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Diskutiere im Thema ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 34

    Frage ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Guten Abend hier im Forum(oder morgen; es ist bei mir gerade 00:42)

    Ich habe vor einiger Zeit eine Verdachtsdiagnose auf ADS mit Hypoaktivität bekommen.
    Genauer genommen wurden mir Teilleistungsschwächen diagnostiziert.

    Mir konnte definitiv eine Schwäche in den folgenden Bereichen diagnostiziert werden: (Die habe ich aber auch schon vorher bemerkt)

    Konzentration - Sehr schlecht
    Lern/Merkfähigkeit - Sehr schlecht
    Lerngeschwindigkeit Sehr schlecht (Oder eher unter aller Kanone)
    Aufmerksamkeit - schlecht
    Reaktion - mittel aber überhastet

    Nur eine Stärke wurde herausgestellt: Meine Fähigkeiten in der sprachlichen Kommunikation.

    Bumm! Ich war zur Zeit der Diagnose in einer stationären Klinik, aufgrund von Depressionen.
    Eines möchte ich gleich loswerden. Nach diesem Aufenthalt habe ich verstanden, dass ich nicht depressiv im klassischen Sinne bin.
    Es ist nur so, dass ich mittlerweile so frustriert bin, dass es depressive Züge annimmt.

    Am härtesten traf mich eine Aussage der Neurologin(War das glaube ich, könnte auch ein anderer medizinischer Zweig gewesen sein),
    nach der ich völlig unbrauchbar für den ersten Arbeitsmarkt wäre.

    Harte Worte.
    Aber ich habe schon immer gespürt, dass ich irgendwie hinterher hinke.
    Es ist nicht so, dass ich mich für dumm halte. Aber eben für nicht so "fähig" wie andere Menschen in meinem Alter.
    Was ich mit fähig meine? Ich gebe ein Beispiel aus meiner Kindergartenzeit!!!

    Ich bin schon seit ich klein bin ein kleiner Rundling, habe auch bis heute Adipositas, bin zu dick für so ziemlich alles.
    Wir waren auf einem Ausflug samt Übernachtung mit der Kita-Gruppe und wanderten in dem Ort dort ein wenig herum
    (Nicht weit weg von Berlin, aber als Kind kommt einem das ewig weit weg vor).

    Man muss sich jetzt vorstellen:

    Eine Kita-Gruppe mit drei Erziehern. Gestaffelt in drei Kinder pro Reihe.
    Ein Erzieher sollte die Gruppe anführen, einer in der Mitte für Ordnung sorgen und einer hinten bleiben.
    Aber der Erzieher aus der Mitte musste nach hinten rücken, um den fehlenden dritten Erzieher zu Kompensieren... Warum er fehlte?
    Er musste mindesten 20 Meter zurückbleiben um auf den kleinen dicken(MICH) aufzupassen...
    Denn ich war nicht schnell genug und hechelte meiner Gruppe hinter her, während die anderen noch fröhlich die Energie für Neckereien und allerlei Unsinn hatten...

    Dies ist praktisch eine Metapher für mein ganzes Leben. Nicht nur für körperliche Probleme, nein auch im Kopf bin ich immer zu langsam, komme nicht mit.
    Ich bin noch nicht lange Erwachsen, habe die 18 noch nicht lange überschritten.

    An dieser Stelle schon einmal meine Frage an das Forum:

    Kennt ihr das auch? Und beeinträchtigt es euch auch so stark, dass ihr euer Leben GAR nicht auf die Reihe bekommt?!?

    Achtung. Ab hier werde ich vermutlich sehr viel schreiben.
    Wer sich in dem bisher geschriebenen wiederfindet, der ist herzlich dazu eingeladen, weiter in meinen Erfahrungen zu lesen.
    Wem das zu viel ist, den verstehe ich vollkommen.

    Das ist nämlich bei weitem noch nicht alles.
    Ich habe den MSA. Die meisten kennen das noch unter dem Begriff "Realschulabschluss".
    Seit dem bin Arbeits- und Ausbildungslos.
    Ich habe regelrecht Angst vor einer Ausbildung. Versagensangst.
    Ursprünglich wollte ich Informatiker werden. Aber das kann ich knicken. Die Diagnose sagt Nein!
    Und ich auch, denn: Die Teilleistungsschwächen, welche mir diagnostiziert worden sind, waren mir schon vorher bewusst.
    Ich kenne sie schon, seit ich ganz klein bin. Nur glauben wollte mir das nie so recht einer.
    Bei diversen Psychologen oder ähnlichem(hab in meinen jungen Jahren schon ein paar Sachen durch ;-), gab es immer nur zu hören, dass mein Versagen doch mit meiner Einstellung zusammen hängt.

    Schlimmer noch.
    Man will mir nach wie vor weis machen, ich würde doch gar nicht soooo sehr versagen und ich wäre doch mit meiner Abiturempfehlung sehr weit gekommen.

