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Diskutiere im Thema ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #51
    Karisa

    Gast

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Woodpecker schreibt:

    Ich muss zugeben, dass ihr mich ein bisschen wütend gemacht habt, als ihr sagtet: Bekomme deinen Arsch hoch.
    Ihr habt auf eine gewisse Weise recht.

    Aber das ist ganz genau DIE Verzweiflung, die ich meine: Es geht nicht!
    Und es ging auch noch nie! Nicht mal als kleines Kind!

    Trotzdem bedanke ich mich natürlich mal wieder für all die lieben Worte!
    Schade, dass Du Dich für Worte bedankst, die Dich wütend gemacht haben. Ich möchte so einen Dank nicht und weise ihn zurück!
    Ich finde es aber gut, dass Du diese Wut und Verzweiflung empfinden und auch mitteilen kannst.

    Mein letzter Beitrag war kein Spaß, auch wenn er sich für manche Menschen wie Ironie lesen könnte (meine Aussagen und schriftliche Mitteilungen werden oft wie Ironie verstanden, die sie aber nicht sind). Ich habe auf ein Zitat von Dir geantwortet und ich habe(nur so ganz nebenbei bemerkt) alles hier gelesen. Nachdem ich also das alles hier gelesen habe und dann zu diesem Zitat von Dir kam, dachte ich mir, das sei eine logische Konsequenz (ich interpretierte Deine Worte). Mit meiner Antwort wollte ich Dir offen und ehrlich die Richtung meiner Gedanken aufzeigen.

    Für das was ich hier so alles noch dazu schreiben wollte, ja, müsste, damit man mich richtig verstehen kann, fehlen mir immer noch die Worte. Ich versuche es trotzdem, ansatzweise in Ultrakurzform und auch in dem Wissen, dass das hier ganz öffentlich ist.

    Vieles von dem was Du hier schreibst erinnert mich an eine Zeit, die ich mit einer sehr kranken Person verbringen musste, ohne Möglichkeit dieser Situation zu entfliehen. Alle Versuche selbst etwas zu verändern wirkten sich letztlich gegen mich aus.

    Diese Person war ganz anders als Du Dich beschreibst, aber viele Zitate hier von Dir, sind denen dieser Person sehr ähnlich.

  2. #52
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Aber diese These habt ihr alle widerlegt!
    Offentsichtlich könnt ihr alle kämpfen, auch wenn ihr euch mehr anstrengen müsst als alle anderen!
    Aber wie denn? WIIEEEEE????
    Ja! Ich musste mich immer mehr anstregen als alle anderen, aber ich habe es gemacht. Etwas habe ich erreicht, ich finde, die Umständen entsprechend sogar sehr viel! Im Moment, gehe ich nicht arbeiten, ich tröddele viel herum, manchmal bin ich müde und mache wenig aus mein Tag. Aber einiges mache ich schon.

    Sogar bei herumtröddeln, bin ich auch am nachdenken und es bringt manchmal auch weiter... Ich nehme an, so was kannst du auch sehr gut machen.

    Als ich jung war, hatte ich über meine Kräften gekampft und manchmal am falsche Ort. Dabei habe ich einiges gelernt. Ich habe gelernt mein Energie dort zu einsetzten wo es Sinn macht. So was kannst du auch lernen, durch herumprobieren. 100% Arbeiten tue ich lange nicht mehr und sogar so viel arbeiten dass ich selber auf Beine stehen auch eine Weile nicht mehr. Aber ich tue so viel arbeiten wie ich kann, mit noch genug Energie für der Rest. ich tue für die Gesellschaft so viel leisten wie ich kann, damit ich gut zu mich schauen kann. Ich weiss, tue ich dort zu viel, kommt nicht gut.

    Auch an Freizeit, mache ich viele ruhiges... Da mich alles so anstregend ist, mache ich viel Pausen. Ich mache zwar wenig, aber was ich mache, mache ich gut.

