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Diskutiere im Thema Hyperfokus - Fluch oder Segen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #71
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    ich kann nur eine sache auf einmal wirklich effektiv bearbeiten..egal ob mensch oder ding oder thema....
    was mich davon ablenkt ist "nicht gut"...denn danach hab ich anlaufschwierigkeiten da wieder rein zu kommen..da ich es tun muss, sind das tage, wochen des leerlaufs...nervt mich....
    ich weiß von pur adhs, die können das (das mal für euch als aussensicht: ihr haltet den fokus - nur halt einen von vielen, das ist verdamt gut!, ihr findet den ursprunsfokus zurück) , ich kann es nicht, ich muss von null starten..pur adhsler steigen an dem, punkt wieder ein. nicht adhlsler oder nicht autisten können das in der form nicht...entweder vergessen sie das thema oder es wird danach sozial als unwert überprägt...die könne fokus auschalten...
    hyperfokus ist bei mir fluch: ich vergesse zu pinkeln,essen, etc., ist organiscch dumm..und segen: ich schaff in wenig zeit das was andere nie schaffen...

  2. #72
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Hirngewitter schreibt:
    ich weiß von pur adhs, die können das (das mal für euch als aussensicht: ihr haltet den fokus - nur halt einen von vielen, das ist verdamt gut!, ihr findet den ursprunsfokus zurück) , [...]
    .pur adhsler steigen an dem, punkt wieder ein. nicht adhlsler oder nicht autisten können das in der form nicht...entweder vergessen sie das thema oder es wird danach sozial als unwert überprägt...die könne fokus auschalten...

    hm, ich weiß ja nicht, wo du das verallgemeinernd her hast - es entspricht jedenfalls nicht den Tatsachen! Im Gegenteil - in der Regel ist es doch eines der Hauptprobleme, dass man den Fokus eben NICHT halten kann - deshalb heißt es ja Aufmerksamkeits-Defizit-blabla!

    Man in den berühmt-berüchtigten Hyperfokus zu kommen, ist da eine Ausnahme und auch nicht generell gut.

  3. #73
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    ne, war ein erfahrungswert...
    das von einem punkt zum nächsten springen, sei es so oder durch ablenkung ist klar, nur das hinterher wieder anknüpfen können (wenn der punkt wieder erreicht war)...

    beispiel gespräche, am anfang hat es mich irre gemacht, dass gespräche plötzlich aufhörten, obwohl ich noch nicht fertig war...ich hing dann drin...nach ner weile hab ich aber bemerkt, dass eine gute chance darauf besteht, dass das gespräch weitergeführt wird, an exakt dem abbrechpunkt...

    wenn ich einmal raus bin, bin ich raus, dann kann es passieren, dass ich gar nichts tue...also nicht dann was anderes machen kann, nach ablenkung...

    ist vielleicht doof formuliert...ich glaube was ich meinte ist das immer auf eine sache fokussiert sein, wenn auch im schnellen wechsel mit unter...das dann aber jeweils total. ich kann nicht so schnell switchen, was ablenken (bewusst) unmöglich macht...
    (wenn's völliger bockmist ist, bitte ignorieren, dann fehlen mir noch die richtigen worte, sorry)

  4. #74
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Da kann ich Habit nur zustimmen ...

    Hirngewitter schreibt:
    was mich davon ablenkt ist "nicht gut"...denn danach hab ich anlaufschwierigkeiten da wieder rein zu kommen..
    Genau das, was Du da beschreibst IST ADHS, bzw ADS.
    Das genau ist eines der Hauptsymptome, diese Aufmerksamkeitsinkonstistenz und die Unfähigkeit, einen Task zu halten, und wenn er unterbrochen wurde, wieder dorthin zurückzufinden.
    Stattdessen muss man ihn neu beginnen, immer und immer wieder nach einer Störung.

