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Diskutiere im Thema Was wäre, wenn ich "ich" wäre im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #41
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Sunpirate schreibt:
    Ich denke dass hier mehr oder weniger gewollt 2 verschiedene Themen zusammengeworfen werden. Zum Einen "Das bin ich(nicht) und ich lasse mich nicht verbiegen" und 2."Das kann ich (nicht) und /aber ich kann mich (nicht) ändern"
    Beide sind zwar eng miteinander verbunden, aber ganz unterschiedliche Probleme. Sein Verhalten verändern ist sehr schwer,aber immer noch leichter als die Persönlichkeit.
    Tja, manchmal passiert das schon so in einem Gespräch bzw. in einem geschriebenen Gespräch.

    Für mich liegt das eigentliche Problem doch eher darin, dass auch die Impulsivität zwei Seiten hat. Manchmal schaffen wir es mit der Mitte, es gibt aber auch Phasen, da klappt es nicht so gut. Und bei allem gilt immer die Achtung vor dem anderen Menschen!

    Sicher bin ich an dem Punkt sehr altmodisch, weil es für mich immer noch sowas wie "das tut man nicht" gibt. Ich rede jetzt nicht davon, dass ich ne stocksteife Persönlichkeit bin, aber es gibt eben auch Grenzen. In allen Konflikten ist es für mich wichtig, dass ich bei meinem Gegenüber dieselbe Kompromissbereitschaft erkennen kann, die ich immer wieder zu signalisieren versuche!

    Ich kann selbstverständlich mal sagen, dass ich auf bestimmte Orte oder bestimmte Events keine Lust habe. Zugleich kann ich aber immer einen Gegenvorschlag machen, mit dem alle Beteiligten leben können!

    Und ich kann mich auch mal entschuldigen! Ja, solche Möglichkeiten gibt es tatsächlich.

    Ich erinnere mich da an eine Situtation, die mir ziemlich übel aufgestoßen ist.

    Ich war als Studentin aushilfsweise noch in meinem Ausbildungsberuf tätig. Über zwei Jahre hatte ich es richtig gut getroffen, ich war in einem Team gelandet, in dem ich mich sehr wohl fühlte und hatte dort sozusagen eine feste Aushilfsstelle! Ich gehörte einfach dazu und konnte meine Arbeitszeiten auch ziemlich gut mit allem vereinbaren.

    Die Kollegen waren auch alle recht kompromissbereit und irgendwie schien alles gut zu passen. Eines Morgens war ich leider etwas gereizt, ein wenig überfordert und insgesamt nicht wirklich gut drauf. Plötzlich kommt eine Kollegin rein, die eben Dienstpläne schrieb, sah mich und freute sich sofort, auch verbal, dass sie sich ja eigentlich keine Sorgen zu machen brauche, weil ich ja einsatzbereit sei.

    Boah, das hatte mir an dem Tag echt noch gefehlt. Ich hatte soviel in den vergangenen Tagen gearbeitet und war einfach auch ein wenig fertig. Ich hab ziemlich heftig reagiert. Klar, manchmal hab ich im Spaß gesagt, dass ich ja hier der Depp vom Dienst bin usw.

    Genau an dem Tag fühlte ich mich aber so und habe genau so reagiert. Mir selbst fiel alles aus dem Gesicht, als ich ihrer Miene ansehen konnte, was ich da angerichtet hatte!

    Ein paar Stunden später bin ich ziemlich gedrückt zu der Kollegin gegangen und hab mich bei mir entschuldigt. Meine Reaktion war einfach zu heftig und blöderweise mochte ich die Kollegin auch noch sehr - wir haben immer sehr gut zusammen gearbeitet!

    Danach war zwischen uns alles wieder in Ordnung. Ich habe nicht versucht, ihr endlose Rationalisierungen vorzubeten. Ich hatte ein emotionales Problem und habe überzogen auf eine Selbstverständlichkeit reagiert. Dafür habe ich mich entschuldigt!

    Liegt da nicht ein ziemlich großes Problem?

    Ich muss nicht alles endlos erklären, ich kann mein Gegenüber auch als einen Menschen sehen, der sehr ähnliche Bedürfnisse hat wie ich auch. Und eines dieser Bedürfnisse ist nun mal, dass jeder geachtet und respektiert wird.

