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Diskutiere im Thema Unverständnis von Außenstehenden im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Unverständnis von Außenstehenden

    Paukipaul schreibt:
    "Du bist gut so wie du bist!"

    Da komme ich mir immer verarscht vor, weil es mir manchmal ziemlich schlecht damit geht, daß ich so bin wie ich bin. Es ist EBEN nicht gut so wie ich bin .
    Auf den Punkt gebracht!

    Liebe Grüße,
    Luzie

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Unverständnis von Außenstehenden

    Hallo Pasi,

    na klar kenne ich genau diese schlau formulierten Sätze.

    Es fühlt sich als Betroffener/ne immer schlimmer an als es für die Außenwelt erscheint.
    Mir geht es ganz genau wie Dir,ich möchte es eigentlich Leuten erklären,was mit mir los ist,doch dann fehlt mir der Mut dazu.

    Ich fühle mich klein und noch dazu nicht oder gar falsch verstanden.

    Medikamente sind für mich ganz tabu.Auf gar keinen Fall nehme ich dieses Zeug.

    Am besten ist es, du findest recht schnell Kontakte zu anderen Betroffenen und bleibst mit Ihnen im Austausch.


    Du bist durch Dein ADHS nicht schlechter als Anderen,eher hast du etwas das nicht so ist wie die breite Masse der Menschen es kennen.

    Nur Mut zur Wahrheit,auch wenn es nicht immer ganz so einfach ist.

    Viele Grüße

    Rennmaus 83
    Geändert von Rennmaus83 ( 2.01.2015 um 18:37 Uhr)

  3. #23
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Unverständnis von Außenstehenden

    heute erst hatte ich nochmal das Thema mit ein paar Freunden. Und sie haben eigentlich recht viele Witze drüber gemacht - was völlig passend und in Ordnung war. In den ernsteren Momenten des Gesprächs allerdings habe ich den Eindruck bekommen, dass sie mein ADHS nicht verstehen und wenn, dann eben kein/sehr geringes Wissen haben.

    Und da kam mir dann der Gedanke, dass es ja eigentlich sehr viel von mir verlangt war, Verständnis zu erwarten. Wie sollen sie denn etwas verstehen, das sie nicht erleben und über das sie nichts wissen? Bei einschneidenden Sachen habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass es eigentlich nur Menschen verstehen können, die das auch erlebt haben (mit ein Grund wieso ich hier angemeldet bin, übrigens ).
    Klar würde ich mehr Verständnis begrüßen. Aber sie bringen mir alles an Verständnis entgegen, was sie mir entgegen bringen können. Mehr als das und ihr vorhandenes Interesse kann ich einfach nicht erwarten.


    Letztlich haben sie beschlossen, dass die Gesellschaft Menschen die nicht in ein Raster passen, ausgrenzt und pathologisiert. Dadrum haben sie mich als normal bezeichnet

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Unverständnis von Außenstehenden

    Keine Ahnung ob ich nun wirklich ADS/ADHS habe, aber nehmen wir es einfach mal an. Selbst dann gelte ich für mich als normal. Es ist normal erkältet zu sein und es ist normal und gesellschaftlich anerkannt, dass nicht jeder Mensch wie der andere tickt. Manche haben Schwächen, aber dafür woanders Stärken.

    ADHS empfinde ich zwar als Störung, oder als Krankheit, aber mit diesen Begriffen passe ich immer auf. Das suggeriert nämlich oft immer etwas unnormales. Deswegen benutze ich öfter das Wort Defizit. Weil jeder Depp seine Defizite hat. Wenn ich sage ich habe ADHS, dann denke ich nicht: Oh nein ich bin krank. Dann denke ich: ok, so und so funktioniere ich eben. Das ist normal ;-)

    Ich bin nun mal verpeilt und kriege manche Sachen einfach nicht gebacken, aber es ist nun mal so. Mit dem Wissen einer ADHS-Diagnose kann ich manche Sachen verstehen und daran arbeiten, aber es geht nicht darum mich krank und schlecht zu reden. Und das ist glaub ich die Angst vieler Menschen. Das man sich zu sehr auf ein Krankheitsbild versteift: "Ich bin Krank, ich bin krank, HILFE !!!".

    Man muss den Leuten klar machen, dass man einfach nur an sich arbeitet und bereit ist, sich Defizite einzugestehen. Man redet sich nicht nieder, sondern ist bereit sich weiterzuentwickeln. Der Gang zum Arzt bedeutet nämlich Veränderung und wenn dieser negativ ist, dann geht man nicht mehr hin.

    Das verstehen natürlich nicht viele. Die fühlen sich nicht (normal) "Defizit geschädigt", dass sie gleich zur Psychiatrie gehen müssen. Aber warum denn nicht? Probleme sehen und Probleme ausschließen, bis bestenfalls nur noch die Lösung übrig bleibt. Warum nicht? Ich bin nicht krank oder geschädigt, wenn ich ADHS habe.