    Und insofern ...
    Hirngewitter schreibt:
    ich weiß von pur adhs, die können das (das mal für euch als aussensicht: ihr haltet den fokus - nur halt einen von vielen, das ist verdamt gut!, ihr findet den ursprunsfokus zurück) ,
    ... wüsste ich gerne, woher Du das weißt und wer das behauptet, denn das ist Nonsense...
    Die Gründe dafür liegen in erster Linie in den Exekutiven Funktionen, insbesondere dem Arbeitsgedächtnis als Teil derselben.


    Hirngewitter schreibt:
    ich kann es nicht, ich muss von null starten..
    Richtig, das ist genau so bei ADS-Betroffenen und eines der Kernmerkmale einer ADHS ...

    Hirngewitter schreibt:
    pur adhsler steigen an dem, punkt wieder ein.
    Das tun sie eben nicht, denn dann wären sie nicht von ADS betroffenen ... woher kommt diese Aussage?


    Hirngewitter schreibt:
    nicht adhlsler oder nicht autisten können das in der form nicht...
    Auch hier würde mich wirklich interessieren, wo Du das her hast ... das ist totaler Mumpitz.

    Und was bitte ist "Pur ADHS"?????
    Geändert von Fliegerlein (16.03.2015 um 18:40 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  5. #75
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    sorry, kurz zur erklärung..
    meine diagnose ist nach wie vor asperger und hyperaktiv. ein aufmerksamkeits defizit ist bei mir nicht diagnostiziert, da ich zu "geduldig" bin...ich nenne es hartnäckig, weil ich dinge zu ende bringen muss, bevor ich was neues machen kann...

    deswegen irrietiert es mich garde enorm, dass das adhs sein soll, weil ich es nach testung nicht habe,nur eben hyperaktivität...das ist jetzt ein verständnis dilemma für mich.


    wohl aber habe ich schwierigkeiten, dinge zu unterbrechen, weil es danach einen kompletten neustart für mich erfordert, ich kann nicht einfach an dem punkt weiter machen...oder an irgendeinem (!) anderen. dann geht erstmal gar nichts mehr.
    klar, das sind exekutiv probleme, die habe ich auch.
    andere menschen bringt ein telefonanruf nicht aus der tagesplanung...

    pur adhs ist doof formuliert, ich hab nicht immer gleich die passenden worte, sorry nochmal.

    es ist der direkte vergleich, zu bekannten, die die diagnose adhs und nur adhs haben. deswegen: erfahrungswerte...(und zwar 24/7, weil zusammen gewohnt in einem fall)
    es mag jetzt sein, dass die diagnose schlicht gelogen war. dann tut es mir leid. wenn es falsch beobachtet war, ebenso sorry - dann ist es gut, dass es korrigiert wird.

    was ich beobachtet hatte, war neben dem schnellen wechsel, eben das durchaus darauf zurückkommen können (nur eben nicht direkt im anschluss, sondern teilweis zeitversetzt, ein zwei tage) oder eben was komplett anderes tun zu können, ohne eben in starre zu verfallen.

  6. #76
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    ich hab im austausch mit anderen autisten auch genau das bestätigt bekommen: eine unterbrechung für zu "starre", dann ist ende mit allen nachfolgenden handlungen, eben nicht das komplette umfokussieren auf etwas neues und da dann (wenn auch vielleicht nur bis zur nächsten ablenkung) dort fokussiert sein.
    das ist für mich der entscheidende unterschied...

    das nicht fokussiert sein, seh ich bei allen anderen, die machen einfach, ob sie jetzt abgelenkt sind oder nicht, irgendwie bringen sie es zu ende. klar, auch da je nach störungsgrad. (also, die menge an ablenkungen die rein kommen)

  7. #77
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Hirngewitter schreibt:
    sorry, kurz zur erklärung..
    meine diagnose ist nach wie vor asperger und hyperaktiv. ein aufmerksamkeits defizit ist bei mir nicht diagnostiziert, da ich zu "geduldig" bin...
    Irgendwie fehlt mir da die Logik, vor allem wenn Du gerade die Symptome beschreibst, die ganz klar für eine ADHS sprechen ...

