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Diskutiere im Thema Hyperfokus - Fluch oder Segen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #51
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Aber das Wort Hyperfokus beinhaltet doch auch das Wort "Hyper". Und ich persönlich habe da nichts hyper. Ich habe eine Art Erstarren oder Gefangensein, aber kein Hyper. Gefangensein in einer Situation oder Tätigkeit, egal ob sie mich interessiert oder nicht. Eher wie ein stand-by. Also eher hypo als hyper.

    Oder reden wir aneinander vorbei? Oder steh ich auf dem Schlauch?

  2. #52
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.126

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Im Grunde ist Hyperfokus nichts anderes als genau das. Nur bei dir fehlt das totale Versinken und das macht das Ganze so unangenehm für dich, Ich vermute dass du wie ich Angst davor hast die Kontrolle zu verlieren.

  3. #53
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.126

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Ich scheine mir gerade zu widersprechen, aber das Eine schließt das Andere nicht aus.

  4. #54
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Jepp.

    Ich denke Ansatzweise kennt das jeder, auch neurotypische Menschen - als Flow.

    Hyperfokus ist dieses totale versinken und vor allem - für mich ein wesentlicher Punkt - man wird aggressiv oder zumindest pampig wenn man gewaltsam rausgerissen wird.

    Und nicht nur Autisten.

    Zur Dissoziation - interessant Frage. Ja, ich kenne das fehlen von Zeit - ich fühle dann auch überhaupt keine Zeit.

  5. #55
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Rumpelstilz schreibt:
    Hallo,
    Bei mir gibt es ebenfalls einen Trick, den Hyperfokus etwas zu steuern:

    meine insgesamt 50 Seiten fuer die beiden Patentanmeldungen konnte ich nur in Restaurants mit aufgeklapptem Laptop fertigstellen.

    Ich muss morgens an freien Kompensationstagen aus dem Haus gehen, so als ob ich heute normal arbeiten muesste, dann in ein Cafe gehen.

    Die Leute drumherum - wenn es nicht grad zu viele waren, haben mich dann nicht gestoert. Ich konnte so alle Dokumente fertigstellrn und online einreichen.

    Zu Hause waere dies unmoeglich gewesen.
    Das kenne ich auch - es klappt allerdings nicht zuverlässig, ich glaube nicht, dass ich das jeden Tag 2 Wochen am Stück machen könnte. Wenn ich nämlich Pech hab, dann komm ich in eine Reizüberflutung anstatt in einen "Hyperfokus". Ich schätze, an manchen Tagen ist es mir unmöglich, die Kanäle zu schließen. Schon blöd, dass ich nicht weiß, an welchen Tagen ich in welchem Zustand bin. Deshalb bleib ich lieber gleich zu Hause, wenn ich mich konzentrieren will - da laufe ich wenigstens nicht Gefahr, in eine Reizüberflutung zu geraten. Die Strategie aus dem Zitat oben funktioniert allerdings bei mir glaub ich besser in einer Bibliothek, zusammen mit Musik auf den Ohren. Da ist dann genug visueller Input und schön gleichmäßiger, ästhetischer akustischer Input (ich hör mir fast ausschließlich redundante Musik ohne Gesang an). Die Leute in einem Café könnten mir unter Umständen dann doch zu sehr auf den Zeiger gehen.

    Ich glaube aber, in einen solchen Zustand muss ich mich auch ein wenig hineinzwingen, es also tatsächlich als Strategie anwenden. Wenn ich Lernstoff habe, interessiert der mich nicht automatisch brennend, da gäbe es andere, interessantere Dinge. Trotzdem: wenn ich weiß, dass mich der Lernstoff eigentlich schon von der Thematik interessiert, überwinde ich die erste Zeit, in der ich noch nicht voll drin bin und werde dann damit belohnt, dass ich eben voll in dem Thema drin bin. Das ist aber wie gesagt, nichts automatisches, sondern erlangt durch die Anwendung von Strategie.

    Was automatisch kommt und nicht steuerbar ist, ist dies:
    Also ich hatte das besonders früher sehr häufig, dass ich z.B. gelesen habe und
    man mich erst mal anbrüllen oder anfassen musste, damit ich das mitbekomme.
    Also, ich würde schon unterscheiden zwischen herbeigerufenem Hyperfokus und automatischem Hyperfokus. Bei zweiterem bin ich ziemlich, wenn nicht vollkommen "weg", bei ersterem ist alles noch "da", nur besser kanalisiert. Wenn ich komplett weg bin, erschrecke ich mich auch, wenn ich wieder "auftauche". Das ist dann wie aus dem Kino kommen oder tatsächlich wie Auftauchen, man kommt von einer Sphäre in eine andere (die sich Realität schimpft).

  6. #56
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Habe den sehr interessanten Artikel auf http://adhspedia.de/wiki/Hyperfokus gefunden, mit einer Grafik gefunden - auch Russel und Autismus ist dort erwaehnt. Die Grafik mit intrinsicher, extrinsischer Motivation, Ziel, Selbstwert ordnet auch meine Erfahrungen weiter:

    Wenn ich mich normal konzentriere, muss ich nach spaetestens 2 Stunden Pause machen - und habe danach nicht das Gefuehl, etwas besonderes geleistet zu haben.