    Es geht ja nicht darum, sein Verhalten immer und vollständig zu verändern. Es geht um die Fähigkeit, sich auch bewusst zu machen, dass man Fehler macht und zu diesen Fehlern auch mal zu stehen!

    Meine Kollegin hat mich damals so salopp angesprochen, wie wir immer miteinander kommunizierten. Aber ich hab, aus heiterem Himmel, meine Reaktion völlig verändert. Es war mein Ding und es gab dafür keine Rationalisierung! Ich habe mich sch.... verhalten und dafür hab ich auch die Verantwortung übernommen!
    Geändert von Waldsteinie ( 3.05.2015 um 11:28 Uhr)

  2. #42
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Hallo Chamaeleon

    Ich habe hier schon seit Monaten nichts mehr gelesen, weil ich immer noch mit der Diagnose ADS gehadert habe. Und das erste was ich jetzt gelesen habe, ist dein Thread.
    Und ich habe tränen gelacht, Freudentränen! Weil ich mir das auch schon so oft gedacht habe. Wie wäre ich, wenn ich loslassen würde.
    Ich habe aufgehört die Antworten zu lesen, als es mit dem analysieren und rechtfertigen und Mind****-stuff anfing. Ist mir zu blöd, das alles zu lesen...
    Ich wollte dir nur sagen: Bin ich froh, gibt es noch andere, die träumen!

  3. #43
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Zum Glück für alle Beteiligten ist meine Antwort offenbar gerade im Datennirvana gelandet und ich habe keinen Bock, das alles nochmal zu schreiben Obwohl sie für meine Verhältnisse sogar kurz war.

    Kurzfassung:
    - Persönlichkeit ändern geht nicht, Verhalten schon, ich versuche letzteres
    - gegenüber Nicht-ADHSlern muss man gerade bei sich wiederholendem Verhalten schon erklären, warum man das getan hat, sonst denken die, man ist halt ein Ar***
    - Entschuldigungen sind natürlich gut und notwendig, funktionieren vielleicht bei Situationen wie Waldsteinies, weil das jedem mal passieren kann, dass er ausrastet - manchmal reicht eine Entschuldigung aber nicht aus
    - ich bin ein totaler Vollpfosten, weil ich jetzt gerade bemerkt habe, dass mein Text ja ständig zwischengespeichert wird

    Argh!

  4. #44
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 149

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Waldsteinie schreibt:
    [...]

    Ich muss nicht alles endlos erklären, ich kann mein Gegenüber auch als einen Menschen sehen, der sehr ähnliche Bedürfnisse hat wie ich auch. Und eines dieser Bedürfnisse ist nun mal, dass jeder geachtet und respektiert wird.

    Es geht ja nicht darum, sein Verhalten immer und vollständig zu verändern. Es geht um die Fähigkeit, sich auch bewusst zu machen, dass man Fehler macht und zu diesen Fehlern auch mal zu stehen!

    [...]

    Danke für diese wertvolle Aussage bzw. Gedankenanreiz.

    Es herrschen sehr unterschiedliche Meinungen zum dem Fakt "sich erklären zu müssen". Und deine Aussage trifft es sehr gut, sich nicht endlos erklären zu müssen.

    Meine Erfahrungen zeigen für mich, dass es a) Menschen gibt die (wie Waldsteinie geschrieben hat) "sehr ähnliche Bedürfnisse" haben "wie ich auch" und Menschen nach dem Typ b) die dich - egal wie gut Du es erklären könntest - dich einfach nicht verstehen werden wollen. (I <3 deutsche Sprache)


    Ich versuche mich auch nicht in Erklärungen zu verlieren - wobei ich den Gegenüber nicht im Dunkeln stehen lassen möchte (also kurz etwas gesagt, oder Entschuldigt wenn es denn passend und oder angemessen ist).