    Das sind gleich mehrere Dinge auf einmal.
    1. Ich kenne das Prinzip einer "Selbsterfüllenden Prophezeiung". Jeder denkt sich ab und an: "Ach das schaffe ich doch eh nicht."
    Und dann gelingt natürlich nichts, da man nicht an sich glaubt.
    Dieses Prinzip ist aber NICHT der Grund für mein Versagen! Ich gebe immer mein bestes(zumindest bis vor kurzem)
    2. Dadurch, dass ich generell nicht völlig doof bin, konnte ich mich auch viel in der Schule durchmogeln.
    Nicht schummeln, aber einfach Noten kassieren, wo nicht viel Mühe angebracht ist.
    In allen Tests oder Arbeiten die ich schrieb, war ich meistens ziemlich schlecht.
    Also immer da, wo ich zwingend lernen musste, um weiter zu kommen.

    Hier ist ein guter Punkt für noch eine Frage:

    Gibt es hier Leute, die trotz gefallen an einem Thema NICHT in der Lage sind, dafür zu lernen und sich darauf zu konzentrieren?

    Denn ich habe dieses Problem ja nicht nur in der Schule.
    Ich habe es überall.

    Es ist nun mal fakt, dass das ganze Leben ein Lernprozess ist. Wer nicht lernen kann, der ist doch schon automatisch behindert oder?
    Man spricht ja auch von einer Lernbehinderung.

    Dies führt mich direkt weiter.
    Denn um irgendwie mithalten zu können, habe ich mich sehr anstrengen müssen.
    Wenn ich eine mittelschwere Leistung(Bereich/Thema egal) irgendwo bringen möchte oder gar muss, dann geht das nur seeeehhhhhhhhr Laaaaaaaaangssaaaaam!
    Folglich muss ich länger daran arbeiten als andere Menschen.
    Meistens ist dann aber das Ergebnis aufgrund meiner Konzentrationsprobleme nur durchschnittlich bis schlecht.
    Wo ich die doppelte Zeit in Anspruch nehme, wie die meisten anderen, sind meine Leistungen eher schlechter als die, die schneller waren(also alle).

    Wisst ihr, wie unheimlich frustrierend so etwas ist?

    Und noch etwas: Ich bin danach ja auch schon völlig erschöpft.
    Mal ein Beispiel von neulich.
    Habe ein Praktikum gemacht. 9:00 - 14:00 Arbeitszeit.
    Sehr Human!

    Meine Freunde haben alle länger, machen aber dafür auch Ausbildung.
    Als ich nach Hause kam, war ich immer fix und fertig.
    Wenn sie nach Hause kamen, dann konnten sie noch abends weggehen, Dinge erleben oder wichtiges Erledigen etc..

    Und hier kommt direkt der nächste Punkt, Gleichaltrige(Freunde)

    Ich halte nicht mit ihnen mit.
    Bei Aktivitäten, die meine Freunde lustig finden, wo sie sich erholen...
    Diese Aktivitäten sind für mich Hochleistungs-Denk-Sport!

    Ich kann nicht viel mit ihnen gemeinsam unternehmen.
    Für die meisten Dinge bin ich zu schwach.
    Um es zu versinnbildlichen:

    Während meine Freunde auf den Baum des Lebens klettern, manchmal mit Mühe aber insgesamt ganz gut, haben sie Spaß oben.
    Nur ich. Ich komme nicht nach oben. Bin zu schwach. Extra meinetwegen kommen sie auf mich zu, klettern wieder runter.
    Das ist einerseits schön, andererseits bedeutet das, dass ich immer der bin, auf den Rücksicht genommen werden muss.

    Und wer will das schon sein.

    Wer bis hierhin gelesen hat, der wird sich denken: "Der soll sich mal bei einem Psychologen ausjammern, hier geht es doch um ADS/ADHS!"

    Ich werde definitiv eine Psychotherapie aufsuchen.
    Aber ich brauche dennoch Antworten auf meine Fragen, weshalb ich hier nach gleichgesinnten suche.

    Wenn meine Freunde wieder von etwas tollem erzählen und ich wieder mal nicht weiß, wovon die da reden(Das aber irgendwie alle zu kennen scheinen),
    dann komme ich mir etwas Weltfremd vor. Dabei bin ich doch genau so alt wie die!
    Meine Schlussfolgerung: Ich bekomme die Hälfte im Leben einfach nicht mit.
    Mein Gehirn filtert offensichtlich anders als das von anderen. In etwa so, wie man es zum Thema ADS/ADHS häufig ließt.

    Da ich ständig meine Freunde hab vorauslaufen sehen(haben Ausbildung, finanzieren sich ihre Wohnung selbst, haben eine Freundin),
    habe ich die Freundschaft einseitig mit ihnen beendet.

    Aus purem Neid. Auf ihre Körper(Schlank, flott, ausdauernd), auf ihre Köpfe und auf ihre Selbstbestimmtheit.
    Versteht mich nicht falsch! Ich gönne es ihnen von ganzem Herzen! Auch sie strengen sich im Leben an!!!

    Aber es tut einfach weh zu sehen, wie alles was ich kann von den anderen zehn Mal besser beherrscht wird.
    Ganz ehrlich: Wozu gibt es mich dann überhaupt!

