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Diskutiere im Thema Was sind eure Hauptsymptome? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Was sind eure Hauptsymptome?

    Wintertag schreibt:
    Ich denke eher, dass ein solcher Mensch dann eben auch kein ADS hat - denn mangelnde Motivation und Aufschieben, dass haben doch auch Normalos, es ist ja nicht alles eben gleich ADS.
    Welches ADS-Symptom kommt nicht bei Normalos vor?
    Das ist doch das Problem bei der Diagnostik von ADHS, dass die Symptome in geringer Ausprägung völlig "normal" sind. Die Stärke und die Häufigkeit unterscheiden einen ADHSler von einem "Normalen". Genauso ist jeder mal unkonzentriert oder unruhig oder kauft impulsiv was ein.
    Andere psychische Erkrankungen wie z.B. eine Psychose haben Symptome wie z.B. Halluzinationen, die "Normale" nicht haben. Da kann man leichter zwischen "normal" und "gestört" differenzieren.

  2. #22
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Was sind eure Hauptsymptome?

    Grundlage für eine ADHS-Diagnose ist eben das, was in den Diagnosesystemen (DSM-IV, bzw. V und ICD-10) unter ADHS subsummiert wird.

    ADHS ist also das, was die ADHS per Definitionem ist. (So wie auch "Intelligenz" eben das ist, was ein Intelligenztest misst.)

    Man darf nicht vergessen, dass "ADHS" ein Konstrukt ist - nichts physisch reales. Und wie alle Konstrukte unterliegt eben auch das Konstrukt ADHS einem Wandel.

    Diagnosesysteme verändern sich im Laufe der Zeit (es hat sich bei der Definition der ADHS ja auch zwischen DSM-IV und DSM-V was verändert).

    Man darf hoffen, dass es zunehmend mehr Erkenntnisse über die psycho-bio-sozialen Zusammenhänge bei der Entstehung und Symptomausprägung gibt - auch hoffentlich bald mal in Abhängigkeit vom Geschlecht.

    Außerdem handelt es sich bei psychologischen Diagnosen immer um Wahrscheinlichkeiten, niemals um Entweder-Oder Entscheidungen.

    Und das bedeutet, dass eine Diagnose auch nicht 100% sicher ist. Ergo: Jemand, der die Diagnosekriterien für die ADHS nicht erfüllt, wird nicht als ADHS´ler diagnostiziert - dennoch könnte er in einem anderen Klassifizierungssystem eine ADHS-Diagnose bekommen. Und umgekehrt.

    Tja, Diagnosen halt. Eine Diagnose kann immer auch nur so gut sein, wie der Diagnostiker, der diese Diagnose prüft, die Symptome erhebt und auswertet. Und da gibt es jede Menge Möglichkeiten, Fehler zu machen!

    Also meine Hauptsymptome, um mal auf die Frage zurück zu kommen:

    - emotionale Instabilität (seit ich weiß, dass ich ADHS "habe", werde ich nicht mehr so leicht zum Opfer meiner Emotionen, weil ich mich besser distanzieren kann / meine Emotionen also nicht mehr als absolut empfinde)
    - eher geringe Belastbarkeit (aber bereichsabhängig)
    - Vergesslichkeit
    - Vergesslichkeit
    - Vergesslichkeit


    .... habe ich schon Vergesslichkeit erwähnt?


    Und außerdem ein mangelhaftes Zeitgefühl, so dass ich immerfort befürchte, zu spät zu kommen, Züge, Busse, Flugzeuge zu verpassen. Deswegen fahre ich IMMER viel zu früh los wenn ich irgendwohin muss und verplempere viel Zeit damit, dann an irgendwelchen Haltestellen, Airports, und Wartezimmern zu warten. Das finde ich eines der belastendsten Symptome bei mir.


    Liebe Grüße

    Luzie

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Was sind eure Hauptsymptome?

    Das Problem, dass viele ADS-Symptome bei nicht Betroffenen vorkommt, kenne ich. Gerade meine Eltern tun sich schwer damit, zu akzeptieren, das ich nicht einfach faul, chaotisch oder unmotiviert bin. Und mit fällt es schwer, dass immer wieder neu zu erklären und mich recht zu fertigen

    Meine Hauptsymptome sind:
    -Prokrastnieren
    -ich bin ultra sensibel >.<
    -Hyperfokussieren und das Vergessen von Hunger und Durst um dann einmal am Tag einfach Wahl los Dinge zu essen
    -mit sozialen Kontakten hab ichs auch nicht so

  4. #24
    cocolores

    Gast

    AW: Was sind eure Hauptsymptome?

