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Diskutiere im Thema ad(h)s = leben im widerstand? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 241

    ad(h)s = leben im widerstand?

    nachdem ich gerade die threads über dyslexie und die begriffsstutzigkeit gelesen habe, fiel mir etwas auf, das all diesen dingen gemeinsam ist.. wenn ich mir alles, was ad(h)s so ausmacht, betrachte, habe ich das gefühl, dass es bei dieser "störung" (ich weiss nie so recht, wie ich es bezeichnen soll) um das "nicht einhalten" von regeln und den inneren widerstand gegen verschiedene dinge geht.. ich hab schon vor längerer zeit begriffen, dass jede psychische "störung" eine art gemeinsamen nenner hat, wie zb bei depressionen das nicht mehr kämpfen wollen und können oder bei borderlinern das wandern zwischen den grenzen in extremer form..

    dyslexie, legasthenie, orientierungslosigkeit, chaos, vergesslichkeit.. ich frage mich, ob es so eine art widerstand gegen das einhalten von regeln gegen die vorgegebenen bedingungen dieser welt ist, in der wir leben.. mathematik, rechtschreibung, aufräumen, dinge in der richtigen weise zu bearbeiten und zu ende zu bringen.. die aus dem widerstand entstehende kreativität so eine art versuch, die welt zu den eigenen bedingungen zu verändern.. das chaos zu nutzen, daraus neue bessere welten mit weniger starren regeln entstehen zu lassen..

    wie seht ihr das? könnte ich damit richtig liegen?

  2. #2
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 45

    AW: ad(h)s = leben im widerstand?

    Deine Dopaminrezeptoren entscheiden sich nicht ob sie Regeln folgen wollen oder nicht - sie funktionieren einfach nicht richtig und würden es auch nicht wenn die Bedingungen anders wären. Bin selber kein Freund von spirituellen Erklärung zu körperlichen Beeinträchtigungen - es gibt keinen Grund dafür außer das beim Aufbau ein Fehler passiert ist und dadurch mein Verhalten nicht mehr in den von der Norm geprägten Maßstab passt.
    Kann mir auch nicht vorstellen was mein Körper für einen Grund hätte gegen diese Regeln zu rebellieren. Diese gesellschaftlichen Vorgaben gibt es schließlich nicht grundlos - sie sichern unser friedliches zusammenleben. Manche sollte man wohl kritisch diskutieren (vor allem das aufräumen :p ) aber das ich nicht ständig Sachen vergesse auf die andere angewiesen sind ist eine Voraussetzung um miteinander zu arbeiten zB.

    ADHS ist im übrigen keine psychische Störung sondern eine Neurologische.

  3. #3
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: ad(h)s = leben im widerstand?

    @chrissiKA Das soll absolut kein Vorwurf sein, aber deine Überlegung geht in die Richtung dessen was uns von Nicht Betroffenen vorgeworfen wird. Nämlich dass ADS nur eine Ausrede ist bestimmte Dinge nicht machen zu müssen. Du weißt aber sicher aus eigener Erfahrung dass dies so nicht zutrifft. Ich denke dass dein Gehirn und Körper ihre Dienste nicht nur bei Pflichten und Regeln versagen die du persönlich für unnötig hältst

  4. #4
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: ad(h)s = leben im widerstand?

    also ich für meinen Teil muss sagen, dass ich gar nichts gegen Regeln habe, WENN sie für mich gut begründet wurden und nachvollziehbar sind .
    Ich sehe mich daher auch nicht "gegen alles", sondern einfach gegen die Sachen, die keinen Sinn machen oder ungerecht sind. Und wenn mir das von der Natur in die Wiege gelegt worden ist, dann ist das doch voll megamördermäßig geil..

    Oder so

    Und den Moment der Veränderung, die Kreativität die ja doch viele von uns mitbringen, die würde ich auch nicht so negativ als "Regelabschaffung" betrachten. sondern vielleicht mehr als die Fähigkeit, das Zusammenleben erleichtern zu wollen

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 197

    AW: ad(h)s = leben im widerstand?

    Absolut.

    Die Frage ist nur ob es ein gesteuerter Widerstand ist, oder die Unfähigkeit Gegebenheiten anzunehmen.

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 45

    AW: ad(h)s = leben im widerstand?

    Und wieso sollte mein Hirn widerstand leisten gegen Dinge die ich gerne mache? Ich habe ja nicht nur ADHS wenns um meinen Job oder mein Studium geht - ich kann auch DInge nicht immer tun die mir Spaß machen.

  7. #7
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: ad(h)s = leben im widerstand?

    Juji schreibt:
    Und wieso sollte mein Hirn widerstand leisten gegen Dinge die ich gerne mache? Ich habe ja nicht nur ADHS wenns um meinen Job oder mein Studium geht - ich kann auch DInge nicht immer tun die mir Spaß machen.
    Das habe ich auch schon weiter oben geschrieben. Meiner Meinung nach sollte es eher heißen " AD(H)S -ein Leben im Widerstand gegen sich selbst?" Wenn überhaupt. Denn sehr oft stehen wir uns damit doch selber im Weg.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 77

    AW: ad(h)s = leben im widerstand?

    Unsere "Sonderausstattung" erschwert es uns, bestehende Regeln einzuhalten. Das ist unabhängig davon, wie die Regeln ausgestaltet sind und worauf sie sich beziehen. Seine Kreativität zu nutzen, um die Welt nur nach eigenen Maßgaben zu verändern, ist eine sehr egoistische Vorgehensweise...

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 241

    AW: ad(h)s = leben im widerstand?

    viele bedenkswerte punkte.. danke euch erst mal, das will ich auch erst mal durchdenken..

    da ich selbst davon betroffen bin, würde ich nie auf diese weise über menschen denken.. jeder hat seine gründe, weshalb er wie ist und wie reagiert.. ausserdem würde ich mir damit ja ins eigene fleisch schneiden.. für mich hat jede art zu leben und zu sein einen sinn, den wir nicht unbedingt immer erkennen.. aus dem widerstand heraus entsteht neues, weil man neue wege suchen muss, um damit zurecht zu kommen.. ich hab die erfahrung gemacht, dass ich um so besser zurecht komme, je mehr ich lerne, diesen widerstand zu erkennen und anders damit umzugehen.. ihn anzuerkennen und rauszufinden, was ich damit lernen soll.. hinter jedem steckt auch eine sache, die ich noch nicht "in den griff" bekommen habe, ein problem, das ich noch nicht erkannt habe und mir deshalb schwierigkeiten macht.. die herausforderung mit dieser und natürlich auch anderen lebensweisen besteht darin, sich selbst möglichkeiten zu schaffen, wege abseits der normalen zu gehen und sich über grenzen hinweg zu begeben..

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    das finde ich ganz und gar nicht.. wieso sollte ich sie nach den maßgaben ändern, die schon bestehen? damit wären wir doch wieder dabei, uns nach den "normalen" zu richten.. wie sollte sie sich dann ändern?

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 77

    AW: ad(h)s = leben im widerstand?

    Da müssen wir glaube ich erst mal abklären, was mit "der Welt" genau gemeint ist... Deine eigene Welt nach Deinen Maßgaben zu verändern, ist zweifelsohne angebracht. Die Welt, in der alle Menschen leben (müssen), nach den Vorstellungen und Wünschen eines Einzelnen zu gestalten... das kann nicht funktionieren!

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