Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 13

Diskutiere im Thema Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 32

    Unglücklich Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung...

    Ich Grüße euch,

    ich bin ganz frisch hier im Forum und lese schon einige Wochen mit und hab jetzt schon ein schlechtes Gewissen, euch diesen (vermutlich) langen Text lesen zu lassen.
    Allerdings brauch ich irgendwie "jemanden" zum Reden, Austauschen, meine Gedanken und Ängste müssen einfach mal raus.
    Ich danke daher schon mal jedem, der sich die Zeit nimmt, meinen Text zu lesen!

    Ich bin jetzt 24 Jahre alt, hab die 10te in der Realschule freiwillig wiederholt, mit dem Wunsch den Notenschnitt zu verbessern (erfolglos), hab die 12. des Fachabiturs freiwillig wiederholt, um meine noten zu verbessern (erfolglos), habe 2 Ausbildungen abgebrochen und sitze nun in meinem Studium, welches sich bisher zur absoluten Katastrophe entwickelt.
    Im ersten Semester habe ich mit einem Kommilitonen für Mathe gelernt, oder es versucht, alles soweit normal. Mir viel es schwer zu verstehen, an zu wenden usw.
    Auch hier schon sein Kommentar zu mir "Du bist definitiv kein dummer Mensch, aber wieso kapierst du das hier so schwer?".
    Naja, nach sehr intensiven, langen Stunden, hatte ich dann den uns vorgenommenen Stoff drauf. Am nächsten Morgen war ALLES gelernte einfach weg.

    Ich saß am Schreibtisch, die Übungsaufgaben, welche ich den Tag zuvor noch ohne Probleme lösen konnte, vor mir und konnte nichts. Ich habe angefangen zu weinen, einfach aus Verzweiflung. Ich konnte nicht verstehen, wieso, warum das Wissen weg war. Das war der erste Moment in dem ich wirklich drüber nach gedacht habe, ob mit mir was nicht stimmen könnte. Zuvor dacht ich nur ich sei faul, dumm, so ein typischer "Hänger" eben.

    Allerdings ging keiner meiner Gedanken in Richtung ADS/ADHS, sondern dachte an Alzheimer, an irgendwas, was mein Gehirn degenerieren lässt.
    Bis dahin war ADHS für mich eine reine Kinderkrankheit, Kinder die mehr Aufmerksamkeit wollen und deswegen am Rad drehen, zu meiner Schande.

    Aus Angst vor dem Arzt habe ich mich dann noch 2 Semester so weiter gequält. Bis....

    Vor ein paar Wochen, habe ich irgendwo im TV einen Bericht über ADHS bei Erwachsenen gesehen, in dem Betroffene von ihrem Leben, ihren Symptomen erzählt haben und wie bei vielen anderen hier im Forum kam hier der Gedanke, verdammt, das kommt mir alles so vertraut vor.

    Sofort an den PC gesprungen und angefangen zu Googlen (Ich google alles, was ich interessant finde und nicht kenne, sei es Fremdwörter, weitere Infos zu Themen die ich in einer Doku gesehen habe usw).
    Ich habe sehr viel über ADS/ADHS (Hypo/Hyper) gelernt, über die Symptome, über verwandte Krankheiten bzw Krankheiten mit ähnlichen Symptomatiken, über die Medikamente und wie sie wirken und so weiter.

    Habe daraufhin etliche Selbsttests im Netz gemacht, alle mit dem Ergebnis -> Verdacht, gehen Sie zum Arzt.


    Nunja, als erstes habe ich mit meinen Eltern über meinen Verdacht gesprochen, weil es die "Perfekte Ausrede" ist, warum ich bisher in meinem Leben so garnichts erreicht habe. Nicht falsch verstehen, ich hab mich bei dem Gespräch einfach so gefühlt, als würde ich wieder einmal eine Ausrede auftischen, weshalb X und Y nicht so gelaufen sind, wie ich es wollte.
    Meine Mutter meinte, sie hätte mich als Kind schon zu einem Doc bringen wollen, aber mein Vater war dagegen "Das wächst sich aus".
    Auch mit dem Hinweis, ich solle mal meine Grundschulzeugnisse lesen.

