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Diskutiere im Thema Ständig frustriert bzw. das Gefühl ein Versager zu sein im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 20

    Ständig frustriert bzw. das Gefühl ein Versager zu sein

    Hi zusammen,

    wie soll ich anfangen? Naja, ich bin momentan ziemlich frustriert, fühle mich ständig wie ein Versager und denke, ich bin dumm.

    Ich befinde mich gerade in der Einstellungsphase mit Medikinet (2x täglich 5mg retard). Zeitgleich bin ich Patient in der Tagesklinik und muss hier natürlich auch Therapien besuchen... In der s. g. Arbeitstherapie musste ich bisher immer wieder so komische Tests am PC machen (Gedächtnis, Konzentration, Auffassung). Heute wurden diese ausgewertet und ja, die Therapeutin ging ziemlich hart mit mir ins Gericht. Von 10 Tests waren 6 im Norm- und 4 im Max-Bereich.

    "Herr L., mit ihrer Problematik wird das, was Sie vorhaben (studieren ohne Abitur (soziale Arbeit) oder Erzieherausbildung oder was anderes Soziales), kaum möglich sein. Sie sollten sich auf Ihre kaufmännische Vorbildung (Werbekaufmann) besinnen. (Wozu ich gar kein Bock habe!!!).

    Wie kann man jemanden so dermaßen entmutigen?!?! Und dann auch noch als Therapeutin!

    Ich habe das direkt im Anschluss bei meiner zuständigen Ärztin angesprochen... Sie sagt, ich müsse lernen mit meiner Frustration (aktuell: trotz Medis keine Besserung spürbar) besser umzugehen, weil das genau mein Problem ist. Hat sie auch recht, aber die Art und Weise finde ich einfach beschissen.

    Kennt ihr das Gefühl, für alles zu dumm zu sein bzw. auf ganzer Ebene versagt zu haben/zu versagen?

    Gruß
    Geändert von Brillo29 ( 7.05.2015 um 16:26 Uhr) Grund: Ergänzung

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 348

    AW: Ständig frustriert bzw. das Gefühl ein Versager zu sein

    Ja das kenne ich ich hab nen Studium angefangen und mich mit pauken und trompeten untergegangen dafür aber schon zwei Ausbildungen geschafft^^.
    ich fühl mich mindestens einmal die woche als Versager.

    wenn du erzieher machen willst dann mach den Kinderpfleger und danach den Erzieher beider Ausbildungen meines Wissens dann umgehst du des Studium und ich denke des ist gut machbar dauer halt ur etwas aber wenn du das willst mach das wenn du net so der kaufmännische Typ bist ist das ok dann lass es wenn du das jetzt nur machst weil dir das jemand sagt wirst du evtl noch dran scheitern weils dir irgendwann so was von auf die eier geht...

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 197

    AW: Ständig frustriert bzw. das Gefühl ein Versager zu sein

    Es ist durchaus verantwortungsbewußt Menschen Dinge auszureden, von denen man weiß, dass man sie ins Verderben rennen lassen würde, gäbe man seinen fachmännsichen Segen.

    Gehört habe ich auf solche Leute auch nie. Und ich bin vielfach als Idealist gescheitert. Tausende von Male musste ich feststellen, dass "mein Weg" nicht funktioniert.

    Vielleicht ist das ja bei dir anders. Keine Ahnung. Das ist jedenfalls meine Erfahrung als frustgebeutelter Mittdreißiger, der sich auch heute noch, trotz zahlreicher Fähigkeiten und Errungenschaften, wie ein Versager fühlt, weil er monetär am unteren Ende der Gesellschaft herumeiert, viele Sachen abgebrochen hat, es immer "anders" machen wollte und nie von "seinem Ding" leben konnte.

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 348

    AW: Ständig frustriert bzw. das Gefühl ein Versager zu sein

    Ich bin "monetär" auch eher am unteren Ende kann aber net klagen hoffe dass ichs auf die Reihe bekomme.

    klar muss man nicht blindlings ins verderben Rennen so wie ich dich bis jetzt verstanden habe bist du aber dem kaufmännischem sehr abgeneigt klar ist es schwer nochmal ne Ausbildung anzufangen aber die Frage ist auch wäre es schlechter?

    habe nämlich so die Erfahrung gemacht dass ADS Leute zwar eher introvertiert sind aber z.B. trotzdem Jungscharen leiten oder ähnliches und ihnen das Freude macht ich kenn dich nicht aber hab das gefühl das es evtl. erfüllender wäre als der Kaufmann.

    Fürs bessere Verständniss meinerseits wiso rät sir dir gerade von sozialen Berufen ab?

    hab ja auch ADS vermutlich nicht gar so ausgeprägt wie bei anderen aber ich war immer ein Einzelgänger bin ich jetzt auch noch ich habe gestottert kann Leuten nicht in die augen schauen und im ganzen eher introvertiert und ich arbeite als Barkeeper Kellner und Bankkaufmann und irgendwie muss ich da damit klarkommen und das tut mir jetzt beispielsweise gut und bringt mich voran

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Ständig frustriert bzw. das Gefühl ein Versager zu sein

    Ich frag mich auch wie kommt die Frau zu dieser Aussage? Und insgesamt, für wie kompetent hältst du sie allgemein und speziell in dieser Hinsicht? Ich persönlich hab in der letzten Zeit Klopfer von Psychologen erlebt, die sind teilweise nicht zu fassen. Lass dich mal nicht so schnell ins Bockshorn jagen! Sprich mal zumindest noch mit jemanden anderem darüber.