    Wir werden viel Zeit in Erklärungen verlieren, wenn sie denn über das Maß hinaus gehen. Als StiNo habe ich die Möglichkeit, mein privates soziales Umfeld (Freunde zb.) und mein berufliches soziales Umfeld (Kollegen) auszusuchen (bei der Arbeit begrenzter, na klar!). Warum sollte ich diese Möglichkeit als Mensch mit Knete im Kopf (lach, so sagt immer eine liebe Kollegin zu mir) nicht auch nutzen? (Ich möchte hier keine Diskussion über die Wahl von Arbeitsplatz und Kollegen erzeugen - im Gegenteil)

    Um wieder zurück zum Punkt zu finden: meine Freunde kennen mich so, wie ich bin. Da brauche ich keine großen Erklärungen. Und bei meinen Kollegen greift der Ansatz "Ich will Dich verstehen und respektieren - oder ich will es nicht" (aus Sicht des Kollegen auf mich). Da erübrigt sich im letzteren jegliche Erklärungsnotwendigkeiten



    Ich hoffe ich habe das Thema getroffen =) (Den Threadtitel habe ich erst fehl interpretiert: "Was wäre, wenn ich "ich" wäre -> Was wäre, wenn ich "ich" geworden wäre, ohne eine ADHS)


    Grüße!

  5. #45
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 197

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Das liebe Thema Anpassung ... ich für meinen Teil versuche mit all meiner Kraft sozial verträglich zu sein, was meist wunderbar klappt, so lange man mit mir nicht wirklich auf persönlicher Ebene zu tun hat. Leider sind es gerade die Personen, die mir am nächsten stehen, die meine geballten Entladungen nach dem ganzen Zusammenreissen abbekommen.

    Manchmal wäre es sicher nicht das verkehrteste diese ganze Schauspielerei bleiben zu lassen und andere Leute vor den Kopf zu stoßen ... aber die vertragen ja nichts. Letztens habe ich einer Kassiererin eine Hose entgegengeworfen, weil sie sich beim Umtausch unmöglich verhalten hat. Zeigt die Psychopathin mich gleich wegen "gefährlicher Körperverletzung" an. Wenn so eine geringe impulsive Entladung schon solche Folgen hat, kann ich mich im Prinzip gleich selbst auflösen. Mein Vater hat damals mit einem Bagger einen Strandkiosk abgerissen, weil der sein regionales Monopol mit deftigen Preisen ausgenutzt hat und wurde dafür auch noch abgefeiert. Anderes Land, andere Zeit. In Deutschland ist man nur ein Held, wenn man nach der Stechuhr lebt, in Reih und Glied mit der Masse morgens zur Erwerbstätigkeit aufbricht und Abends davon zerstört zurückkommt.

  6. #46
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Wenn ich "ich" wäre, dann würde ich wahrscheinlich auch sowas in der Art machen:

    https://www.youtube.com/watch?v=5qVlx1Sainw (Das Beispiel bitte nicht so ernst nehmen.)

    Auch, wenn ich es selber nervig finden würde.

    Aber ich würde z.B. auch dem Berater von der Uni sagen, dass ich ihn total nett und kompetent finde, ich mein, es würde ja auch was positives bei rauskommen, wenn ich "ich" wäre. Aber selbst mit Komplimenten kann niemand umgehen. Ich würd einfach viel öfter das sagen, was ich denke - ich weiß nicht, wie andere das empfinden, ich hab einfach das Gefühl, total eingesperrt zu sein, nix is erlaubt. Naja, manchmal hab ich auch keine Kraft, mich zusammenzureißen und dann - wow - kriegt man das aber DIREKT auf´s Brot geschmiert. Einmal falsch geguckt und schwupps werden Steine nach einem geworfen. Menschen sind schon komische Tiere.

  7. #47
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Eine wunderschöne gute Nacht wünsche ich euch

    Ich bin mal so frei und schreibe etwas hierzu ohne die letzten drei Seiten gelesen zu haben
    Hat eher zeitliche Gründe... muss nachher wieder arbeiten gehen..^^



    Ich finde beides sehr interessant:

    - Zu sehen welche Gedanken / Wünsche andere hier so haben und diese gelegentlich ausleben und
    - Zu sehen wie die Intension des Ganzen schon sehr schnell mit den Beiträgen nicht mehr zu vergleichen war^^