    Ich habe ihnen diese Frage auch schon gestellt.
    Aber sie konnten nicht verstehen, was mein Problem ist.
    Und ich nehme ihnen das auch nicht übel.
    Niemals haben meine Freunde vor mir angegeben oder so etwas.
    Auf die Frage, wieso sie meine Freunde seien, kam nur, dass ich doch ein lustiger Typ sei.
    Es soll Spaß machen mit mir Zeit zu verbringen.
    Aber wenn ich irgendwann mal eine Arbeit haben sollte, dann werde ich nur noch am schlafen sein.
    Mir fehlt die Energie. Zu viele Eindrücke auf einmal.
    Dann ist nichts mehr mit Zeit verbringen.

    Hier also eine weitere Frage:
    Könnt ihr auch NICHTS verändern?
    Und wenn ja: Kommt euch dieser ganze Kampf nicht auch sinnlos vor?


    Es fühlt sich an, als wäre ich in einem Käfig gefangen.
    Stellt euch vor, jedes Menschenkind wird in einem Ei geboren.

    Alle schlüpfen, alle Babys brechen die Schale auf.
    Außer ich. Ich schaffe es nicht, sehe aber durch die lichtdurchlässige Schale, wie die anderen da draußen herumtoben.
    Ich lerne mit dem Ei vorwärts zu Rollen.
    Aber damit kann ich bei weitem nicht so viel ausrichten, wie die anderen.
    Sie werden erwachsen, ich bleibe im Ei, schaffe den Ausbruch nicht,.

    So Rolle ich durch die Gegend. Bitter-lustig-peinlich.
    So wie die ganzen Videos im Netz, in denen sich dicke Menschen beim Sport verletzen.
    In etwa so nehme ich mich mittlerweile ernst. Kaum noch.

    Tatsächlich habe ich Talente. Und eventuell habe ich sogar einen recht hohen IQ, habs nie testen lassen.
    Aber wenn ich ganz ehrlich mit mir selbst bin, dann fühle ich mich teilweise schon intelligenter als der Durchschnitt.

    Es nutzt mir aber wenig bis gar nichts,
    Denn egal wofür ich meinen Intellekt benutzen möchte...
    Es erfordert die oben beschriebenen Anstrengungen von mir. (oder eher überfordert)

    Es frustriert unheimlich, so hilflos zu sein.

    Aufgrund meines Übergewichts, dass mich hässlich macht, meiner Andersartigkeit im denken(Ich bin oft ein komischer Kauz) und meiner angesprochenen Probleme
    hatte ich auch noch nie eine Freundin. Verliebt war ich, wurde aber hart zurückgewiesen.

    Ich habe also keine Freunde mehr, weil ich zu neidisch war.
    Keine Freundin, weil ich nicht ansprechend bin(Und auch selbst der Meinung bin, dass ich keine Freundin haben sollte, solange ich so bin, wie ich bin)
    Und meine Familie kommt mit sich selbst kaum klar. Außerdem will ich nicht NOCH MEHR Hilfe von meiner Familie in Anspruch nehmen.
    Meine Betreuer nerven mich eher(Wohne im betreuten Einzelwohnen), als das sie mir helfen.

    Unterstützung habe ich also wenig.

    Nun, der ganze Rest war eher unnötig für dieses Forum. Mein Adipositas hat nichts mit ADS zu tun und auch ein paar andere Dinge nicht.

    Aber ihr seht: Meine Teilleistungsschwächen ziehen sich durch mein Leben wie ein roter Faden!
    Und ich habe auf den ganzen Foren niemanden gesehen, der solche Probleme damit hatte, wie ich.

    Was empfehlt ihr mir? Was soll ich tun? Gibt es noch so eine erbärmliche Wurst hier wie mich?
    Falls ja, dann bitte antworte mir!!!
    Nun gut. Ich habe mich hier schon genug ausgejammert.

    Ach, eine Sache wäre da noch.
    Ich habe einmal in einem Selbsthilfe-Forum einen Beitrag verfasst. Dort habe ich noch ein paar andere Dinge geschrieben. Auch da habe ich nach gleichgesinnten gesucht.
    Hier der Link: https://www.hoffnungsschimmer-forum....threadID=37215
    @Admins und Mods:
    Habe gerade nicht im Kopf, ob hier in diesem Forum Links auf andere Foren jetzt erlaubt waren oder nicht.
    Falls nein, einfach löschen(Macht ihr ja sowieso dann^^) und mir bescheid geben, ich tue es dann auch ganz sicher nicht wieder!

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 159

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Das ist ein "schönes" Paket dass du da geschnürt hast.
    Jemanden finden bei dem es genauso ist? Halte ich für unwahrscheinlich. Suche mal jemanden mit der gleichen Schuhgrösse, Haarfarbe usw., das ist die Suche im Heuhaufen.

    Aber du findest sicherlich genug Leute hier die immer wieder gescheitert sind und glauben sie hätten unterm Strich nichts erreicht. Dazu gehöre ich wohl auch, arbeite aber dran.

