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Diskutiere im Thema Eure Einschätzung zu meinem Verhalten im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 3

    Eure Einschätzung zu meinem Verhalten

    Hallo,
    bisher habe ich noch keine Untersuchung zu AD(H)S machen lassen, bin 35 und berufstätig. Kommt den AD(H)Slern etwas aus meinem Leben bekannt vor?

    Schulzeit:
    • Konnte mich nie länger als 10min konzentrieren, daher während der Schulstunden fast nichts mitbekommen
    • schlechtes Gedächtnis, daher schlechte Noten in allen lernintensiven Fächern. Bessere Noten in Fächern, in denen man nichts lernen, sondern nur verstehen muss
    • Massives Aufschieben von Schularbeiten
    • stundenlange Tagträume


    Studium:
    • Keine Möglichkeit, mich während der Vorlesungen zu konzentrieren, daher meist nicht hingegangen
    • Massives Aufschieben von Prüfungsvorbereitungen, lernen erst kurz vor der Prüfung, wenn der Zeitdruck nicht mehr auszuhalten war
    • Von 8 Stunden Prüfungsvorbereitung ca. 2h gelernt, der Rest Tagträume und Vermeidungshandlungen


    Beruf:
    • bei spannenden Tätigkeiten keine Probleme
    • langweilige Aufgaben sind nicht auszuhalten, dann Arbeitsvermeidung, Tagträume, sehr schlechte Arbeitsleistung


    Allgemein:
    • schlechtes Gedächtnis: wie ist der Name meiner langjährigen Nachbarn? Wie ist der Name der Straße, die ich jeden Tag lang gehe? -> keine Ahnung. Was habe ich vorgestern gemacht? -> Keine Erinnerung mehr.
    • Um etwas durchzuhalten, brauche ich ständige Hypes. Die Komödie hat seit 2min keinen Lacher? -> abgebrochen. Die Aufgabe ist schwierig und läst keine optimale Lösung zu? -> abgebrochen. Eine Tätigkeit würde länger als 10min dauern? -> gar nicht erst angefangen.
    • sich etwas merken oder lernen ist extrem anstrengend. Etwas in Erinnerung behalten, das man nebenher mitbekommt, praktisch ausgeschossen


    Kann das etwas mit AD(H)S zu tun haben oder ist es vermutlich etwas anderes?

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: Eure Einschätzung zu meinem Verhalten

    Hi Alzi,

    herzlich Willkommen im Club, Du Musterbeispiel an ADS-Symptomatik.

    Bleib bei uns, hier triffst Du jede Menge von Deinesgleichen.

    Schöne Grüße
    Hijo

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.727

    AW: Eure Einschätzung zu meinem Verhalten

    Und was soll die Frage?

    Also entweder du hast einfach ADHS-Symptomlisten abgeschrieben, oder du hast seit Jahren diese Diagnose und willst uns testen. Okay, das ist jetzt übertrieben. Aber dass in 35 Jahren weder du noch jemand anders jemals daran gedacht hätte, kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

    Herzlich Willkommen hier!

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Eure Einschätzung zu meinem Verhalten

    Danke für Eure Einschätzungen. Interessant und überraschend ist, dass 4.Kl.konzert mir meine Ahnungslosigkeit nicht abnimmt.

    Hätte ich als Kind wegen schlechter Noten zum Arzt gehen sollen? Die Aussage meiner Eltern war, dass ich eben mehr lernen soll. Die Reaktion während des Studiums war, dass ich eben eine Ausbildung machen soll, wenn ich das Studium nicht packe.

    Zum Arzt ging ich erst während meiner Berufstätigkeit. Die Ärzte diagnostizierten eine Antriebsstörung event. aufgrund leichter Depression. Antidepressiva hatten keine Wirkung auf irgendetwas. Die Idee von der ADS ist nur eine von vielen möglichen denkbaren Ursachen. Eine Untersuchung auf ADS habe ich bisher noch nicht gewagt, da ich fürchte, dass mir der Arzt auch nur eine Depression unterstellt.

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: Eure Einschätzung zu meinem Verhalten

    Liebes viertes Klavierkonzert,

    es waren bei mir ziemlich exakt 34,5 Jahre, bevor ich zufällig durch eine Sendung auf 3Sat auf die Idee gebracht wurde, ich könnte seit meiner Kindheit ADS haben.

    Schönen Abend!
    Hijo

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 3

    AW: Eure Einschätzung zu meinem Verhalten

    Es sieht doch so aus: Wenn ein Kind ADS hat, fällt es nicht besonders auf. Lernt es und erbringt schlechte schulische Leistungen, hält man es für dumm. Lernt es nicht und hat schlechte Noten, hält man es für faul. Wer sollte also eine Krankheit vermuten? Hinzu kommt, dass viele Menschen glauben, dass es AD(H)S gar nicht gibt und nur von der Pharmaindustrie erfunden wurde.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Eure Einschätzung zu meinem Verhalten