    Im Hyperfokus kann ich mindestens 3-4h ununterbrochen - im Extremfall bis zu 10 - 12h Hoechstleistungen bringen. Meine Familie und die vielen anderen Dinge, die ich eigentlich haette tun MUESSEN, hatte ich in dieser Zeit praktisch komplett ausgeblendet. Waere ich wie in der Schule nur fuer die Patentschriften benotet worden, haette ich wahrscheinlich wieder eine 1 erhalten.

    Aber eben - was nutzt einem das dann, wenn man komplett alles um sich herum ausgeblendet hat - diese Konsequenzen muss man im nachhinein mehrfach teuer bezahlen - oder kann den entstandenen Lateralschaden dann gar nicht mehr reparieren und verliert dies alles: Familie, Freunde, Ordnung zu Hause... etc....

    Richtige Kontrolle hatte ich ueber den Hyperfokus auch nicht: da meine Familie dachte, dass ich heute arbeite, MUSSTE ich aus dem Haus gehen. Meine Tasche war dann schon wie immer gepackt. Statt zur Arbeit baute ich dann im Cafe die Ueberstunden ab und fing dann mal endlich mit dem Schreiben an. Aber nicht, weil ich jetzt mal einen Traum verwirklichen wollte, sondern aus Wut, dass ich jetzt endlich mal die Zeit habe, das fertigzustellen, was mich schon 4 Jahre genervt hat, dass ich es nie anfangen konnte.

    Ohne Family haette ich dann wahrscheinlich auch noch spaet in den Abend hineingeschrieben, aber ich musste ja wieder heim, um kein Theater auszuloesen...

    Ich konnte es also nie wirklich selbst steuern...

  7. #57
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 201

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Hyperfokus - Fluch oder Segen
    Ich Weiß es gar nicht ob es ein Fluch oder Segen ist. Ich kenn es nicht anders.. wenn mich was interessiert dann kann ich Stunden lang daran sitzen und wenn nicht.. naja… wenn mich was nicht interessiert… dann sitze ich keine Stunden dran sondern Tage, Monate Jahre… gg

  8. #58
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 279

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Tja, Fluch oder Segen?

    Bis vor noch nicht allzu langer Zeit kannte ich diesen Begriff noch gar nicht. Durch meine persönliche Auseinandersetzung mit meiner ADHS ist mir sehr bewusst geworden, wie sehr ich vom Hyperfokus "bestimmt" bin. Wenn mich etwas interessiert, dann kann ich mich fest beißen wie ein Terrier. Wehe, es stört mich jemand oder es ist ein Termin dazwischen, der unumgänglich ist, dann kann ich schon extrem genervt und ungehalten reagieren. Meine Kinder sagten mir oft: "Mama, hörst du zu?" Nebenbei antwortete ich: "Ja", aber eigentlich hatte ich ihre Frage gar nicht wahr genommen. Im nachhinein sagten mir meine Kinder, dass sie mich manchmal 5 Mal das Gleiche gefragt hatten und ich wusste das nicht einmal; es war raus aus meiner Erinnerung.

    Situationen wie mit meinen Kindern empfinde ich als negativ oder störend und dann empfinde ich meinen Hyperfokus als Fluch, aber grundsätzlich sehe ich diese Fähigkeit eher positiv, eben als besondere Fähigkeit. So manchem "Normalo" wünschte ich mal das Gefühl, das man im Hyperfokus-Zustand erreichen kann, welches einer Adrenalinausschüttung beim Hochleistungssport gleicht. Es ist ein Segen, sich so auf eine Sache konzentrieren zu können und durch zu ziehen bis zur Vollendung. Ich habe dadurch auch schon viel erreicht in meinem Leben. Dinge, wofür andere Monate oder Jahre brauchen, schaffe ich manchmal in wenigen Stunden oder Tagen, bringe sie zu Ende, egal ob etwas geplant werden muss oder praktisch organisiert.

    Gestern hatte ich ein Gespräch mit meinem Coach über den Hyperfokus. Sie schätzt mich als Typ ein, der diese Fähigkeit auch für unangenehme Dinge, wo ich eher in die Schieberits gehe, nutzen kann. Da könnte sie Recht haben. Ich erinnere mich an Situationen, wo ich urplötzlich meinen gesamten, gesammelten Papierkram (und das waren dann viele Stapel) in 2 Tagen komplett sortiert, dazu noch jeglichen Schriftverkehr erledigt habe.

    Ich denke, dass ich niemals ein Mensch werden werde, der jeden Tag kurze Zeit für lästige Aufgaben einräumt, sondern dass ich lernen muss, meinen Hyperfokus auch für mich langweilige, uninteressante Dinge zu nutzen. Ich will das jetzt mal ausprobieren und werde alle 2 Wochen einen langen Nachmittag oder einen ganzen Tag einplanen und mich dann einer Aufgabe widmen, die ich eigentlich nicht so toll finde. Vorher Motivationsschub, dann Tunnelblick und los ... Ich werde berichten, ob das bei mir funktioniert.

    ADHS zu haben ist gar nicht so übel, denke ich gerade ....

  9. #59
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.455

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    Hxperfokus bei Papierkram finde ich schon interessant! Könnte bei mich auch klappen, da ich nicht gerne alle 5 Minuten etwas anders mache (Umstellung=Stress) aber mich gut vertiefen kann, wenn die Motivation da ist...

  10. #60
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 24

    AW: Hyperfokus - Fluch oder Segen

    auf jeden Fall Segen, da die fixierte Geschichte sich durch emotionales und intellektuelles zu tun schnell erweitert und spannend wird ^^

    lg @ all Watcher

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