    Auch dort, typische Merkmale:
    -unkonzentriert
    -unsaubere Heftführung
    -schlechtes Verhalten gegenüber Mitschülern
    -Schluderichkeitsfehler
    -ungehorsam

    Da mein Vater schon in Behandlung bei einem Psychiater ist, da er nach seiner Erkrankung am Herz nicht mehr arbeiten kann und in ein Loch gefallen ist, habe ich beim selben Psychiater innerhalb einer Woche einen Termin bekommen.

    Ich kam dort an, es wurde ein EEG gemacht, welches unauffällig war und danach durfte ich mit dem Arzt reden. Er hat sich angehört, warum ich hier bin, was ich vermute, welche Probleme ich habe und meinte, er unterstützt meine Verdacht, will aber selbst keine Diagnose stellen. Er hat mich dann an eine spezial Ambulanz in unserer Stadt weitervermittelt, von denen ich letzte Woche unendlich viele Fragebögen zugeschickt bekam und aktuell dort in Bearbeitung sind und nun warte ich darauf, dass es weiter geht, die nächsten Schritte in ein kontrollierteres Leben.

    Konzentrationsmangel, Antriebslosigkeit, Unmotivation und schlechte Impulssteuerung scheinen bei mir auf jedenfall extrem stark ausgeprägt zu sein.

    In der Vorlesung z.B. kann ich keine 10 Minuten ohne Anstrengung folgen und danach bin ich geistig völlig erschöpft. Könnte sofort den Kopf auf den Tisch vor mir legen und würde nach einer halben Minute einschlafen. Abends ist das Undenkbar. Abends ist nur mein Körper müde, nicht aber der Kopf. Der jodelt fröhlich weiter, 3-4-5 Gedanken gleichzeitig, springe von einem zum Anderen, verliere den Faden, vergesse vorherige Gedanken, denke drüber nach, über was ich vorher nachgedacht und vergessen habe usw.

    Das ist jetzt der 7te oder 8te Tag in Folge, an dem ich nicht einschlafen konnte und erst zw. 6 und 7 Uhr Morgens einschlafe. Dann aber auch wieder um 10 aufwache und nicht wieder einschlafen kann. Sprich, seit gut einer Woche schlafe ich nicht mehr als 3 Stunden und es quält mich. Schlecht eingeschlafen bin ich schon immer, aber momentan wirds einfach zur Qual. Der Schlafmangel ruft permanent Kopfschmerzen hervor usw..

    Aber ich schweife ab. Ich wohne in einer WG mit 3 anderen Studenten, eigentlich nette Leute, aber mehr als ein "hi", wenn man sich in der Küche trifft, ist als Kontakt eigentlich kaum vorhanden. Und mir fällt das Leben hier wirklich schwer, auf Grund meiner finanziellen Situation, ist aber nicht mehr drin.
    Jedes Tür knallen, jedes schlappen mit den Schuhen über den Boden, jedes Geschirrklirren, es lenkt mich ab, springt mir gefühlt förmlich ins Gesicht und lässt mich innerlich sehr aggressiv werden. Mittlerweile habe ich das zwar soweit unter Kontrolle, dass ich nich mehr völlig raus platze damit, im Gegensatz zu meiner Kindheit, aber ich lass es mir anmerken. Ich geh dann raus in die Küche und mach irgendwelche Bemerkungen, mit leichtem Unterton. Was total dämlich is, meine Mitbewohner merken dann, dass mich irgendwas anpisst, haben aber trotzdem keine Ahnung was genau. Würde ich das Thema ansprechen (hab ich schonmal versucht), sehen sie das ganze nich wirklich ein und es gibt Streit und da fange ich an das ganze Haus zusammen zu schreien, wenns zu lange dauert, die Verzweiflung in mir hoch steigt, weil mich keiner versteht.

