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Diskutiere im Thema ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #121
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Hallo Woodpecker,

    Ich finde mich einfach unersätzlich, nicht weil ich besser bin als anderen, aber weil jeden Mensch einmalig ist.

    In deine Alter hatte ich auch nur Fehler an mich gesehen. Zwischendurch weiss ich dass ich auch gute Seiten habe. Wie neigen wirklich mit ADS unsere schlechte Seite deutlich zu sehen und unsere guten zu ausblenden. Wir wollen eben nicht angeben, nicht bluffen und mit anderen fair sein...

    Bei dich sehe ich Stärken die genau so ausgeprägt sind als deine Schwächen... Ich habe sie schon erwähnt, aber ob du alles mitbekommen hast, weiss ich nicht.

    Langsam sein finde ich gar nicht schlimm, mich beruhigt, wenn jemand langsam ist. Ich bin auch langsam. Langsam lernen ist auch nicht schlimm... Vielleicht auch da auf der Forum, wirst du Zeit brauchen einiges zu begriffen, na und? Du hast zugeben und es scheint mich dass vielen es verstehen können.

    Dick sein ist auch gar nicht schlimm... Es kann belasten, wegen die Gesundheit, aber sonst, stört es mich bei anderen Menschen gar nicht.

    Naja, und diese schnelle Menschen die um dich sind, sie haben auch ihre Schwächen...

  2. #122
    Karisa

    Gast

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Woodpecker schreibt:
    Das führt mich zu einer sehr praktischen Frage:

    Psychotherapie -
    Tiefenpsychologie
    Kognitiv
    Psychoanalytisch?

    Kognitiv hätte den größten "nutzen".
    Aber bei der Tiefenpsychologie weiß ich hinterher, warum alles so kam, wie es kam(hinterher ist gut... So ein Prozess geht weit über die Therapiezeit hinaus... Meine Schwester hat 10 Jahre gebraucht um zu verstehen...).

    Psychoanalytisch hab ich keine Ahnung.

    Mein Betreuer meinte mal, ich sollte eine Kognitive Psychotherapie machen.
    Aber ich habe irgendwie im Gefühl, dass ich mit der Tiefenpsychologie mehr anfangen kann, obwohl meine Problemfelder wohl eher zur Kog. Therapie passen würden.
    Meine Schwester hat auch eine tiefenpsychologische Therapie hinter sich und ihr hat das sehr gut getan!

    Du hast mal so einen Innenanteil erwähnt, der in Zusammenarbeit mit Deinem Betreuer in Deiner Vorstellung "sichtbar" geworden ist.
    Es sollte eine Therapie sein, wo der oder die Thera fähig und bereit ist, sich nach der Stabilisierungsphase mit genau diesem (Beschützer-) Anteil auseinanderzusetzen. Dieser Innenanteil (der ja auch Du ist) wird dabei lernen (vorausgesetzt, dass meine Annahme so stimmt), seine Kraft nicht mehr um des Überlebens Willen für die Bestätigung der ehemals missbrauchenden Person zu ver(sch)wenden, sondern für Dich.
    Geändert von Karisa (26.01.2015 um 12:58 Uhr)

  3. #123
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    mj71 schreibt:
    Naja, und diese schnelle Menschen die um dich sind, sie haben auch ihre Schwächen...
    Oh ja, ich habe viele Schwächen und Fehler, obwohl ich wohl zu den Schnelleren gehöre.

    Und trotzdem - beruflich mag ich ersetzbar sein (und das ist durchaus gut so, auch wenn ich lange braucht um das zu lernen), aber menschlich gibts mich nur einmal. Wer meint, mich austauschen zu können, der hat mich nicht wirklich kennen gelernt oder nicht verstanden.

  4. #124
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 118

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Woodpecker schreibt:
    Das führt mich zu einer sehr praktischen Frage:

    Psychotherapie -
    Tiefenpsychologie
    Kognitiv
    Psychoanalytisch?

    Kognitiv hätte den größten "nutzen".
    Aber bei der Tiefenpsychologie weiß ich hinterher, warum alles so kam, wie es kam(hinterher ist gut... So ein Prozess geht weit über die Therapiezeit hinaus... Meine Schwester hat 10 Jahre gebraucht um zu verstehen...).

    Psychoanalytisch hab ich keine Ahnung.