    ...Oder kann es etwa sein, dass ich mich (aus welchen Gründen auch immer) noch einmal mehr anstrengen muss als selbst ihr schon alle?
    Das würde dann meine fehlende Kraft erklären.
    Du hast zwar für deine Alter schon ziemlich wenig Kraft, aber ein bisschen um etwas zu verändern bleibt sicher übrig. Es geht nicht wirklich um kämpfen (diese Wort stresst, finde ich), aber um etwas für sich zu tun. Wenn du schon nicht schafft, vollzeit zu arbeiten, darfst du teilzeit arbeiten. Wichtig ist dass für dich Zeit übrig bleibt.
    Aber deine mangelnde Energie kann ein andere Ursache haben als ADS. Es kann etwas sein, dass dich sehr stark blockiert. Ich spüre, dass du schon etwas ändern will (sonst würdest du nicht so viel hier schreiben) aber dass etwas sehr stark dich daran hindert. Ich meine wirklich, dass es etwas stark ist, dass du nicht einfach so überwinden kann. Aber... Mit Hilfe eine Fachperson, wird es möglich sein. Es darf Zeit nehmen, aber diese Zeit darfst du dich nehmen.
    Ich vermute, es hat vielleicht etwas mit Trauma zu tun. Manchmal erleben wir etwas sehr heftig im Leben, wo es gefühlt um Leben oder Tot geht und wie die Tieren, wenn wir weder flieht noch kämpfen können, weil der Gegner zu stark ist, stellen wir uns mal tot... Sich totstellen macht ein Tier für eine Raubtier weniger interessant und auch weniger sichtbar... Ist der Raubtier von etwas anders abgelenkt, kann doch vielleicht der Moment für ein Flucht kommen. Danach kann sein, dass wir schon von diese Zustand raus kommen, und manchmal nicht gut und so kommt das Totstellreflex immer wieder, aber an falsche Ort und falsche Moment. Wir haben zwar heute nicht mehr viel mit Rautieren zu tun, aber mit viele andere Gefahren und wir reagieren immer gleich wie unsere Vorfahren.
    So etwas kann man sehr gut behandeln, vielleicht viel besser als du meinst, aber es muss bei der richtige Person sein.
    Früher hatte ich auch immer wieder geneigt zu meinen, dass ich dies und jenes irgendwie nicht kann... Weil ich mich an falsche Moment für die falsche Gelegenheit mich tot stelle. Dann war mich diese Erklärung wirklich einleuchtend.

    Aber wie ich bereits sagte: Mein ADHS geplagter Kumpel hat es ja auch geschafft.
    Mit wesentlich weniger Rückhalt als ich.

    Und viel wichtiger: Er hat es auch alleine da wieder heraus geschafft!

    Könnte ich niemals packen!
    Wenn du es nicht packen würden, dann was? Was ist für dich noch möglich?

    Toll, das bedeutet ich muss mich auf Einzelgängerhobbys beschränken. Naja, war mir ja eh irgendwie klar.
    Und sich in der Gruppe gegenseitig helfen...
    Es würden eh nur alle mir helfen müssen.
    Nein, es war eine Missverständnis und es geht um 2 Sachen: Hobbys kannst du allein machen oder im Gruppe, wie es dich besser ist.
    Hilfe kannst von Fachpersonnen bekommen für deine Problemen. Sie sind dafür bezahlt.

    Das heißt ich werde auf ewig immer allen Dankbar sein?
    Gut, ich bin jetzt bereits sehr Dankbar für eure Hilfe hier und für alle die Hilfen, die ich von meiner Familie und meinen Betreuern bekommen hab.
    Dankbarkeit ist etwas sehr schönes! Nicht zu unterschätzen! Wenn du noch durch die Hilfe vorschritten machst und ein bisschen selbständiger wird, wird auch für wer dich hilft schön. Erwartet bitte nicht zu viel von dich!

    Außerdem schreibst du, ich würde die Eindrücke gut verarbeiten.
    Großes NEIN.