    Nehmt den Menschen die euch nahe stehen die Angst, dass ihr krank seid. Sagt ihnen, dass ihr einfach ALLES dafür tut um es eben nicht zu werden. Und wenn sie mit Sprüchen kommen wie: Ja musste dann Drogen nehmen?, dann antwortet: "Wir verschieben diese Diskussion auf den Tag, bis du ausreichend gut über die Medikation von ADHS informiert bist.

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Unverständnis von Außenstehenden

    Hallo,

    ja die Aufklärung gegenüber anderen ist ein sehr langer Prozeß, und im Moment bekommen die Skeptiker über die Medien noch sehr starken Rückenwind, dass ADHS eine Modekrankheit sei.

    Aber villt hilft der Struwelpeter weiter, Hans guck in die Luft fällt ins Wasser, und kann nicht anders, Zappelphillipp nervt die Eltern, Hans fällt übereinen Hund da sieht man wie gefährlich das sein kann.

    Und macht ein Experiment, setzt auf einer Party einen Skeptiker auf einen Stuhl dann setzt ihr 3 Personen um ihnerheum die ihn nacheinander mit Fragen bombardieren, die er beantworten muss, dann machen die das gleichzeitig, mal und er muss dann schnell antworten, versucht mal lange Fragen zu stellen, mit Nebensätzen, bei drei Personen kommt selbst ein Gesunder nicht mehr mit und kann sich nicht mehr konzentrieren dann wissen sie, wie wir uns fühlen.


    Klar Pauline die alleine ist verbrennt und ist villt auch schlimmer drann als wir, oder der Suppenkasper der Magersüchtige auch, dennoch sieht man auf dem Bild was passieren kann.

    LG Timo

  6. #26
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.008

    AW: Unverständnis von Außenstehenden

    Hmm... jetzt fehlt mir echt der Atem, um mir mal alle Posts zu Gemüte zu führen, bevor ich antworte.
    Tut mir leid, aber ich hatte grad ein paar Gedanken dazu, die ich lieber sofort eintippe.

    Ich persönlich gehe ja möglichst offen mit meinen Schwächen, Störungen, Handicaps, Fehlern usw. um.
    Vielleicht nicht mit allen, aber grundsätzlich tue ich das.
    Verheimlichen hat immer so etwas unehrliches und unaufrichtiges an sich.
    Also lieber gleich reinen Tisch machen, bevor es losgeht.
    "Ich habe ADS. Klingt komisch ist aber so."

    Die Reaktionen sind mir gegenüber ZUM TEIL anders ausgefallen.
    Soll heißen, daß ich mich jetzt nicht erinnern könnte, daß mir das jemals von anderen streitig gemacht wurde.
    Meistens kam ein "Ja, damit kenn ich mich nicht so aus...".

    Bekannt ist mir aber folgende Reaktion:
    Pasi schreibt:
    - Ja Ja zappelphilipp haha .. ne is klar
    Und dann kommt mein Kontra-Monolog zum Vorschein:
    Die vielen Schwierigkeiten, die ich schon immer in der Schule hatte, die Feinmotorik eines Kleinkindes mit Elefantenhänden, das sofortige Aufgeben beim kleinsten Hindernis, die MCD-Diagnose aus den 80ern, das Fehlen oder Ignorieren von Erfolgen, die vielen Tagträume, die Ablenkungen von Aufgaben und vor allem meine sprichwörtliche Langsamkeit...
    "Nein, ich bin nicht Zappelphilipp! Ich bin Hans-guck-in-die-Luft! Wir haben es beide an der Synapse, aber einen unterschiedlichen Verlauf!"

    Auf Widerworte warte ich noch...

    Problematisch sind meistens nur die nichtgezogenen Konsequenzen.
    Im Gespräch noch diese gespielte interessierte Einsicht ("Ach, SO ist das! Na dann..."), und anschließend geht es weiter wie bisher.
    Wenn ich DANN nochmal auf mein bereits erwähntes Gebrechen anspiele, kommt die gereizte Reaktion:
    "Aber das muß doch trotzdem klappen! Kann ja nicht sein, daß ich nur deswegen immer bei Dir nachbohren oder eine Extrawurst braten muß! Bei anderen klappt doch auch alles!"
    Oder:
    "Jetzt schieb nicht immer alles auf Dein AD-Dingsbumms!"

