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Diskutiere im Thema ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Ich denke, es ist völlig okay. Fast jeder hier kennt das doch aus anderen Situationen. Ich nehme dir jedenfalls nichts krum.

    Und bei allen Fakten, ja, ich kann dir trotzdem nachfühlen. Gefühl und Verstand ist leider zu oft zweierlei, merke ich ja auch immer wieder und nicht immer ist das gut, eben auch weil es oft weh tut.

    Vielleicht ist es wirklich so, dass dein Bruder besser rational Entscheidungen trifft, du aber dafür auf emotionaler Ebene eben auch Mitgefühl empfindest und einfach da bist. Eigentlich doch auch eine tolle Ergänzung. Daher "Einschränken" aufgrund des AD(H)S vermutlich ja, aber "nutzlos" ganz bestimmt nicht und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass deine Eltern das so sehen.

    Und jetzt drück ich dich auch einfach mal feste.

  2. #22
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Herbstwind schreibt:
    So, hab jetzt nach einer heftigen Nacht endlich meine Gefühle unter Kontrolle. Ich war gestern einfach durch den Wind, ich fühlte mich mal wieder zurückgesetzt und war total aufgewühlt und ich hab einfach gehofft, jemand würde mir sowas wie Kraft geben, mich durch diese Gefühlswelt durchzukämpfen.

    Natürlich sage ich, dass mir die Aufgabe der gesundheitlichen Fürsorge schwerfallen würde und mein Bruder sich da besser reinhängen wird. Ich seh dass ja auch ein. Ich weiß aber, da ich meine Oma mitgepflegt habe, wie viele Entscheidungen direkt immer getroffen wurden. Das sind manchmal Kleinigkeiten, aber sie müssen getroffen werden. Ich werde da jedes Mal meinen Bruder um sein okay bitten müssen.

    Mein Bruder war im Jahr einmal für eine halbe Stunde da und hat es nach seinen Worten "nicht ausgehalten da so rumzusitzen und er könnte die Zeit besser nutzen".

    Da ist man einfach fertig, wenn man nicht mal erwähnt wird, bei der Oma praktisch ständig am Arbeiten war und das wird definitiv mit meinen Eltern auch so sein.

    Ich muss einfach lernen (vielleicht ist die Diagnose auch zu frisch) meine Krankheit zu akzeptieren und die daraus resultierenden Einschränkungen.

    Ich bin traurig und wütend zugelich, dass ich die Aufgabe nicht übernehmen kann und auch enttäuscht, dass ich nicht mal erwähnt wurde.

    Tut mir leid, dass ich so verletzt war, aber ich habe gestern einfach warme Worte gebraucht, keine Belehrungen, denn mein Kopf war so voll von Emotionen, dass rationale Erklärungen eben nicht ankamen.

    Ich danke euch allen, hoffe, ich habe euch nicht verschreckt, tut mir leid, dass ich so ausgetickt bin und noch ein besonders herzliches Danke an Wintertag, das hab ich gebraucht. Danke
    Weißt du, ich finde du bist zu Recht verletzt. Wenn dass so gelaufen ist bei euch bei der Pflege der Großeltern und dem, was du über denen Bruder schreibst.

    Aber sieh es nicht so schwarz bezüglich dessen, was da vielleicht auf dich zukommt später. Es kann doch gut sein, dass du denen Bruder später nicht bei jedem Schritt, jeder Entscheidung fragen muss, sondern er sagt "nein du brauchst mich nicht jedes Mal anzurufen, entscheide du diese Sachen, ich weiß doch, dass du das richtige entscheidest und ich bin ja viel zu weit weg." Und bei großen Entscheidungen, da spricht man sich doch sowieso ab zwischen Geschwistern, wenn es um de Eltern geht.

    Und wie Caos Queeny schon geschrieben hat, ihr ergänzt euch dann halt gut alle beide, er mit seiner Fähigkeit gut rational zu entscheiden und du mit der täglich Sorge und dem Dasein für deine Eltern. Das ist doch auch gut und kann für dich ja auch eine Erleichterung sein, dass du nicht alles allein dann entscheiden musst und deinen Bruder, wenn er sich dann auch so herausziehen will aus der Pflege, wie bei euren Großeltern, in die Pflicht nehmen kannst. Er kann dann halt nicht, wie es ja Männer oft gern tun, weil Pflege in ihrem Denken Frauensache ist, raushalten, weil du immer sagen kannst, nicht ich bin von den Eltern bevollmächtigt wurden, sondern du - die Eltern wollten dass du es machst, dich mit verantwortlich fühlst und nicht alles auf mich abwälzt, du wirst deinen Eltern doch diesen Wunsch jetzt nicht abschlagen. Verstehst du, dreh es um, sie es vielleicht sogar ein bisschen gegen denen Bruder gerichtet, die Entscheidung, die deine Eltern jetzt gefällt haben. Se wissen, das du dich sowieso um sie kümmern wirst, bei deinem Bruder waren sie sich nicht so sicher, ob er dich dann damit nicht allein lässt, deswegen haben sie es jetzt so aufgeschrieben, dass sie sich wünschen, dass er dann aktiv mitmacht.
    Geändert von Wintertag (21.11.2014 um 09:14 Uhr)

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 42

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Danke ihr beiden,

    genau so sollte ich es sehen. Aber das mit dem Gefühl und Verstand, das ist wirklich so. Man weiß, die Entscheidung, die meine Eltern getroffen haben ist richtig. Ich hätte sie genauso getroffen, aber wenn es nicht so weh tun würde.

    Die Tränen laufen immer noch, obwohl mein Verstand sagt alles klar, ist richtig so, sitz ich hier und flenne. Ist das nicht zum davonlaufen.

    Aber wird schon werden, danke für eure Beiträge. Jetzt hab ich aber mal das Thema von oben total abgewandelt.

    Ich werde jetzt trotz allem meinen Eltern nichts von der Diagnose sagen, da ich grad noch zu emotional bin und das muss sich davor erst legen.

    Es könnte natürlich sein, dass mein Vater evtl. Angst hat, Demenz zu haben, dann muss ich natürlich sagen, dass er an ADS denken muss, denn irgendwie klingt es mir so, dass bei der gesamten Patientenerklärung viel Wert auf den Fall Demenz gelegt wurde.

    Liebe Grüße und nochmals Danke an alle!

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.956

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Da es dein Thread ist, bestimmst du auch die Richtung.

    Und wenn es weh tut, dann weine. Wenn es geht, solltest du dich eigentlich freuen, ich kann es leider selten und weinen kann helfen zu heilen.

    Ich finde es gut, dass du darüber nachdenkst ihm so die Angst vor der Demenz nehmen willst. Ich denke, du bist schon sehr um deine Eltern besorgt.

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 42

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Ja ich bin sehr besorgt, deshalb tut es eben auch ein bissl weh, aber es geht mir von Stunde zu Stunde besser.

    Wäre nur gut, wenn man sagen könnte, so jetzt kann ich weinen und jetzt nicht, bei mir geht das einfach los und ich kann es einfach nicht bremsen.

    Blöd, dass man es sich nicht aussuchen kann.

    Jetzt kann ich schon wieder lachen.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Hallo Herbstwind,
    ich kann verstehen das Du verletzt bist und das Du Dir jetzt viele Gedanken machst.

    Es ist sehr löblich das Du bereit warst bei der Pflege Deiner Großmutter zu helfen, das

    können nicht viele. Auch das es Dich so trifft, dass Deine Eltern Dich übergehen, zeigt, dass sie Dir viel bedeuten.

    Denke nicht über das "was wäre wenn" nach. Suche das Gespräch mit Deinen Eltern wenn Du dazu emotional in der Lage bist, und schildere Ihnen Deine Sicht der Dinge und biete Deine Unterstüztung an.

    Versuch nicht zu viel zu grübeln.

    Gruß
    Mocki

    Ich werde meine Eltern erst mal nichts sagen, muss erst mit mir selber klar kommen. Dazu kommt noch die Therapie in der ich gerade nicht weiterkomme.
    Mal schauen ob ich es irgendwann mal sagen kann, wenn wir überhaupt je mals wieder miteinander reden sollten
    Geändert von Mocki (21.11.2014 um 15:48 Uhr) Grund: was vergessen

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