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Diskutiere im Thema Was habt ihr durch Therapie/Coaching gelernt oder verändert? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 27

    Was habt ihr durch Therapie/Coaching gelernt oder verändert?

    Liebe Chaoten,

    bitte verzeiht mir, falls ich mich bei der Suche nur zu blöd angestellt habe, aber ich konnte keinen passenden Thread finden zu der Frage:

    Was habt ihr durch eine Therapie oder durch Coaching (oder auch durch Bücher) gelernt, das ihr tatsächlich in euren Alltag übernehmen konntet, so dass es euch jetzt tatsächlich hilft?

    Und fällt es euch schwer diese Sachen anzuwenden? Müsst ihr euch auch nach einiger Zeit immernoch dazu "zwingen", oder geht einem das irgendwann in Fleisch und Blut über?

    Vielen Dank für eure Antworten!
    hüpfihüpf

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 73

    AW: Was habt ihr durch Therapie/Coaching gelernt oder verändert?

    Was ich so gelernt habe und halt durch lesen hier und da ist sich:

    - eine to-do-liste anfertigen ( bzw. generell viel notieren)
    - sich selber belohnen und auch Pausen gönnen
    - einen festen Tagesablauf erstellen (obwohl da haberts teilweise ist generell schwer umzusetzen)
    - Methoden zum konzentrieren entwickeln ist bei mir Musik damit geht alles gut

    naja demnächst kriege ich noch ein Buch Amazone versand sagt 7. kommts....

    mal schauen arbeite mich gerade selber etwas tiefer in Materie ein....

    Habe eine lange Zeit nicht viel davon gehalten aber die To-Do-Listen bringen es wirklich finde ich...

    Was ich durch Coaching in Punkto Zeitmanagement gelernt habe ist die Zeitdiebe ausfindig zu machen und zu vermeiden ^^

    Hieße was klaut unötig Zeit... und das dann vermeiden...
    Geändert von Staz ( 2.10.2014 um 23:57 Uhr)

  3. #3
    Nur eine Phase

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 481

    AW: Was habt ihr durch Therapie/Coaching gelernt oder verändert?

    Das interessiert mich wohl auch ....

  4. #4
    Pepperpence

    Gast

    AW: Was habt ihr durch Therapie/Coaching gelernt oder verändert?

    Das finde ich ganz schwierig zu sagen.

    In Punkto Ordnung und Struktur habe ich mir das meiste erlesen. Das allerdings lange bevor ich die ADS Diagnose bekam. Manche Tips und Tricks konnte ich übernehmen und umsetzen, viele bringen mir nur theoretisch was.

    Gebracht hat mir z.B. die Idee des "Beweise Beseitigen" beim aufräumen (kleinen Gruß an Rettich an dieser Stelle ), also so tun als sei man ein Einbrecher und müsse alle Beweise sofort beseitigen (Dinge die man benutzt hat sofort wegräumen, Türen die man geöffnet hat sofort wieder schliessen etc.). Ich meine erstmals vor Jahren in den Uralt-Wälzern von Sandra Felton (Im Chaos bin ich Kölnigin und Im Chaos werden Rosen blühen) gelesen zu haben.

    Sie hat auch drei Methoden zum Aufräumen: Mount Vernon, Mount Vesuvius und Mount Rushmore .... Mount Vesuvius hat mir öfter mal schon den Arsch gerettet.


    Aktivieren kann ich das Wissen aber leider nur in guten Zeiten. In schlechten Zeiten gurke ich wie eh und je vor mich hin.

    Meine Therapie und Coachingversuche bei Profis sind leider alle gescheitert. Teilweise wohl auch an meinem etwas unversöhnlichem und unwirschen Charakter, teilweise daran, dass ich die Hilfen in der Theorie kenne ... ich aber praktische Hilfe brauche. Jemand der mir nur den Inhalt von Büchern aufzählt, die ich in und auswendig kann - so jemand bringt mir nichts.

    Hilfe von anderen Chaoten (das würde ich jetzt auch mal als Coaching) bezeichnen, hat meist gut gefruchtet ... aber eben auch deshalb weil sie konkret und anpackend war.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 796

    AW: Was habt ihr durch Therapie/Coaching gelernt oder verändert?

    Magts du das Monut... Prinzip mal erklären?

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Was habt ihr durch Therapie/Coaching gelernt oder verändert?

    Ja, auf die Mount... Prinzipien bin ich auch mal gespannt.

    Ansonsten hatte ich schon befürchtet, dass es im Endeffekt genau die Dinge sind, die man überall anders auch hört: ToDo-Listen, Dinge die kurz dauern sofort erledigen, andere Dinge nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortieren, etc.
    Dumm nur, wenn man sich immer nur wenn man gerade keine Zeit hat an seine ToDo-Liste erinnert oder man sie gleich immer wieder verliert, oder zwar anfängt aber bevor man es realisiert schon wieder aufgehört und mit was anderem begonnen hat, oder man sich irgendwie mit den Aufgaben überfordert fühlt (obwohl man eigtl. weiß, dass man sehr wohl im Stande ist eine Geburtstagskarte zu schreiben, aber denoch auf en "richtigen Moment" wartet in dem man die "nötige Ruhe" hat.....)

    Aber stopp jetzt, ich will meinen eigenen Tread nicht kaputt reden und vielleicht kommen ja doch noch ein paar gute Tipps.

