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Diskutiere im Thema Was wäre, wenn ich "ich" wäre im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Es tut mir leid, wenn ich mich nun unbeliebt gemacht habe, aber anscheinend wurde in der Handhabung dieses Threads etwas in mir getriggert und ich weiß nun auch, was:

    Die Intention dieses Threads war es, mit euch gemeinsam davon zu träumen, wie es wäre, wenn man sich mal nicht verstellen oder verstecken müsste. Anstatt dessen aber wurde "ich" und mit mir meine Vorstellungen von einer freien Ausdrucksmöglichkeit diskutiert. Der Trigger dabei war das Ausdiskutieren einzelner mir zugehöriger Eigenschaften, da ich das schon oft genug erlebt habe und ihr sicherlich auch - frei nach dem Motto: So wie du bist, ist es falsch. Da ich mit einer anderen Intention an den Thread herangegangen war, hat mich der Verlauf des Threads irritiert. Ich wollte ja mit euch herumspinnen und nicht als Person ausdiskutiert werden. Ich möchte mich nicht für mich rechtfertigen, denn die Äußerung meiner Vorstellungen/Fantasien waren nicht dazu gedacht, diskutiert zu werden, weil sie nicht diskutierbar sind - sie sind einfach da, in mir, sie stehen fest, so wie es feststeht, dass ich keinen Bärlauch mag - das würde man ja auch nicht ausdiskutieren und mir einreden wollen, meinen Geschmack zu ändern. Manche Dinge könnte man auch einfach so stehen lassen. Oder man könnte sie ergänzen durch eigene Vorstellungen. Ich meine, es ist einfach so: Ich mag keinen Bärlauch und ich würde manchmal gerne eine grobschlächtigere Sprache verwenden - es IST einfach so. Ob ich das tue oder nicht, ändert nichts daran, dass ich es mir manchmal/oft wünsche!

    Mir ist aber schon öfter aufgefallen, dass geäußerte Meinungen/Fantasien/Vorstellungen in den allermeisten Fällen von anderen ausdiskutiert werden und nicht einfach stehen gelassen werden können, ich weiß nicht, ob das an unserer Kultur liegt oder an der Schule, in der auch alles ausdiskutiert wurde oder woran...naja, ich hätte mir persönliche Ergänzungen gewünscht und sind ja auch einige gekommen und ich danke dafür.

    Es tut mir auch leid für die Leute, die tatsächlich Beiträge zur eigentlichen Intention des Threads geleistet haben, weil die nun in der Diskussion darüber, ob ich in Gangstersprache reden sollte oder nicht, ein wenig untergegangen sind.

    Naja, zumindest muss ich in Zukunft wohl genauer beschreiben, was ich meine und bezwecke, lernen, mich genauer ausdrücken. Aber Missverständnisse sind wohl nie ausgeschlossen (auch, wenn ich mir das wünschen würde). Und gelernt habe ich, dass die naive, direkte und unverschleierte Äußerung meiner Gedanken/Wünsche immer noch, wie eh und je, Gegenwind hervorruft - ist recht ironisch, wenn man bedenkt, dass ich mir genau das wünschen würde: etwas "Echtes" sagen zu dürfen, ohne beurteilt oder mundtot gemacht zu werden.

    Ich meine, sicherlich kann man Eigenschaften von Personen diskutieren, wie jemand sich verhält und ob das moralisch vertretbar ist usw., aber was sich jemand im Innersten wünscht, sollte man meiner Meinung nach nicht ausdiskutieren. Wenn ein 50-jähriger Bankkaufmann lieber eine Disney-Prinzessin wäre, dann steht ihm das zu und wenn jemand gerne alle Leute umbringen würde, dann steht ihm auch dieser Wunsch erstmal zu. Alles andere wäre meiner Meinung nach Gedankenverbot. Die Umsetzung dieser Wünsche spielt sich, wie gesagt, auf einem anderen Level ab.
    Geändert von Chamaeleon ( 2.05.2015 um 00:12 Uhr)

  2. #22
    Rettich

    Gast

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Vielleicht hat du die Frage einfach falsch formuliert. So erinnert mich die Auflistung nur an ein Reihe von Aktionen/Reaktion mit der du mit deiner Umwelt interagieren würdest, wenn du "du" wärst.