    In so philosophischen Themen vielleicht. Aber wenn es um irgendwelche zu erlernenden Fähigkeiten geht, dann auf keinen Fall. Ich vergesse ständig alles mögliche, nichts kommt in meinem Kopf als "gelernt" an.
    Ich glaube dich nicht, du kannst doch lesen und schreiben und sogar sehr gut! Also, auch wenn es bei dich sehr langsam geht, kannst du lernen. Wie schnell oder langsam du lernst, ist egal. Aber du schreibst wirklich sehr gut! Also, vielleicht hast du lange gebraucht es zu lernen, aber du hast doch gut gelernt.

    Voller Enthusiasmus beginnt ihr ihn zusammenzustecken!
    Aber schon nach ein paar Minuten scheitert ihr beim Aufbau. GRRR!
    Warum will mir das nicht gelingen!!!
    Naja. Die anderen haben den schneller aufgebaut.
    Also fragt ihr bei ihnen.
    Und sie helfen dir natürlich auch.
    Endlich steht der Drache!
    So geht mein Leben oft, aber ich habe mich einmal entschieden mich deswegen nicht mehr fertig zu machen... Ich habe ADS, einiges ist schwieriger für mich, ich brauche länger und es ist nun mal so. Man verlangt nicht dass ein Rollstuhlfahrer die Treppe nimmt. Wenn es ein Lift gibt ist doch gut. Es ist nett dass die anderen dich helfen! Weisst du eigentlich wie gerne Menschen helfen, besonders, wenn jemand noch dankbar ist?

    Die nächsten Versuche werden nicht besser. Jedes Wochenende trefft ihr euch.
    Die ersten fangen schon mit kleinen Kunststückchen an, reden dabei über ganz lässig über andere Themen.
    Ihr könnt noch immer nicht mit dem Drachen fliegen. Ihr versteht nicht, was ihr falsch macht!
    Die Verzweifelung steht euch im Gesicht. Ihr werdet WÜTEND!!!! auf euch selbst.
    ....
    Ihr entscheidet, nicht mehr mit zum Drachensteigen zu kommen.
    Eure Freude versuchen euch umzustimmen, es würde doch Spaß machen.
    Aber sie verstehen letztlich, dass es einfach nicht "eure Sache" ist und lassen euch gehen.
    Ich kenne es auch... Dann ist nicht meine Sache, lasse ich sein, aber kann gut mitkommen und nur zuschauen, da bin ich dabei, aber weigere mich, wenn jemand sagt "Lässt du auch eine Drache fliegen"
    Da gebe ich früh auf, aber kann mit die Leute, wenn sie nett sind, einfach zusammensein.
    Ich suche mich ein andere Hobby. Ich übe meine Hobby allein aus.

    Nun stellt euch mal vor, das passiert euch andauernd, in allem und bei jeder möglichen Situation.
    Gleichzeitig bemerkt ihr, wie ihr im Arbeitsleben abstinkt. Alle gehen ihrer Wege, fallen hin, stehen wieder auf.
    1000-Mal an der Zahl, aber euch entgleitet euer Leben wie ein glitschiger Aal!

    Ich habe keine Kontrolle über mein Scheitern, solange ich nicht weiß, was ich falsch mache!
    Ich bin auch mehr auf die Schnauze gefallen wie anderen. Ja, es tut wirklich weh! Es ging besser, als ich aufgehört habe, dass zu machen was mich ehe nicht gelingt und mich auf das zu beschränken was geht. Immer mehr konnte ich meine kleine Erfolgen geniessen.

    Als ich von ADS wusste, ging es noch besser.

    Und Fähigkeiten in denen ich mal besser bin, habe ich kaum.
    Das Schreiben(Außer bei einer bestimmten Freundin, dass macht sie besser) und (zumindest ein bisschen) besser kenne ich mich mit PC's aus.
    (Außer bei dem Freund, der Informatik-Ausbildung macht)
    Es ist nicht "kaum" und sonst steckt noch einiges mehr... Auch hier schon erwähnt...