    Übergewicht ist ein zusätzliches Problem, wichtig sind wohl auch die Ursachen, also inwiefern es - zumindest theoretisch erstmal - möglich wäre daran etwas zu verändern. Nur ein geringer Prozentsatz der Menschen ist wirklich durch genetische Faktoren übergewichtig.
    Mit ADS mag es vielleicht nicht direkt zusammenhängen, allerdings können manche Ursachen von Fettleibigkeit auch Konzentrationsschwächen begünstigen.
    Es geht ja auch um dich als Person, das heißt diese einzelnen Schwierigkeiten haben einen gegenseitigen Effekt, z.B. auf dein Selbstbewußtsein.

    Mit Frauen das ist so eine Sache, ein Jugendfreund sagte mal, du siehst doch gut aus und bist intelligent, warum hast du nie eine Freundin? Die Antwort ist "simpel", mein Selbstbewusstsein ist immer Achterbahn gefahren und ich habe früher gedacht ich bin hässlich. Das ist ein Teufelskreis, durchbricht man ihn an einer Stelle, machen ihn die anderen Probleme wieder rund.
    Beide Geschlechter werden von "Erfolg" angezogen, bzw von dem dazu notwendigen Selbstbewusstsein. Manche sind auch naiv und lassen sich durch aufgesetztes Selbstbewusstsein täuschen.
    Generell ist es so, auch wenn viele aufschreien mögen, der "Charakter" ist in der Regel "zweite Wahl", bzw Attraktivität ist die Eintrittskarte, was dann passiert ist vom Charakter abhängig.
    Dennoch, wer sich annehmen und lieben kann, erhält seine Chancen. Zudem haben es positive Menschen nocheinmal einfacher, wer will schon viel Zeit mit einem Miesepeter oder Langweiler verbringen?

    Aus den Formulierungen deines Textes würde ich auch mutmaßen dass du nicht sonderlich "positiv bist. Es schwankt in deinem Text, so wie es vermutlich bei den meisten mit der Diagnose auch "im Kopf" schwankt.
    Denn nur weil man sich Mühe gibt heißt das nicht automatisch man denke positiv. Das Scheitern ist Bestandteil des Lebens. Blöd nur wenn man "zu oft" scheitert und Erfolge aufgrund verminderter Selbstwahrnehmung nicht sieht. Das ist die Geschichte von vielen hier, ganz egal ob sie so "hoffnungslose Fälle" sind wie du oder auch nicht. Das Problem ist in erster Linie die Selbstwahrnehmung die unglücklicherweise nunmal zu einem großen Teil von unserem Umfeld mitbestimmt wird

    . Ein Beispiel: Im Mittelalter wurde Fettleibigkeit mit Reichtum assoziiert (in manchen Teilen der Welt auch heute noch), daher wurde das als schön empfunden. Heute ist Fettleibigkeit sozial geächtet, denn wer Geld (und Bildung) hat, kann sich gesunde Ernährung, Fett absaugen, usw leisten. Daher: dünn = attraktiv
    ähnlich ist es mit blasser Haut. Braun = Geld für Urlaub. Früher: braun = Feldarbeit (Bauer, Knecht).

    Du kannst jetzt sagen, toll, das war mal so, ändert aber nichts daran wie es heute ist. Das stimmt, aber damit will ich aufzeigen dass die "Gegebenheiten" Konstrukte sind. Ich habe viele Menschen getroffen die sich für zu hässlich halten. Beschäftigte dich mal mit den Leuten die wie verrückt Krafttraining machen. Es gibt nie ein genug, oft sind die innerlich voller Komplexe. Das heißt nicht dass seinen Körper formen kein gutes Ziel sein kann, aber man sollte sich fragen warum das so ist.
    Wir übernehmen viel zu oft Werte die von außen propagiert werden, es ist oft auch fast unmöglich sich dagegen zu wehren, selbst wenn man merkt dass es so ist (was oft eben nicht der Fall ist).

    Deine Aufgabe, eines jeden Aufgabe wenn man so will, ist, dich selbst anzunehmen und deinen eigenen Weg zu finden. Gerade wenn du wie du sagst, anders denkst als viele anderen. Suche deinen eigenen Weg, lass dich nicht entmutigen. Baue auf deine Stärken und deine Interessen.
    Alleine nur dein Text. Du bist keine 18 aber scheinst mir sehr wortgewandt zu sein. Mach da was draus wenn dir das Spaß macht. Mit Sicherheit gibt es noch mehr. Deine Freunde sagen du bist witzig. Vielleicht hast du das Zeug zum Comidian? Oder du wirst Blogger?
    Es gibt bestimmt einen Weg, aber den musst du finden, da kann dir niemand der "genau so ist wie du helfen", den gibt es nicht. Alle Menschen sind gleich verschieden. Es gibt nur Bereiche in denen wir uns ähnlich sind.
    Denn wenn dir jemand sagt was du tun sollst und wer du sein sollst, dann wird das nicht anders sein als jetzt. Du versuchst das zu erfüllen was diese Person dir rät, du lässt dich in eine Form pressen die nicht zu dir passt.