    Auch wenn ich beide Seiten verstehen kann - denke ich - wird der Beitrag hier mal mehr in Richtung der Erstellerin gehen^^


    Ich kann deine geäußerten "Wünsche" sehr gut nachvollziehen - hab ich gelegentlich auch ^^
    Was ich aber auch habe sind so Gedanken wie:

    "Jetzt mal von 'ner Klippe springen hätte doch was"

    Soooo... und nicht das das falsch Verstanden wird^^

    Ich bin durchaus in der Lage solche "Gedanken" von der Realität zu trennen^^
    Ich meine - wenn man von einer Klippe springt stirbt man so ein bis zwei mal - und das macht wohl keiner Freiwillig mit...^^
    Aber darum geht es mir auch nicht.^^

    Ich liebe einfach Wind *Punkt!!!*
    Wenn es mal am stürmen ist - gibt es auch nichts besseres - als draußen rumzustehen
    Oder am Bahnhof der - durch vorbei fahrende Züge - enstehende Wind

    Heißt also - selbst wenn ich "gedanklich" mal von ner Klippe springen sollte - habe ich niemals (innerhalb des Ganzen) vor auf dem Boden aufzukommen^^
    Hoffe die "Aufklärungsarbeit" ist damit erledigt^^

    Ob das jetzt an diesem "Superreiz - suchendem" Verhalten liegt von dem ich hier irgendwo mal gelesen habe? Keine Ahnung! Ist mir auch schnuppe..

    Jedenfalls wäre das mal eine Sache die man der anfänglichen Liste hinzufügen könnte


    Wie man hier so raus lesen kann - ist JEDEM hier klar - das die komplette Liste der Themen-Erstellerin im allgemeinem und spontane Aussagen wie
    "Jetzt mal von 'ner Klippe springen hätte doch was" im besonderen - Sachen sind die man (nahezu) niemals bedenken-frei auslebt oder aussagt..
    Ich meine - wenn man ja jetzt schon teilweise richtig blöd angesehen wird... Na mir soll's egal sein^^

    Aber wenn man mal bedenkt - das es viele "normale" Menschen gibt die auch eine "eher speziellere Neigung" zu etwas haben können,
    dann ist der Grundgedanke hier vermutlich doch gar nicht mehr so extrem ADS - Lastig oder?^^

    Wie dem auch sei - einige gesellschaftliche Formen gibt es nun mal - und die aus gutem Grund!

    Um das ganze mal zu verkürzen - bringe ich hier einfach mal mein kleines Motto dazu ein:

    "Lebe so, das du weder dir noch anderen, böswillig Schaden zufügst."


    Alles dazwischen - also "kleinere" individuelle Eigenarten - wie z.B. mal verträumt in der Gegend rum gucken - sollten Sachen sein - die sich jeder mal erlauben darf.
    Meine Meinung - und schaden tut es auch niemanden^^


    Ich sehe also - wie man vielleicht schon irgendwie raus lesen konnte - das Dasein als ADSler gar nicht wirklich als eine extrem schlimme Sache an...

    Ich bin halt wie ich bin - wenn es jemandem nicht passt soll er mir dabei wenigstens nicht in die Quere kommen - wie ich es auch nicht bei ihm / ihr tun würde.
    Leute die sich über mich ein "schlechtes" Bild machen ohne mich überhaupt kennen zu lernen haben sich im Grunde schon als "potentielle Bekanntschaften etc." selbst aussortiert.
    So einfach halte ich es^^


    Mit freundlichen Grüßen

    Ich

    P.S. Ich hoffe der Text ist zwischenzeitlich nicht zu sehr Off Topic geworden und auch das man das Ganze so versteht wie ich es wirklich meine

  8. #48
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Ich hab zwar grad alles durchgelesen, aber ich schreib mal trotzdem nur, was mir grad einfällt, und nehme nich extra Bezug zu den anderen Beiträgen, sondern nur auf die letzten beiden:

