eingehen.

    Nun ja, wir werden sehen, vielleicht habe ich auch einfach nur Angst vor dem was noch so alles auf mich zu kommen könnte in nächster Zeit nach einer gesicherten Diagnose, aber "irgendwer" schrieb mir ja kürzlich das ich das schlimmste schon hinter mir habe, schaun wir mal.

    Okay, ich gebe mich jetzt erstmal mit allen ADHS`lern zufrieden die hier sind, kommt mir aber bloß bitte keiner mehr damit das dies auch noch zu viele sind, dann gibts wirklich Ärger

    wieviel Prozent im Forum haben wir denn hier eigentlich als ADHS`ler? darf man das Forum hier etwa nicht als eine Welt betrachten?

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 348

    AW: So gehe ich mit meiner Krankheit um

    Alkoholsucht ist auf jedenfalls nicht mit ADS zu verwechseln die Sache ist auch die dass adsler meines Wissens nach anfälliger dafür sind in eine Sucht reinzurutschen also anfälliger für so was sind heißt es könnte evtl. Zusammen hängen.

    hier im Forum sind außer den. Angehörigen nur ADS und adhsler samt zusätzlicher Probleme Gegebenheiten und Erkrankungen.

    allerdings wäre es zu leicht die Harmonie die hier größtenteils herrscht in den Alltag zu übertragen wir sind in einem Forum und sind unter uns die meisten sind hier in der Freizeit und im Beruf ist man meistens ganz anders weil man sich angepasst hat ich habe auch schon im dreisschichtbetrieb an sechs Maschinen gleichzeitig gearbeitet aber das hat einfach nicht gepasst und wäre auch net lang gutgegangen was es dann auch net ist ich glaube die Welt benötigt diese Vielfalt.

    so wie du es schreibst habe ich das Gefühl dass du dich wegen ADS aus der Gesellschaft ausgeschlossen fühlst oder nicht verstanden aber man kann es schaffen dass die Menschen im persönlichem Umfeld besser Bescheid wissen.

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 258

    AW: So gehe ich mit meiner Krankheit um

    Hallo Windchaser,

    danke für deinen Beitrag, ich glaube jetzt habe ich auch erst verstanden was mir Skywalker eigentlich mitteilen wollte.

    Ich dachte wirklich das ich nur alkoholabhängig wurde weil ich vielleicht ADHS habe, aber nach dem schreiben heute über meinen Vater war glaube ich ehr der Hauptgrund für meine Sucht, das ich als Kind einfach nur nachgelebt habe was mir mein Vater vorgemacht hat, ich habe ja in Bezug auf die Alkoholkrankheit irgendwann erkannt das ich genauso bin wie mein Vater, obwohl ich als Kind nie so werden wollte, das war mir sehr früh klar, es sind so die ersten Gedanken aus meiner Kindheit an die ich mich noch erinnern kann.

    Auch was ich so über die Krankheiten im positiven Sinne geschrieben hatte ist Blödsinn wie ich heute gemerkt habe, ich wäre ja schon als Kind gerne wie die meisten anderen gewesen, so unbeschwert frei und gedankenlos, Neid ist ja auch kein Fremdwort für mich und wie belastend ich für andere sein kann weis ich ja auch nur zu gut.

    Aber trotzdem hat es mir sehr oft geholfen so zu denken, oder denke ich das nur und im Endeffekt ist es nur ein Zeichen das ich noch nicht vollständig annehmen konnte das ich anders bin.
    Sehe ich mich deshalb vielleicht als trockener Alkoholiker im Vorteil weil ich immer noch auf die neidisch wie damals bin das sie etwas können was ich nie konnte, also maßvoll sein.
    Das wäre doch möglich, das ich mir das alles nur vorgemacht habe um mich scheinbar besser zu stellen, hmm darüber muss ich noch genauer nachdenken.

    Auf jeden Fall kann ich jetzt doch beides voneinander trennen wenn es nicht zwingend zusammen hängt, dann ist das eine eben meine eine Krankheit und das andere mein anderssein.

