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Diskutiere im Thema Umgang mit Streisituationen oder Diskussionen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: Umgang mit Streisituationen oder Diskussionen

    Waldsteinie schreibt:
    Mensch kann ja auch mal sagen, wo ein wunder Punkt ist. Bei einem verantwortungsbewussten und selbstbewussten Gegenüber kommt dann ne Entschuldigung bzw. dieses Gegenüber meidet dann die Trigger! Geht nicht immer, ist aber möglich.
    In erste Linie finde ich das für einen selbst wichtig. Aber wenn es arg ist, dann sollte man zumindest in einer Zweierbeziehung darüber reden können. Wie weit man das dann darüber hinaus nach aussen tragen will, muss jeder selbst entscheiden, aber ich kann verstehen, wenn man damit nicht hausieren gehen möchte.

  2. #12
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: Umgang mit Streisituationen oder Diskussionen

    Ich habe leider sehr oft gerade in einer Beziehung erlebt dass diese "Schwäche" zunächst zum Schein akzeptiert wird, um zu einem späteren Zeitpunkt voll ausgespielt zu werden. Darum bin ich sehr vorsichtig geworden und erzähle nicht unbedingt immer was mich auf die Palme bringt.

  3. #13
    p@x


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Umgang mit Streisituationen oder Diskussionen

    In der Zeit meiner Jugend (10-17) ging es bei mir so weit, dass ich ein paar Mal derartige Wutanfälle (wegen Diskussionen/Kritik) hatte, dass ich Blackouts hatte, d.h. ich bin vollkommen ausgeklinkt, gewalttätig geworden und hab alles und Jeden auseinander genommen was/wer mir grade in der Sonne stand, aber konnte mich später nicht mehr daran erinnern (glücklicherweise ohne strafrechtliche Konsequenzen!).

    Mit 17 und der ersten beruflichen Erfahrung wurde es dann besser, aber nicht wesentlich, ich war im Grunde nicht dazu in der Lage irgendeine Diskussion zu führen, die eine Aktion meinerseits als Grundlage hatte, ich habe mich sofort angegriffen gefühlt und habe mit Wut und Verzweiflung (oft in Begleitung von Tränen) reagiert, nur die Gewaltausbrüche sind nicht mehr aufgetreten.

    Mit 21 habe ich angefangen sehr aktiv im Internet und vielen Foren zu werden, das hat mir sehr geholfen, das hört sich vielleicht total bescheuert an, aber was willst du machen, wenn dich im Internet Jemand kritisiert und mit dir anfängt zu diskutieren?
    Weglaufen kannst du nicht, was einmal da steht, bleibt auch da stehen, ausrasten und rumwüten hat auch keinen Effekt, weil dein Gegenüber nichts davon mitbekommt.
    Fängst du an rum zu Flamen, wirst du ganz schnell ausgesperrt, damit hätte der 'Andere' ultimativ 'gewonnen'.
    Also lernt man mit der Zeit zu differenzieren, lernt verschiedene Arten von Diskussionsverläufen kennen, lernt vor ALLEM zu differenzieren, dass es oft gar nicht um einen als Person geht, sondern um Aussagen oder Aktionen die man getätigt hat.

    Man muss lernen, sich Zeit mit Aussagen zu lassen. Was wichtig ist: lass dich niemals stressen oder in die Ecke drängen, du hast genug Zeit über eine Antwort nachzudenken, IMMER.
    Man muss lernen, auch mal zuzugeben, dass man Müll gelabert hat, wenn man es denn getan hat, das kommt besser an, als sich rausreden zu wollen.
    Im Internet gibt es eine Editierfunktion, die gibt es im 1-to-1 Gespräch auch, jeder Mensch hat das Recht, bestimmte Aussagen wieder zurückzunehmen oder zu korrigieren.
    Wenn es zu einer Diskussion kommt, sollte man immer sachlich bleiben, sobald man auf eine persönliche Ebene wechselt, sollte man sofort aktiv sagen dass es zu persönlich wird und man doch bei der Kernproblematik bleiben soll.
    Genauso sollte man immer beim Thema bleiben bis es geklärt ist, das fällt mir heute noch schwer.

    Und das allerwichtigste, was ich immer wieder genau so mache: wenn man NICHT auf einen Nenner kommt, auf GAR KEINEN Fall die Situation eskalieren lassen, man kann einfach sagen "Ich glaube wir kommen da jetzt nicht auf einen Nenner, daher würde ich sagen, wir diskutieren später mal darüber weiter", das muss dein Gegenüber akzeptieren.

    Ich nutze meine innere Überkapazität dazu, im Hinterkopf immer wieder die selbe Checkliste durchzugehen:
    Sind wir noch beim Ursprungsthema?
    Ist das gerade noch produktives Diskutieren?
    Wenn mein Gegenüber mich verletzt hat ~~> War das Absicht? Meist war es das nämlich nicht!
    Drehen wir uns im Kreis oder kommen wir einem Ziel näher?