    Was mir bei dieser Vorstellung nicht gefällt, ist die Tatsache, dass sämtliche "Wünsche" so völlig losgelöst von den Bedürfnissen und Fähigkeiten anderer Mitmenschen da stehen.
    Ich mag es jedenfalls nicht, von andern Menschen aus heiterem Himmel umarmt zu werden, nur weil dem Gegenüber gerade danach ist. Ich würde es als respektlos und Ignorant betrachten, wenn mir jemand - wenn ich gerade etwas erzähle - auf einmal ins Wort fällt und mir "Absurditäten" erzählt oder selber seine Gedanken einfach bruchstückartig an den Kopf wirft nach dem Motto: Sieh zu, wie du damit klar kommst und erschließe dir den Sinn meiner brillanten Ideen selber.

    Die einzigen Menschen, die ich kenne, die nach dieser Beschreibung funktionieren und es sich leisten können, sind nun mal kleine Kinder.

    Die Frage sollte daher eher lauten: Wo kann ich wirklich Ich sein?

    Da würden wir der Sache vielleicht näher kommen.

    Ansonsten fällt mir nur dazu ein: Die Defizite, die ADHS so mit sich bringt müssen nicht zwangsläufig auf positive Resonanz stossen, nur weil der gegenüber zufälligerweise die selben Defizite hat.

  3. #23
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Rettich schreibt:

    Was mir bei dieser Vorstellung nicht gefällt, ist die Tatsache, dass sämtliche "Wünsche" so völlig losgelöst von den Bedürfnissen und Fähigkeiten anderer Mitmenschen da stehen.
    Naja, das ist wohl auch das, was die Anderen gestört hat, aber wie gesagt, ging es mir ja nicht darum, ob es gut ankommen würde, wenn ich wäre, wie ich wirklich wäre, sondern nur darum, mal zu äußern, was ich mir wünsche. Die Intention des Threads war eine andere als du sie gerne hättest, glaube ich. Es ging mir nicht darum, auszudiskutieren, ob das gut oder schlecht ist für andere Menschen - für mich wäre es gut oder ich stelle mir zumindest vor, dass es gut wäre. Es sind vollkommen egoistische Wünsche/Vorstellungen - die hat jeder. Und ihr dürft auch gerne eure egoistischen Vorstellungen äußern, aber ich verstehe auch, wenn ihr das lieber nicht möchtet, weil dieses naive Schwelgen in völlig Ich-bezogenen Fantasien sofort den Vorwurf des Egozentrismus hervorruft. Egoismus an sich ist nichts schlimmes. Ich persönlich finde es ok, wenn man mal unzensiert ausspricht, was man sich für sich wünschen würde - ich finde es nicht schlimm, wenn man sich mal ausnahmsweise auf sich selbst konzentriert, die eigene Person mal so sein lässt, wie sie eben ist - UNABHÄNGIG von den anderen. Aber ich weiß auch, dass es schwierig ist, so persönliche Dinge von sich selbst preiszugeben.

    Ich mag es jedenfalls nicht, von andern Menschen aus heiterem Himmel umarmt zu werden, nur weil dem Gegenüber gerade danach ist.
    Das ändert aber nichts daran, dass ich manchmal den Wunsch in mir habe, jemanden zu umarmen. Außerdem schrieb ich nichts davon, jemanden "aus heiterem Himmel" zu umarmen. Achso und zum wiederholten Male: Es ist eine Fantasie und als solche hat sie eine Daseinsberechtigung, alles andere ist Gedankenverbot. Dass du diese Vorstellung auf dich anwendest, dafür kann ich nichts, sie ist erst einmal nur Ausdruck meiner - subjektiven - Weltsicht. Sie steht für sich und meint niemanden. Was andere damit machen, hab ich nicht in der Hand. Aber ich will sie wenigstens ausdrücken dürfen.

    Ich mag es jedenfalls nicht, von andern Menschen aus heiterem Himmel umarmt zu werden, nur weil dem Gegenüber gerade danach ist. Ich würde es als respektlos und Ignorant betrachten, wenn mir jemand - wenn ich gerade etwas erzähle - auf einmal ins Wort fällt und mir "Absurditäten" erzählt oder selber seine Gedanken einfach bruchstückartig an den Kopf wirft nach dem Motto: Sieh zu, wie du damit klar kommst und erschließe dir den Sinn meiner brillanten Ideen selber.
    Anscheinend hast du auch meinen vorherigen Beitrag nicht verstanden oder gehst nicht konform mit ihm - denn dort schreibe ich, dass "ich" nicht diskutiert werden will, ich will nicht beurteilt werden - du beurteilst mich aber, sagst mir, wie sehr du es nicht mögen würdest, wenn ich dies oder das täte. Wie gesagt, das ändert nichts daran, dass ich es gerne täte. Du könntest, anstatt zu beurteilen, was ich mir wünsche, selber ausdrücken, was du dir wünscht - wie du gerne wärst, wenn du so sein dürftest, wie du bist...