    Mein Betreuer meinte mal, ich sollte eine Kognitive Psychotherapie machen.
    Aber ich habe irgendwie im Gefühl, dass ich mit der Tiefenpsychologie mehr anfangen kann, obwohl meine Problemfelder wohl eher zur Kog. Therapie passen würden.
    Meine Schwester hat auch eine tiefenpsychologische Therapie hinter sich und ihr hat das sehr gut getan!
    Du könntest die sogenannten probatorischen Sitzungen (mehr Infos habe ich dir unten in Form von Links gepostet) dazu nutzen, um herauszufinden, welche Therapieform für dich am besten wäre.
    Probatorik - Wikipedia
    Probesitzungen | therapie.de
    Was passiert in einer Psychotherapie?

    Ich selber habe vor einer Weile wegen Depressionen eine tiefenpsychologische Therapie gemacht, die mir anfangs auch gut geholfen hat. Irgendwann stagnierte aber das Ganze, weil die Therapeutin nicht auf mein diagnostiziertes ADS und meine Vermutung, Asperger zu haben (was sich kürzlich bestätigt hat), einging.
    Deswegen habe ich das dann beendet und bemühe mich derzeit um eine Verhaltenstherapie, die mir die Ärztin, die bei mir Asperger diagnostiziert hat, auch nahegelegt hat.
    Das nur nebenbei als kleinen Erfahrungsbericht - es ist wichtig, dass du einen Therapeuten/eine Therapeutin findest, mit dem/der du gut auskommst und wo du dich ernst genommen fühlst. Höre auf dein Gefühl, das dir sicher den richtigen Rat geben wird, wenn es um die Auswahl des Therapeuten geht.

    Noch was zum sich "minderwertig" fühlen:
    Das ging mir ganz lange so, ich wurde von klein auf massiv gemobbt und gleichzeitig wurde mir vermittelt, ich könne nichts. Dazu kam eine sehr, hm, ungute Erziehung (ich will darauf nicht näher eingehen, sorry) sowie die Trennung/Scheidung der Eltern (inkl. Morddrohungen meines Vaters), der frühe Tod meines Vaters (Substanzmissbrauch), schädliche Beziehungen und Freundschaften, eine Reihe an körperlichen Behinderungen (die ich teilweise meinem Job, in dem ich mich halb kaputt geschuftet habe, zu verdanken habe) und zuguterletzt das von Kindesbeinen an vorhandene Gefühl, bei der Geburt dem falschen Geschlecht zugeordnet worden zu sein (was so richtig sch... ist! Aber trotzdem nicht vergleichbar mit körperlicher oder geistiger (Schwer-)behinderung! Ich kann immerhin laufen, sehen, hören, mich selbst versorgen usw. und lebe hier in Mitteleuropa sehr gut und vergleichsweise sicher.).

    Weil ich ein sehr trotziger Mensch bin, habe ich mich irgendwann gegen diesen ganzen Psychomist aufgelehnt und begonnen, mich selbst kennenzulernen und wertzuschätzen, mich gegen Ungerechtigkeiten und Überforderung zu wehren (alles ist immer noch "Baustelle", aber "fertig" wird man in diesem Leben eh nicht, einfach weil es nun einmal zeitlich begrenzt ist) und habe last but not least die "Angleichung" zum Mann durchgezogen. Gerade letztere war ein hartes Stück Arbeit und mit viel Stress, Schmerzen (OPs) und Demütigungen verbunden. Habe mich aber durchgebissen, weil der Leidensdruck so groß geworden war, dass ich keine Alternative mehr sah.
    Meinen Job habe ich krankheitsbedingt verloren, war jahrelang arbeitslos und habe ebensolang mit Jobcenter und Sozialgericht um eine Umschulung gekämpft (ich führe das Gerichtsverfahren alleine, ohne Anwalt) - mit nach wie vor offenem Ausgang.

    Fazit:
    Ich mag mich mit allem drum und dran, auch wenn es oft echt schwer ist, in dieser Welt zurechtzukommen. Aber ich bin ja nicht hier, um es allen recht zu machen oder mit allen auszukommen.
    Mein Leben ist einzigartig, niemand anderes macht genau die Erfahrungen und hat genau die Persönlichkeit wie ich. Allein das macht es "wertvoll" (obwohl ich derlei Bewertungen an sich ablehne, weil sie mich in meiner persönlichen und spirituellen Entwicklung bloß hemmen), und selbstverständlich unersetzbar. Etwas anderes lasse ich mir auch nicht einreden

    So, das ist jetzt mehr, als ich eigentlich zu schreiben beabsichtigt hatte XD
    Vielleicht hilft dir ja der Tipp mit den probatorischen Sitzungen - eine Therapie ist in deiner Situation sicherlich genau das Richtige.
    Geändert von Wollnashorn (26.01.2015 um 15:04 Uhr)

  5. #125
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Woodpecker schreibt:
    Das führt mich zu einer sehr praktischen Frage:

    Psychotherapie -
    Tiefenpsychologie
    Kognitiv
    Psychoanalytisch?