    Ich meine, klar, für meine Mitbewohner sind diese Geräusche pillepalle, die verstehen einfach nicht, wieso mich das so aus der Ruhe bringt. Resultat, ich sitz fast nurnoch mit Kopfhörern in meinem Zimmer, isoliere mich mehr und mehr und habe angst doch noch depressiv zu werden (Depression schließe ich bis hierhin aus).

    Eigentlich bin ich ein ziemlich lustiger und lebensfroher Mensch. Ich hab meine Hand voll Freunde, welche mich schon seit Jahren begleiten, mein bester Freund sogar schon seit 22 Jahren, allerdings nimmt er das mit der ADHS nicht wirklich sehr ernst und wartet auf ne Diagnose.
    Ich hatte nie viele Freunde, ich war da schon immer sehr wählerisch. Ich war und bin erstaunlicher weise recht beliebt, man sagt mir sehr sehr oft ich wäre charmant und mega sympathisch, wobei ich das Gegenteil von mir denke, aber wirklich oft intensiviere ich neue Bekanntschaften nicht. Kann ich mich doch ohnehin nur über Themen unterhalten mit fremden Menschen, die mich interessieren.

    Smalltalk? Nein Danke. Ich steh dann da und denke mir, wenn ich überhaupt zuhöre, "Halt die Klappe, die Scheiße interessiert mich null, lass mich in Ruhe".
    Sagen würde ich das allerdings nie. Ich versuche dann freundlich das Gespräch zu beenden und geh meiner Wege.

    Auch wenn ich/wir bei nem Freund zusammen sitzen und "chillen", wenn es nicht spannend ist, wünsch ich mir, ich wäre alleine zu Hause. Wenn ich dann mit Ausrede (Kopfweh, Bauchweh, whatever) nach Hause fahre, sitze ich dann aber dort und will eigentlich wieder zu meinen Freunden.

    Ähnlich bei meiner Partnerin. Ist sie da, geht sie mir nach kurzer Zeit auf den Senkel, ist jetzt überspritzt ausgedrückt. Aber ich fühle mich unwohl durch ihre Anwesenheit und wünsche mir, dass sie geht. Sie ist absolut keine Zicke und der netteste Mensch, aber nunja, ich kann die Gefühle nicht steuern.
    Wenn sie dann weg ist, vermisse ich sie wieder.

    Ich verliere langsam wieder die Struktur im Kopf, da jetzt 459346ß82 Sache kommen, die ich noch erzählen würde, die mir Probleme machen, daher hör ich an dieser Stelle fürs erste auf.

    Achja, worauf ich eigentlich hinaus wollte, ich habe wirklich Angst, dass die Diagnose NICHT ADHS lautet, klingt doof, aber das würde mir den Boden unter den Füßen wegziehen, da ich dann nicht wirklich weiß, wie ich mein Leben in den Griff bekommen soll, weil ich nichts habe, was ich anpacken kann...

    Vielen Dank schonmal an jeden Leser und Kommentator.

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung...

    Was sich denn ändern, falls du die Diagnose ADHS bekommst?

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung...

    Dass ich genau weiß, warum alles so ist wie es ist und man mir helfen kann mit Medikamenten und Therapie.

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung...

    Das kann in nun verstehen. Die Reihenfolge ist gut. Erst mal wissen, was los sein könnte. Dann vielleicht Medikamente und Therapie. Ich frage deshalb, weil gerade Studenten zu sehr auf die Medikamente bauen und hoffen, dass, wenn sie Medikamente bekommen, das Studium ohne Lernen mit Bestnote beenden zu können.

    Ich habe in meinem vorherigen Post geschrieben, dass die Medikamente nur die Bereitschaft erhöhen, um an sich selbst arbeiten zu können.

