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Diskutiere im Thema Wie offensiv geht ihr mit eurem ADHS um? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 182

    AW: Wie offensiv geht ihr mit eurem ADHS um?

    pixelnator schreibt:
    Mir ist es neulich in der Verzweiflung im Büro rausgerutscht. Ohne Folgen, denke ich. Aber im Nachhinein bereute ich es.
    Auf der anderen Seite: hatte nicht an anderer Stelle ein Chaot erwähnt, dass Kollegen für ihn "mitgedacht" haben? Ist es also okay wenn man dazu steht, chaotisch zu sein, ohne die Diagnose zu nennen?
    Ich denke das muss einfach jeder für sich und sein Umfeld selbst entscheiden.
    Da kann es in meinen Augen keinen allgemein gültigen Verhaltenskodex geben.

  2. #12
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: Wie offensiv geht ihr mit eurem ADHS um?

    grotesk schreibt:
    Ich denke das muss einfach jeder für sich und sein Umfeld selbst entscheiden.
    Da kann es in meinen Augen keinen allgemein gültigen Verhaltenskodex geben.
    Ich bin der gleichen Meinung.
    AD(H)S am Arbeitsplatz erwähnen birgt mE. außerdem sehr viele Risiken, gerade wenn man schon als Chaot verrufen ist.

  3. #13
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Wie offensiv geht ihr mit eurem ADHS um?

    Ich oute mich da mal als Arbeitgeber (mit 3-5 Angestellten):
    Mir ist es lieber, wenn mir das jemand sagt, dann weiss ich, wie ich ihn am besten einsetzen kann - ganz eigennützig. Und dann kann ich auch seine Stärken und Schwächen besser einschätzen. Ich habe tatsächlich einen Mitarbeiter, bei dem ich denke, dass er ebenfalls ADS hat. Der verschläft regelmäßig, fragt ständig nach was ich vor 10 Sekunden gesagt habe. Da könnte ich jetzt entweder denken "Boah, der is soooo dooooof". Oder ich ahne das mit dem ADS, weiss, dass er Struktur braucht und kann ihm so helfen, sein Potential auszuschöpfen - was letztendes ihm und mir nutzt.

    Von daher bin ich (naiverweise) eher der Freund der Offenheit. Allerdings kann das natürlich auch nach hinten losgehen, klar...

  4. #14
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Wie offensiv geht ihr mit eurem ADHS um?

    Also ich verstecke mein ADHS nicht. Wenn ich z.B. im Privaten gefragt werde, was ich da für Medis nehme, oder wieso ich aufeinmal so anders bin (war bei der Neueinstellung so) dann gebe ich eine ehrliche Antwort.
    Bisher bin ich da dann auch auf echtes Interesse gestoßen. Die, dies nicht interessiert, die fragen auch nicht.

    Und generell nehmen mich mein Freunde wie ich bin. Denen war die Diagnose egal. Sie kennen mich verplant und diskutierfreudig, da spielt es keine Rolle, warum ich das bin.

    Es ist ein Teil von mir, zu dem stehe ich und basta. Wem es nicht passt, der muss ja nicht in meiner Nähe bleiben.


    Auf der Arbeit sieht das schon ein bisschen anders aus, hier würde ich wahrscheinlich mein ADHS erklären, indem ich einfach meine Charakterzüge nenne, wenn es Probleme geben sollte. Die Diagnose zu nennen fänd ich hier problematisch, weil man hier, wie ja schon sehr viele gesagt haben, den "Stempel" einfach nicht mehr los wird.

  5. #15
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: Wie offensiv geht ihr mit eurem ADHS um?

    @pixelnator, bei dir funktioniert das vielleicht auch nur deshalb weil du selber betroffen bist. Dazu gehört aber mMn. dann auch dass dein Mitarbeiter über dein AD(H)S bescheid weiß, damit sowas wie ein Vertrauensverhältnis entstehen kann. Viele Arbeitgeber sind nach meiner eigenen Erfahrung nicht dazu imstande.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Wie offensiv geht ihr mit eurem ADHS um?

    Das kenne ich so gut. Mich stört es sehr wenn von ADS als Krankheit gesprochen wird. Ich, Wir, sind halt einfach anders, aber noch lange nicht krank

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Wie offensiv geht ihr mit eurem ADHS um?

    Ich denke auch das man von Familienmitgliedern erwarten kann, das sie sich an die Vorgaben des Betroffenen halten sollten.