    Man möge dabei auch bitte bedenken, dass gerade bei einem gleichzeitigen Auftreten von ADHS und ASS die Symptomatik sehr verwirrend ausfallen kann und dann kommen solche Diagnosen dabei raus, aber wo bitte kommt eine Diagnose allein aus Hyperaktivität bestehend her?
    Sorry wenn ich das so direkt schreibe, aber dann hat derjenige, der diese Diagnose gestellt hat, seine Hausaufgaben nicht gemacht, denn die ist unlogisch.

    Weiterhin gilt anzumerken, dass es auch sehr gut sein kann, dass neben der ADHS als Komorbidität auch eine zwanghafte PS vorliegen kann, auch das wäre eine Erklärung für die scheinbare Geduld.

    Dazu kommt, dass der Diagnostiker weiterhin in meinen Augen ein Informationsdefizit hat, weil er sich darüber klar sein sollte, dass der Begriff "Aufmerksamkeitsdefizit" ohnehin schon von Anfang an schlecht und falsch gewählt wurde und es viel mehr eine Aufmerksamkeitsinkostistenz ist.

    Allerdings hat er in dem Punkt recht, dass es eher ungewöhnlich ist, wenn man mit ADHS ein Studium durchzieht, aber ungewöhnlich bedeutet mitnichten unmöglich.

    Da gibt es viele ADS-Betroffene, die das durchaus geschafft haben, trotz ihrer Beeinträchtigungen, wenngleich das aber nicht der Regelfall ist.

    Bei einerr ASS-ADS-Kombination oder einem reinen ASS würde mich das auch nicht wundern.

    Aber die pure Schlussfolgerung widerspricht Deiner Symptomschilderung,

    Denn gerade dieses, "nicht wieder in den verloreren Task zurückfinden"- Symptom ist deutliches ADHS-Symptom.

    Hirngewitter schreibt:
    ich nenne es hartnäckig, weil ich dinge zu ende bringen muss, bevor ich was neues machen kann...
    Muss ich auch und u.a. deshalb habe ich auch die Diagnose zwanghafte PS ....
    Der Hintergrund dafür ist sogar relativ einfach erklärt, denn sie resultiert aus dem ewigen Scheitern und dem Versuch, dieses innere Chaos im wahrsten Sinne des Wortes zu bezwingen.

    Hirngewitter schreibt:
    deswegen irrietiert es mich garde enorm, dass das adhs sein soll, weil ich es nach testung nicht habe,nur eben hyperaktivität...das ist jetzt ein verständnis dilemma für mich.
    Kann ich nachvollziehen, allerdings sollte man sich hüten, die Diagnose allein von der Testung abhängig zu machen, warum, dafür ist das hier gerade ein schönes Beispiel.
    Der Test alleine dient allenfalls der Validierung oder der Verdachtsbildung, aber mehr auch nicht, der Rest muss über eine gründliche Anamnese und eine klinische Diagnose erfolgen, darunter auch die strukturierten Interviews etc.


    Hirngewitter schreibt:
    wohl aber habe ich schwierigkeiten, dinge zu unterbrechen, weil es danach einen kompletten neustart für mich erfordert, ich kann nicht einfach an dem punkt weiter machen...oder an irgendeinem (!) anderen. dann geht erstmal gar nichts mehr.
    klar, das sind exekutiv probleme, die habe ich auch.
    andere menschen bringt ein telefonanruf nicht aus der tagesplanung...
    Richtig, ADS-Betroffene aber eben schon, eben aufgrund der ADS-bedingten Beeinträchtigungen.


    Hirngewitter schreibt:
    pur adhs ist doof formuliert, ich hab nicht immer gleich die passenden worte, sorry nochmal.
    Schon in Ordnung, deshalb frage ich ja.