    Es ist also nicht realistisch für mich, auf eigenen Beinen stehen zu können?
    Klar, jeder brauch mal Hilfe! Aber ich komme ohne Hilfe zu gar nichts!
    Oder mit anderen Worten: Mir muss 90% Last abgenommen werden, damit ich die restlichen 10% gerade so schaffe.
    Da loht es sich doch mal so richtig zu leben oder?!?
    Wenn du dich auf die 10% was du schaffst freust und auch auf die nette Hilfe die du bekommst, ja, lohnt sich zu leben! Vielleicht scheint es dich im Moment unmöglich, aber du kannst lernen damit zu leben, damit zufrieden zu sein und dann wirst du etwas erreichen was viele Menschen nie lernen: Akkzeptieren dass man vieles nicht kann...

    Ich muss zugeben, dass ihr mich ein bisschen wütend gemacht habt, als ihr sagtet: Bekomme deinen Arsch hoch.
    Ihr habt auf eine gewisse Weise recht.

    Aber das ist ganz genau DIE Verzweiflung, die ich meine: Es geht nicht!
    Und es ging auch noch nie! Nicht mal als kleines Kind!
    Deine Verzweifelung hat eine Ursache. Ich sehe, dass es eine Priorität sein kann, dort anzuschauen, mit eine Fachperson. Vielleicht auch dort, musst du bei mehrere probieren. Es kann wirklich sein dass du der Eindruck, es geht nicht und deswegen alle Möglichkeiten die es doch gibt gar nicht sehen kannst, was sehr schade ist...

    Ich merke auch wie es dich richtig stinkt auf andere angewiesen zu sein und beiden können miteinander zu tun haben...

    Eigentlich ist jeden Mensch auf andere angewiesen, und zwar viel mehr als du meinst... Auch solche die viel Geld schaufeln sind auch Anerkennung manchmal sehr stark angewiesen, fast wie Baby... Können sie es nicht mehr tun, weil sie krank werden, kann sein, dass sie noch tiefer fallen wie du, weil es wirklich neu ist...

    Du hast schon ein bisschen gelernt mit widrigen Umständen zu leben und kann es sicher besser als einigen die es gar nicht kennen. Ich muss zugeben, mit was du da erzählst, sind deine Schwierigkeiten nicht klein! Trotztdem hast du bis jetzt doch gut geschafft, finde ich... Du hast viel probiert und so mal erfahren wo deine Grenzen sind... Danach kommt zu schauen was möglich ist und irgendwann (wird Zeit nehmen!) es anzunehmen. Du darfst schon wütend sein, dass du jetzt so stark auf andere angewiesen bist und mit vieles Schwierigkeiten hast. Es ist nicht sehr lustig. Aber diese Wut kann auch vergehen, wie auch die Verzweifelung.

  3. #53
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Noch etwas: Es gehört auch zu ADS es als riesen, unüberwindbares Berg zu sehen, was nicht so gross ist... Wir kennen es auch... Nun, irgendwann, kommt es doch vorwärts, auch wenn es langsamer geht...

    Vielleicht hat es davon etwas bei dich auch. Nun, auf der grösste Berg wird in kleine Schritten besteigern und irgendwann ist man oben, auch wenn es sehr lange dauern kann...

    Geduld ist auch nicht so unsere Stärke...

  4. #54
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Wie? Du musst für dich rausfinden ob der sekundäre Krankheitsgewinn für dich höher ist, oder eben die Verbesserung deiner Erkrankungen aber auch die damit verbundene Arbeit. Wenn deine Betreuer schon sagen du hast einen sekundären Krankheitsgewinn, dann scheint es nicht so weit her zu sein.

    Auf der einen Seite stehen die Umsorgung, das Verständnis von anderen, auch mal die Ausreden...... aber auch das nicht vorhandene Selbstbewusstsein, die Zweifel, irgendwann vielleicht auch mal der Frust den Absprung nicht rechtzeitig geschafft zu haben.

    Auf der anderen Seite steht viel Arbeit, viel Überwindung, die Realität und auch Angst. Aber auch die Aussicht auf Besserung, auf das Erwachsen werden. Auf ein zufriedenes Leben.


