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Diskutiere im Thema Sich zu akzeptieren im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Sich zu akzeptieren

    Jeden ist frei ob er Medis nimmt oder nicht... Ich hatte früher auch Angst. Nun, mit Medis habe ich weder der Draht zu mein Körper verloren, noch bin ich eine Zombie... Mein ADS ist wirklich immer noch da, ich bin gar nicht normal geworden, aber das Leben ist etwas weniger anstregend geworden und daher bleibt es mich mehr Energie und Kraft für einiges anders als nur kämpfen.

    Wenn meine Medis nicht mehr wirken, am nacht, bin ich wieder voll mit ADS, aber habe nicht der Eindruck, dass ich ohne Medis nicht mehr mich selber bin. Es hilft mich nur einiges besser zu schaffen. Dabei geht es auch nicht um Karriere, meine Arbeitsfähigkeit ist ziemlich eingeschränkt...

    Dabei ist mich auch wichtig mich so zu akkzeptieren wie ich bin. Da akkzeptiere ich dabei auch, dass es mich lieber ist, eine Krücke zu nehmen, damit das Leben ein bisschen weniger anstregend wird.

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Sich zu akzeptieren

    Natürlich, soll jeder nach seinem Facon seelig werden.

    Und jeder hat seine Vorgeschichte: ich habe mich mit Heroin erste Monate herrlich gefühl, wie eine Königin. Alles klappte, ich fühlte mich wie neugeboren. Schaffte meine mundliche Prüfung mit 1, obwohl ich früher Prüfungsängste hatte (soll keine Werbung für Heroin sein). Alles endete in einem Desaster, danach war ich in schlechterem Verfassung als je zuvor. Seitdem habe ich tierische Bammel von allen chemischen Substanzen, wenn ich nicht gerade in Lebensgefahr bin, nehme ich keine Medikamente.

    Mir ist bewusst, dass ich die grosse Risiko angehe: ich kontrolliere mich ständig, ob ich einen Fehler gemacht habe. Ich träume davon sogar, dass ich einen Fehler gemacht habe und hochkantig rausgeschmissen bin. Glaube, ich werde langsam Zwangsneurotikerin (dafür nehmen aber die ADHS-Symptome ab
    Es ist eben der Preis für Substanzfreiheit. Nehme ich in Kauf.
    Es ist bei mir aufgrund von meiner Vergangenheit so, dass ich einen BTM-Rezept für mich als meine grosste Niederlage sehen werde (ist nur für mich so, nicht für die andere). Ich werde mich sonst fühlen, als ob ich rückfällig bin.

    So ist das eben.
    Geändert von Felis ( 8.02.2015 um 13:20 Uhr) Grund: Migrationsbedingte Rechtsschreibschwäche

  3. #13
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Sich zu akzeptieren

    Hallo Felis,

    magst nicht einen Thread anfangen im "Treffpunkt" oder eine Tagebuch?
    (Man kann auch eine Gruppe anfangen und dann Leute einladen....)

    Hast schon mal über EMDR nachgedacht (oder habe schon mal danach gefragt?)

    Ich finde, dass das Forum eine gute Möglichkeit ist, mit den Geistern der Vergangenheit
    abzuschließen und zu gesunden. Ich war nicht immer so abgeklärt wie jetzt, in deinem
    Alter wusste ich noch nicht, wo es hin geht. Damals bin ich eben auf das gestoßen, was
    man derzeit als ADHS bezeichnet. Ich habe dadurch viele Antworten gefunden.

    Irgendwo im Treffpunkt haben Mitglieder über ihren Lebensweg geschrieben.
    Vielleicht magst du das mal lesen.

  4. #14
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Sich zu akzeptieren

    Es kommt immer drauf an, wie es dem Einzelnen ohne und mit Medikamenten geht! Pauschal kann man das überhaupt nicht sagen! Und sollte man auch nicht, denn:


    Medikamente sind für viele eine Rettung, die ohne Medikamente keinen Schulabschluss schaffen würden oder für die, die ohne Medikamente in Süchten landen, für die, die ohne Medikamente nicht arbeitsfähig genug sind und von Armut und Obdachlosigkeit bedroht sind. Seit ADHS medikamentös behandelt wird, werden Biografien gerettet, die sonst sehr düster ausgesehen hätten.