    Ich persönlich habe noch keine Diagnose. Jedoch erhärtet sich der Verdacht ungemein. Meine Familie wird es wissen, Freunde ebenso und eventuell mein Arbeitgeber.
    Entweder weiß er meine Leistung zu schätzen oder nicht. Ich sehe das ähnlich wie Pixelnator. Ich habe noch eine Colitis Ulcerosa und das weiß mein Arbeitgeber ebenfalls.
    Dadurch kann es vorkommen das ich 1-2 Tage krank bin bis die Medikamente wirken. Das kommt glücklicherweise selten vor. Meiner Meinung nach hat das für ein besseres Vertrauensverhältnis gesorgt. Ich fühle mich damit jedenfalls besser und rausgeschmissen hat mich bisher auch niemand.

    Gruß www

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Wie offensiv geht ihr mit eurem ADHS um?

    ADHS ist für mich eine Facette meiner Persönlichkeit. Jemand, den ich mag oder mit dem ich viel zu tun habe, sei es beruflich oder privat, erzähle ich über früh oder lang davon. Die Einstellung, dass einem daraus ein Strick gedreht werden kann, finde ich nachvollziehbar, kann es aber aus eigener Erfahrung nicht bestätigen. Im Gegenteil.

    In meinem Fall weiss es mein Vorgesetzter, dessen Vorgesetzter und mein Team. Seit der Diagnose ist ihr Umgang mit ihr anders als vorher. Sie nehmen Rücksicht auf die Tatsache, dass ich einen Hang zur Hyperfokussierung habe, aber eher weniger gut mehrere Dinge parallel bearbeiten kann. Es geht seitdem beruflich spürbar aufwärts für mich, natürlich auch wegen der medikamentösen Behandlung. Durch diese Offenheit kann ich nun auch Informatik studieren ohne einen passenden Abschluss zu haben; meine Erklärungen, warum ich damals in der Schule gescheitert bin, waren der wesentliche Punkt beim Aufnahmeprozess.

    Selbstverständlich bedeutet ADHS in der heutigen vernetzten Zeit eine Benachteiligung, da die Reizüberflutung und die Parallelisierung immer weiter zunehmen. Ich denke aber auch, dass ein ADHSler seine Stärken produktiv einsetzen kann wenn die Firma um diese Nachteile und Stärken weiss und entsprechend darauf eingeht. Ohne offenem Umgang damit ist das nur schwer realisierbar und führt vermutlich irgendwann in den "Burnout".

    In meinem privaten und familiären Umfeld hingegen weiss es jeder. Es ist ein Teil von mir und es ist für mich einfach etwas, das zu mir gehört - und das meine ich komplett wertungsfrei. Ich habe es, kann es nicht ändern und gehe daher eher unkritisch damit um. Auch hier habe ich nie Negatives erfahren, es wird allenfalls ab und an gezweifelt, ob Ritalin eine Lösung ist oder ob es nicht doch auch anders ginge.

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Wie offensiv geht ihr mit eurem ADHS um?

    Mir ist mein ADHS ja eigentlich nicht peinlich. Nur leider kennen viele sich damit eben nicht aus. Die haben dann mal was darüber aufgeschnappt, meist denken alle dann an wilde Kinder die verhaltensauffällig sind und um den Tisch rennen, mal überspitzt gesagt.
    Ich bin nunmal wie ich bin. Ob man dem Kind einen Namen gibt (ADHS) oder ob man sagt die Frau ist leicht abgelenkt, unkonzentriert, laut und aufgedreht ist eigentlich egal. Es bleibt das Selbe.

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.008

    AW: Wie offensiv geht ihr mit eurem ADHS um?

    Wenn Du Deine Situation und Deine Schwierigkeiten, sowie das Phänomen AD(H)S gut erklären kannst, und wenn Du auch nicht müde wirst, das immer wieder zu tun, sollten sich die Schwierigkeiten im offenen Umgang damit einigermaßen in Grenzen halten.

    Der offene Umgang damit kann ja durchaus so etwas erzielen wie das Einfordern von Rücksicht.
    Wenn ich Epilepsie statt AD(H)S hätte, würde ich mein Umfeld auch informieren.
    Schließlich kann es hilfreich sein, wenn jemand vorgewarnt ist, und bei den ersten Anzeichen dann gleich richtig reagieren und helfen kann.

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