    Was du dir unter Absurditäten vorstellst, weiß ich nicht, aber ich habe stark das Gefühl, dass du dir darunter etwas anderes vorstellst als ich. Absurd bedeutet bei mir weder bekloppt noch brilliant und manchmal beides.

    Die einzigen Menschen, die ich kenne, die nach dieser Beschreibung funktionieren und es sich leisten können, sind nun mal kleine Kinder.

    Die Frage sollte daher eher lauten: Wo kann ich wirklich Ich sein?
    Naja, ich würd sagen, mit anderen "kleinen Kindern" bzw. Erwachsenen, die sich diesen Teil der Kindheit bewahrt haben. Achso, aber...es ging mir gar nicht darum, nach einer Lösung zu suchen, wie gesagt, ich wollte einfach nur mal ausdrücken, was ich mir so vorstelle, wie es wäre, wenn ich "ich" wäre. Wie gesagt, mich einfach mal äußern. Naja, geht wohl nicht "einfach so". Anscheinend muss ich dafür wieder irgendwelche Kriterien erfüllen. Ironischerweise ist wirklicher Selbstausdruck aber unabhängig von äußeren Kriterien und nichts weiter wünsche ich mir - mich unbestraft äußern zu dürfen...zum Xten Mal. Mir ist selber klar, dass das nicht mit allen Menschen geht, im Gegenteil. Wenn es mit allen (oder wenigstens 50 % aller Menschen) ginge, müsste ich es mir ja nicht wünschen, nä?

  4. #24
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Hallo Chamaeleon,

    ich finde es wirklich interessant, welchen Weg diese Diskussion genommen hat und wie sehr sie sich davon unterscheidet, was ich dazu denke...

    Du beschreibst größtenteils MICH. So wie ich JETZT bin. Mit Medikinet adult. Meistens unbewusst, klar, aber siehe unten:


    Chamaeleon schreibt:
    In letzter Zeit kommt immer mehr mein wahres "Ich" zum Vorschein, scheint mir, es gibt nicht mehr so viel Zensur. Nun wollte ich mal aufschreiben, was passieren würde, wenn ich es tatsächlich ganz rauskommen ließe...und ihr könnt gerne diesen Thread mit euren eigenen Vorstellungen vom "Ich-Sein" bereichern.

    Wenn ich "ich" wäre, dann:

    - würde ich manchmal mitten in Gesprächen einfach anfangen, geistesabwesend in die Gegend zu starren, anstatt so zu tun, als hörte ich zu
    Das mache ich leider meistens, aber zum Teil auch deshalb, weil ich irgendwie besser zuhören kann, wenn ich jemandem nicht in die Augen schauen muss.
    - würde ich ständig vor mich hinsummen und singen, auch in der Öffentlichkeit
    Ok das tue ich nicht
    - würde ich andauernd komplett absurde Gedanken äußern Jep.
    -> und dann über sie zu kichern anfangen Jep. Ein sehr einfacher Weg zu erreichen, dass alle dich für bekloppt halten.
    - würde ich einfach aussprechen, dass ich auf etwas keinen Bock habe, anstatt mir ne Ausrede auszudenken, weil ja eh niemand meine Reizüberflutungsprobleme verstehen würde
    Viel zu oft. Leider. Kommt nicht gut.

    - würde ich die Leute, die in der Bibliothek reden, äußerst bissig zurechtweisen, dass sie nicht zu reden haben und ob sie zu doof sind, das zu merken
    Habe ich mal im Kino gemacht, als Ergebnis wurde ich als blöde Fo**e bezeichnet. Ich habe die dann rauswerfen lassen
    - würde ich die ganzen Lieder, die zu bestimmten Aussagen assoziiere, einfach mitten im Gespräch raussingen
    S. o., zu peinlich, wenn man wie ich überhaupt nicht singen kann... aber ich murmele oft meine Gedanken vor mich hin.
    - würde ich, wenn ich sauer wäre, eine sehr viel hässlichere und beleidigendere Sprache wählen, so wie die Gangster im Fernsehen
    "WTF? Was für ein kompletter Vollhorst hat sich denn den Scheiß ausgedacht?!"
    - würde ich die Küche nach dem Kochen so chaotisch lassen, wie sie halt durch´s Kochen geworden ist
    Habe ich bis vor ein paar Wochen gemacht... das Ergebnis: siehe unten
    - würde ich den Leuten viel öfter meine Meinung direkt ins Face sagen Jep.