    Luzie schreibt:


    Und außerdem ein mangelhaftes Zeitgefühl, so dass ich immerfort befürchte, zu spät zu kommen, Züge, Busse, Flugzeuge zu verpassen. Deswegen fahre ich IMMER viel zu früh los wenn ich irgendwohin muss und verplempere viel Zeit damit, dann an irgendwelchen Haltestellen, Airports, und Wartezimmern zu warten. Das finde ich eines der belastendsten Symptome bei mir.

    *handschüttel*

    oh ja, das kenne ich auch… und dann hocke ich irgendwo, langweile mich, finde irgendwas zu lesen oder zu kucken und dann ist zum richtigen Zeitpunkt mein Hirn leer, wenn s drauf ankommt

  5. #25
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Was sind eure Hauptsymptome?

    *handschüttel*

    oh ja, das kenne ich auch… und dann hocke ich irgendwo, langweile mich, finde irgendwas zu lesen oder zu kucken und dann ist zum richtigen Zeitpunkt mein Hirn leer, wenn s drauf ankommt

    echt jetzt? Danke! Endlich mal jemand, der das versteht! Meistens habe ich aus der ADHS-Gemeinde vom eweigen Zu-spät-kommen gehört.

    Das Problem des Zu-Früh-Kommens kannte bisher kaum eine.

    Hach. *freu*

    Luzie

  6. #26
    cocolores

    Gast

    AW: Was sind eure Hauptsymptome?

    Da siehste mal

    Unglaublich, was die (äußerliche) Pünktlichkeit für Nachteile hat ….

  7. #27
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Was sind eure Hauptsymptome?

    ayapap22 schreibt:
    Sorry, dass das jetzt offtopic ist...

    ...aber ganz ehrlich, dieser Satz stößt mir iwie sauer auf. Das hört sich so typisch nach den Sätzen an, die man sich von Nichtbetroffenen ewig anhören muss:

    "Ach, das hab ich/ haben doch alle manchmal"

    Ich muss sagen, dass ich mir nicht sicher wäre ob ich bei diesen Tests, an manchen Tagen, nicht auch relativ unauffällig wäre, weil ich in "Prüfungssituationen" doch immer recht fokussiert sein kann. Man sollte nicht so arg pauschalisieren denke ich .
    du hattest geschrieben "Angenommen jemand geht zum Psychiater und beklagt mangelnde Motivation und Aufschieben, ist aber nicht hyperaktiv und hat auch keine Konzentrationsprobleme, dann würde doch kaum
    ein Arzt in Richtung ADHS denken oder" und darauf bezog ich mich. Ich denke wirklich, dass jemand der keine Konzentrationsprobleme hat und so hattest du es ja schließlich geschrieben, kein ADS hat, weil das eins der Merkmale für ADS eben ist. Hat meine keine Konzentrationsprobleme, aber Probleme mit Motivation und Aufschieberitis, dann ist das zwar auch nicht schön, aber es ist eben kein ADS.

  8. #28
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Was sind eure Hauptsymptome?

    Die gestörte Konzentration kann übrigens auch versteckt bzw. durch andere Symptome überdeckt sein. Ich persönlich wäre im Leben nicht drauf gekommen, Konzentrationsprobleme zu haben, wenn man mich nicht drauf gebracht hätte. Ich denke, das rührt daher, dass ich mir meist intuitiv Dinge gesucht habe, die mich fesseln und ich mich deshalb auch darauf konzentrieren konnte. Dass ich, weil ich mich nur mit fesselnden Themen beschäftigte, ständig von einem Thema zu nächsten hüpfte, fiel mir nicht auf.

  9. #29
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Was sind eure Hauptsymptome?

    Zum Thema überpünktlichkeit - Probleme mit der Zeitwahrnehmung zu haben, bedeutet nicht zwangsläufig zu spät zu kommen... sonders es kann sich auch in Überpünktlichkeit ausschlagen... die Überpünktlichkeit könnte auch einfach nur eine Überkompensation sein...