    Ich persönlich diskutiere mittlerweile richtig gern, evtl. etwas ZU gern, da manche Diskussionen dann nur um des Diskutierens willen geführt werden und man mich etwas bremsen muss xD
    Geändert von p@x (25.11.2014 um 21:51 Uhr)

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: Umgang mit Streisituationen oder Diskussionen

    Sunpirate:
    Verständlich, aber es geht auch anders. Nicht alle sind so. Manchmal braucht man vielleicht dazu aber mehrere Anläufe.

    p@x:
    Naja, ein einmal gesagtes Wort kann man nur bedingt wieder zurück nehmen. Wenn das Wort dann noch weh tut, dann bleibt der Schmerz, auch wenn es nicht so gemeint war. - Ich weiss, das du das anders meintest, ich gebe auch nur zu bedenken.


    Wobei ich im Privaten auch auf eine persönliche Ebene wechsel und ggf. beschreibe, wie ich mich dabei fühle - oft auch zum Entschärfen der Situation. Im Beruflichen aber sicherlich nicht angebracht.

  5. #15
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: Umgang mit Streisituationen oder Diskussionen

    Auch das kenn ich, das schwierigste an langen Dikussionen ist für einen ADSler das beim Thema bleiben. Selbst wenn es interessant und spannend ist.
    Wutausbrüche die in Gewalt umschlagen kenne ich von mir nur selten. Da wurde ich wahrscheinlich vom Verhalten meines Erzeugers gebremst (in dieser Hinsicht ein Glücksfall). Denn meine Mutter hat mir erzählt dass ich als kleiner Junge in meinem Jähzorn gegen die Wände der Wohnung rannte.

    Oder Partnerinnen die nicht so verkorkst sind wie die mit denen ich eine Beziehung hatte

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    AW: Umgang mit Streisituationen oder Diskussionen

    Hallo,

    das Problem habe ich auch.

    Mir fallen die besten Sachen immer erst ein wenn ich aus der Situation raus bin. Dann kommt "Verdammt, das wäre auch noch gut gewesen!" "Wenn du dieses und jenes noch erwähnt hättest, hätte der andre nicht mit mit dem und dem Argument kommen können" Am Ende sehe ich mich meistens als Verlierer.

    Auch verhasple ich mich dann oft in meinen Sätzen, fange das Stottern und Stammeln an oder vergesse gar was ich überhaupt sagen wollte. Für Außenstehnde muss das ein ziemlich erbärmliches Bild geben. Auch weiß ich oft nicht wann ich jetzt was sagen darf/soll. Aus diesem Zögern heraus, beteilige ich mich manchmal gar nicht und ehe ich mich versehe ist das Gespräch zu Ende und ich hab noch gar nix gesagt... ich ärgere mich dann und die anderen halten mich für teilnahmslos.

    Unter Medikinet merke ich aber, dass besonders diese "Sprachfehler" weniger werden. Ich kann mich klarer ausdrücken und es macht sogar schon manchmal Spaß mir zuzuhören. Auch ist es einfacher den anderen zu folgen und ich kann mir merken was die gesagt haben. Mein Freund meint ich wäre agressiever, ich sehe das aber nicht so. Ich finde ich beginne jetzt langsam für mich einzustehen und mir nicht mehr auf der Nase rumtanzel zu lassen!

    Ich glaube aber, dass man sowas üben kann. Ich weiß aber nur nicht mit wem. Mein Freund hat auf sowas keinen Bock, der kann das schon sehr gut und braucht nicht üben, außerdem ist er am Abend auch immer total gerädert nach der Arbeit.
    Geändert von Susilein (27.11.2014 um 15:56 Uhr)

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.932

    AW: Umgang mit Streisituationen oder Diskussionen

    Vielleicht eine Art Selbstbehauptungskurs? Manchmal gibt es so was auch an der VHS. - Ist aber nur so ein Gedanke.

  8. #18
    UglyKid

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 92

    AW: Umgang mit Streisituationen oder Diskussionen

    Hoi

    Habe hier auch riesige Probleme. Wenn der Streit eskaliert ist, sagte ich dann "Flasche voll" und bin dann immer abgehauen und ich war dann
    lange Zeit nicht ansprechbar: Im beruflichen Umfeld kam das meistens nicht sehr gut an, im privaten eben auch nicht.

    Hab dann mit meiner Psychlogin und in einer Gruppe ein soz. Kompetenztrainig machen können. Hat mir enorm geholfen. Ich kann zwar immer noch
    nicht gut streiten, aber ich denke an das Geübte, so starte ich nicht sofort wieder durch

    Gruss

  9. #19
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: Umgang mit Streisituationen oder Diskussionen

    Keine schlechte Idee. ChaosQueeny(endlich mal nicht mit ie)
    Was man auch in jedem Fall üben sollte ist innerlich etwas mehr Distanz zu halten.
    Dann hat man vielleicht auch besser Zugriff auf die Argumente.

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    AW: Umgang mit Streisituationen oder Diskussionen

    Ja, sowas könnte ich mal schauen. Es gibt von der Arbeit her schon solche Kurse a'la Konfliktlösung. Aber 1. glaub ich ist das eher nur Theorie und 2. bin ich für sowas eh nicht vorgesehen, da ich ja sowieso keine leitende Position mehr übernehmen darf. Will ich aber auch gar nicht...

    Auch wären Diskutier- und Debatierclubs - wies in den USA scheinbar welche geben soll - sinnvoll. Aber sowas hab ich auch noch nicht gehört, da gibts das ja scheinbar in den Schulen.

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