    -> und dabei englische Wörter einflechten, weil mir das Spaß macht siehe oben, "WTF?..."
    - würde ich seeeehr viel mehr Witze machen, die ich selbst witzig finde (die aber niemand sonst versteht)
    Mindestens dreimal täglich. Manchmal kommen die Leute nach mehreren Minuten Nachdenken doch noch drauf.
    - würde ich einfach aussprechen, was ich mag - das verstehen die anderen auch oft nicht
    Oder was ich nicht mag, zum Beispiel "Ich hasse Kinder!", wobei ich damit nur meinte, dass mich so ständig laut rumkreischende Blagen nerven. Kam irgendiwe sehr blöd rüber.
    - würde ich vieeeel mehr mit Worten spielen
    "Wir waren heute in der textilfreien Sauna... so viele alte Säcke habe ich selten gesehen."
    - würde ich meine eigene Art zu denken nicht ständig umbasteln müssen, damit jemand anders es so komfortabel hat und mich versteht
    Wenn mir das nur erst mal gelingen würde, meine Gedanken so umzubasteln!!!!!
    - würde ich viel mehr Leute umarmen, weil ich Lust dazu habe
    Na gut, ich nicht.
    - würde ich meinen absurden Ideen/Impulsen einfach nachgeben
    Mein Freund: "Ich kann das hier alles nicht mehr sehen!" Ich zu Ikea, einen neuen Teppich und neue Vorhänge und Kissenbezüge gekauft. Wenn er es nicht mehr sehen kann... mache ich halt, dass es anders aussieht. Logisch, oder? Geholfen hat es nicht so wirklich.
    - würde ich lange aufbleiben und lange ausschlafen....uh, wait...
    Ist nicht so witzig, wenn du abends einfach nicht früh schlafen kannst, deshalb die ganze Woche nur 5 1/2 Stunden Schlaf pro Nacht bekommst und dann das halbe Wochenende verpennst...


    Aus den Kommentaren der anderen schließe ich, dass offenbar weitaus weniger Leute hier dieses Probleme haben, als ich dachte... Zumindest nicht so stark.

    Das Ergebnis war, dass nach 7 Jahren mein Freund von einem Tag auf den anderen ausgezogen ist, weil er mit meinem Chaos, meinem Schlafrhythmus, meiner Verpeiltheit und meiner Antriebslosigkeit nicht mehr klar kam. Und noch so diversen anderen ADHS-Kleinigkeiten. Das hat er leider sehr lange in sich rein gefressen, anstatt mit mir zu reden. Dabei hat er mir potenzielle Reaktionen unterstellt, die ich so nie haben würde. Das war vor knapp 4 Wochen und die ersten 2 davon war es die absolute Hölle. Ich hatte mich überhaupt nicht mehr im Griff, weder von der Stimmungslage her noch sonst. Jetzt blende ich Teile einfach aus und konzentriere mich auf das Hier und jetzt. Wir arbeiten dran, aber er wohnt immer noch nicht wieder hier... Ich lese einen ADHS-Ratgebar nach dem anderen und versuche verzweifelt, das alles in den Griff zu bekommen. Deshalb bin ich auch hier und hoffe auf gute Ratschläge, wie ich mich selbst besser im Griff habe.

    Von daher: Leute, wenn es bei euch nicht so krass ist, solltet ihr das echt zu schätzen wissen. Wie gesagt, das bin ich MIT Medikinet adult. In einer recht hohen Dosis.

    LG,
    die Chaotin

  5. #25
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    @Chaotin, ich denke dass in Realität viel mehr Menschen hier im Forum so sind, aber diesen Teil des Ich seins als das ansehen was es ist. Nämlich ein Problem und mit ein Hauptgrund für das lebenslange Aussenseiter Dasein. Warum also sollte ich mir wünschen zu sein wie ich in den schlechten Phasen doch schon bin? Ich persönlich wünsche mir vielmehr meine positiven Seiten wären stärker vertreten.

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Chaotin dein Schluss stimmt nicht so ganz, glaube ich. Hier haben eben genug genau solche Probleme, zumindest teilweise, deswegen ist es auch so unverständlich wieso man gerne so sein will. Genau deswegen gehen ja viele zum Arzt, machen Therapie, nehmen Medikamente. Weil sie eben die Konsequenzen die solch ein Verhalten mit sich bringt oft genug erlebt haben.
    Geändert von creatrice ( 2.05.2015 um 10:15 Uhr)