    Wenn nichts gehen würde, nicht mal als kleines Kind, dann hättest du keinen Realschulabschluss, sondern du wärest von klein auf in den Mühlen der Sonderschulen und Behindertenwerkstätten. Sicherlich hast du schon als kind gemerkt, das einiges anders und auch schwieriger ist, aber das heisst noch lange nicht, das nichts geht.
    Das beweisen genug Lebensgeschichten hier und auch in anderen Krankheitsforen, Büchern etc.....

    Du kannst sicherlich dein Leben in einem betreuten Wohnen fristen, du bekommst Essen bestimmt sogar ans Bett wenn du selbst das nicht mehr kannst. Und deine Eltern können dich alle 2 Wochen mal mitleidig besuchen. Die Freunde werden wohl irgendwann ausbleiben. Ist es wirklich das was du willst? Willst du es nicht mal probieren anders zu leben? Warum willst du nur deine kranken Anteile ernst nehmen? Bist du dir wirklich sicher alles versucht zu haben? In 10 Jahren ist der Zug für einen Neuanfang relativ abgefahren.

    Ja, mir haben auch Ärzte etc gesagt das ich Rente beantragen solle, das ich nicht mal eine Ausbildung weiter machen könne. Aber das sind Momentaufnahmen einer Krankheit die Phasen hat. Diese Phasen galt es zu überwinden, und dann geht es immer einen Schritt vorwärts. Hätte sich meine Mutter auf die Ärzte verlassen, hätte ich nicht mal ein Abitur, sondern wie gesagt die Sonderschule gemacht. du bist wahrlich nicht der Einzige. Was aber andere sagen, und was man dann doch schafft, ist oft sehr weit auseinander.

    Versuche doch wenigstens deine derzeitige Sicht als gefärbt zu sehen, negativ gefärbt von den Depressionen. Das ist normal für Depressionen. Und google vllt mal "sekundärer Krankheitsgewinn". Ich weiss, das macht wütend und abwehrend, das findet man fies etc...... aber irgendwann wird das Wissen darum dir helfen damit Schluss zu machen, und dir ein wesentlich besseres Leben beschaffen. Denn solange du die Depression aufrecht erhältst und nährst kann es dir nicht besser gehen, eher das Gegenteil. Das ist leider so.

  5. #55
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Ich finde es auf der Punkt gebracht!

    Ich war auch lange am Jammern, aber irgendwann hatte ich echt genug, da die Leute nicht immer mit mich nett waren, da ich bevormundet war... Ich finde, wenn du mal wütend wird, wenn dich viele ärgert, bist du schon auf der richtige Weg... Im Wut ist auch viel Energie... Lass es zu! Nicht nur was einigen hier sagen kann dich wütend machen, aber auch vieles in deine eigene Leben.

    Vielleicht alle die dich gesagt hatten, weil du langsam lernst, dass du nie schaffen wird. Es ist Quatsch!
    Alle die dich nur als Behinderte gesehen haben, weil du mit einiges Schwierigkeiten haben und keine Geduld hatte.

    Ich kenne es auch... Geduld hat der Umfeld nicht immer, wenn es nur langsamer geht, wenn es nur mehr Zeit braucht. Zeit hast du noch vor dich, du bist sehr jung.

  6. #56
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Eigentlich sagst du selber, du willst keine hilflose Baby sein der so viel auf Hilfe angewiesen ist. Nun, die Hilfe die du jetzt brauchst, kannst du mal annehmen, es sollte, wenn sie richtig ist, dich helfen, mehr Selbständigkeit zu bekommen.

    Wenn du es richtig machst, wirst du von 10% allein machen, in ein Jahr auf 11% kommen... Immerhin!

    Bei deine Schwierigkeiten sind jede kleine Schritten zu würdigen. Vielleicht hat es bis jetzt niemand gemacht und dich nur um die Ohren gehaut, du kannst ehe nichts. So was kenne ich gut und es tut mich weh.