    Ihr seid echt klasse und dein Gefühl täuscht dich nicht, der Anfang ist ja gemacht, neben euch weis jetzt das Jobcenter schon mal bescheid und 5 weitere Leute aus meinem Umfeld, wobei das tolle dabei war das einer davon selbst als Kind schon seine Diagnose bekam, da wundert mich nicht das ich mich deshalb schon mit ihm von Anfang an gut verstand, obwohl wir bisher noch nie viel zusammen gesprochen hatten, gab es heute und gestern gute Gespräche.

    Wahrscheinlich wird es wieder so sein das ich nur denke es hat bisher noch keiner gemerkt das mit mir etwas nicht stimmt, bin ich wohl wiedermal der letzte der davon erfahren hat

    Meine Anträge habe ich ja immer fristgerecht abgegeben, ich habe nur vergessen mein Gegenüber darüber zu informieren das ich die Frist um ein paar Wochen verschoben habe, die sind aber auch alle immer so ungeduldig

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: So gehe ich mit meiner Krankheit um

    Hallo

    Das Arbeitsamt ist nicht für eine Diagnose zuständig, auch nicht der Amtsarzt. Der sichtet dich und die Unterlagen deiner Ärzte. Wenn es überhaupt dazu kommt. nicht jeder mit ADHS muss zum Amtsarzt. Das wird ja nur nötig, wenn man sich aufgrund dessen behindert fühlt oder ist, und eine gesonderte Leistung beim Amt in Erwägung gezogen wird, oder die Arbeitsfähigkeit eingeschätzt werden soll. Von daher wäre der erste Schritt zu einer Diagnose nicht dein Umfeld und das Arbeitsamt, sondern ein Termin bei einem Facharzt. Ich glaube du gehst gerade etwas mit den Pferden durch, und bist 3 Schritte vor dem ersten. Das kann uU ganz schön in die Hose gehen und zu Frustration führen.

    Du du hast unbenommen Probleme, und du hast unbenommen auch Probleme die ADHSler haben, es kann aber auch etwas anderes sein. Das weißt du ja noch nicht. Es kann auch sein, das sich Z.B. Die Gegenseite bei deinem Rechtsstreit sehr vergackeiert vorkommt, wenn du von einer Diagnose sprichst, die als Grund angibst, obwohl du sie (noch) nicht hast. Das kann schnell als Ausrede dastehen, obwohl es eigentlich eine Erklärung ist.
    Ich würde an deiner Stelle erstmal nur von deinen Problemen berichten, wenn es dir in dem Moment wichtig erscheint, ganz neutral, ohne eine Diagnose vorweg zu nehmen.
    Einfach um dich selbst vor Frust und andere vor Unverständnis zu bewahren.
    Geändert von creatrice (12.07.2015 um 10:29 Uhr)

  7. #7
    Auf neuen Wegen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 186