  7. #27
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Versteht mich nicht falsch. Ich will ja nicht so sein, ich versuche auch mein Bestes, es nicht zu sein. Ich bin ja auch nicht ständig so, nur oft genug, dass es sehr auffällt. Wie gesagt, meine Beziehung steht deswegen auf der Kippe. Außerdem hätte das fast meine Festanstellung verhindert, weil meine Chefin meinte "fachlich super, aber persönlich... na ja...". Mir sind halt 2-3x unbedachte Bemerkungen rausgerutscht, ich habe vergessen rechtzeitig persönlich Bescheid zu sagen, dass ich wegen eines Arzttermins später komme... Für uns sind das Kleinigkeiten, wir sehen glaube ich eher die vielen Situationen, in denen wir uns im Griff hatten und sowas gerade NICHT passiert ist. Aber für die "Normalen" reichen solche kleinen Dinge aus, damit man als unzuverlässig und gleichgültig gilt. Ich habe dann mit meiner Chefin gesprochen, da ich nichts mehr zu verlieren hatte. Sie hat es zum Glück sehr gut aufgenommen, da der Neffe einer ihrer Bekannten auch ADHS hat, sie hat gelacht und meinte: "Na jetzt wird mir einiges klar!" Mittlerweile wissen auch die Kollegen Bescheid und haben sich daran gewöhnt, dass ich zig verschiedenfarbige Ordnungsmappen benutze und mir jeden Mist sofort in mein Notizbuch schreibe, weil ich das je nach Tagesform innerhalb von 2 Minuten wieder vergessen würde.

    Trotzdem wäre ich gerne normal, na ja, nicht ganz, siehe meine Signatur Normaler. Immerhin informiert sich jetzt auch mein Freund, um mich besser zu verstehen.

    Aber ich kann auch Chamaeleon verstehen, dass sie keine Lust hat, sich ständig zu verstellen, denn das ist es doch, was wir im Alltag machen oder zumindest zu machen versuchen. Es ist einfach extrem anstrengend und nimmt einen großen Teil unserer eh schon rudimentären Konzentrationsfähigkeit in Anspruch. So verstehe ich ihren Beitrag, denn das sind vermutlich alles Dinge, die sie machen würde, wenn sie nicht ständig aufpassen müsste, dass sie nicht unangenehm auffällt, aus der Reihe tanzt und eben all die Dinge macht, wegen der wir von der "Außenwelt" nicht verstanden werden. Und bei mir passieren diese Dinge (fast genau die, die sie genannt hat, das fand ich lustig), halt öfter, als mir lieb ist. Außerdem kann man meiner Meinung nach nicht sagen, hier hört das ADHS auf und mein Charakter fängt an. Jeder hat doch irgendwo den Wunsch, er selbst sein zu dürfen, mit ADHS oder ohne, das kann aber niemand einfach so ohne Rücksicht auf Verluste machen. Trotzdem gehört ADHS zu unserem Charakter, und wenn wir die ganze Zeit versuchen es zu verstecken, was bleibt dann noch von der Person und ihren Eigenheiten übrig?

    Als meine Chefin und meine Kollegen noch nichts vom ADHS wussten, habe ich mich bei jedem Gespräch total unwohl gefühlt, weil ich ständig schauspielern musste, aufpassen musste, was ich sage, und dann aber selbst gemerkt habe, dass ich dadurch irgendwie komisch rüber komme, steif und unecht. Das war einfach nicht ich. Seitdem sie Bescheid wissen, kann ich Sachen sagen wie "Ich wollte Sie noch zwei Sachen fragen, eine davon habe ich aber vergessen." und 2 Minuten später "Ok sorry, ich hatte auch vergessen, dass ich es mir extra aufgeschrieben hatte, damit ich es nicht vergesse." Dann können wir drüber lachen, weil ADHS teilweise echt witzig sein kann. Bei Leuten, die es nicht wissen, könnte man sowas eher nicht machen, weil die nur denken würden: "Wie ist die denn drauf?", und einen dann eventuell noch für dumm halten.

    Wenn Chamaeleon dann die Sachen aufzählt, die sie machen würde, wenn sie mal sie selbst sein könnte, geht es nicht darum, wie diese Sachen auf andere Leute wirken würden, wenn sie es tatsächlich tun würde, das sagt sie ja selbst. Ich würde auch gerne mal einigen Leuten sagen, was ich von ihnen halte - da ich das aber nicht tue, ist es auch nicht relevant, wie die jeweilige Person darauf reagieren würde.

    Und wo könnte sie denn sonst diese Gedanken und Wünsche äußern mit der Hoffnung, verstanden zu werden, wenn nicht hier? Wir sind ja schon alle aus einem bestimmten Grund hier in diesem Forum...