    So sieht es aber eben nicht aus, das wäre eher die Ausnahme. Die Eltern gehen mit ihren Kindern nicht zum Arzt weil diese schlechte Noten haben, sondern eben weil sie auffällig bzw auffällig unauffällig sind. Das heißt, sie können sogar gute Noten haben, aber Probleme in der Schule könnten z.B. motorische Auffälligkeiten, extreme Unaufmerksamkeit, sehr auffällige Vergesslichkeit, Oder Unordnung sein. Und dabei geht es nicht um ein bisschen schusselig und unordentlich, oder um ab und zu mal nicht bei der Sache, sondern dabei geht es (eigentlich) um so starke Auffälligkeiten, das sie bei sämtlichen Personen Erwähnung finden. Das Kind reagiert oft gar nicht oder nicht adäquat auf das Unterrichtsgeschehen oder Ansprechen vom Lehrer, es vergisst ständig Dinge, die nicht nur die Schulsachen, sondern auch die Kleidung etc betreffen, es lässt sich auffällig von anderen Dingen ablenken etc etc...
    Die Unauffälligkeit bezieht sich meistens auf die Erkrankung ADHS, weil man damals annahm es müsse eine Hyperaktivität mit vorliegen, es heißt nicht, das ADHSler ohne Hyperaktivität generell unauffällig in der Schule sind.

    Das wäre eigentlich der klassische Fall. Das heißt nicht, das bei dir nicht auch eine ADHS vorliegen kann.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Eure Einschätzung zu meinem Verhalten

    Hallo

    4.Kl.konzert schreibt:
    Und was soll die Frage?

    .....

    Aber dass in 35 Jahren weder du noch jemand anders jemals daran gedacht hätte, kann ich mir nicht so richtig vorstellen.
    Aber wirklich,was für ein seltener Fall,fast schon ein Skandal das da niemand drauf gekommen ist.eine sehr seltene Ausnahme ist das!

    nein im Ernst:
    sehr vielen hier im Forum ist es so ergangen,bei mir war es auch so,es war purer Zufall das ich nach fast 35Jahren über den Begriff "AD(H)S" gestolpert bin und ich die Ärzten nach etwas einlesen darauf angesprochen habe.

    Also auch wenn Du es Dir nicht vorstellen kannst,so etwas gibt es,und das nicht selten. Einfach mal etwas mehr lesen hier im Forum


    Gruß Matze

    PS: Herzlich willkommen Alzi

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Eure Einschätzung zu meinem Verhalten

    Mittlerweile ist es so, dass Eltern eher zu schnell als zu spät mit dem Kind zum Arzt gehen, um einen ADS verdacht abklären zu lassen.

    Da aber der TE schon 35 ist, muss man das auch aus der Sicht von vor ca 25 Jahren betrachten.

    Ich sags mal so, nich jeder hat Eltern, die eine auffällige-unauffälligkeit bemerken... (meine z.B. ) Eltern ist es oftmals ganz recht, wenn ihr kind eben nicht auffällt (hatte ich heute morgen erst n Gespräch mit ner ca 40jährigen Mutter, alias meine Betreuerin bei nem Projekt).

    Eltern gehen meist erst dann zum Arzt, wenn es tatsächlich ein Leiden gibt. Sprich: Wenn die Lehrer sich z.B. bei den Eltern beschweren, dass das Kind so unruhig ist, oder wenn die Lehrer bedenken äußern, dass das Kind eventuell nicht mit dem Stoff mitkommt und Nachhilfe o.ä. braucht.

    Wenn ein Kind einfach nur "sehr ruhig" ist und "a bissle verträumt", aber ansonsten "n ganz normales kind ist", wird da nicht viel unternommen. Bei schlechten Noten in ein paar Fächern heißts dann auch gern: "Ist halt nicht so ihr/sein ding, jeder hat so seine schwachstellen"

    Vor allem vor 20 Jahren hat man eher noch so gedacht, als an ADHS und Konsorten...

    Eine Untersuchung auf ADS habe ich bisher noch nicht gewagt, da ich fürchte, dass mir der Arzt auch nur eine Depression unterstellt.
    Bei einer Diagnostik sollte sich der Arzt alles ansehen und nicht nur den einen Punkt (eigentlich). Wenn du also auch die Probleme in der Kindheit ansprichst, wird der Arzt das sicher nicht nur als Depression hinstellen, sondern schaun, obs da noch was anderes gibt, z.B. Traumata in der Kindheit, irgendwelche Erlebnisse/größere Veränderungen, den Familiären Background,...

    So, wie du die Symptome aufgeschrieben hast, könnte es schon drauf hindeuten, aber wir sind hier leider keine Fachleute, die Diagnosen geben können. Außerdem wissen wir ja nur den einen kleinen Teil...

    Darum, trau dich ruhig zu einer Diagnostik zu gehen. Bis man da einen Termin hat dauert es in der Regel eh noch mal ein bisschen...

    Grüße

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: Eure Einschätzung zu meinem Verhalten

    Nee, creatice, vor 25 Jahren haben sich Eltern in Deutschland noch sehr wenige Gedanken über ADHS gemacht.

    Das ist als Thema erst seit den späten Neunzigern zunehmend in die Öffentlichkeit geraten.

    Alzi dürfte mit seinem Symptomenbild halt einfach als Träumer kategorisiert worden sein und gut war.

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