    Kognitiv hätte den größten "nutzen".
    Aber bei der Tiefenpsychologie weiß ich hinterher, warum alles so kam, wie es kam(hinterher ist gut... So ein Prozess geht weit über die Therapiezeit hinaus... Meine Schwester hat 10 Jahre gebraucht um zu verstehen...).

    Psychoanalytisch hab ich keine Ahnung.

    Mein Betreuer meinte mal, ich sollte eine Kognitive Psychotherapie machen.
    Aber ich habe irgendwie im Gefühl, dass ich mit der Tiefenpsychologie mehr anfangen kann, obwohl meine Problemfelder wohl eher zur Kog. Therapie passen würden.
    Meine Schwester hat auch eine tiefenpsychologische Therapie hinter sich und ihr hat das sehr gut getan!
    Eigentlich kannst du auch beiden machen... Da der kognitive Therapie schneller Ergebnissen gibt, würde ich es zuerst vorziehen, weil es dich jetzt schlecht geht... TiefenPsycholgie kannst du gut nachher, aber bei ADS ist es nicht immer zu empfehlen: Es kann uns das Aufwühlen in Vergangenheit auch überfordern und daher ist zuerst besser, mit was heute ist, klarer zu kommen.

    Anderen haben schon angedeutet, ich vermute auch dass es bei dich einiges heftig ist zu finden, in deine Geschichte.

    Ein Kind von.... sagen wir 5 Jahren hat das Gefühl, überheblich zu sein(ADS?).
    Dieses Kind nimmt sich jetzt also vor, jeden Erfolg zu verneinen und sich Gründe zu suchen,
    warum der Erfolg und die Anerkennung(welche Kinder ja brauchen) ihnen nicht gebühren.
    Damit ein Kind so eine Verhalten entwickelt, muss etwas wirklich sehr krass passieren... Daher, habe ich der Vermutung, es sind heftige Sachen passiert bei dich und es ist sogar besser, dass du jetzt nicht dazu Zugang hast, und lieber schaust dass es dich irgendwie besser wird, damit du später doch anschauen kannst.

  6. #126
    Lysander

    Gast

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Ich mag das Wort lebensunfähig überhaupt nicht.... da kräuseln sich meine Zehennägel, weil das Wort so nah an "lebensunwert" ist. Was lebt lebt und das macht auch jemand, der einen solchen Satz schreibt: er/sie lebt. Wir wurden alle in dieses Leben gespuckt und es ist wie es ist. Manchmal sehr hart, nicht nur für ADSler. Es gibt immer welche, denen es weitaus schlimmer geht. Ich glaube, wichtiger ist die Frage "Welche Lebensweise wähle ich als ADSler?".... dab´haben wir nämlich mehrere Wahlmöglichkeiten.

  7. #127
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 279

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Lysander, du sprichst mir aus der Seele. Mir kräuseln sich hier nicht nur die Zehennägel.

    Es ist wie es ist und jeder muss mit seinem Schicksal klar kommen. Ich muss gerade an eine Freundin denken, bei der zum 2. Mal der Krebs ausgebrochen ist; es ist nicht klar, ob sie überleben wird. ... Oder an meine Eltern (mein Vater, heute 85 Jahre alt, hat garantiert ADHS. Wir litten alle unter seinen Wutausbrüchen), die beide im Krieg geboren wurden. Konnte jemand Rücksicht auf die beiden nehmen, auch auf sein ADHS, gab es Therapeuten, Hartz IV, gesetzliche Betreuer und und und? Nein, die kämpften ums nackte Überleben und haben sich nicht einmal gefragt, ob ihr Leben lebenswert ist.

