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Diskutiere im Thema Übertriebene Erwartungshaltung? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    Übertriebene Erwartungshaltung?

    Hallo,
    Ich frage mich immer wieder ob meine Erwartungshaltung gegenüber meinen Mitmenschen übertrieben ist. als Beispiel möchte ich hier das Verhältnis zu meiner Schwägerin inklusive Ihrer Familie anführen. Wir werden von denen immer eingeladen, also der Kontakt geht hauptsächlich von ihnen aus. Wir werden immer eingeladen und großzügig verköstigt. Der Grund warum ich da nicht gerne hingehe und auch immer wieder absage ist, dass ich das Gefühl habe, dass an meiner Person überhaupt kein Interesse besteht. Kurz gesagt sie fragen mich nichts und interessieren sich nicht was ich mach. Ich komme mir immer vor als wenn ich nur ein Statist bin. Wenn ich dann aber zu Hause bleibe wird immer sofort gefragt warum ich nicht mitkomme, Das wäre doch so schade. Hinzu kommt, dass ich diese Leute megamäßig angeberisch finde. Es ist wirklich schwer auszuhalten meiner Schwägerin die ganze Zeit zuzuhören wenn sie in einem gewaltigen Monolog berichtet was sie alles für tolle neue Sachen gekauft hat und was sie alles tolles macht :-(. Ihr Mann ist stinkereich, von Haus aus, redet so gut wie gar nichts mit mir. Findet ihr es generell übertrieben, dass ich diese Leute meide da sie kein Interesse an mir zeigen? Oder stell ich mich da wirklich viel zu sehr an?
    Gruß Hakuin


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  2. #2
    Rettich

    Gast

    AW: Übertriebene Erwartungshaltung?

    Wenn ich das so lese, hätte ich auch keinen Bock da hinzugehen. Da würde ich mich schon fragen, ob die Leute da Gäste haben wollen, mit denen man sich austauscht oder ob sie Publikum benötigen, dass ihnen applaudiert.

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    AW: Übertriebene Erwartungshaltung?

    Naja, der Eindruck könnte auch täuschen und sie erzählen so viel, weil von dir nichts kommt? Vielleicht warten sie darauf, wollen dich aber nicht bedrängen oder trauen sich nicht zu fragen ... Solche Leute gibt es auch.

    Aber wenn sie wirklich nur auf Publikum aus sind, dann wäre es vielleicht doch nur schlecht angelegte Zeit.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Übertriebene Erwartungshaltung?

    Hehe, also ich meide auch solche Leute. Hatte ich auch schon alles und mich von denen distanziert. Solch negatives gepose brauche ich nicht...

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Übertriebene Erwartungshaltung?

    Hallo Hakuin,

    ich finde auch nicht, dass du dich da zu sehr anstellst! Ich würde da auch nicht hingehen wollen!

    Ich kenn das Problem selbst sehr gut aus der eigenen Familie, und ich habe mich schon sehr früh von dem Teil (Die Familie meiner Tante, Schwester meiner Mutter) distanziert, weil ich die und ihre Einstellung nicht mehr leiden konnte. Sie haben auch immer nur geprotzt, wen sie alles kennen und was sie alles tun. Sie wollten immer das man zu ihren tollen Festen kommt, wo sie natürlich groß auffahren mussten, haben aber nur selten auf Rückeinladung reagiert und nie danach gefragt wie es uns geht oder was wir so tun. Hat man dann mal was erzählt (Gespräch aus lauter Nettigkeit), dann haben sie immer gleich was gefunden mit dem sie Übertönen konnten. Meine Mutter hat den Kontakt immer wieder gesucht, weil es halt ihre Schwester ist, egal wie oft sie enttäuscht wurde durch deren Egoismus.

    Vor zwei Jahren kam dann so langsam nach oben, wie kaputt die Familie von ihnen eigentlich ist. Meine Tante und mein Onkel sind beide Alkoholiker, sie haben großes Geltungsbedürfnis, welches aber auch mehr bröckelt, z.B. hat der Chef meines Onkels auf dessen Arbeitsjubiläum wohl direkt gesagt, "Wenn er die Zeit, die er in den Schein investiert mal richtig zupacken würde, dann wäre auch mal ne Beförderung drin gewesen.", als meine Eltern beim letzten Runden Geburtstag waren und meine Tante zu meiner Mutter meinte, "Ihr seid wirklich zu selten hier." meinten plötzliche Freunde von meiner Tante, "Sag mal, wann warst du eigentlich das letzte mal bei deiner Schwester?!". Meinte Tante war nun gerade im Entzug, welches sie allerdings als Kur für ihren Rücken beschrieben hat... äh ja. Für ein grades Rückrad vielleicht...