    Nicht alle handhaben das so. Und diejenigen, die das dennoch so halten, landen bei mir in Schubladen:
    - überfordert
    - im Streß
    - nicht diagnostiziert
    - unterbelichtet
    - "Ar...ch"
    Edit: wort gelöscht

    Für Schubladen 1-4 gibt's Lösungen (z.B. zu einem anderen Zeitpunkt mit viel Geduld und Herzblut nochmal zusammensetzen etc.).
    Schublade Nummer 5: abschließen und Schlüssel verschlucken.
    Sind aber glücklicherweise nicht soviele...
    Geändert von Butterblume ( 6.01.2015 um 10:37 Uhr) Grund: siehe Edit

  7. #27
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.423

    AW: Unverständnis von Außenstehenden

    @ Bummel:
    "Aber das muß doch trotzdem klappen! Kann ja nicht sein, daß ich nur deswegen immer bei Dir nachbohren oder eine Extrawurst braten muß! Bei anderen klappt doch auch alles!"
    Oder:
    "Jetzt schieb nicht immer alles auf Dein AD-Dingsbumms!"
    Kommt mich bekannt vor...

    Kategorie A**** habe ich auch erlebt und einige Jahren gebraucht um zu begreifen wer ich vor mich habe... Nächste Mal geht es bestimmt viel schneller.

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.178

    AW: Unverständnis von Außenstehenden

    Den einen oder anderen Versuch habe ich auch schon gemacht, mich "zu outen". Aber ich hab bestimmt keine ADHS, das eine oder Problem hat doch jeder, und so wie ich immer alles im Griff habe, kann ich gar keine ADHS haben. Und überhaupt ist das doch das, was heute angeblich bei fast jedem Kind diagnostiziert wird, weshalb man diese mit Psychopillen abfüttert...

    Ich lasse das deshalb lieber bleiben und behalte es für mich.

    Nur mein nächstes Umfeld, das mich am besten kennt, wunderte sich nicht über die Diagnose. Wobei auch sie noch nicht nachvollziehen können, mit wie viel Mühe ich mich oft durchs Leben kämpfe.

  9. #29
    Huiuiui

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 1.761

    AW: Unverständnis von Außenstehenden

    Ich habe meiner Psychiaterin letztes Mal erklärt, was da in meinem Hirn abläuft. Dass sich meine Gedanken immer so verhalten, wie die Menschen am Hauptbahnhof zu den Stosszeiten. Sie wuseln alle durcheinander, kreuzen, überholen sich, stossen aneinander, kommen zusammen, gehen auseinander, können sich nicht ausweichen, lärmen um sich gegenseitig zu übertönen, einfach das schönste Kopfkino und das natürlich immer.
    Heute fragt mich doch meine Psychiaterin allen Ernstes, ob der Lärm in meinem Kopf weniger geworden sei.

  10. #30
    Zappelphillipp!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 459

    AW: Unverständnis von Außenstehenden

    Unverständnis von all den Außenstehenden ist das was ADS manchmal am schlimmsten macht, man fühlt sich so verloren und so missverstanden, sofern man eben nicht einen guten ADHS-Spezielisten (endlich) an der HAnd hat, der mal endlich Licht ins Dunkel bringt. Das schlimmste was mir in dem letzten Jahr wiederfahren ist war "allgemeine Psychiatrie", die Medikamente (Neuroleptika unter denen ich geheult hab und lange auf Hilfe gehofft habe...); wo man mir nicht geglaubt hat, man, da war ich schon in der Klinik, in der letzten Instanz und auch da war man mit mir überfordert, mir konnte keiner helfen.....warum besucht sie nie die Therapiestunden und gurckt nur draussen rum, nicht weil se faul is, sondern weil sie echt nicht sitzen kann. ... Hat keine Arbeit und fühlt sich überfordert, versinkt im CHaos (schmeißen wir sie raus!!!!), hat doch nix zu tun und redet davon, das ihr die Zeit am Tag nicht langt...... Das ganze is echt n krasses Stück mit dem ADS, verstanden und akzeptiert und vielleicht auch einfach mal gemocht und respektiert zu werden, auch weil man eben anders und nicht unbedingt grad immer schlecht anders is , das wünsche ich mir sogar bis heute noch wirklich wirklich von ganzem Herzern, warum kann man ein großes Kind nicht einfach gern haben?!?!?!? Und immer diese Typischen Sachen die man mit ADS immer hört "Jetzt stell das doch mal ab!; Sei doch mal deines Alters entsprechend, jetzt lern doch mal überall so gut und nicht nur in deinen Lieblingsfächern, Jetzt sei doch mal normal! Mach dir mal endlich nicht immer so ne Chaos Frisur.... Alles so Dinge an denen ein ADSler ja gar nix ändern kann.....!!!!!!!
    Ich finds echt schlimm das es so ist und das man so durchs Leben gehen musste nur weil man anders ist, aber mal ehlrlich, is ja nicht alles schlecht am ADS oder? Schlimm daran ist nur in dieser Gesellschaft zu leben, wo es eine Krankheit ist, anders zu sein als die Norm.....
    Geändert von Canary (11.03.2015 um 23:48 Uhr)

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