Ich habe gerade das Buch "Neue Vahr Süd" von Sven Regener gelesen (die Verfilmung schau ich mir erst noch an) und ich hatte bereits nach ein paar Seiten den Eindruck, dass es sich bei Frank Lehmann um einen Lupenreinen ADS´ler handelt. Wenn ein anderer schon lange auf etwas gesagtes reagiert hätte, grübelt er noch hin und her, wie das jetzt wohl gemeint war, was derjenige damit beabsichtigt oder unter welchen Umständen er es vielleicht doch falsch verstanden haben könnte und und und ... oder er reagiert impulsiv und haut was raus, was man ihm so evtl. nicht zugetraut hätte.

Es ist schon länger her, dass ich „Herr Lehmann“ und „Der kleine Bruder“ gelesen habe (und damals wußte ich auch noch nichts von ADS) aber ich meine, dass diese innere Grübelei dort wenigstens auch teilweise beschrieben wird. Nur nicht so ausführlich, wesegen es mich nicht wundert, dass die Neue Vahr Süd miteinander so dick ist die beiden nächsten Teile miteinander.

Eine der am häufigsten auftauchenden Kritiken war ja auch, dass ständig „dachte er“ im Text auftaucht. Ist mir überhaupt nicht groß aufgefallen. Zu gern würde ich mal den Herrn Regener dazu befragen, denn was sich der Autor denkt und was der Leser interpretiert, muß ja nicht übereinstimmen.

Kennt jemand von euch das Buch? Wie seht ihr das?