    Nicht von solchen Leuten iritieren lassen, das sind sie nicht wert. Egal wie reich sie sind, solche Menschen bleiben innerlich arm und sind damit selbst genug gestraft.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Übertriebene Erwartungshaltung?

    ChaosQueeny schreibt:
    Naja, der Eindruck könnte auch täuschen und sie erzählen so viel, weil von dir nichts kommt? Vielleicht warten sie darauf, wollen dich aber nicht bedrängen oder trauen sich nicht zu fragen ... Solche Leute gibt es auch.

    Aber wenn sie wirklich nur auf Publikum aus sind, dann wäre es vielleicht doch nur schlecht angelegte Zeit.
    Hallo,
    also, dass ich generell wenig rede kann man nicht behaupten, nur ist es so, dass ich mich im Umfeld solch selbstherrlicher Menschen oft tatsächlich ganz klein fühle. Danach benötige ich dann immer wieder einige Zeit um wieder meine Selbstsicherheit zu finden.
    Ich verstehe auch nicht warum das so ist.
    Grüße, Hakuin



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  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.927

    AW: Übertriebene Erwartungshaltung?

    Ja, diese andere Seite kenn ich gut von mir.

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    AW: Übertriebene Erwartungshaltung?

    Ich würde es auch nervig finden zu solchen Leuten zu gehen.

    Ich finde es also nicht komisch, dass du dich dort unwohl fühlst. Würde ich auch.

    Auch weil das scheinbar ziemlich gezwungen abläuft a'la: "Oh, Hakuin muss auch mal wieder eingeladen werden!"

    Ich hab sowas auch schon hin und da erlebt. So Leute die (nach meinem Gefühl nach) ganz gezwungen anrufen "Hallo, wir müssen und unbedingt wieder mal sehen. Wollen wir das oder das machen?" Ich hab dann eigentlich meist keine Lust dazu, weil ich mich bedrängt und überrumpelt fühle. Sage aber meist schon zu, weil ich den anderen nicht verletzen will bzw. weil der andere nicht mehr aufhört. Eine Freundin von uns (die eigentlich schon nett ist) macht einem so lange Terminvorschläge bis man zusagt... da kommt dann eine Mail mit 5-6 Vorschlägen und irgendwann KANNST du nicht mehr absagen ohne zu sagen "Nein, ich hab keinen Bock drauf!" Aber das wäre ja wieder unhöflich...

    Mussten uns früher immer mit Tante und Onkel von meinem Freund treffen, zum gezwungenen in den Biergarten gehen oder zu denen heim. Da saß man dann ein paar Stunden gezwungen zusammen, aß etwas, sprach über die Arbeit und erzählte zum 1000. Mal von unseren Hobbys oder vom letzten Urlaub. Dann wurde einem auch noch immer was aufgedrängt, eine Kaffeemaschine, irgendwelche Nahrungsmittel ect. da fühlte ich mich dann immer schuldig... weil, auf Almosen sind wir wirklich nicht angewiesen und ablehnen will man dann ja auch nicht... komme mir dann immer so arm vor, weil die auch voll viel Kohle haben...
    Wenn man sich dann irgendwann anschweigt, weil keiner mehr was wusste, ist man wieder heim, meistens unter einem Vowand ("Jetzt wird es aber kalt!" "Die Hunde müssen nochmal raus!" oder "Wir müssen morgen früh raus!"). Inzwischen sind die beiden Familien wegen einer Erbsache zerstritten und wir haben uns dazu entschieden, um nicht zwischen die Fronten zu geraten, den Kontakt abzubrechen und nur noch eine Geburtstagsmail zu schreiben - anstandshalber.

    Auf sowas kann man eigentlich echt verzichten, aber da man ja gut erzogen wurde macht man das Spielchen halt mit...

    lg Susilein

  9. #9
    Rettich

    Gast

    AW: Übertriebene Erwartungshaltung?