    Verstehe ich das richtig, dass damit eine ADHS ohne das zusätzliche Vorhandensein von Komorbiditäten gemeint ist?
    Falls ja: das findet man im Erwachsenenalter so gut wie nie ...

    Hirngewitter schreibt:
    es ist der direkte vergleich, zu bekannten, die die diagnose adhs und nur adhs haben. deswegen: erfahrungswerte...(und zwar 24/7, weil zusammen gewohnt in einem fall)
    es mag jetzt sein, dass die diagnose schlicht gelogen war. dann tut es mir leid. wenn es falsch beobachtet war, ebenso sorry - dann ist es gut, dass es korrigiert wird.

    was ich beobachtet hatte, war neben dem schnellen wechsel, eben das durchaus darauf zurückkommen können (nur eben nicht direkt im anschluss, sondern teilweis zeitversetzt, ein zwei tage) oder eben was komplett anderes tun zu können, ohne eben in starre zu verfallen.
    Alles gut, kein Grund zur Entschuldigung.

    Nun muss man natürlich berücksichtigen, dass ADHS eine Spektrumsstörung ist und insofern ist es sehr schwer, von einzelnen bekannten Fällen allgemeine Rückschlüsse zu ziehen.
    Die Symptome können in unterschiedlicher zusammenstellung und unterschiedlichem Schweregrad auftreten, das macht es sehr schwierig.

    Und man muss natürlich auch schauen, ob statt einer ASS mit Hyperaktivität vielleicht auch eine ausschließliche ASS vorliegt.
    ASS-Betroffene wirken auch durchaus hyperaktiv, bzw. können so wirken und werden ja auch nicht selten fälschlicherweise mit ADS diagnostiziert, eben weil die Diagnostiker nicht genau hinschauen oder nicht das nötige Fachwissen in beiden Bereichen besitzen, oder aber auch einfachn nicht genauer hinschauen können, weil die Bugets das nicht zulassen...

    Aber das hier liest sich für mich wie einer dieser typischen Diagnosen, bei der einige Störungen zusammengefürwelt wurden, damit das "irgendwie passt".
    (Sowas in der Art hat Martin Winkler schon mal vor längerer Zeit schön beschrieben in bezug auf teilweise abstruse Mehrfachdiagnosen bei Persönlichkeitsstörungen, weil man einfach sonst nicht das beobachtete Symprombild erklären konnte, weil man ADS nicht mit bedacht hat).

  8. #78
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Hirngewitter schreibt:
    ich hab im austausch mit anderen autisten auch genau das bestätigt bekommen: eine unterbrechung für zu "starre", dann ist ende mit allen nachfolgenden handlungen, eben nicht das komplette umfokussieren auf etwas neues und da dann (wenn auch vielleicht nur bis zur nächsten ablenkung) dort fokussiert sein.
    das ist für mich der entscheidende unterschied...

    das nicht fokussiert sein, seh ich bei allen anderen, die machen einfach, ob sie jetzt abgelenkt sind oder nicht, irgendwie bringen sie es zu ende. klar, auch da je nach störungsgrad. (also, die menge an ablenkungen die rein kommen)
    Aber damit beschreibst Du doch sehr gut, dass es sich in diesem Fall um ein Symptom der ASS handelt, die in den Bereich der Umstellungserwerbung fällt.

    Das trifft auch auf ADS zu, aber wie so oft bei diesen beiden Störungsbildern, sehen die Symptome nur vordergründig gleich oder sehr ähnlich aus, haben aber ganz andere Ursachen.
    Gerade das führt ja so häufig zu Verwechslungen zwischen ASS und ADS.
    Und wenn dann noch beides gleichzeitig auftritt, dann kann man einem Diagnostiker ja nicht mal einen Vorwurf machen, das widerspricht sich teilweise so dermaßen ....