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Ständig frustriert bzw. das Gefühl ein Versager zu sein

    Ich kann das komplett nachvollziehen, diese Frustration...

    Wir sind nunmal schwierig zu beraten, da die Beratung meist auf völlig falscher Einordnung/Wahrnehmung unserer Fähigkeiten und Schwächen basiert. Und dann bin ich jedenfalls auch selten gut darin gewesen, gute von miserablen Ratschlägen zu unterscheiden. Und dann wird man gerne als renitent abgestempelt und weiter herabgewürdigt... das tut nicht gut.

    Du bist ja noch deutlich in der Anfangsphase mit deiner Medikation, da ist sowas nochmal schwerer - ich erinnere mich, dass das für mich fast die schwerste Zeit überhaupt war: der Nebel lichtete sich, aber nur wenig, und ich war eher noch frustrierter, bis schließlich die richtige Dosis erreicht war. Das war dann eine Erleichterung.

    Halte durch, eigentlich ist solch intensive Betreuung ja eine gute Sache!
    Geändert von rapatak ( 7.05.2015 um 20:23 Uhr) Grund: Wortfehler

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Ständig frustriert bzw. das Gefühl ein Versager zu sein

    Vielen Dank für eure Antworten. Im Moment ist es echt so, dass es mir mit Tabletten schlechter geht als ohne - zumindest von meiner Stimmung her. Bin total reizbar, habe Stummungsschwankungen und ja, die Frustationsgrenze ist auch ziemlich gering.

    Habt ihr anfangs auch Nebenwirkungen verspürt? Ich habe das Gefühl etwas kurzatmig zu sein, und mein Herz schlägt manchmal schneller...

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Ständig frustriert bzw. das Gefühl ein Versager zu sein

    Wie gesagt, die niedrige Dosierung am Anfang fand ich regelrecht verwirrend und irritierend. Die Zerrissenheit zwischen "eigentlich kann ich das doch!!!" und "warum kriege ich das nicht hin???" wurde bei mir heftiger, und die Frustration, zusammen mit der Befürchtung, es werde sich jetzt doch nie was ändern, endlos. Stimmungsschwankungen, oh ja. Körperliche NW hatte ich wenig, aber klar, der Körper kriegt ja vom Hirn andere Signale durch die veränderte Reizfilterung, und es bleibt ein Stimulant - da müssen sich erst mal alle bewussten und unbewussten Teilnehmer in dir dran gewöhnen.

    Irgendwann war dann die richtige Dosis erreicht - niedrig, aber deutlich höher als deine jetzige - und seitdem sind alle diese Sachen weg. Womit dann leider auch noch nichts erreicht werde, aber dann kann man anpacken, mit eigener Kraft. Das ist dann wieder toll!

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Ständig frustriert bzw. das Gefühl ein Versager zu sein

    Ich wollte noch mal genauer auf eure Antworten eingehen, war vorhin unterwegs.

    Auch ich bin eher ein Idealist und ziemlich extrovertiert. Habe jetzt schon oft gelesen, dass ADHSler eigtl. introvertiert sind. Stimmt das?

    Ich liebe es, in einer bunt gemischten Gruppe von Menschen zu sein, die mich interessieren und inspirieren. Die "Arbeit" im stillen Kämmerlein ist nichts für mich. Frei nach dem Motto: Mittendrin statt nur dabei. ;-)

    Dazu kann ich noch schreiben:

    Ich beobachte ständig, was um mich herum passiert (Reizüberflutung) und bin am liebsten überall am Start (Überforderung; kann nicht nein sagen). Es ist doch verrückt, dass die meisten von uns sich ihrer eigenen "Schwächen" bewusst sind, es aber nicht ändern (können). Ich kann z. B. auch super gut selbstreflektieren, es umsetzen aber überhaupt nicht.

    Durch mein geringes Selbstwertgefühl (der Glaube an die eigenen Stärken) brauche ich ständig positives Feedback und Bestätigung wie andere Menschen die Luft zum Atmen - alleine schon, um aus mir selbst alles das zu ziehen, was ich zur Erhaltung meines hohen Selbstideals brauche... Fehlt das, bekomme ich Depressionen. Völlig verrückt.

    Geht es euch auch so? Kennt ihr dieses Anspruchsdenken?

    Naja, und was eben "typisch" für AD(H)S (wenn auch nicht alles davon) ist:

    Abwechslung, Herausforderung und Spaß sind wichtige Zutaten in meinem Leben. Ich liebe es, neue Anregungen zu bekommen, neue Menschen kennenzulernen (sehr sozial eingestellt) und immer wieder überraschende Erfahrungen zu machen. Zu viel Routine, zu viel Detailarbeit und die Notwendigkeit, über sehr lange Zeit an ein und demselben dran zu bleiben, sind dagegen überhaupt nicht mein DIng und führen nach kürzester Zeit immer wieder zu Abbrüchen.

    Und ja: kein Plan, warum die Therapeutin solch Aussage tätigt. Die hat wohl ihren Beruf verfehlt. Empathie und ein klein wenig soziale Kompetenz gleich null. Ich werde das morgen noch mal ansprechen. Sicher reagiere ich auch durch die Tabletten einfach viel gereizter, aber sowas ist mir wirklich noch nicht passiert. Und ich habe schon einige Therapeuten "kennengelernt"...

    In welchem Abstand wird denn die Dosis der Medikation erhöht? Ich weiß, ist individuell... So ungefähr.

    Gruß

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