    Da gab es auch menschen die mich sagte, als ich 30 Jahre alt war, ich bin zu nichts zu gebrauchen... Oder mit 35 Jahren höre ich, ich kann nur in eine geschützen Werkstatt arbeiten. Im 1. Arbeitsmarkt hatte ich bis dann nur gescheitert.

    Heute habe ich eine Arbeit in eine Nischarbeitsplatz und verdienne Geld... Nicht genug zu leben, nicht viel, aber ich erlebe dass ich doch was kann, auch ausserhalb eine geschützte Werkstatt.

    Menschen sagen so schnell, man taugt zu nichts, nur weil man seine Schwierigkeiten hat... Es stimmt nie! Du hast uns genug bewiesen was du kannst...

  7. #57
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 90

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Man könnte den Eindruck gewinnen, das da jemand auf eine Antwort wartet, die er (hier) nicht bekommt.

  8. #58
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Noch etwas von mich, hatte ich fast vergessen:

    Was möchtest du wirklich von uns? So wie du merkst, hat hier niemand Lust dich zu bestädigen dass aus dich nichts wird und dass du wirklich nichts ändern kann. Wir wollen dich helfen, dich Mut machen dass du trotz deine Schwierigkeiten, etwas, egal wie bescheiden, in dein Leben erreichen kann.

    Niemand hier hat Lust zu sagen, deine Erfolgen, was du kannst ist nicht wert.

    Dass es sehr schwierig sein kann, wissen wir alle... Wir kämpfen auch...

    Nun, ich merke dass etwas nicht nur mich langsam nervt (ich sage es lieber klar statt mich zu nerven) ist dass vor allem Antworten von dich kommen um etwas zu wiedersprechen: "Ja, aber es geht nicht". Auf vieles was hier geschrieben wird, gehst du nicht ein und auf alles eingehen, musst du gar nicht. Aber wenn wir nur als Antwort bekommen "Ja, aber es geht bei mich nicht", bekommt man der Eindruck, unsere Hilfe nützt nicht.

    Es ist klar, dass nicht alles für dich stimmt und du darfst es ruhig sagen. Aber schön wäre auch, wenn du bei alles was gesagt war, alles was du selber dich nachgedacht hatte, etwas sucht was dich doch weiter hilft. Etwas mehr als nur dass wir uns um dich kümmern. Etwas dass dich wirklich hilft, selber irgendwas zu anfangen. Es kann etwas sehr klein sein...

    Ausser dass wir alle so nett sind dich zu antworten, sehe ich sonst nichts dass sich bei dich bewegt. Vielleicht die Erkenntnis dass vieles mit Selbstwertgefühl zu tun hat, aber was könntest du machen? Auch wenn du mal sagst: "Ich muss es wirklich noch alles durch die Kopf gehen lassen" ist etwas... Sich Gedanken machen ist auch genau so wert wie eine konkrete Schritt nach aussen. Übrigens, finde ich schon dass du etwas machst, in dem du hier dich äussert und mit uns redest... Vielleicht hast du schon etwas getan, auch nur nachgedacht und denkst dich, es sei nichts... In gegenteil! Alles fängt wirklich in Kopf an und durch Erkenntnissen (dazu bist du wirklich fähig, wie ich merke, du begreifst einiges ziemlich rasch!) kann sich auch erstaunlich vieles bewegen... Durch erkenntnis, ändert man seine Haltung, seine verhalten und es bewirkt schon dass der Umfeld anders mit uns umgeht.

    Ich habe eine sehr gute Freundin, sie ist noch einige Jahren älter als ich... Sie war immer langsam und rasch müde und schlank war sie auch nie... Ihre Jugend war alles anders als schön. Aber sie ist im Leben ziemlich weit gekommen, ist vor allem zufrieden damit, weil sie sich auf ihre innere Leben, ihre Emotionen (dort ist sie stark) konzentriert und es hat immer was bewirkt.