    Ich denke, das wollte dir wahrscheinlich auch der Typ aus dem anderen Forum sagen der dir den Tipp mit dem Spiegel gegeben hat. Nur du weißt was am besten für dich ist. Es gibt ganz sicher mehr als nur einen Weg um ein erfülltes Leben zu leben für dich.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.007

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Ja, hier gibt es noch solche.
    Und nein: wir sind nicht lebensunfähig, auch wenn die Welt uns hin und wieder diese Botschaft im Dauerfeuer zukommen läßt.

    Wir können etwas verändern.
    Aber meistens nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben.
    Und es vergeht - zumindest auch bei mir - kaum ein Tag, an dem mir der Kampf gegen mein Schicksal nicht sinnlos vorkäme.
    Aber stell Dir mal vor: ich lebe noch!

    Wer nicht lernen kann, dessen Veranlagung läuft imho nicht darauf hinaus jeden Sch... einfach nur auswendig zu lernen ohne den Sinn zu kapieren.
    Davon ab: es gibt schrecklich viele trockene Bücher, die allesamt ewig nicht zum Punkt kommen.
    Solche Werke dürften für nahezu JEDEN AD(H)Sler die reinste Folter sein.
    Ich verweise auf Kurt Tucholskys Tipps für einen guten und einen schlechten Redner...

    Wer bis hierhin gelesen hat, der wird sich denken: "Der soll sich mal bei einem Psychologen ausjammern, hier geht es doch um ADS/ADHS!"
    Von dem, was Du hier aufführst zählt mehr dazu als Dir und uns lieb ist.
    Wenn Du zum Psychologen gehen willst, ist das Deine Entscheidung.
    Aber wenn Du glaubst, die Community hier würde Dich salopp gesagt am liebsten zum Seelenklempner abschieben, dann hast Du Dich schwer in uns getäuscht!
    Hier bei uns bist Du genau richtig!

    Was glaubst Du wohl, warum ich mich "Bummel" genannt habe?
    Weil ich in weniger als einer Minute einen ganzen Stadtbummel erledige?
    Ich bin langsam, so wie Du und so wie viele andere auch.
    Daß es viele andere sind, mußte ich erst begreifen, bzw. muß es z.T. noch.
    Das kommt womöglich auch noch auf Dich zu...

  4. #4
    Karisa

    Gast

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    "Gibt es hier Leute, die trotz gefallen an einem Thema NICHT in der Lage sind, dafür zu lernen und sich darauf zu konzentrieren?"

    Ja, ich habe derzeit auch wieder so eine Phase (die hält schon ziemlich lange an), wo ich mich auf Dinge, die mich sehr interessieren, nicht konzentrieren kann. Ich bin auf der Suche nach Erklärungen dafür und finde wie immer keine. Hätte ich Erklärungen, dann wüsste ich was ich ändern könnte, aber so probiere ich vieles aus und bin nach jedem erfolglosen Versuch nur noch mehr frustriert.

    Ich meine, zumindest in dieser Sache, zurzeit recht gut mit Dir mitempfinden zu können.

    Beispiele:
    Ich lese normalerweise sehr viel, aber derzeit geht das nicht. Meine Gedanken springen weg und immer wieder, wenn ich ein paar Zeilen gelesen habe, bemerke ich, dass ich gar nicht weiß, was ich gelesen habe. So fange ich noch mal an, wieder und wieder und dann lasse ich es weil ich merke, es geht nicht.

    Komischerweise konnte ich Deinen Beitrag problemlos lesen was mir jetzt wieder sehr zu Denken aufgibt.

    Kürzlich habe ich einen Minijob angefangen, schöne, sehr interessante Tätigkeit, die Arbeitsumgebung ist optimal, aber ich muss (trotz normalerweise sehr guter Auffassungsgabe) die einfachsten Arbeitsschritte immer wieder nachfragen, wobei mir Nachfragen an sich schon sehr schwer fällt (direkter Menschenkontakt), nicht nur weil ich mich schäme. Vieles was ich am Vortag noch konnte, weiß ich am nächsten Tag nicht mehr. Das ist ganz furchtbar und auch erschreckend und ich hoffe, dass diese schwere Phase bald wieder vorbei ist und ich nicht meine schöne Tätigkeit vorher wieder verliere...


    Könntest Du Dir vorstellen ein Blog zu schreiben?
    In dem anderen Beitrag (den habe ich nur überflogen) schreibst Du:

    Aber ich habe noch niemanden getroffen, dem es so geht, wie mir.

    Daraus schließe ich, dass es auch im Internet noch nicht viel über Menschen wie Dich zu lesen gibt (stimmt das so?) und wenn einer den Anfang macht, dann ziehen bestimmt andere nach...

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Also ich muss sagen, dass ich das Gefühl, nichts erreichen zu können, noch sehr gut kenne. Jahrelang habe ich mich damit herumgeschlagen und durch die vielen Misserfolge ist es dann auch nicht besser geworden.
    Dann habe ich mit einer Psychotherapie begonnen (damals noch ohne die ADHS-Diagnose) und durch diese mein Selbstvertrauen aufbauen können.

    Auf die Aussagen der Neurologin würde ich an deiner Stelle einfach pfeifen. Jetzt geht es doch erstmal darum, dass es dir wieder besser geht und auch die depressive Symptomatik abgeschwächt/beseitigt wird. Weil die kann nämlich auch sehr leistungs- und antriebshemmend sein (will damit nicht sagen, dass alles daran liegt, aber es kann halt noch dazu was ausmachen).