    Ich selber könnte ohne Medikamente nicht meine Familie versorgen und würde aus meinem Alltag herausfallen. Das ist die ungeschminkte Realität!


    Das war aber nicht immer so. Jahrzehntelang vor der Diagnose dachte ich ja, ich hätte mal mehr und mal weniger depressive Störungen, und ich nahm nie Medikamente, sondern suchte Hilfe in Psychotherapien, Entspannungsübungen, Meditationen, Entschleunigung und Meidung von Überreizung. Damit kam ich auch durch und nahm keinen Tag eher Medikamente als sein musste. Dann begann ich mit Antidepressiva, als ich so ausgebrannt war, dass mein Alltag bedroht war.

    Manche brauchen von Anfang an Medikamente, manche nicht. Je nach Ausprägung des ADHS, je nach Lebensumständen. Manche vertragen die Medikamente, manche nicht!


    Übrigens: Innere Gefühllosigkeit ist bei mir auch immer ein Alarmzeichen, dass die Medikamente, die ich gerade nehme, als Nebenwirkung mich zu sehr abstumpfen oder zu depressiv machen. Oder genau das Gegenteil: dass ich dringend Medikamente brauche!


    Es ist eine ständige Selbstbeobachtung nötig, das auf jeden Fall!


    LG! Maggy

  5. #15
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Sich zu akzeptieren

    Und jeder hat seine Vorgeschichte: ich habe mich mit Heroin erste Monate herrlich gefühl, wie eine Königin. Alles klappte, ich fühlte mich wie neugeboren. Schaffte meine mundliche Prüfung mit 1, obwohl ich früher Prüfungsängste hatte (soll keine Werbung für Heroin sein). Alles endete in einem Desaster, danach war ich in schlechterem Verfassung als je zuvor. Seitdem habe ich tierische Bammel von allen chemischen Substanzen, wenn ich nicht gerade in Lebensgefahr bin, nehme ich keine Medikamente.
    Ärtzen sind auch sehr vorsichtig BTM-Medikamenten zu geben an ADSler die ein Suchtproblemen haben. Nicht ohne Grund! Ich finde gut, dass du da selber vorsichtig bist und es ist sicher möglich, wenn du dich trotztdem dann dich wagst (ob und wann entscheidest du selber) sehr vorsichtig umgehst damit und eine Arzt suchst der dich da so unterstützt wie du es möchte.

    Nun, du weisst es auch: Es gibt viele andere Möglichkeiten als Medis...

    lg

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Sich zu akzeptieren

    Hallo Felis

    Kann dich gut verstehen, daß du es ohne Medikamente schaffen willst, ich denke es muß jeder den richtigen Weg für sich selbst finden, hab mich ebenfalls entschieden es ohne Medikamente zu schaffen, weil ich auch Angst habe daß sich meine Persönlichkeit zu sehr ändert (auch wenn diese manchmal anstrengend ist). In manchen Momenten denk ich mir aber dann auch vielleicht wäre es ein Versuch wert, mich plagen aber die Bedenken, daß es nach einer Zeit mit Medikamente danach ohne schwieriger wird, also keine leichte Entscheidung.

    Bin aber total froh die Möglichkeit zu haben und jedes ADHS ist halt auch total unterschiedlich, auch in der Intensität, für manche geht es ohne eingut eingestellte Medikamention sicherlich gar nicht.

    Dir alles Gute für deinen Weg und allen anderen natürlich auch

  7. #17
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Sich zu akzeptieren

    In manchen Momenten denk ich mir aber dann auch vielleicht wäre es ein Versuch wert, mich plagen aber die Bedenken, daß es nach einer Zeit mit Medikamente danach ohne schwieriger wird, also keine leichte Entscheidung.
    Diese Bedenken hatte ich auch bevor ich mit Medis angefangen hatte... Aber es ging anders. Ich habe mit Medis erlebt wie es ist wenn es nicht mehr so anstregend ist, dass ich mehr Energie zu Verfügung habe für Sachen die ich auch machen möchte...

    Abgesetzt hatte ich immer wieder, zum Beispiel in die Ferien im Ausland, weil ich keine Behördenkram wollte. Eigentlich ging es gut: Durch die Medis habe ich erfahren wie es ist, dabei zu sein mit der Kopf und hatte probiert ohne Medis es auch zu erreichen. Ich habe dann, auch wenn es anstregend war, doch mehr aufgepasst...