    Aber es stimmt natürlich.
    Einen von Autismus betroffenen kann man mit einer Taskunterbrechung vollkommen aus der Fassung bringen.
    Ein ADS-Betroffener ist dann vielleicht erstmal "nur" verwirrt und irritiert, hat aber noch die Flexibilität, sich auf das Neue einzulassen, hat aber dennoch Probleme, wieder in den alten Task zurückzufinden, wenn er ihn bis dahin nicht sogar schon komplett vergessen hat, weil er aus dem Arbeitsgedächtnis bereits raus ist.


    Ein Autismus-Betroffener kommt da aus dem Ruder, weil er einen festen Ablauf hat, an den er sich strikt und ungestört halten will/ muss, unterbricht man ihn, verliert er jede Struktur.

    Ein ADS-Betroffener vergisst einfach, wo er gerade vorher war und was er gemacht hat und wenn er sich erinnert, weiß er noch lange nicht wieder, an welchem Punkt er unterbrochen hat und wo er wieder ansetzen muss.

    Jemand, der von beidem betroffenen ist .... ohjeh ... lassen wir das

    Aber auch hier gilt:
    Wir reden immer von Spektren, also unterschiedlicher Symptomzusammenstellung und -ausprägung.

    UND:
    Wir reden nicht von einem reinen Defizit, sondern von einer Inkonsistenz.
    Gerade in Testsituationen zeigen ADS-Betroffene nicht selten gute Ergebnisse, weil sie ja gerde in einen Modus schalten, in ausgerechnet dem sie relativ gut funktionieren.
    Mal klappt es, mal klappt es nicht, es gibt da ja eben leider kein durchgehendes Defizit ... schön wäre das ja, aber so ist es nicht, es ist eine Inkonistenz.

  9. #79
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    ne, da mus ich kurz meinen diagnostiker in schutz nehmen, der ist zum einen genau, was die annamnese anbelangt und hat auch bei der ausschlussdiagnostik bzw. komorbiditäts diagnostik (ob eben zum asperger noch ein AD(H)S vorliegt) recht lange und genau gefragt. der einzige punkt ist eben, dass ich wenn ich mich an was festgebissen habe, dass auch (wenn auch mit regelmäßigen neustarts) durchzieh. dazu kommt über 30 jahre praxiserfahrung und er verteilt nicht einfach ne standarddiagnosem oder verlegenheitsdiagnosen. ich kenne zufällig ein paar mitpatienten die da waren und da hat jeder genau sein diagnose, also um es mal versuchen besser zu formulieren: jeder hat seinen platz im spektrum, da wo es nach ausprägungsgrad passt.

    was ich definitiv nicht kann, ist jetzt eine sache machen und dann (wenn abgelenkt) direkt das was mich abgelenkt hat, das war es was mir eben aufgefallen ist...

    die hyperaktivität ist sichtbar, weil ich ständig in bewegung bin, auch wenn es mir selber gar nicht so auffällt im normalfall, ich bin an mich gewöhnt. (um es genaus zu sagen: mir fehlen vier score punkte, um es der krankenkasse als diagnose verkaufen zu können, hätte nur nicht gedacht, dass der rest so "reinhaut" - oder besser, ich glaube ich will es grad nicht wahrhaben). denn das was ihr schreibt, macht verblüffend sinn, wenn es sich auch im detail von der erfahrung unterscheidet, die ich habe.

    dass autisten hyperaktiv sein können (! aber nicht müssen), ist mir klar, deswegen hatte ich das jetzt auch so für mich angenommen und war mit der erklärung eigentlich bis grade völlig zufrieden. deswegen auch die anmeldung hier im forum, weil ich tipps wollte für/wegen/gegen hyperaktivität.
    ging ja ursprünglich auch um den hyperfokus, den kenne ich definitiv. da bin ich auch fast nicht mehr rauszureißen.