    Und wenn das dann mal bearbeitet ist, dann werden die Karten nochmal neu gemischt.
    Daher lass dir von der Diagnose jetzt nicht alles verhageln!

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 69

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Moin Kollege,

    ich kann dich sowas von nachvollziehen. Ich habe auch das Gefühl, egal, was ich tue, wie oft ich mich auch aufraffe, es ändert sich nichts.
    Aber einerseits stimmt das nicht. Etwas ändert sich immer. Und andererseits, muss ich einfach akzeptieren, dass ich mich anstrengen kann
    und es trotzdem nicht hilft. Wir ADHSler oder ADSler sind in ihren exekutiven Funktionen eingeschränkt. Es ist einfach so. Ich kann dir
    dazu näheres erklären, wenn du mir eine PN schickst.

    Ja und es ist eine verdammte Scheiße! Es ist auch nicht gerecht oder sonst was. Es ist einfach scheiße. Punkt.

    Und ich kann total verstehen, dass du frustriert bist. Immer wieder. Ich kenne das. Das kennen viele.
    Und doch sage ich dir, dass es nichts hilft rumzuheulen. Entweder du bist traurig, frustriert und bleibst es oder du bist traurig, frustriert
    und erlebst auch, dass dir Dinge gelingen. :-) Ich glaube mehr Alternativen gibt es nicht.

    Wenn du zu einer Psychotherapie gehst, dann ist das sehr gut. Wenn du auch noch zu einem Psychiater gehst, dann ist das noch besser.
    Ich rate dir suche dir Hilfe wo es nur geht. Ich habe das früher auch nicht getan. Tue es heute immer noch nicht wirklich. Weil es eben hart
    ist einsehen zu müssen, dass man es allein nicht gebacken kriegt. Ist aber leider so.

    Aber trotz allem. Egal, wie du tickst, was du erreicht hast, was auch immer los ist: Du bist WERTVOLL, EINZIGARTIG und WUNDERBAR.
    Vielleicht ist das nicht deine Sicht über dich. Aber es stimmt .

  7. #7
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.138

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Ich hatte auch gehört, ich sei auf der 1. Arbeitsmarkt nicht zu gebrauchen... Hatte dort lange probiert... Und doch mal etwas gefunden. Ich bin auch sehr langsam, ablenkbar und kann mit Hektik und Zeitdruck nichts anfangen.

    Nun, auch auf der 1. Arbeitsmarkt gibt es eine grosse Vielfalt... Jetzt muss ich wieder suchen, es wird nicht einfach sein, aber ich weiss mindenstens was ich will und was nicht.

    Ich hatte früher auch gedacht, ich sei nicht Lebensfähig und zu nichts zu gebrauchen... Eigentlich bin ich vor allem anders... Auf eine Seite kann ich vieles nicht was andere menschen in meine Alter gut können, aber ich habe auch meine Talenten. Durch dein Thread merke ich dass du intelligent bist und wirklich gut kommunizieren kann, aber auch gut über dich reflektieren kann. Freunden meinen, du sei lustig. Ist doch auch toll!

    Bekommst du Medis wegen dein ADS? Sonst auch alles was nicht-Medikamentös ist kann auch helfen. Da kannst du einiges noch tun, um dein Leben besser zu bewältigen.

    Wichtig ist auch dass du dich nicht zu viel mit anderen vergleichst, vor allem nicht alles anschaust was sie so toll können und du nicht, aber dass du mal auch suchst, was du gut kann, besonders gut und auch wieviel Anstregungen bei dich gibt, auch wenn es mal nicht gelingt...

    Wegen Fettleibigkeit und Freundin finden: Für viele Frauen ist die Persönlich schon wichtiger als das Aussehen... Vor allem wenn es um eine dauernhafte Beziehung geht. Aber wenn du dich selber abwertet, macht es dich leider auch nicht sehr sexy. Magst du dich, so wie du bist, wirst du attraktiv sein, anziehend, egal wie viel du auf die Waage bringt... Humor kommt auch sehr gut an bei die Damen. Natürlich, wie andere erwähnen, kann auch Übergewicht einige Ursachen haben die du nachsuchen kann und auf dein Gewicht zu achten um dich wohler zu fühlen finde ich auch ok. Überflüssigen Kg immer wieder rumschleppen ist auch eine Leistung...

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 34

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Vielen vielen lieben Dank an dieser Stelle erst einmal für die schnellen Antworten!
    Hätte ja nicht gedacht, dass so viele so schnell meinen Beitrag lesen(Da der ja doch jetzt nicht so kurz war).

    Der Kanon, den ich hier heraushöre lautet: Selbstakzeptanz!

    Meine Schwester hat einst selbst einen Blog über Selbstakzeptanz für Übergewichtige verfasst.
    Ich meine zu wissen, was es heißt sich selbst zu akzeptieren.
    Dazu muss man seine Schwächen kennen und akzeptieren.
    Viel wichtiger ist es aber anzuerkennen, dass man auch Stärken hat!