    AW: So gehe ich mit meiner Krankheit um

    2. Versuch ... Erster im "Nirvana" versunken ........ Mal sehen , ob ich's nochmal zusammenbekomme. Also habe jahrelang einen problematischen Umgang mit Alkohol gehabt , der zum Glück nicht in der Abhängigkeit endete .... Ist schon über 15 Jahre her und will ich jetzt nicht im Detail erörtern ..... Lediglich , dass ich ( seit Ca 3/4 jahr ADHS Diagnose ) heute den Zusammenhang zu einer "Selbstmedikation " erahne und aus der erinnerung weiß , dass ich nicht gerne darüber sprach , verharmlost habe und natürlich als Frau und Mutter diese Problematik mit Scham behandelt habe , also möglichst verheimlicht ........ Die Tatsache" ADHSlerin "zu sein ist auch etwas , dass ich nicht gerade an die "große Glocke hänge " .... Aber nicht weil ich mich dieser Störung schäme sondern weil ich sehr häufig beobachte , dass mein Umfeld mit dieser Diagnose ( noch )nichts anfangen kann (noch) nicht reif ist ....... Ich bewege mich im beruflichen Bereich , häufig unter Lehrern, Sozialpädagoge , Erziehern und natürlich Eltern , die dieser diagnose eher ablehnend und / oder stigmatisierend gegenüberstehen , nur selten den "Schatz " in mir sehen und die Möglichkeiten meine (selbst)Erfahrungen positiv nutzen zu können ................. Anders als den "missbräuchlichen " Umgang mit Alkohol , den ich täglich selbst bestimmen und entscheiden kann und in dem ich nur Schaden für mich sehen kann, ist die ADHS etwas , das für immer zu mir gehört , die ich mit Medikationen besser steuern kann , die ich versuche im Austausch mit euch,,,, mehr und mehr zu verstehen und zu akzeptieren ,,,,,,,und mit allen negativen Seiten ( die ich durch Fehldiagnosen ) kennenlernte ......täglich mehr den Fokus auf die/meine positiven Seiten zu legen , das Glas (des Lebens, der Möglichkeiten) eher als halb voll denn als halb leer zu betrachten ,,,,,,,und täglich zu begreifen bei aller Ähnlichkeit so mancher Biografie und Symptomatik ist ad(h)s individuell unterschiedlich ausgeprägt , so wie wir alle so ähnlich und doch so unterschiedlich sind ....,..... Ich hoffe ich konnte weitestgehend verständlich schreiben , tja die Sache mit der konzentration und dann auch noch das kleine Display

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 258

    AW: So gehe ich mit meiner Krankheit um

    Hallo Ihr,

    ja creatrice es stimmt, mit mir gehen echt gerade die Pferde durch, der erste Weg sollte wirklich der zu meiner Hausärztin sein damit die mich an einen Spezialisten überweist, davon gibt es mindestens 4 im Ort wie ich heute gesehen habe.

    Ich muss mich echt erstmal bremsen sonst breche ich zusammen, bei meiner Arbeitsweise habe ich eh auch schon länger noch anderes in Verdacht.

    Ich bin ja wahrscheinlich gerade deshalb jetzt so extrem auf die Suche gegangen, weil mich die vorstehenden Veränderungen, Umzug, Gericht und viel mehr gerade so extrem belasten.
    Ich habe in der ganzen Euphorie der letzten Tage auch nicht viel geschlafen und wollte heute auch schon wieder mit so vielen neuen Arbeiten anfangen bis ich endlich gemerkt habe das ich sowieso zu viel angefangenes habe, das würde ich wahrscheinlich nicht mal schaffen wenn ich wirklich so göttlich wäre wie ich immer von mir glaubte.

    Ich habe mir viel zu viel aufgelastet, ich muss davon viel abgeben und mir soviel Hilfe wie möglich besorgen.

    Ich habe heute auch schon überlegt meinen Shop erstmal zu schließen, denke aber das es mehr Stress bringen würde und habe ganz fest beschlossen als ersten Schritt nicht aber auch gar nichts neues anzufangen und so wenig wie möglich mit in das neue zu nehmen.
    Und damit ich das schaffe, habe ich heute auch nur nach 3 Kategorien getrennt.

    1. Was brauche ich wirklich, bzw bringt mir auch jederzeit was
    2. Was lässt sich schnell und einfach zu Geld machen ohne arbeit rein zu stecken, also maximal den Versand organisieren
    3. alles andere, egal ob ich das irgendwann vielleicht mal brauche oder auch nur wenig arbeit rein stecken müsste, alles weg, entweder Müll oder verschenken wenn es jemand anderes noch gebrauchen kann

    So viel habe ich ja nicht, aber wenn ich so sehe das ich hier zu Hause allein bestimmt mehr als 10 Taschenlampen in allen Größen habe von denen der meiste Teil noch original verpackt ist oder aber so viele Kerzen das ich damit locker ein ganzes Jahr Weihnachten durchfeiern könnte wenn ich Weihnachten mögen würde, dann weis ich schon warum ich manchmal nicht weis wo ich suchen soll, weil überall ja sowas liegen könnte.