    Aber ich würde z.B. auch dem Berater von der Uni sagen, dass ich ihn total nett und kompetent finde, ich mein, es würde ja auch was positives bei rauskommen, wenn ich "ich" wäre. Aber selbst mit Komplimenten kann niemand umgehen. Ich würd einfach viel öfter das sagen, was ich denke - ich weiß nicht, wie andere das empfinden, ich hab einfach das Gefühl, total eingesperrt zu sein, nix is erlaubt. Naja, manchmal hab ich auch keine Kraft, mich zusammenzureißen und dann - wow - kriegt man das aber DIREKT auf´s Brot geschmiert. Einmal falsch geguckt und schwupps werden Steine nach einem geworfen. Menschen sind schon komische Tiere.
    Jaaaa, ich würd überhaupt viel mehr Komplimente verteilen! Bei Frauen geht das ja noch einigermaßen, aber beim anderen Geschlecht... heutzutage wird ja schon jede Kleinigkeit als Flirt interpretiert (oder man dichtet es einem nur scherzhaft an, aber selbst das find ich doof), auch wenn ich mal nur meine freche, neckische Seite austobe. Ich würd zum Beispiel dem einen Dozenten mal gerne sagen, dass ich seine Augenfarbe total toll finde xD Bei ner Kommilitonin hab ich das durchaus schon gemacht, war auch nich schlimm. Aber außer etwas Verwirrung, weil das aus heiterem Himmel kommt, zerbrech ich mir da bei Frauen halt auch nich so den Kopf - zumal es eben auch ne Studentin war und niemand Autoritäres. Dabei find ich halt bei vielen Menschen irgendetwas (Äußeres), das mir besonders gut gefällt, ohne dass ich deswegen total auf die Person steh und Komplimente sind doch was nettes, aber neeeee, kommt ja iwie komisch...

    Andersrum würd auch bei Dingen, die mich nerven eher mal direkt die Meinung heraussagen: Allerdings glaube ich, bin ich selbst bei impulsiven Momente da mit meiner Wortwahl so harmlos, dass mein Gegenüber wohl etwas verärgert wäre, aber ich mir nich grundsätzlich jede Menge Feinde dadurch machen würde oder mir generell das Leben schwer machen würde. Ich mag mich irren, aber meinem wahren Ich würde das im Ganzen sogar ganz gut tun. So mache ich mir nur zu viele Gedanken und fördere meine Sozialphobie....


    "Jetzt mal von 'ner Klippe springen hätte doch was"
    Von der Klippe nicht, aber von der Brücke! Brücken haben es mir echt angetan xD Sowohl Kleinen (da würd ja nichts groß passiern, außer dass man nass wird) als auch von ner Großen - einfach weil es verrückt ist, weil ich es noch nie gemacht hab, weil...man es könnte Von ersterer mache ich es nich, weil es irgendwie zu "unnormal" ist, selbst wenn keiner zuschaut - vllt. wenn ich nicht allein damit wäre? Bei zweiterem gibts natürlich noch die negativen (gefährlichen) Aspekte. So gesehen ist es vllt doch gut, dass man für gewöhnlich nicht von kleine Brücken springt, in einem Anfall von Impulsivität würd ich dann womöglich auch von ner großen springen, ohne drüber nachzudenken :'D
    Aber ja, ich würd manch seltsamen Gedanken einfach umsetzen


    Oh und ich würde meinen Emotionen mehr freien Raum lassen: Weinen jetzt nich unbedingt, aber gerade mal vor Freude rumkreischen, im Kreis hüpfen - bzw. würd ich wohl generell mehr durch die Gegend hüpfen, weil das meinen Bewegungsdrängenden Beinen voll gut tut xD Was ich mir erst letztens vorgenommen habe, ist bei Bedarf in ner Vorlesung einfach mal am Rand zu stehen, wenn ich partout nicht mehr ruhig sitzen kann (ich geb mir ja echt Mühe, aber manchmal lenkt mich diese Mühe von allem andern ab und macht mich schier wahnsinnig...) - sollte ja niemanden stören

  9. #49
    RobAthlet

    Gast

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Die Gretchenfrage wäre doch,

    bin ich,ich ,wenn ich ADS habe und dieses unbehandelt ist....?

    oder ich ADS habe und dieses mehr oder weniger gut behandelt wird.....?

    oder wenn ich gar kein ADS hätte...?

  10. #50
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 796

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    ...wenn ich DAS wüsste, dann wäre ich erleuchtet

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