    Auch alles was ich sonst unten Medis gelernt hatte, an Kompensationstrategien, aber auch merken wie es mich geht, war nicht verloren.

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Sich zu akzeptieren

    mj71 schreibt:
    Diese Bedenken hatte ich auch bevor ich mit Medis angefangen hatte... Aber es ging anders. Ich habe mit Medis erlebt wie es ist wenn es nicht mehr so anstregend ist, dass ich mehr Energie zu Verfügung habe für Sachen die ich auch machen möchte...
    dann ist es stimmig für dich.

    Bei mir weiss ich, dass ich viele andere Problemen auch woanders habe: entweder/oder Denken, innere Verkrampfheit.
    Ich verzeihe mir z. B keine Fehler, dadurch bin ich extrem verkrampft (da ich keinen Fehler machen darf), kann auch sein, dass ich teilweise auch deswegen unkonzentriert werde,
    Passiert ein Fehler, habe ich den Gefühl, eine Idiotin zu sein (schwerz/weiss Denken) und dann ist die Gefahr gross, dass ich danach den Faden verliere. Zum Glück habe ich gelernt, in der Situation erstmals rauszugehen und z. B kaltes Wasser ins Gesicht spritzen oder einen Igelball kneten, um sich zu beruhigen. Und manchal stellt sich dann mein Fehler als Systemfehler dar (wurde einfach von jemd. anderen einprogrammiert/eingetragen).
    Ich glaube kaum, dass so ein verquertes Gedankenmuster mit Medikamenten behandelbar wäre, dazu brauche ich eine Psychotherapie

  9. #19
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.445

    AW: Sich zu akzeptieren

    Ich hatte auch anderswo andere Problemen, ähnlich wie du beschreibst, aber so was geht mit Medis nicht weg, ich muss auch sonst daran arbeiten. Dabei hilft es mich langfristig auch. Ich mache auch wenig Fehler, nicht nur wegen die Medis, aber auch, weil ich einiges in der Umgang mit mich geändert habe.

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 617

    AW: Sich zu akzeptieren

    Felis schreibt:
    dann ist es stimmig für dich.

    Bei mir weiss ich, dass ich viele andere Problemen auch woanders habe: entweder/oder Denken, innere Verkrampfheit.
    Ich verzeihe mir z. B keine Fehler, dadurch bin ich extrem verkrampft (da ich keinen Fehler machen darf), kann auch sein, dass ich teilweise auch deswegen unkonzentriert werde,
    Passiert ein Fehler, habe ich den Gefühl, eine Idiotin zu sein (schwerz/weiss Denken) und dann ist die Gefahr gross, dass ich danach den Faden verliere. Zum Glück habe ich gelernt, in der Situation erstmals rauszugehen und z. B kaltes Wasser ins Gesicht spritzen oder einen Igelball kneten, um sich zu beruhigen. Und manchal stellt sich dann mein Fehler als Systemfehler dar (wurde einfach von jemd. anderen einprogrammiert/eingetragen).
    Ich glaube kaum, dass so ein verquertes Gedankenmuster mit Medikamenten behandelbar wäre, dazu brauche ich eine Psychotherapie
    Das finde ich wohl auch so, das ist auch der Grundstein um Gedankenmustern zu ändern.
    Schwarz-Weiss- und Entweder/oder-Denken bekommst Du auf keinen Fall durch Tabletten weg. Ausser Du denkst gar nicht mehr und schläfst nur noch, Spass beiseite.
    Innere Verkrampfung oder so ähnlich hingegen eher, je nach dem was Dir am meisten Probleme bereitet, entscheidest dann sowieso Du.
    Ich persönlich habe mich noch weniger akkzeptieren können, beim Gedanken irgendwelche Medikamente zu "brauchen". Letztendlich hilft es mir glaube ich schon ein wenig. Gleich zu so etwas wie nach Lutschbonbons und nach Lust und Laune sollte man sowieso nicht greifen, aber wenn man die entgegengesetzte Meinung dazu hat, gerät es dann weniger wahrscheinlich ausser Kontrolle. Und es ist auch gut so. Über das Thema sich zu Akzeptieren könnte man viele Seiten schreiben (die es eh schon gibt). Ich melde mich bestimmt in dem Thread ein anderes mal wieder.
    lg coccinelle

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