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung...

    Genau sowas brauch ich eben. Im Prinzip arbeite ich ja seit jeher und immer an meinen Macken, ich weiß ja, wie man Ordnung hält, ich weiß wie man lernt, wie man Terminplaner führt, was ich sagen will, ich besitze das Wissen, was ich brauche um mein Leben, zumindest theoretisch, in den Griff zu bekommen. Ich kann und konnte es nur noch nie umsetzen.

    Wenn mir ein Medikament helfen kann, den inneren Schweinehund, eher Schweineberg zu besänftigen und meine Konzentrationsfähigkeit wiederherstellt und eine Verhaltenstherapie hilft, aus den ganzen eingebrannten Routinen raus zu kommen, will ich zumindest daran glauben, dass ich mal ein normales Leben führen kann, das Studium zumindest mit irgendeiner Note abschließe und anfangen kann, mir ein unabhängiges Leben auf zu bauen, ohne immer meine Eltern und Großeltern als Backup haben zu müssen, wenn ich mal wieder mit dem Geld nicht klar gekommen bin oder Ähnliches.

  6. #6
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung...

    Gibt an der Uni einen Psychiatrischen Dienst?

    web4health hat unlängst dieses Thema eröffnet:

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-st...ungskurse.html

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung...

    Das Thema hab ich bereits gelesen. Leider gibt es an unserem Standort nichts dergleichen. Zumal bis dato ja noch eine finale Diagnose fehlt und solange die nicht steht, möchte ich ungern mit Vermutungen hausieren gehen. Hier im Forum ist das ja wieder etwas anders. Alles anonym und die Menschen hier kennen sich mit der Thematik wenigstens aus.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung...

    Wow, deine Geschichte ist sehr spannend. Es gibt Passagen, die ich selbst eins zu eins so hätte schreiben können. Die Problematik mit Mathematik kenne ich nur zu gut. Es ist frustrierend, wenn es erstens eine ganze Weile dauert, bis der Stoff angekommen ist und man zweitens am nächsten Tag wieder fast bei Null anfangen könnte, weil er wieder weg ist. Dein Lehrer scheint nett zu sein. Es ist wichtig, dass er erkennt, dass du nicht dumm bist. Viele Menschen würden dich abstempeln. Menschen, die einen nicht aufgeben, sind super wichtig. Dass du dich nicht aufgibst noch viel wichtiger Ich hatte einige Monate einen tollen Nachhilfelehrer, der hauptberuflich als Heilpädagoge arbeitet. Er war extrem geduldig und hat mir alles immer wieder erklärt. Die Prüfung für meine weiterführende Schule habe ich dann auch geschafft. Aber Mathematik wird weiterhin ein Thema für mich bleiben. Lustig war, dass ich vieles erst im Vorbereitungskurs für die weiterführende Schule verstanden habe, aber aufgrund von dem, was er mir schon vermittelt hatte

    Fortschritte sind also möglich, auch wenn es Babyschritte sind

    Gegen die Einschlafstörungen könnten Baldriantabletten helfen, die gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Ein guter Schlaftee wirkt manchmal Wunder

    PS Kennst du das Buch "zart besaitet" von Georg Parlow? Vielleicht wäre Hochsensibilität auch ein Thema für dich, weil deine Geräuschempfindlichkeit mich stark an mich erinnert.

    Ich google übrigens ebenfalls immer alles (einfach aus Interesse und Neugierde) und Small Talk fällt mir zwar nicht schwer, aber nervt mich insgeheim unendlich.

    Liebe Grüsse
    Snow White

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung...

    Danke fürs lesen!
    Das war aber kein Lehrer, ein Mitstudent, weil alleine lernen geht wirklich überhaupt garnicht. Mit jemandem zusammen schon nur noch "sehr schwer", aber immerhin geht es überhaupt irgendwie.
    In der Schule ging es noch ohne Hausaufgaben und ohne Lernen, wenn auch nur mit mäßigen Noten, aber im Studium ist der Anspruch einfach zu groß, als dass ich dem ganzen aktuell gerecht werden könnte.

