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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 21

    Grenze zwischen normalem Unvermögen und ADHS

    Hi, ich Frage mich immer wieder welche schwierigen Aspekte meines Lebens auf ADHS zurückzuführen ist und welche aus normativ fehlenden Fähigkeiten entstehen.
    So habe ich z.B. Schwierigkeiten Sachen tatsächlich auszuführen. Theoretisch ist bei mir vieles möglich denke ich oft. Doch fange ich dann nicht konkret an das Gedachte in die tat umzusetzen.
    Jetzt könnte man sagen das sei bei vielen anderen Menschen auch so. Das sei halt eine Charaktereigenschaft.
    Doch durch das andauernd missverstanden werden und komplizierte, teils sprunghafte Denken und Handeln bin ich ehrlich gesagt entmutigt etwas wirklich umzusetzen. So straight einfach mal... "Geht ja sowieso schief und die anderen verstehen mich auch sowieso nicht. Das lohnt nicht!" ist so ein Satz der gerne zu Gast bei mir ist.
    Oder ich bin trotz Ausklammerung des ADHS Hintergrundes so. Das ist die große Frage.
    Auf den Punkt gebracht mit meinem Anliegen an euch:
    Wo könnt ihr Grenzen bei euch zwischen normalen Charakter-/Verhaltensweisen und Eigenschaften die durch ein ADHS verursacht sind ziehen?
    Ihr könnt mir vielleicht nicht mit meinem Beispiel weiterhelfen. Doch habt ihr Grenzfälle die ihr so benennen könnt?
    Was haltet ihr eigentlich überhaupt von dem Gedanken? Ist es vielleicht egal warum man so oder so ist, denn wie man damit umgeht ist soviel wichtiger, dass diese Frage in den Hintergrund tritt?

    Ich bin gespannt was ihr dazu schreibt!

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Grenze zwischen normalem Unvermögen und ADHS

    Spielt das denn eine Rolle?

    Ich für meinen Teil bin eben ich, da kann ich nur schwer sagen, welcher Teil zu ADHS gehört und welcher nicht. Meine Prokastrination. meine Ungeduld, mein hohes Einfühlungsvermögen, meine Spontanität, meine schnelle Auffassungsgabe und meine große Begeisterungsfähigkeit gehören zu mir und zeichnen mich aus.
    Viele dieser Eigenschaften sind irgendwie mit ADHS verlinkt.

    Ändern kann ich das nicht, egal was ich tun werde. Mein ADHS gehört eben zu mir. Wichtig für mich ist eigentlich nur, aus meiner Persönlichkeit, dem was ich bin, das Beste herauszuholen, meine Ressourcen zu nutzen und mich mit den Schwächen, die mich halt stören, Schritt für Schritt auseinander zu setzen.

  3. #3
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 4.672

    AW: Grenze zwischen normalem Unvermögen und ADHS

    Das finde ich total schwierig. .. bis unmöglich... Ich meine die Zuordnung. ...

    Die meisten Chaoten, haben zu ADHS ja auch noch weiter psychische Probleme...
    Viele haben eine Depression. .. manche haben Angststörungen.... Persönlichkeitsstörungen etc. ...
    Und das auch nicht erst seit gestern! (Persönlichkeitsstörungen entwickeln sich zB auch meist schon früh)...


    Den Sinn einer Zuordnung finde ich fragwürdig. ... .... ich denke, wenn man es den verschiedenen Störungen erstmal zuordnet, bekommt man erstmal nur eins: Wut! ...

    Wut kann manchmal hilfreichen Antrieb geben.... Ich denke aber diese Wut führt zu nix Gutem ...



    Konstruktiver wäre zu schauen, was genau einem selbst, in welchenwelchem Bereich Probleme bereitet... Und dann (uU mit therapeutischer Unterstützung) langsam auszumerzen, was im Wege ist.


    Pläne machen... Listen... Timer stellen... Sport zum "runterfahren" machen...usw
    Das kann gegebenenfalls auch eine Neuorientierung nötig machen.... beruflich zB....

    Wer leidet, braucht Hilfe... eine Therapie. ... die Diagnosen helfen bei der Wahl einer Therapie (hier meine ich sowohl die Psychotherapie, als auch eine Medikamentöse Therapie).... ansonsten bin ich zur Überzeugung gelangt, spielen der Name und die Symptomeinordnung keine große Rolle mehr...
    Jeder hat sein individuelles Paket... und damit bzw daran muss gearbeitet werden....

  4. #4
    Plaudertasche

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 1.112

    AW: Grenze zwischen normalem Unvermögen und ADHS

    Hi Severin

    Es ist wirklich schwierig die Grenze zu ziehen zwischen das passiert jedem und ADHS. Gerade weil jeder mal vergesslich ist, unangenehme Dinge hinausschiebt, sich ablenken lässt u.s.w. Bei Menschen mit ADHS sind diese Symptome überdurchschnittlich ausgeprägt und beeinträchtigen den Alltag mehr oder weniger stark. Das macht das ganze so schwer nachvollziehbar für andere und für einem selbst.