    P. S. entschuldigt bitte die Rechtschreibfehler von gestern...

  8. #28
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Chaotin!? schreibt:

    Aber ich kann auch Chamaeleon verstehen, dass sie keine Lust hat, sich ständig zu verstellen, denn das ist es doch, was wir im Alltag machen oder zumindest zu machen versuchen. Es ist einfach extrem anstrengend und nimmt einen großen Teil unserer eh schon rudimentären Konzentrationsfähigkeit in Anspruch. So verstehe ich ihren Beitrag, denn das sind vermutlich alles Dinge, die sie machen würde, wenn sie nicht ständig aufpassen müsste, dass sie nicht unangenehm auffällt, aus der Reihe tanzt und eben all die Dinge macht, wegen der wir von der "Außenwelt" nicht verstanden werden.
    Jep, du hast mich verstanden. Ich denke, mir fällt der Kontrast zwischen "Sein dürfen" und "aufpassen müssen" auch verstärkt auf, seitdem ich meine einigermaßen auf mich passende Medikation gefunden habe. Wow, seitdem kann ich schauspielern und mich verstellen und so tun, als wäre ich normal und Floskeln raushauen, das ist schon gruselig. Aber eben auch nicht immer und dann fällt mir pötzlich krass auf, wie stark der Unterschied zwischen den beiden Zuständen ist. Und ich bin ja auch froh darüber, mich angemessener als früher verhalten zu können, um nicht aufzufallen, das macht das Leben manchmal leichter, aaaaaber: Ich weiß auch, dass es "künstlich" ist, eine Show, im besten Falle antrainiert. Und es ist zwar mit den Medikamenten leichter, diese Show abziehen zu können, aber es kostet trotzdem noch immens Kraft. Ich weiß nicht, ob euch das keine Kraft kostet? Möchtet ihr euch nicht auch manchmal einfach "gehen lassen" und rumalbern und nicht aufpassen müssen, was man sagt? Gesellschaftlich anerkannt ist das ja höchstens unter Alkoholeinfluss, da darf man auch mal bekloppt sein. Ich bin aber von Natur aus schon bekloppt (und ja, auch kindisch) und tue mir schwer damit, mich auch ohne Alkohol "erwachsen" und "vernünftig" zu benehmen - was nicht heißt, dass ich unvernünftig handle.

    Ich meine, ich vermisse in dieser "Gesellschaft" sehr, sehr oft diese Art zu sein, einfach diese Neugier und Direktheit und Unvoreingenommenheit, dieses naive Vertrauen, das Verspielte - und ich kann so selten diese kindlich-verspielte Art von mir ausleben und ich vermisse diesen Persönlichkeitsanteil einfach. Sowohl an mir wie auch bei anderen.

    Jeder hat doch irgendwo den Wunsch, er selbst sein zu dürfen, mit ADHS oder ohne, das kann aber niemand einfach so ohne Rücksicht auf Verluste machen. Trotzdem gehört ADHS zu unserem Charakter, und wenn wir die ganze Zeit versuchen es zu verstecken, was bleibt dann noch von der Person und ihren Eigenheiten übrig?
    Ja...ich würde mir wünschen, diesen Teil von mir ausleben zu können ohne negative Konsequenzen dafür tragen zu müssen. Ich denke, das trifft es am besten. Ich weiß, dass es Konsequenzen gibt, wenn ich mich so bekloppt verhalte, das habe ich oft genug erlebt, aber genau deswegen tritt ja auch der Wunsch so stark in den Vordergrund, diesen Persönlichkeitsanteil mal ausleben zu dürfen und nicht immer nur auf´s Maul zu kriegen.
    Ich habe mich auch schon gefragt, was eigentlich von mir übrig bleibt, wenn ich so gut schauspielern kann - aber letztendlich bricht es sich dann doch in kleinen Dosen seine Bahn, nur halt nicht mehr ganz so auffällig. Trotzdem fühlt es sich oft so an, als würde ich diesen Teil von mir einfach unterdrücken und der Teil drückt dann halt zurück.

    creatrice schreibt:
    Hier haben eben genug genau solche Probleme, zumindest teilweise, deswegen ist es auch so unverständlich wieso man gerne so sein will. Genau deswegen gehen ja viele zum Arzt, machen Therapie, nehmen Medikamente. Weil sie eben die Konsequenzen die solch ein Verhalten mit sich bringt oft genug erlebt haben.
    Na guck, da ist glaub ich der Knackpunkt: Mir war nämlich unverständlich, wie es für euch unverständlich sein kann. Ich sehe diese Liste an Handlungsmöglichkeiten nicht als Probleme an, sondern die Reaktionen darauf. Ich finde mich so ok, wie ich bin, mich stört nur, dass dieses Verhalten negative Konsequenzen hat. Das sind einfach zwei verschiedene Blickwinkel und darin liegt wohl auch das Konfliktpotential. Für mich bedeutet das imaginierte Verhalten Ausdruck von Lebensfreude, ungebremste Albernheit, kindliches Verspieltsein, direkte Ehrlichkeit, Offenheit und sich nicht zurückhalten MÜSSEN. Zwanglos sein dürfen. Für euch bedeutet es glaub ich Probleme, negative Konsequenzen, Ärger bekommen, sich ausgeliefert fühlen, in peinliche Situationen kommen, sich nicht zurückhalten KÖNNEN. Ich KANN mich zurückhalten, aber ich will es nicht ständig MÜSSEN.
    Geändert von Chamaeleon ( 2.05.2015 um 18:17 Uhr)