    Bei allem Verständnis für die Probleme Einzelner, ich bin ja selbst Betroffene, so denke ich, dass viele Gedanken Wohlstandsgedanken sind. Wir (mich einschließlich) jammern auf hohem Niveau. Und das halte ich mir immer wieder vor Augen, denn im Verhältnis zu anderen geht es mir verdammt gut. Ich kann laufen, gucken, arbeiten, habe ein Dach überm Kopf und und und ... Ja, mein Leben ist lebenswert.

    Was wäre, wenn es all diese Hilen nicht gäbe? Würde dann auch noch die Frage gestellt, ob man lebensunfähig ist? Nein, garantiert nicht, denn dann müsste man etwas dafür tun, um zu leben, gar zu überleben, weil sonst hätte man morgen nichts auf dem Teller.

  8. #128
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 34

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Gut, ich habe verstanden.

    Ich weiß, das ihr das nicht sagen wolltet.
    Aber mein Gejammer macht mich nur noch lächerlicher oder?

    Ich bin ein Fressmonster.

    Fresse Hilfe, Sicherheit und Zuwendung.
    Fordere ein einfacheres Leben und will mich nicht mit all dem zufrieden geben, was ich habe.
    Stattdessen werfe ich alles weg.

    Warum? Weil ich keinen Sinn darin sehe, einen Müllsack wie mich zu füttern.
    Aber dennoch bin ich zu feige, es zu ende zu bringen.
    Zu feige zum Suizid.

    Was also tun?
    Sein Leben vor sich hingammeln?
    Arbeiten und arbeiten, ohne an sich selbst zu denken, bis man kaputt ist und endlich "gehen" kann?(Ehrenamt oder so)

    Ich habe realisiert, dass ich keine Therapie durchhalten werde, solange ich nicht von ihrem Sinn überzeugt bin.
    Damit meine ich nicht die Wirkung.
    Natürlich wirkt eine Therapie.
    Ich meine damit: Warum sollte man mir helfen?
    Wäre ich das Gehirn der Gesellschaft, so würde ich mich einschläfern lassen.
    Böse, nicht wahr?

    Und wenn ich weiß, dass ich so ein Scheißkerl bin...
    Dann will ich gar nicht mehr das beste für mich, sondern wünsche mir zu meinem bald anstehenden Geburtstag eine tödliche Krankheit.

    Dies hier ist kein Suizid-Forum.
    Ihr braucht auch jetzt alle keine Angst haben, ich bleibe am Leben.

    Ich scherze rum mit Krankheiten und Behinderungen?
    Tja, wie ich schon sagte.
    Ich bin ein Scheißkerl.

    Ich dachte in diesem Forum kann ich erfahren, wie man sich trotz AD(H)S wertschätzt. Ihr habt mir alle erzählt, dass ihr das tut.
    Aber nicht wie.

    @Wollnashorn:
    Ich mag mich mit allem drum und dran, auch wenn es oft echt schwer ist, in dieser Welt zurechtzukommen. Aber ich bin ja nicht hier, um es allen recht zu machen oder mit allen auszukommen.
    Mein Leben ist einzigartig, niemand anderes macht genau die Erfahrungen und hat genau die Persönlichkeit wie ich. Allein das macht es "wertvoll" (obwohl ich derlei Bewertungen an sich ablehne, weil sie mich in meiner persönlichen und spirituellen Entwicklung bloß hemmen), und selbstverständlich unersetzbar. Etwas anderes lasse ich mir auch nicht einreden
    Willst du damit sagen, alles was individuell ist, ist wertvoll?
    Nun, Kunstwerke sind auch individuell. Aber Wertvoll ist dennoch nicht jedes.
    Frei nach dem Motto: Nicht schön aber selten.

    Das ging mir ganz lange so, ich wurde von klein auf massiv gemobbt und gleichzeitig wurde mir vermittelt, ich könne nichts. Dazu kam eine sehr, hm, ungute Erziehung (ich will darauf nicht näher eingehen, sorry) sowie die Trennung/Scheidung der Eltern (inkl. Morddrohungen meines Vaters), der frühe Tod meines Vaters (Substanzmissbrauch), schädliche Beziehungen und Freundschaften, eine Reihe an körperlichen Behinderungen (die ich teilweise meinem Job, in dem ich mich halb kaputt geschuftet habe, zu verdanken habe) und zuguterletzt das von Kindesbeinen an vorhandene Gefühl, bei der Geburt dem falschen Geschlecht zugeordnet worden zu sein (was so richtig sch... ist! Aber trotzdem nicht vergleichbar mit körperlicher oder geistiger (Schwer-)behinderung! Ich kann immerhin laufen, sehen, hören, mich selbst versorgen usw. und lebe hier in Mitteleuropa sehr gut und vergleichsweise sicher.).
    Du hast mit so einer krassen Geschichte so viel geschafft!
    Ich habe nichts dergleichen hinter mir. Und bin dennoch ein Loser.