    ich hab ne zwangsstörung zusätzlich, keine zwanghafte PS, die sich bei mir zusätzlich durch zählzwänge und gedankenzwänge äussert (alleine für sich genommen aber eben nicht die ASS problematik erklärt - da ist ja noch der ganze sozialverhaltenswust dabei..., der mir auch mehr probleme macht, als etwaiges abgelenkt werden)

    zum studium: da sind sich mal alle ärzte einig, ich werde schon irgendwie kompensiert haben um das zu schaffen von daher geb ich dir recht.

    ich glaube ich schieb das jetzt, wenn es mir gelingt, kurz auf das gemeinsame spektrum, also die ähnlichkeiten. dabei hilft mir eine dissertation, wo es im wortlaut drin stand, dass asperger und ne adhs im grunde ident sein können, bis auf die unterschiede im sozialverhalten. entschuldigt bitte, aber das macht mich grad wuselig.

  10. #80
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Hirngewitter schreibt:
    die hyperaktivität ist sichtbar, weil ich ständig in bewegung bin,
    Beschreib mal.
    Wie sieht die Hyperaktivität aus, was genau machst du etc.?

    Natürlich glaube ich Dir, was Du schreibst, auch in bezug auf Deinen Arzt, aber dennoch ergibt die Diagnose, so wie sie sich hier liest, für mich keinen Sinn.
    Wenn die Hyperaktivit z.B. aus komplexen stereotypischen Bewegungen/ Bewegungsabläufen stammt, dann braucht man sie nicht extra aufzuführen, denn dann ist sie Teil der ASS.

    Hirngewitter schreibt:
    auch wenn es mir selber gar nicht so auffällt im normalfall, ich bin an mich gewöhnt.
    Aus gutem Grund sind Selbstreporte bei ADS-Betroffenen bis ca. zur dritten Lebensdekade ja unzuverlässig, weil Selbstwahrnehmung eine der defizitären EF ist.


    Hirngewitter schreibt:
    (um es genaus zu sagen: mir fehlen vier score punkte, um es der krankenkasse als diagnose verkaufen zu können, hätte nur nicht gedacht, dass der rest so "reinhaut" - oder besser, ich glaube ich will es grad nicht wahrhaben). denn das was ihr schreibt, macht verblüffend sinn, wenn es sich auch im detail von der erfahrung unterscheidet, die ich habe.
    Das kommt hier gewiss so einigen bekannt vor, mich eingeschlossn .


    Hirngewitter schreibt:
    ich hab ne zwangsstörung zusätzlich, keine zwanghafte PS, die sich bei mir zusätzlich durch zählzwänge und gedankenzwänge äussert (alleine für sich genommen aber eben nicht die ASS problematik erklärt - da ist ja noch der ganze sozialverhaltenswust dabei..., der mir auch mehr probleme macht, als etwaiges abgelenkt werden)
    Auch das kann durchaus eine Kompensationsstrategie sein, das innere Chaos durch solche Aktivitäten zu bezwingen und sich regelrecht in eine Struktur zu zwingen.
    Und da würde es auch passen, wenn ADS und ASS zusammenprallen.

    Das sind natürlich nur Gedanken, ich kenne Dich ja nicht, aber sie sind ja auch durchaus naheliegend und logisch nachvollziehbar.

    Hirngewitter schreibt:
    entschuldigt bitte, aber das macht mich grad wuselig.
    Alles gut, da musst Du Dich nicht entschuldigen.

    Und wenn es Dir zu viel wird, dann stoppen wir das Ganze oder verlagern es oder was auch immer Dir da recht ist.

    Das kann manchmal einfach zu viel werden und einen überfordern und das ist auch ok.

    Dann ziehen wir die Bremse und verdauen das erstmal und dann kannst Du sehen, ob Du da weiter dran rumdeknen möchtest oder das erstmal einfach für Dich abschließt.
    Auch das ist vollkommen ok!

    Da mach Dir mal keine Gedanken drüber.

    Hier hat jeder für das Alles Verständnis und wenn es zu viel wird, dann darf man das jederzeit sagen.
    Zwang und Druck, etc. brauchen wir hier am wenigsten.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

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