    Es war falsch zu denken das mir mehr von allem auch mehr Sicherheit gibt, im Gegenteil, es ist ja kein Wunder das ich selbst nicht mehr durchblicke wenn ich mir die Sicht immer mehr zustelle.

    Der Drops mit dem Gericht ist sowieso schon gelutscht,Verhandlung war da ja nicht und die Kostenfestsetzung kam Freitag an, das ich im Unrecht bin habe ich zwar zu spät, aber eingesehen. Meine Schuld ganz klar, die Kosten werde ich tragen und ich denke auch das man mir da Ratenzahlung gewährt.

    Und mit dem Amtsarzt hast du auch recht, ich dachte ich erspar mir dadurch Wege, aber zum Hausarzt hätte ich früher oder später eh wieder gemusst, es ist eh schon überfällig das ich was für meine Knochen tue, die Diagnose von 2012 der Osteochondrose mit HWS und was weis ich, finde ich schon lange nicht mehr bei mir zu Hause, die war ja auch eigentlich für meine Ärztin gedacht.

    Die 3 Schritte vor dem ersten stimmen nicht nur auf die aktuelle Gesamtsituation, das tue ich schon wieder seit längerem, obwohl ich doch schon mal wusste das es nur in kleinen Schritten geht und manchmal sogar nur die Tippelschrittchen sind die einen wirklich auch voran bringen.

    Vorsicht ist die Butter der Marzipankiste, oder wie das noch war.

    Ich danke dir für deine Worte.

    Auch ein Danke an dich Zappelmaus,

    beim ersten mal lesen von deinen Worten habe ich null verstanden aber keine Sorge, das lag nur an mir und dem Galopp, denn nachdem ich ihn jetzt nochmal gelesen habe war alles ganz klar.

    Ich weis ja das ich bei meiner Alkoholgeschichte schon den Fehler gemacht habe und Hinz und Kunz erzählt habe was ich denn habe, richtig bewusst ist es mir aber auch jetzt erst geworden und es stimmt schon was du schreibst, je weniger die Öffentlichkeit davon weis um so gefährlicher kann es für mich werden.
    Beim Alkohol weis ja inzwischen zumindest der Großteil der Leute um was es grob geht.

    Bei meinen anderen Sachen hab ich ja selbst viele Jahre aus Angst deshalb nicht geredet, weil ich dachte ich bin vielleicht total verrückt, das kann auf andere noch schlimmer wirken, da muss ich wirklich sehr vorsichtiger sein.

    Mir ging heute wieder viel durch den Kopf, deshalb habe ich auch schon Kopfschmerzen jetzt und will nur noch das wichtigste erwähnen zu dem von gestern geschriebenen.

    Im Bezug auf die Verbindung bin ich jetzt so weit das ich erkenne das ich beides sogar strickt trennen muss, zumindest so lange bis ich weis wie verstrickt es wirklich ist bei mir.

    Viel zu viel ist jetzt schon eindeutig nicht dem Alkohol zuzuschreiben, ich muss wohl viel oder mein ganzes Leben nochmal überprüfen und das kann dauern, weil ich zu lange auf Abwegen unterwegs war.
    Zuviel negatives hat sich da eingenistet, lese ich jetzt gerade wieder, es sind keine Abwege auf denen ich mich befinde.

    Ich bin schon auf dem richtigen Weg und sollte das Forum erstmal als Touristeninformation sehen oder noch besser als Rastplatz, ich will ja nicht schnellst möglich irgendwo hin sondern herausfinden wie es am besten weiter gehen kann, aber eigentlich sollte ich wirklich erstmal nur Platz nehmen und mich nur stärken damit es überhaupt weiter gehen kann.