  9. #29
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Siehst du, ich MUSS mich zurückhalten, KANN es aber nicht immer. Bzw. bei mir ist weniger das Problem, was ich tue, sondern was ich NICHT tue. Das ist auch das Problem mit meinem Freund, das ich gerade in den Griff bekommen will. Verpeilt, Zeug vergessen, vergessen mich zu bedanken, mich zu nichts aufraffen können. Die anderen Dinge, also Sachen, die ich sage oder tue, habe ich besser unter Kontrolle. Irgendwie ist es schwieriger, ein Verhalten herbeizuführen, als es sein zu lassen

    Das letzte Zitat war aber nicht von mir...

  10. #30
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Was wäre, wenn ich "ich" wäre

    Ich kann in Deinen Ausführungen nicht viel Negatives erkennen und schon gar keinen Diskussionsbedarf. Rio Reiser hat einst gesungen: "Wenn ich König von Deutschland wär..." Auch ich bin schon so manches Mal in froher Runde gesessen und hab mal gesponnen, was wäre wenn!

    Und ich kann Leute nicht ausstehen, die mich förmlich in eine Erklärungsecke drängen, wenn ich sage, dass ich auf irgendwas keinen Bock habe oder bestimmte Gerichte nicht mag usw. Allerdings rede ich dann nicht von "kein Bock", sondern sage eben, ich mag das nicht oder oder.


    Chamaeleon schreibt:
    In letzter Zeit kommt immer mehr mein wahres "Ich" zum Vorschein, scheint mir, es gibt nicht mehr so viel Zensur. Nun wollte ich mal aufschreiben, was passieren würde, wenn ich es tatsächlich ganz rauskommen ließe...und ihr könnt gerne diesen Thread mit euren eigenen Vorstellungen vom "Ich-Sein" bereichern.

    Wenn ich "ich" wäre, dann:

    - würde ich manchmal mitten in Gesprächen einfach anfangen, geistesabwesend in die Gegend zu starren, anstatt so zu tun, als hörte ich zu
    Das mache ich ständig, z.B. bei meinem Feldenkraislehrer. Wenn der mit seinen endlosen Ausführungen anfängt, schwirre ich mit den Gedanken ab und verpasse schon mal den Einsatz! Warum auch nicht? Ich bete ihn nicht an, er ist ein medizinischer Laie und kann manchmal ganz schön schwurbeln. Das muss ich mir nicht anhören! Blöde ist es eben nur, wenn Dein Gegenüber Dir wirklich wichtige Dinge zu sagen hat. Dann ist es ganz praktisch, wenn man beim Gespräch bleibt !

    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich ständig vor mich hinsummen und singen, auch in der Öffentlichkeit
    Ich mache das sehr oft, finde ich auch viel schöner, als dauernd Selbstgespräche zu führen. Meine allererste Chefin sagte darüber mal: Es ist völlig egal, was sie singt oder ob sie richtig singt. Wichtig ist, dass sie es tut und sie singt den ganzen Tag. Meine Mutter hatte eine blöde Bemerkung dazu gemacht und nicht schlecht gestaunt, dass es Menschen gibt, die diesen Ausdruck meiner guten Laune als etwa sehr positives betrachten. Allerdings ist es natürlich nicht gerade passend, wenn Du beim Bäcker damit anfängst.

    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich andauernd komplett absurde Gedanken äußern
    Macht mir auch ne diebische Freude, aber ich kann es eben nicht in jeder Gesellschaft tun. Es gibt leider ne Menge Menschen, die sind so konkretistisch, dass sie damit nicht klar kommen. Der Kontext macht es.

    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich einfach aussprechen, dass ich auf etwas keinen Bock habe, anstatt mir ne Ausrede auszudenken, weil ja eh niemand meine Reizüberflutungsprobleme verstehen würde
    Das mache ich immer, wenn ich auf etwas keine Lust habe, dann sage ich das auch. Es gibt nur leider Menschen, die bedrängen mich dann dermaßen, dass ich keinen Ausweg mehr sehe. Warum sollte ich nicht sagen, dass ich auf die oder die Kneipe keine Lust habe usw.?