    Nun, das habe ich versucht.
    Aber all meine Stärken verpuffen einfach.
    Alles längerfristige in meinem Leben bekomme ich nicht auf die Reihe.
    Es scheint einigen von euch ähnlich zu gehen, ihr glaubt gar nicht wie unheimlich froh es mich macht, ähnliche Menschen mal kennenzulernen!

    Parabel und Karisa schreiben: Ich solle es doch mit einem Blog probieren.
    Nach meinen Erfahrungen kümmere ich mich nach spätestens einer Woche eh nicht mehr darum...

    Toleriane schreibt: Es ist nicht gerecht.
    Dessen bin ich mir bewusst, und ich habe mich längst damit abgefunden.

    oracle.kid schreibt:
    Ich würde auf die Aussagen Pfeifen.
    Nun, ich kann das aber nicht. Den die Diagnose hat mein Gefühl bestätigt, nicht erzeugt.
    Ich wusste schon vorher dass ich diese Schwächen habe, ich glaube nicht, dass die Diagnose dieses Gefühl in mir erst erzeugt hat.

    mj71 schreibt:
    Man solle sich NICHT so viel mit anderen vergleichen, schauen was andere alles besser können.
    Tut mir leid, aber das kann ich nicht. Ist es denn nicht so, dass man sich mit anderen automatisch vergleicht, um seine eigenen Kompetenzen zu prüfen?
    Nun, wenn man da aber JEDEN Vergleich verliert, dann deprimiert das nur noch.
    Dennoch kann man nicht aufhören.
    Es würde mir sinnlos erscheinen, eine Leistung von mir als "gut" anzuerkennen, wenn jemand neben mir die doppelte Leistung bringt, obwohl beide den gleichen Start hatten.

    Tja. Alles Sinnlos.
    Bummel77 schreibt:
    Es gibt kein Tag an dem ihm nicht alles Sinnlos vorkommt.

    Wie zur Hölle schaffst du denn dann dein Leben!?!

    Ich möchte gar nicht glücklich sein, solange ich nur eine Belastung für andere bin. Es erscheint mir völlig Sinnfrei!
    Immer finanziell vom Staat abhängig zu sein oder sich was von Familie und Freunden leihen zu müssen, ohne sich revanchieren zu können!
    Immer darauf hoffen zu müssen, dass andere Rücksicht auf mich nehmen!

    Wie kann man bitte akzeptieren, immer der schwächste zu sein? Ihr schreibt man muss das akzeptieren, aber wie geht das?
    Ich will so nicht leben! Ich will kein Blutsauger sein, der sich immer durchbringen lässt!
    Nicht solange ich nicht das gleiche oder gleichwertiges zurückgeben kann!

    Ich nehme an, ihr habt alle Ausbildung, evtl. sogar Abitur oder Studium, nicht wahr?
    Und selbst wer sich nur mit Minijobs rumschlägt...
    Ihr seid alle besser als ich.
    Oder gibt es hier noch einen Versager der mit knapp-über-18 schulden bei Famile und Bank hat, sich vom Staat durchfüttern lässt und GAR NIX auf die Reihe bekommt, obwohl er alles an Geldern und Möglichkeiten in den Arsch gestopft bekommt?

    Ich verliere mich gerade ein wenig, aber muss auch mal sein.

    Um es auf den Punkt zu bringen:
    Wie kann man glücklich leben wollen, wenn der eigene Vorteil nur durch Nachteile bei anderen entsteht?
    Ich kann nicht auf eigenen Beinen stehen und wenn mich immer alle durchs Leben tragen, dann ist das doch ein Nachteil für diese Leute.

    Ich bin so hilflos wie ein Baby.
    Nur Babys wachsen und geben irgendwann die Liebe zurück, die ihnen entgegengebracht wurde. Ich kann das nicht.
    Ja, ich frage mich manchmal: Warum wurde ich überhaupt geboren?
    Es gibt keinen Sinn, ich kann nie was erreichen. Ich werde meinen Sinn wohl kaum finden können, wenn es ihn nicht gibt.
    Man soll sich schließlich seinen Sinn im Leben suchen, aber gibt es denn so einen für mich?
    Gibt es einen Sinn für Geistig zurückgebliebene?
    Solche, die den ganzen Tag im Rollstuhl umhergefahren werden und komische Laute von sich geben.
    Ich habe nichts gegen solche Leute. Menschen, die ihr Leben lang auf dem Niveau eines Babys bleiben.
    Aber meint ihr nicht auch, dass sie sich wünschen würden, nie geboren worden zu sein, wenn sie das verstehen könnten?
    So fühle ich mich.

    Gegen Ende habe ich ganz schön losgewettert.
    Tut mir leid. Wirklich!
    Ich bin eigentlich recht happy, Leute gefunden zu haben, die mich aus eigener Erfahrung verstehen.
    Auch wenn es eigentlich traurig ist, dass es noch mehr von meiner Sorte gibt.

    Nun, ich bin auf eure Antworten gespannt!
    Und... Danke!