    Ich mache es auch und dann muss ich im aussen Welt nicht mal viel machen, dass sie was bewegt... Wer langsam ist, hat oft seine Stärke innen... Damit wirst du weiterkommen. Es ist etwas dass wir in unsere Gesellschaft oft vergessen...

    Ich habe schon erlebt dass sich etwas ändern kann, nur weil ich einfach zulasse was ich fühle (auch meine Verzweifelung und Wut), ich muss dabei nicht umbedingt es andere mitteilen, es geht mehr drum, dass es in mich sein darf... Dann geht in mich etwas los und dann ist meine Verhalten ein bisschen anders.

    Vielleicht, wenn dich sonst alles blockiert, wenn du gerade nichts siehst, was du machen kann, kann der weg sein, dass du zulässt dass du dich nur verzweifelt und hilflos fühlst und es nun wirklich annimmst... Dann kann sein dass es schon schwächer wird. Vielleicht schaffst du nicht allein, aber es gibt Menschen die dafür bezahlt sind, dich dabei zu helfen.

  9. #59
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Noch was gefunden und an dich gedacht: https://adhsspektrum.wordpress.com/2...n-erwachsenen/

  10. #60
    Rettich

    Gast

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Ich lese den Thread schon seit ein paar Tagen. Auf gewisse Weise erinnert mich deine Argumentationsführung an viele ähnliche Diskussionen in einem Hobbyautorenforum. Dort stellen Leute ihre Texte vor und die anderen Hobbyautoren geben dann ihren Senf dazu.

    Du kannst die vorstellen, dass so etwas keinen Spaß macht, wenn der eigene Text von anderen hinsichtlich Stilistik, Grammatik, Rechtschreibung und Logik auseinandergenommen wird. Mir ist dort sehr stark aufgefallen, dass einige Autoren sehr wortreich und sehr lang (oftmals länger als ihr vorgestellter Text) zu argumentieren versuchen, warum ihre Wortwahl/Aussage/Dialog in diesem Fall richtig/besser/wohlüberlegt ist und sich die anderen also irren müssen. Nun, in jeder Disziplin gibt es gewisse Regeln, die der Leser erwartet. Werden diese nicht eingehalten, fühlt sich der Leser irritiert und sagt: das ist ein schlechter Text.
    Höre auf mit dem ständigen: das konnte ich noch nie. Ja und? Früher konntest du auch noch nicht Schreiben.

    So viel zu diesem Punkt. Das andere, wie z.B. Drachensteigen oder jede andere Tätigkeit in der alle anderen besser sind. Man kann sich an vielem probieren und an vielem Scheitern, wichtig ist, dass man nicht aufgibt. Und da kommen wir zum nächsten Punkt. Will ich das wirklich?
    Was mir bei dir fehlt ist der unbedingte Wunsch, etwas können zu wollen, weil du es selbst willst oder andersherum gesagt: auch dann am Ball bleiben, selbst wenn andere es besser können oder schneller sind. Wenn alle so denken können, würden alle 100m Sprinter ihre Laufschuhe an den Nagel hängen weil sie von vornherein wüssten, dass sie gegen Usain Bolt keine Chance hätten. Sei machen es aber nicht, warum nur?

    Und mit "unbedingt" meine ich, dass ich mir etwas vornehme, das ich können WILL, ohne dass ich dabei im Hinterkopf habe dass ich es nur mache, weil ich ein Haus, ein Auto, ein Boot, eine Frau und 5 Kinder haben will sondern weil mich die Sache interessiert.

    Besinne dich also auf deine Stärken. Wenn du gerne schreibst, dann schreibe halt und du wirst automatisch besser. Es geht im Leben nicht darum, zu werden wie Usain Bolt sondern darum, zu versuchen das Beste aus (beliebigen Forumsteilnehmernamen einsetzen) herauszuholen.

    P.S. Es klappt in der Regel nicht, sich eine Bestätigung oder Widerlegung zu einer Sache in verschiedenen Foren "herbeizuschreiben".
    Arsch hoch ist tatsächlich das Mittel der Wahl, um im Leben etwas zu ändern.

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