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Grenze zwischen normalem Unvermögen und ADHS

    Ich schaue auf meine Umgebung und meine Verwandschaft.
    Die Verhalten, die (fast)jeder auf den Tag liegt, ist meiener Erachtens normal (also nicht ADHS-Bedingt).

    Wenn ich als ADHS-lerin im Stress meine Brille in Büro liegen lasse, ist das eingentlich normal, z. B. das passiert jedem.
    Vergesse ich ohne Stress einfach so ständig Sachen, sieht es anderes aus.

  6. #6
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.434

    AW: Grenze zwischen normalem Unvermögen und ADHS

    Mit der Zeit, wenn ich vieles über ADS gelesen habe, im Bücher, auf der Forum, habe ich so ein Bild gekommen was dazu gehört...

    Ich merke, es sind oft die "Macken" wofür ich selten verstanden werde...

    Zu wissen dass einiges was wirklich mich Mühe macht in der Schublade "ADS" ordnen kann, hilft mich ein bisschen. Ich grüble weniger darüber...

    Was nicht dazu gehört, finde ich ehe viel bei andere Menschen und irgendwie habe ich damit nicht so grosse Problemen

  7. #7
    wali_karimya

    Gast

    AW: Grenze zwischen normalem Unvermögen und ADHS

    pfffffffffffff. hmmmmmmmmmmmm. naja.

    dinge nicht in die Tat umsetzen. Ohhhh jaa!! Das war gaaaanz present in meinem Leben. Und so ein Druck und Stress und das schlechte Gewissen und gleichzeitig stapelte sich immer mehr Unerledigtes... Hilfe, sag ich nur.

    jaaaa. dann begann ich (neben einem Angsthemmer) einen Antriebssteigerer zu schlucken (was ich auch 8 Monate nachher noch so tue) und nach furchtbar laaaaangen drei Monaten ging es dann wirklich viel besser.
    Dann las ich noch ein sehr Adhs-freundliches "Gerümpel raus"-Buch, das mir mit praktischen Tipps beistand. Und so begann ich zuerst meine Wohnung, meinen Keller und später dann sogar meine Freundschaften zu entrümpeln . Das war dann cool. Ich bin noch immer manchmal ein wenig faul (ehrlich. Aber Faulheit kann soooo schööön sein). Aber ein sehr guter Bekannter ist ein super Beispiel, dass Dinge (ob man jetzt will, oder nicht) erledigt gehören und das hat mich auch motiviert endlich mit dem Leben Schritt halten zu können.
    Jetzt wasche ich viel braver ab, oder mache fast jeden Tag mein Bett, oder erledige halt organisatorische Dinge, die anstehen etc.

    Das wiederum hat mich motiviert weiterhin ein ordentliches Leben zu führen. Ist viel stressfreier und fühlt sich einfach total gut an, wenn die Dinge im Leben erledigt und geregelt sind. Fühlt sich frei an.

    Und weißt du was? Es ist soooo schön in eine tip-top zusammengeräumte Wohnung zurückzukehren. (Aber das sag ich nur aus einem persönlichen Drang heraus - hat nix mit dir zu tun).

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Grenze zwischen normalem Unvermögen und ADHS

    Kann es gut nachvollziehen, daß du dir die Frage stellst. Mir geht es oft ähnlich, natürlich könnte man sagen: es ist egal warum ich ein bestimmtes Verhalten an den Tag lege. Ich finde es aber durchaus interessant, rein schon um mich mit den Möglichkeiten bzw. Unmöglichkeiten des ADHS auseinanderzusetzen. Viele ADHS typische Verhaltensweisen finde ich ständig auch bei anderen Leuten, ich denke aber, daß es die Kombination Intesität und Häufigkeit macht.

    Für mich sind die Verhaltensweisen meiner Verwandten und anderen Mimenschen usw. oft auch nicht normal (wie Felis schreibt), wage meine zwar auch oft anzuzweifeln, aber bei manch anderen was ich so erlebe, kann ich auch nur den Kopf schütteln.

    Vielleicht ist nicht so ganz die Frage wichtig, was ADHS ist und was nicht, sondern was bin wirklich ich und wo versuche ich nur zu sein wie ich sein sollte (um möglichst wenig aufzufallen).

    Liebe Grüße

  9. #9
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.434

    AW: Grenze zwischen normalem Unvermögen und ADHS

    Mit der Zeit weiss ich ob ich mich nur anpasse oder mich selber bin, wenn ich auf mich achte: Mich selber sein, tut gut, ich fühle mich wohl. Mich zu viel anzupassen (es gibt eine vernünftige Mass an Anpassung) tut mich nicht gut... Es ist anstregend, ich habe der Eindruck mich zu quälen und fühle mich damit nicht wohl...

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