    Hakuin schreibt:
    Hallo,
    also, dass ich generell wenig rede kann man nicht behaupten, nur ist es so, dass ich mich im Umfeld solch selbstherrlicher Menschen oft tatsächlich ganz klein fühle. Danach benötige ich dann immer wieder einige Zeit um wieder meine Selbstsicherheit zu finden.
    Ich verstehe auch nicht warum das so ist.
    Das kenne ich, nur das ich mich in solchen Situationen einfach nur unwohl fühle.
    Oft ist es so, dass manche Menschen meinen immer im Wettbewerb stehen zu müssen. Da werden dann entweder Erfolge in der Karriere, Auslandsaufenthalte, Doktortitel oder das eigene Haus (wahlweise Auto, Boot, Erfolg der Kinder (studieren - sind erfolgreich (kein Wunder bei den Eltern))) eingesetzt.

    Da ist Schein durchaus wichtiger als Sein.

    Wenn das Thema erschöpft ist, kann man auch gerne über Krankheiten reden (insbesondere ab einem gewissen Alter) und sich über bestandene OPs oder kaputte Knie unterhalten. Da wird dann das eigene Leid als Wettbewerbsfaktor eingesetzt.

    Unverfänglicher sind da natürlich die ach so lustigen Geschichten, die die Kinder früher gemacht haben und die man schon tausend mal gehört hat. Das ist zumindest bei Familienfeiern oft so.

    In reinen Männerrunden sind zotige Witze und anzügliche Bemerkungen natürlich der Renner. Beides Sachen, bei denen ich genervt werde.

    Am besten entwickeln sich meiner Meinung nach Gespräche, wenn man ein gemeinsames Ziel vor Augen hat. Ein Aufgabe, die es gilt gemeinsam zu lösen. Bei Familienfeiern und anderen Anlässen ist ja aber die sogenannte "Geselligkeit" das Ziel. Ich langweile mich da oft zu Tode.

    Eigentlich ist man zusammen, weiß aber am Schluss genau so wenig über die Leute wie zuvor. Je älter ich geworden bin, um so mehr habe ich festgestellt, dass ich mich aus gewissen Diskussionen heraushalte und immer weniger Lust habe, mich an ihnen zu beteiligen. Also gehe ich dann nur noch hin, wenn ich muss.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Übertriebene Erwartungshaltung?

    Hakuin schreibt:
    Der Grund warum ich da nicht gerne hingehe und auch immer wieder absage ist, dass ich das Gefühl habe, dass an meiner Person überhaupt kein Interesse besteht. Kurz gesagt sie fragen mich nichts und interessieren sich nicht was ich mach. Ich komme mir immer vor als wenn ich nur ein Statist bin. Wenn ich dann aber zu Hause bleibe wird immer sofort gefragt warum ich nicht mitkomme, Das wäre doch so schade.
    Das kenn ich ganz gut von der Familie meines Mannes. Da gab es bis vor zwei Jahren immer jährlich ein großes Familientreffen. Und die Familie ist wirklich ziemlich groß, so dass ich die meisten der Teilnehmer auch wirklich nur dieses eine Mal im Jahr gesehen hab. Oft hatte ich das Gefühl, manche der Leute brauchten nur ein Publikum, dem sie ihre Lebensgeschichte, ihre Probleme oder sonstwas erzählen können. Es kam aber nie was zurück, so von wegen "und bei dir?". Deshalb mochte ich diese Feiern nie und hab mich gedrückt, wenn ich konnte. Dann hieß es hinterher aber immer "Ach, warum warst du denn nicht da, das war aber schade".

    GsD finden diese Feiern mittlerweile nicht mehr statt, da die Hauptinitiatorin, die Oma meines Mannes, nicht mehr fit genug dafür ist. Und ich vermisse sie wirklich nicht. Bleiben ja immer noch genug runde Geburtstage, Hochzeitstage und sonstige Jubiläen.

    Ab und zu setze ich bei solchen Gelegenheiten auch meinen "Special-Joker" ein. Ich hab eine chronische Krankheit, was natürlich alle wissen. Und wenn ich wirklich so gar keinen Bock auf eine solche Veranstaltung habe und mir keine bessere Ausrede einfällt, kann ich immer noch sagen, dass es mir gerade mies geht. Da haben dann alle Verständnis und es kommen keine blöden Fragen. Naja für irgendwas muss diese dämliche Krankheit ja gut sein, gell?

    Aber so ganz grundsätzlich kann ich so einseitige Gespräche sowieso nicht leiden. Kommunikation sollte keine Einbahnstraße sein, finde ich. Zumindest nicht im privaten Bereich.

    Ich finde also auch nicht, dass du eine übertriebene Erwartungshaltung hast, Hakuin, ich kann deine Gefühle und Gedanken dazu absolut nachvollziehen.
    Geändert von Cassini (13.10.2014 um 00:58 Uhr)

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