    Ich schlage dann morgen hier erstmal mein Zelt auf und lasse viel mehr auf mich zu kommen, statt wie verrückt vielleicht noch andere verrückt zu machen.
    Ich bin ja schließlich in erster Line für mich hier, das sollte mir noch viel klarer werden.
    Und solange ich noch so viele "muss" in meinen Texten lese weis ich sowieso das ich noch nicht viel weis.

    Liebe Grüße, Alex

  9. #9
    Auf neuen Wegen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 186

    AW: So gehe ich mit meiner Krankheit um

    [QUOTE=grobartig;634486]Hallo Ihr,

    ja creatrice es stimmt, mit mir gehen echt gerade die Pferde durch, der erste Weg sollte wirklich der zu meiner Hausärztin sein damit die mich an einen Spezialisten überweist, davon gibt es mindestens 4 im Ort wie ich heute gesehen habe.

    Ich muss mich echt erstmal bremsen sonst breche ich zusammen, bei meiner Arbeitsweise habe ich eh auch schon länger noch anderes in Verdacht.

    Ich bin ja wahrscheinlich gerade deshalb jetzt so extrem auf die Suche gegangen, weil mich die vorstehenden Veränderungen, Umzug, Gericht und viel mehr gerade so extrem belasten.
    Ich habe in der ganzen Euphorie der letzten Tage auch nicht viel geschlafen und wollte heute auch schon wieder mit so vielen neuen Arbeiten anfangen bis ich endlich gemerkt habe das ich sowieso zu viel angefangenes habe, das würde ich wahrscheinlich nicht mal schaffen wenn ich wirklich so göttlich wäre wie ich immer von mir glaubte.

    Ich habe mir viel zu viel aufgelastet, ich muss davon viel abgeben und mir soviel Hilfe wie möglich besorgen.

    Ich habe heute auch schon überlegt meinen Shop erstmal zu schließen, denke aber das es mehr Stress bringen würde und habe ganz fest beschlossen als ersten Schritt nicht aber auch gar nichts neues anzufangen und so wenig wie möglich mit in das neue zu nehmen.
    Und damit ich das schaffe, habe ich heute auch nur nach 3 Kategorien getrennt.

    1. Was brauche ich wirklich, bzw bringt mir auch jederzeit was
    2. Was lässt sich schnell und einfach zu Geld machen ohne arbeit rein zu stecken, also maximal den Versand organisieren
    3. alles andere, egal ob ich das irgendwann vielleicht mal brauche oder auch nur wenig arbeit rein stecken müsste, alles weg, entweder Müll oder verschenken wenn es jemand anderes noch gebrauchen kann

    So viel habe ich ja nicht, aber wenn ich so sehe das ich hier zu Hause allein bestimmt mehr als 10 Taschenlampen in allen Größen habe von denen der meiste Teil noch original verpackt ist oder aber so viele Kerzen das ich damit locker ein ganzes Jahr Weihnachten durchfeiern könnte wenn ich Weihnachten mögen würde, dann weis ich schon warum ich manchmal nicht weis wo ich suchen soll, weil überall ja sowas liegen könnte.

    Es war falsch zu denken das mir mehr von allem auch mehr Sicherheit gibt, im Gegenteil, es ist ja kein Wunder das ich selbst nicht mehr durchblicke wenn ich mir die Sicht immer mehr zustelle.

    Der Drops mit dem Gericht ist sowieso schon gelutscht,Verhandlung war da ja nicht und die Kostenfestsetzung kam Freitag an, das ich im Unrecht bin habe ich zwar zu spät, aber eingesehen. Meine Schuld ganz klar, die Kosten werde ich tragen und ich denke auch das man mir da Ratenzahlung gewährt.

    Und mit dem Amtsarzt hast du auch recht, ich dachte ich erspar mir dadurch Wege, aber zum Hausarzt hätte ich früher oder später eh wieder gemusst, es ist eh schon überfällig das ich was für meine Knochen tue, die Diagnose von 2012 der Osteochondrose mit HWS und was weis ich, finde ich schon lange nicht mehr bei mir zu Hause, die war ja auch eigentlich für meine Ärztin gedacht.