    Zum Thema "nur mit Motivations- und Aufschiebenprobleme hat man kein ADS, weil das auch jeder Nicht-ADSler hat"
    Mit diesem Satz wäre ich uch vorsichtig.. Ich denke, dass es durchaus so sein kann, dass ein ADSler nur dies als Problemen nennt und andere vorhandene Symptome nicht als solche erkennt...weil er sie gut kompensieren kann oder er ein Umfeld gefunden hat, wo diese nicht störn, eventuell sogar zu Stärken werden. Diese sollten dann im Laufe der Diagnosestellung (bzw. wenn man sich mit ADS auseinander setzt) herauskristallisieren...


    Aber wenn ich das erste Posting nochmal durchlese, dann hat xonk das mit 'keine Konzentrationsprobleme' eigentlich schon wieder damit relativiert, als er schrieb, dass es darauf ankommt, um was es geht...

    Aufmerksamkeits-und Konzentrationsprobleme bedeuten nicht, dass man sich generell nicht konzentrieren oder aufmerksam sein kein (z.B. Hyperfokus), sondern dass man sie nicht richtig steuerun kann und sich eventuell nur auf die unwichtigen Sachen konzentriert... In der Hinsicht der Name vielleicht auch etwas ungünstig gewählt - Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom/störung unglücklich gewählt..

    xonk schreibt:
    Ich musste zum Beispiel so Übungen am Computer machen wo die Aufmerksamkeit getestet wurde. Und dann auch noch so Listen
    mit Gegenständen die ich vorgelesen bekam merken und wiedergeben. Bei beidem war ich schlecht.
    Aber angenommen ich wäre bei den Konzentrationsübungen gut gewesen dann hätte der Arzt sicher gesagt, dass ich dann wohl kein ADS haben kann.
    Diese Konzentrationsübungen am Rechner können Konzentrationsprobleme glaube schon recht gut aufzeigen... weil Du etwas langweilliges machen mußt und dabei schnell reagieren mußt, so dass eventuell Kompensationsstrategie nicht mehr greifen können.. und die Aufgabe Dich nicht motivieren sollen,,, denn wenn Sie Dir dann Spaß machen, könnte es sein, dass Du im Hyperfokus kommst und eventuell dann doch hochkonzentriert bist.

    Zum Beispiel wenn man in der Schule Hausaufgaben machen muss weil es sonst ne Strafe gibt am nächsten Tag dann kann man nicht groß aufschieben.
    In so einem Kontext können sich Probleme mit Aufschieben und Motivation ja gar nicht zeigen.
    Ja... das ist dann ein Beispiel, wo dann erst auf den zweiten Blick weitere ADS-Symptome erkennbar werden... z.B. dass das Aufschieben und Motivationslosigkeit nur bei Sachen auftritt, wo Du Dich selber drum kümmern mußt...


    Wobei mir monotone Sachen nicht so schwer fallen. Ich würde lieber irgendwas Monotones machen wo ich nicht denken muss als irgendwas wo ich mich anstrengen muss worauf ich auch keine Lust habe.
    Monotone Sachen stellen für mich auch nicht so dass große Problem da.. also vorallem, wenn sie nicht so komplex sind.. Dann läuft es ebenso halbautomatisch ab und ich träume dann vor mir hin.

    Zum Beispiel irgendwelche Texte quer lesen und nur nach interessanten Fakten oder Stichwörtern Ausschau halten ist wesentlich weniger anstrengend als irgendeinen Text lesen zu müssen wo man auf jeden verdammten Satz achten muss oder wo jedes einzelne Wort wichtig ist.
    Ersteres würde ich nun nicht gerade als monoton bezeichnen, sondern um die interessanten Fakten oder Stichwörter zu erkennen, braucht es doch etwas komplexere Denkvorgänge.. Aber so wie Du es schreibst hört es sich eher nach einem klassischen ADS Problem an... dass man gut querlesen kann, den Text sofort versteht und gleich interpretieren kann, aber wiederrum Probleme hat, wenn man sich wirklich Wort für Wort an den Text halten muss und keine eigenen Formulierungen verwenden darf.

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 320

    AW: Was sind eure Hauptsymptome?

    Ich gehör auch zu den Überpünktlichen, damit habe ich in meinem Leben schon soviel Zeit verplempert, "Unglaublich".
    Aber zu spät kommen ist für mich die Hölle, das kann ich gar nicht ertragen, dann lieber etwas verplemperte Zeit.

    Meiner Therapeutin ist es allerdings unangenehm, wenn ich schon immer vor der Tür sitze, wenn sie zur Arbeit kommt,
    deswegen warte ich jetzt immer woanders.

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