    Das mit Baldrian werd ich ausprobieren, danke für den Tipp.
    Nach dem Buch hab ich eben mal im Netz gesucht, der Inhalt scheint sehr interessant zu sein, wenn ich nochmal ein paar Euro übrig habe, werd ich mal schauen, ob ich es in der Buchhandlung um die Ecke bekomme bzw bestelle.

    In das Thema Hochsensibilität werd ich mich mal rein lesen, hab davon noch nie gehört. In dem Zusammenhang sei vll auch zu erwähnen, dass oft auch unabsichtliche Berührungen anderer z.B. an der Supermarktkasse, im Gedränge des Weihnachtsmarktes oder in der Einkaufspassage den gleichen Zorn in mir Wecken.

    Gerade auf dem Weihnachtsmarkt fällt meinen Freunden dann immer auf, dass ich nur am meckern, motzen und schimpfen über die Leute bin, die einen anrempel, einem im Weg stehen usw. Und erst ganz langsam wieder runterkomme, wenn wir einen festen Platz an einem Stand ergattert haben. Ohnehin halt ich es nicht lange in Menschenmassen aus.

    Witzig ist, dass ich Musik mache und es total genieße auf der Bühne zu stehen, mit vielen Leuten vor der Bühne, die mit uns unsere Songs feiern. Aber unten in der Menge stehen? Das ist der blanke Horror für mich. Manchmal lass ichs über mich ergehen, weil es Bands gibt, die ich einfach unbedingt live sehen möchte, aber ich brauch schon wirklich ein paar Bier, damit ich die Leute besser Ausblenden kann und einfach nur die Show genieße. Und dabei trink ich noch nichtmal gerne oder gar viel Alkohol. Ich bin bloß entspannter und weniger reizanfällig.

    Liebe Grüße

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung...

    Ups Ich kannte das Wort Kommilitone gar nicht und habe automatisch interpretiert, dass es sich um einen Lehrer handeln muss Wieder etwas gelernt
    Gern geschehen. Wenn du den Geruch von Baldrian nicht magst, kannst du es auch mit Bachblütentropfen probieren, die gibt es auch in der Apotheke und können vor Ort auf dich abgestimmt zusammengestellt werden.
    Wenn du nicht warten möchtest, bis du ein paar Euro über hast, könntest du in der Bibliothek nachschauen, ob die ein Buch über Hochsensibilität führen. In der Uni-Bibliothek können Studenten bestimmt kostenlos Bücher ausleihen?
    Ich mag unabsichtliche Berührungen oder im Weg herumstehen ebenfalls nicht. Ich denke dann immer, dass die Person das extra macht, um mir den letzten Nerv zu rauben Ist natürlich nicht so... oder sehr selten
    Die musische Ader passt übrigens ebenso sehr gut zur Hochsensibilität. Nur so aus Neugierde: Was spielst du für ein Instrument oder bist du Sänger? Wenn mich mal - kommt sehr selten vor - die Lust auszugehen packt, überstehe ich das nur in angeheitertem Zustand. Obwohl ich mich dann nach menschlicher Nähe sehne, kann ich es vollkommen nüchtern nicht ertragen. Bei Freunden ist das nochmal ein ganz anderes Thema

    Liebe Grüsse

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Veränderung seit eurer Diagnose
    Von Lissy im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 29.03.2014, 17:45
  2. Die Diagnose - "Ruhepolster" oder Chance für gezielte Veränderung?
    Von habitbreaker im Forum ADS ADHS Allgemeines
    Antworten: 28
    Letzter Beitrag: 18.04.2012, 12:48

Stichworte

Thema: Dieses warten, auf die Diagnose und Hoffnung der Veränderung... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum