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Diskutiere im Thema ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Dein Bruder kann ja nicht über deinen Kopf hinweg entscheiden, das du deine Eltern pflegst, auch wenn er es möchte, musst du das nicht, also brauchst du dir da gar keine Sorgen machen. Ein Gespräch mit deinen Eltern genau über die Frage wieso sie ihn entscheiden lassen, könnte dir vllt auch die Unverständnis und Wut nehmen?

    ADHSler sind lt Diagnosekriterien ja klinisch relevant in verschiedensten Bereichen des Lebens eingeschränkt, findest du es wirklich so verwunderlich das deine Eltern da lieber deinen Bruder entscheiden lassen? Fühlst du dich denn in der Lage diese Entscheidungen zu treffen und die Konsequenzen komplett abzuschätzen? Fühlst du dich belastbar? Meist sind Pflegefälle mit all den Entscheidungen, Verpflichtungen, Papierkram etc. sehr belastend....


    Meine Eltern haben mich auch nicht in ihre Pflegevorsorge eingebunden, und das ist auch gut so. Ich z.B. bin froh wenn ich mein eigenes Leben einigermaßen hinbekomme, es ist für mich eine Entlastung diese Verantwortung nicht auch noch tragen zu müssen. Vllt haben sie es sowohl für sich als auch für dich gut gemeint?

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Überreagieren? Jein.

    Rein verstandesmässig vielleicht ja, es sprechen gute Gründe für deinen Bruder, was creatice da schreibt ist durchaus einleuchtend.

    Allerdings wohnst du in der Nähe und bei schnellen Entscheidungen bist du einfach schneller dran und solltest du dich wirklich entscheiden zu hause pflegen zu wollen, dann wäre es m. E. keine gute Einrichtung, wenn du für jede Entscheidung erst deinen Bruder fragen solltest. Ggf. fängt das dann ja schon bei einem Medikamentenwechsel an.

    Vielleicht solltest du wirklich noch mal das Gespräch mit deinen Eltern suchen. Vermutlich nicht jetzt gleich, da die Emotionen doch noch leicht überschiessen können, aber vielleicht in der nächsten Zeit. Immerhin wäre es möglich, dass es Punkte gibt, die sie einfach vergessen haben oder vielleicht können sie dir ihr Handeln auch noch besser erklären.

    Es gibt nämlich auch Menschen, die nicht von den nächsten Angehörigen zu hause gepflegt werden möchten, weil sie denen (oft haben diese ja dann auch schon Familie) einfach nicht zur Last fallen wollen, was aber nicht heissen muss, dass sie jetzt den Kontakt mit dir nicht geniessen und deine Hilfe nicht zu schätzen wissen. (Ich meine, normalerweise fragt man doch keinen um Hilfe, dem man nicht (ver)traut, oder?)

    Aber so was gehört besprochen, du verstehst dich doch sonst eigentlich ganz gut mit ihnen (Hast du jedenfalls geschrieben.), wirf das nicht gleich über den Haufen.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 42

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Mein Mann meinte grad auch, dass ich völlig überreagiere, aber klar ist, dass ich selbst nicht pflegen werde, sie wollen aber heimatnah sein, d. h. ich gehe von einer Pflegerin, die mit im Haus wohnt, so war es bei meinen beiden Großeltern oder von einer stationären Pflege in der Nähe aus.

    Ich hoffe natürlich, dass dies nicht nötig wird, aber andenken muss man es. Es geht mir auch darum, dass dann eine ambulante Pflege kommt und sagt, wir sollten mehr Insulin spritzen, z. B. und ich muss sagen, das darf ich nicht entscheiden, da muss ich meinen Bruder fragen. Das geht nicht. Ich hab da ehrlich gesagt auch keinen Bock drauf.

    Und so ist es eben geschrieben und da macht man sich ja viele Gedanken darüber, wie man es macht, dass Sie so entscheiden, macht mich traurig und grad fühl ich mich sowas von verlassen, weil mein Mann mich total angeschrien hat am Telefon (wir führen eine Fernbeziehung) und ich hab einfach nur ein bisschen Wärme und Verständnis gebraucht.

    Jetzt hab ich alle Telefone auf leise gestellt, Handy ausgemacht und mich total zurückgezogen. Ich bin total am Boden zerstört.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Bei medikamentösen Entscheidungen wird eigentlich nie der Verwandte gefragt, das entscheidet der Arzt. Jeglich Entscheidungen wie Unterbringung, Lebenserhaltungsmaßnahmen oder so treffen u.U. die Verwandten, wenn es keine explizite Vorsorge gibt. Das sind aber meist Entscheidungen, die eh mit mehreren besprochen werden sollten, und die eigentlich nicht regelmäßig vorkommen.


    Da deine Eltern eine Vollmacht haben, werden Fragen eh erst an dich rangetragen, wenn dein Bruder nicht zu erreichen ist.


    So wie du jetzt gerade "aus dem Häusschen" bist, weiss ich nicht, ob du bei schwerwiegenderen Entscheidungen, die du selbst treffen sollst, gelassener reagierst. Bevor du dich weiter in eine Frustspirale drehst, besprich das doch erstmal ruhig, vernünftig mit deinen Eltern, ohne Emotionalitäten. Und sag ihnen ruhig wie du das auffasst, ich glaube sie können dir dann auch deine Sorge nehmen, du würdest ausgenutzt oder hinten angestellt. Im Moment hast du noch nicht mal in Ruhe mit ihnen drüber gesprochen und ihr habt beide Seiten angehört...... dein erster Impuls ist Ärger und Rückzug....... eigentlich bestätigst du gerade jetzt was deine Eltern befürchten. Das ist aber nicht schlimm, nur solltest du mal bedenken das es ihnen mit ihrer Vollmacht um sie geht, nicht um dich. Und jemand der sachlich entscheidet ist für solch wichtige Dinge da weitaus besser, als jemand der evt. bei Überforderung oder Hindernissen aus dem Impuls raus vllt falsche Entscheidungen trifft.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 42

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Okay, die aufmunternden Worte, die ich grade brauche bekomm ich nicht, also bitte ich jetzt darum, dass jetzt keiner mehr schreibt. Ich bin schon fertig genug. Danke, dass ihr das respektiert.

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Herbstwind schreibt:
    Mein Mann meinte grad auch, dass ich völlig überreagiere, aber klar ist, dass ich selbst nicht pflegen werde, sie wollen aber heimatnah sein, d. h. ich gehe von einer Pflegerin, die mit im Haus wohnt, so war es bei meinen beiden Großeltern oder von einer stationären Pflege in der Nähe aus.

    Ich hoffe natürlich, dass dies nicht nötig wird, aber andenken muss man es. Es geht mir auch darum, dass dann eine ambulante Pflege kommt und sagt, wir sollten mehr Insulin spritzen, z. B. und ich muss sagen, das darf ich nicht entscheiden, da muss ich meinen Bruder fragen. Das geht nicht. Ich hab da ehrlich gesagt auch keinen Bock drauf.

    Und so ist es eben geschrieben und da macht man sich ja viele Gedanken darüber, wie man es macht, dass Sie so entscheiden, macht mich traurig und grad fühl ich mich sowas von verlassen, weil mein Mann mich total angeschrien hat am Telefon (wir führen eine Fernbeziehung) und ich hab einfach nur ein bisschen Wärme und Verständnis gebraucht.

    Jetzt hab ich alle Telefone auf leise gestellt, Handy ausgemacht und mich total zurückgezogen. Ich bin total am Boden zerstört.
    Ich versteh dich sehr gut, lass dich mal drücken

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 268

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Meinen Eltern habe ich nicht von der ADHS-Diagnose erzählt.
    Ich wüsste nicht, wie ich mich dazu überwinden können sollte. Mein Vater würde es vermutlich gar nicht verstehen und ich möchte es ihm in seinem Alter auch gar nicht mehr zumuten. Er ist noch zu geschockt davon, dass mein Bruder psychisch krank ist (bei diesem ist es offensichtlich).

    Meine Mutter hat glaube ich zu oft irgendwo in der Presse Texte gelesen, wonach ADHS eine Erfindung der Pharmaindustrie sei... Zwar habe ich, wenn doch einmal zufällig solch ein Pressetext Gesprächsthema wurde, deutlich gemacht, dass es ADHS sehr wohl gibt und ein wenig Aufklärungsarbeit geleistet, die auch bei ihr angekommen ist.

    Aber insbesondere die Aufklärung, das ihre eigene Tochter das auch haben könnte hätte da eher kontraproduktiv gewirkt, nehme ich an. Denn ich, als ihre Tochter bin ja aus Sicht meiner Mutter ganz sicher nicht psychisch krank. Mich sieht sie ja doch nur als "hochbegabt", obwohl ich ihr schon oft gesagt habe, dass ich zwar wirklich im sprachlichen Bereich recht leistungsfähig bin, dafür aber in anderen Bereichen beträchtliche Macken habe. Das nivelliert sich dann, wenn ich einen IQ-Test mache. Aber dass ich als Erwachsene mehrfach IQ-Tests gemacht haben, die eine gewaltige Differenz zwischen Verbal-IQ und Handlungs-IQ offenbarten habe ich lieber verschwiegen. Meine Mutter beharrt ja auf dem Testergebnis aus der Grundschulzeit, bei dem ich hochbegabt gewesen sei.

    Außerdem sollen doch meine Eltern glauben, dass ich erfolgreiche Rechtsanwältin bin, bzw. mindestens auf dem Weg dahin. Meine Probleme mit der Schusseligkeit habe ich meiner Mutter nicht verschwiegen, denn sie weiß ja, dass ich schon immer schusselig war. Dass ich aber schwer unter Prokrastination leide habe ich verschwiegen. Meine Mutter hielte Prokrastination ohnehin nur für Faulheit. Faulheit würde sie ihrer tollen Tochter allerdings gar nicht zutrauen...
    Meine fehlenden Erfolge erkläre ich lieber mit der allgemein schwierigen Situation der Anwaltschaft, typischen Anlaufschwierigkeiten oder meiner Schusseligkeit, die meine Mutter ja kennt. Ich denke meine Eltern hoffen immer noch, dass ich irgendwann "Staranwältin" werde...

    Die Sache mit der ADHS verschweige ich jetzt auch schon so lange, dass es mir immer schwerer fällt, mir vorzustellen, es meinen Eltern doch noch zu erzählen. Immerhin käme dann ja die Frage auf: "Warum hast du das nicht gleich erzählt?".

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    @ganna, aber auch irgendwie komisch, wenn du deine Eltern so in ihrem Glauben an eine super tolle überbegabten Tochter lässt , zumindest nicht die fehelenden Erfolge auf die allg. schwierige Lage von Rechtsanwälten zu schieben, sondern ehrlich zu sagen, dass viel da auch an dir liegt (ohne dass du von deinem ADS ja erzählen musst), dass wäre doch ehrlicher - findest du nicht ?

  9. #19
    ellipirelli

    Gast

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    Herbstwind schreibt:
    also bitte ich jetzt darum, dass jetzt keiner mehr schreibt. Ich bin schon fertig genug. Danke, dass ihr das respektiert.

    !!!! -----> ?

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 42

    AW: ADS-Diagnose, sagt ihr es euren Eltern?

    So, hab jetzt nach einer heftigen Nacht endlich meine Gefühle unter Kontrolle. Ich war gestern einfach durch den Wind, ich fühlte mich mal wieder zurückgesetzt und war total aufgewühlt und ich hab einfach gehofft, jemand würde mir sowas wie Kraft geben, mich durch diese Gefühlswelt durchzukämpfen.

    Natürlich sage ich, dass mir die Aufgabe der gesundheitlichen Fürsorge schwerfallen würde und mein Bruder sich da besser reinhängen wird. Ich seh dass ja auch ein. Ich weiß aber, da ich meine Oma mitgepflegt habe, wie viele Entscheidungen direkt immer getroffen wurden. Das sind manchmal Kleinigkeiten, aber sie müssen getroffen werden. Ich werde da jedes Mal meinen Bruder um sein okay bitten müssen.

    Mein Bruder war im Jahr einmal für eine halbe Stunde da und hat es nach seinen Worten "nicht ausgehalten da so rumzusitzen und er könnte die Zeit besser nutzen".

    Da ist man einfach fertig, wenn man nicht mal erwähnt wird, bei der Oma praktisch ständig am Arbeiten war und das wird definitiv mit meinen Eltern auch so sein.

    Ich muss einfach lernen (vielleicht ist die Diagnose auch zu frisch) meine Krankheit zu akzeptieren und die daraus resultierenden Einschränkungen.

    Ich bin traurig und wütend zugelich, dass ich die Aufgabe nicht übernehmen kann und auch enttäuscht, dass ich nicht mal erwähnt wurde.

    Tut mir leid, dass ich so verletzt war, aber ich habe gestern einfach warme Worte gebraucht, keine Belehrungen, denn mein Kopf war so voll von Emotionen, dass rationale Erklärungen eben nicht ankamen.

    Ich danke euch allen, hoffe, ich habe euch nicht verschreckt, tut mir leid, dass ich so ausgetickt bin und noch ein besonders herzliches Danke an Wintertag, das hab ich gebraucht. Danke

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