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 159

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Ich antworte, aber weil Handy und von Hochschule zur Arbeit gestückelt:

    Wegen Blog schreiben, nicht SOLLEN, du könntest! Das war nur ein Anstoß. Du musst deine Ziele finden und dem Mist entsagen der nichts weiter macht als deine Gedanken von den Dingen die dich wirklich voranbringen ablenken: Fernsehen, pc-spielen, der ganze virtuelle kram der nichts bringt. Niemals aufgeben. Zu sagen "ich kann nichts auf Dauer machen" ist kontraproduktiv.

    Toleriane
    Gerecht? Was bitte heißt das? Ist es gerecht einen Mörder zu töten oder gerecht ihn zu resozialisieren? Wer bestimmt das? Gerechtigkeit ist subjektiv. So wie du Gerecht benutzt hört es sich für mich an: Die Welt ist so ungerecht, ich bin so ein armer Wicht. Das ist selbstmitleid. Ist das gerecht? Dass du glaubst andere wären für dich verantwortlich? Was ist mit dem Mörder? Er hatte so eine schlechte Kindheit der Arme, nur gerecht was er macht, die anderen haben das aus ihm gemacht. Vielleicht, aber bis zu welchem Punkt? Ist es nicht so, dass wir, wenn wir erwachsen werden für uns selbst (wer sind wir? Wir sind das was wir tun und was wir nicht tun) uns und unsere Taten selbst verantwortlich sind? Nur wer die volle Verantwortung für sein Leben übernimmt kann auch Kontrolle über sein "sein" und werden übernehmen.
    (kein Angriff Toleriane, soll nur Stoff zum nachdenken geben)



    So, muss arbeiten, später mehr ...
    PS: das geschriebene bezieht sich auf das von Woodpecker, ich habe die Namen nur drüber damit man weiß auf welchen Teil es sich bezieht, sry
    Geändert von Parabel (22.01.2015 um 19:05 Uhr)

  10. #10
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.138

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Hallo Woodpecker,

    Klar, sich nicht mit andere zu vergleichen ist schwierig und geht irgendwie nicht... Wenn man sich mit andere vergleicht ohne zu werten, schadet es nicht. Vergleichen hilft auch zu sehen was man nicht besonders gut kann, aber auch was man gut kann.

    Ich nehme an, ihr habt alle Ausbildung, evtl. sogar Abitur oder Studium, nicht wahr?
    Und selbst wer sich nur mit Minijobs rumschlägt...
    Ihr seid alle besser als ich.
    Oder gibt es hier noch einen Versager der mit knapp-über-18 schulden bei Famile und Bank hat, sich vom Staat durchfüttern lässt und GAR NIX auf die Reihe bekommt, obwohl er alles an Geldern und Möglichkeiten in den Arsch gestopft bekommt?
    Vielleicht hättest du zu ein andere Zeit doch ein Job gefunden... Es gab Zeiten, wo es für alle ein Job gab und es gab auch sehr einfachen Job für Leute wie uns.

    Heute sind die Anforderungen wirklich hoch und es ist wirklich so dass es Fähigkeiten gibt die man fast überall haben muss. Die Arbeitswelt ist auf ein Art (anders als früher) hart geworden.

    Ich habe mit diese Welt auch meine Mühe, viele ADSler können da schwer mithalten. Aber dass wir langsam, ablenkbar sind und uns schwer konzentrieren können und deswegen kein Job finden, hat nichts, gar nichts mit unsere Wert zu tun!

    Die Gesellschaft, die Arbeitswelt ist bescheuer geworden. Es gibt immer mehr Menschen die da nicht mehr mithalten können. Es gibt einige Menschen die von diese miese Situation ihre eigene egoistische Vorteilen haben und keine Interesse dran haben, da etwas zu ändern.

    Mich hat es mich sehr geholfen, mein Wert nicht mehr nach der Wertsystem unsere Gesellschaft zu messen... Es gibt andere Gesellschaften und es gab ihr andere Zeiten mit ganz andere Wertsystem.

    Stell dich vor eine Gesellschaft wo dick sein ein Vorteil wäre, weil die Nahrungangebot nicht immer sicher war (eigentlich in der Menschgeschichte eine ganz Normalfall!), wo Langsamkeit mit Weisheit (weil wer sich gründlich überlegt und sich über alles Gedanke macht, kann nicht schnell sein) gleichgestellt wird, hättest du da andere Chancen... Nur um zu zeigen, dass wenn du Pech hat hier zu leben so wie du bist, bist du nicht minderwertig!

    Ich bin auch langsam, aber als ich begriffen habe, dass es mit mein Reizoffenheit zu tun hat, dass ich wirklich mehr wahrnehme, dass ich in mein Kopf viel Verknüfungen mache (an dein Text merke ich dass es bei dich auch so ist!) brauche ich halt dafür mehr Zeit! Aber was daraus kommt ist gut.

    Da gibt es eine gute Text zu lesen: http://www.sanp.ch/docs/sanp/2014/02/en/sanp-00230.pdf Ich finde, dort ist mal beschrieben wie wir ticken, wieso wir manchmal langsam sind und dass hinten diese Langsamkeit auch tolle Fähigkeiten zu finden sind.

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