    @mj71:
    Damit ein Kind so eine Verhalten entwickelt, muss etwas wirklich sehr krass passieren... Daher, habe ich der Vermutung, es sind heftige Sachen passiert bei dich und es ist sogar besser, dass du jetzt nicht dazu Zugang hast, und lieber schaust dass es dich irgendwie besser wird, damit du später doch anschauen kannst.
    Aber so etwas gab es in meiner Kindheit nicht. Nichts, wofür ein anderer was "könnte".

    @Lysander:
    Ich mag das Wort lebensunfähig überhaupt nicht.... da kräuseln sich meine Zehennägel, weil das Wort so nah an "lebensunwert" ist.
    Richtig. Es ist mir Lebensunwert.

    @KlaraUnsinn:
    Lysander, du sprichst mir aus der Seele. Mir kräuseln sich hier nicht nur die Zehennägel.
    Ihr könnt meinen Hass auf mich richtig spüren oder?

    Was wäre, wenn es all diese Hilen nicht gäbe? Würde dann auch noch die Frage gestellt, ob man lebensunfähig ist? Nein, garantiert nicht, denn dann müsste man etwas dafür tun, um zu leben, gar zu überleben, weil sonst hätte man morgen nichts auf dem Teller.
    Exakt das meine ich. Ich könnte nicht alleine Leben, wäre alleine nicht fähig in der "Wildnis" zu überleben.
    Die Zivilisation füttert mich mit durch. Und sie sollte es nicht tun.

    Wenn mir noch jemand erklären kann, warum ich mir helfen lassen sollte, dann bitte ich um eine Antwort.
    Ich werde nicht "mir zur Liebe" handeln.
    Es sei denn, jemand erklärt mir, wie man eine so schlimme Ausgeburt der Hölle wie mich lieben kann.

    Andernfalls werde ich zwar auch eine Psychotherapie beginnen. Aber sehr wahrscheinlich nicht schaffen.
    Jedenfalls danke ich bis hierhin.

  9. #129
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 118

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Woodpecker schreibt:
    @Wollnashorn:


    Willst du damit sagen, alles was individuell ist, ist wertvoll?
    Nun, Kunstwerke sind auch individuell. Aber Wertvoll ist dennoch nicht jedes.
    Frei nach dem Motto: Nicht schön aber selten.
    Nö, ich vergleiche Personen nicht mit Kunstwerken oder anderen unbelebten Gegenständen

    Wenn du von vornherein sagst, du wirst eine Therapie nicht schaffen, dann wird das auch mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreffen (siehe selbsterfüllende Prophezeiung). Unter den Umständen macht das kaum Sinn.
    Vielleicht ist es besser, dass du erst einmal so weitermachst wie bisher und nach Bestätigung/Aufmerksamkeit suchst. Das brauchst du offenbar momentan mehr als anderes.

    Möglicherweise ist der Leidensdruck noch nicht hoch genug, um eine echte Änderung/Verbesserung des Lebens zu motivieren. Falls dem so ist, muss wohl noch etwas Zeit ins Land gehen.
    Das war bei mir auch so - ich habe weitergemacht, bis schlichtweg nichts mehr ging und - im übertragenen Sinne - "der Wagen in den Graben gefahren war". Ich habe dann den Wagen liegen lassen, bin aus dem Graben gekrochen und mit wackligen Knien weitergelaufen. Hat funktioniert.

    Mehr hab ich dazu nicht zu sagen ...

  10. #130
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: ADS = Lebensunfähig? Meine Verzweifelungen suchen eure Erfahrungen!

    Wie? - In der einfachsten Form habe ich mich irgendwann einfach geweigert, mich selbst noch weiter runter zu machen. Das hatte ich von Aussen genug, das brauchte ich mir nicht noch selbst antun. In der einfachsten Form wäre es dann für dich, dass du aufhörst, dich als Looser usw. zu bezeichnen. - Die Frage wäre ... willst du das überhaupt?

    Den Rest spare ich mir an dieser Stelle, da die Antwort bei dir nicht wirklich ankommt.

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