    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich die Leute, die in der Bibliothek reden, äußerst bissig zurechtweisen, dass sie nicht zu reden haben und ob sie zu doof sind, das zu merken
    Ist eindeutig überzogen - übe lieber in solchen Momenten ein wenig gelassener zu werden. Aber natürlich kannst Du mal zu den Redenden hingehen und sie höflich bitten, doch etwas leiser zu sein!

    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich die ganzen Lieder, die zu bestimmten Aussagen assoziiere, einfach mitten im Gespräch raussingen
    Bei mir sind es Gedichte, die ich assoziiere und dann auch mal rauslasse. Geht aber eben nicht immer, die Mitte zu finden ist aber schon möglich.
    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich, wenn ich sauer wäre, eine sehr viel hässlichere und beleidigendere Sprache wählen, so wie die Gangster im Fernsehen
    Geht leider nur im stillen Kämmerchen, dann aber richtig und heftig. Na ja, ich hab schon auch Leute, bei denen kann ich mal so richtig die Schimpfkanonade rauslassen! Aber eben nicht überall!

    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich die Küche nach dem Kochen so chaotisch lassen, wie sie halt durch´s Kochen geworden ist
    Mache ich auch oft. Ärgerlich ist nur, dass ich dann am nächsten Morgen direkt schlechte Laune kriege, wenn ich erstmal aufräumen muss, um an meine Utensilien zu kommen. Noch schlimmer ist es aber, wenn ich gern backen oder kochen möchte und muss dann erst die Küche aufräumen - da vergeht mir jede Kreativität. Deshalb zwing ich mich schon auch mal, gleich aufzuräumen!
    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich den Leuten viel öfter meine Meinung direkt ins Face sagen
    Wer wünscht sich das eigentlich nicht? Muss dann immer an das Buch "Wenn Du geredet hättest, Desdemona" denken. War wirklich ein ziemlicher Spaß, diese ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen! Aber es gibt Ausdrucksvariationen und es gibt Möglichkeiten, seine Meinung freundlich rüber zu bringen!

    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich vieeeel mehr mit Worten spielen
    Finde ich ne tolle Sache - geht aber leider nicht immer und überall! Ich hab das immer gern gemacht, auch mal Literaturzitate verdreht usw. Und bei guter Laune spiele ich gern mit den verrücktesten Reimen, die ich mir so ausdenke - kann darin nichts Schlechtes entdecken! Geht aber einfach nicht bei allen Leuten!

    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich meine eigene Art zu denken nicht ständig umbasteln müssen, damit jemand anders es so komfortabel hat und mich versteht
    Na ja, ich hab schon das Bedürfnis, verstanden zu werden. Leider geht meine Erfahrung auch dahin, dass meine klaren Ansagen durchaus verstanden werden. Nur manchmal tendieren wir dazu, endlos unsere Gedankengänge darzulegen - was übrigens für das Gegenüber auch ziemlich nervig sein kann. Mich jedenfalls nerven solche Menschen, die sich endlos über ihre Gedankengänge auslassen müssen - oft hab ich schon nach zwei Sätzen kapiert, worum es geht und frage mich dann, weshalb mein Gegenüber so endlos schwurbeln muss. Ich denke, es handelt sich oft um die berühmte Schwäche in den Exekutivfunktionen, wenn wir meinen, jeden Gedankengang darlegen zu müssen. Ich kann auch das Ergebnis meiner Gedanken aussprechen und mal abwarten, ob es mein Gegenüber verstanden hat oder nachfragt!

    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich viel mehr Leute umarmen, weil ich Lust dazu habe
    Ich umarme, wen ich umarmen möchte. Meist beruht es ja auf Gegenseitigkeit - es geht doch eher darum, die Signale beim anderen zu erkennen! Wenn mir jemand schon stocksteif entgegen kommt, dann vergeht mir auch die Lust, denjenigen zu umarmen!

    Chamaeleon schreibt:
    - würde ich lange aufbleiben und lange ausschlafen....uh, wait...
    finde ich auch ganz toll. Kann ich aber nicht und hab eine schier unglaubliche Sehnsucht nach dem ganz normalen Tag-Nacht-Rhythmus. Ich finde es einfach furchtbar, wenn ich dann so aus dem Trott komme, dass ich meinen Kram nicht mehr auf die Reihe kriege!

    Wenn ich es aber könnte, würde ich es auch ständig tun!

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