    Die 3 Schritte vor dem ersten stimmen nicht nur auf die aktuelle Gesamtsituation, das tue ich schon wieder seit längerem, obwohl ich doch schon mal wusste das es nur in kleinen Schritten geht und manchmal sogar nur die Tippelschrittchen sind die einen wirklich auch voran bringen.

    Vorsicht ist die Butter der Marzipankiste, oder wie das noch war.

    Ich danke dir für deine Worte.

    Auch ein Danke an dich Zappelmaus,

    beim ersten mal lesen von deinen Worten habe ich null verstanden aber keine Sorge, das lag nur an mir und dem Galopp, denn nachdem ich ihn jetzt nochmal gelesen habe war alles ganz klar.

    Ich weis ja das ich bei meiner Alkoholgeschichte schon den Fehler gemacht habe und Hinz und Kunz erzählt habe was ich denn habe, richtig bewusst ist es mir aber auch jetzt erst geworden und es stimmt schon was du schreibst, je weniger die Öffentlichkeit davon weis um so gefährlicher kann es für mich werden.
    Beim Alkohol weis ja inzwischen zumindest der Großteil der Leute um was es grob geht.

    Bei meinen anderen Sachen hab ich ja selbst viele Jahre aus Angst deshalb nicht geredet, weil ich dachte ich bin vielleicht total verrückt, das kann auf andere noch schlimmer wirken, da muss ich wirklich sehr vorsichtiger sein.

    Mir ging heute wieder viel durch den Kopf, deshalb habe ich auch schon Kopfschmerzen jetzt und will nur noch das wichtigste erwähnen zu dem von gestern geschriebenen.

    Im Bezug auf die Verbindung bin ich jetzt so weit das ich erkenne das ich beides sogar strickt trennen muss, zumindest so lange bis ich weis wie verstrickt es wirklich ist bei mir.

    Viel zu viel ist jetzt schon eindeutig nicht dem Alkohol zuzuschreiben, ich muss wohl viel oder mein ganzes Leben nochmal überprüfen und das kann dauern, weil ich zu lange auf Abwegen unterwegs war.
    Zuviel negatives hat sich da eingenistet, lese ich jetzt gerade wieder, es sind keine Abwege auf denen ich mich befinde.

    Ich bin schon auf dem richtigen Weg und sollte das Forum erstmal als Touristeninformation sehen oder noch besser als Rastplatz, ich will ja nicht schnellst möglich irgendwo hin sondern herausfinden wie es am besten weiter gehen kann, aber eigentlich sollte ich wirklich erstmal nur Platz nehmen und mich nur stärken damit es überhaupt weiter gehen kann.

    Ich schlage dann morgen hier erstmal mein Zelt auf und lasse viel mehr auf mich zu kommen, statt wie verrückt vielleicht noch andere verrückt zu machen.
    Ich bin ja schließlich in erster Line für mich hier, das sollte mir noch viel klarer werden.
    Und solange ich noch so viele "muss" in meinen Texten lese weis ich sowieso das ich noch nicht viel weis.

    Liebe Grüße, Alex.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    ....... Der Weg ist das Ziel ..... Oder das Ziel braucht seinen Weg ....LG Zappelmaus

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 197

    AW: So gehe ich mit meiner Krankheit um

    Es sollte nicht jeder gleich sein, gerade die Arbeitswelt muss aber für Andersartigkeiten flexibler aufgestellt sein. Es könnte viel Leid vermieden werden, wenn sich Menschen ihren Fähigkeiten entsprechend entwickeln dürften und uns das System durch seine vielfältigen Zwänge nicht nach dem Motto "was nicht passt, wird passend gemacht" in steife Rollen quetschen würde. Gerade in Merkel-Land eine verbreitete Unsitte.

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