    Vielleicht hilft auch schon die Idee mit dem Spuren beseitigen -- ist zwar das Geliche wie keline Dinge sofort erledigen, aber wenn man die ganze Zeit dieses Verbrecher spielen im Hinterkopf hat vergisst man es vielleicht nicht so oft.

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.630

    AW: Was habt ihr durch Therapie/Coaching gelernt oder verändert?

    Außer vielen praktischen Tipps und Techniken (was ihr oben schreibt,wie to-do-Listen,Prioritäten setzen, Erinnerungshilfen, delegieren etc.) haben mich in Therapien am meisten die Anregungen zur Selbstreflexion weitergebracht.

    Durch Fragen wird man dazu angeregt sein eigenes Verhalten zu analysieren, und die Wirkung, auf sich und das Umfeld, und das hilft einem Abstand zu vielem zu kriegen, andere und neue Möglichkeiten zu sehen und dadurch auch neue Verhaltensweisen auszutesten. Und vor allem eine andere Einstellung zu sich selbst zu gewinnen (mein Selbstbild war früher sehr negativ).

    Das Verhältnis zum Therapeuten (Akzeptanz!) ist aber für alles die Basis. Wenn das nicht stimmte brachte auch die Therapie überhaupt nichts.

  8. #8
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Was habt ihr durch Therapie/Coaching gelernt oder verändert?

    Ich bin auch gespannt, wie es bei den anderen aussieht.
    Und weil es bei mir viele anderen Baustellen gab/gibt, habe ich kaum eigene Erfahrungen.
    Irgendwie kommt es mir vor, dass es ein ewiges trial- and-error-Spiel ist, bei dem ein ständiges Scheitern vorprogrammiert ist...
    So nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel".
    Trotzdem...
    Ich mag mich nicht damit ganz abfinden und würde mich selbst über kleinere Fortschritten bei Chaosbewältigung freuen.
    Und deswegen versuche ich es auch, das To-Do-Listen-System zu verbessern.
    Zunächst schriftlich in einer Art Tagebuch und einem Notizblock (wo ich die Sachen in verschiedene Kategorien aufgeteilt habe).
    Bei einem anderen Thread habe ich eine Inspiration gefunden, und zwar ein Punktensystem (dort mehr in Bezug auf Aufräumen).
    Vielleicht wird die TD-Liste besser funktionieren, wenn man sich bei Erfolgen belohnt?
    Es ist ein wenig albern, aber wenn es funktionieren soll? ...
    Geändert von Aguita ( 5.10.2014 um 14:57 Uhr)

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Was habt ihr durch Therapie/Coaching gelernt oder verändert?

    Mir helfen auch schon seit längerem die to-do-Listen.
    Meine kann ich aber nicht mehr verlieren, weil ich sie in meinem Smartphone habe. Das habe ich fast immer bei mir, und es ist schon fester Bestandteil meines Alltages, dort hinein zu gucken. Mittlerweile ist es sogar so, wenn ich mein Smartphone nicht bei mir habe, fehlt mir regelrecht der Halt, und das hauptsächlich wegen dieser Listen! (Kommunikation darüber ist für mich zweitrangig)

    Wenn ich komplexe Aufgaben habe, gibt's dafür auch schon mal mehrere Einträge, z.B. "Wäsche waschen"und "Wäsche aufhängen".Denn erstens mache ich ja nicht beides zur selben Zeit und zweitens will ich Punkte abhaken können
    Ich kann meine Punkte dann auf den nächsten Tag verschieben, ist also alles kein großer Zeitaufwand.

    Oft stelle ich mir auch den Wecker und schreibe einen Text hinein. Z.B. Arzt anrufen, weil der nicht mehr arbeitet, wenn ich abends endlich daran denke ^^

  10. #10
    Pepperpence

    Gast

    AW: Was habt ihr durch Therapie/Coaching gelernt oder verändert?

    Die Mount Methoden? Klar kann ich die umreissen, muss aber dazu sagen, dass sie ursprünglich für Messies gedacht waren und für "normale" Unordnung teilweise wie mit Kanonen auf Spatzen schiessen wäre.

    Die Mount Vesuvius Methode ist für Situationen in denen man ganz schnell Ordnung herstellen muss, weil z.B. jemand in die Wohnung muss (Handwerker, Vermieter etc.) - sie birgt die Gefahr, dass man das Problem nur verlagert und nicht löst. Im Prinzip nur für den Notfall geeignet. Man braucht: Müllsäcke und Kartons. Zunächst: Geschirrspüler an, falls vorhanden, Kloreiniger ins Klo. Dann Zimmer für Zimmer: Allen Müll aufheben und in die Säcke (ausnahmsweise nicht sortieren, wenn es schnell gehen muss), alle Pfandflaschen in einen Sack. Alle schmutzigen Kleider in einen Karton, alles was Papier ist in einen Karton (NICHT lesen, nur rein damit - vom Pizzaprospekt bis zum Formular, sortiert wird später), alles weitere herumliegende in Kartons, sehr grob, aber sinnvoll sortiert (z.B. nach Räumen) und natürlich beschriftet was sich darin befindet
    Müll und Pfandflaschen wegbringen, lüften.
    Die Kartons ordentlich übereinander stapeln: im Keller, der Abstellkammer oder einem abschließbaren Raum, wenn man hat, ansonsten an der Wand und eventuell mit einem großen weißen Betttuch "tarnen", Böden putzen, schmutziges Geschirr spülen, wenn die Zeit reicht (wenn nicht auch das in einen Karton räumen), Bad und Küche grob putzen. Fertig! Nach dem Notfall: unbedingt die Kartons nach und nach leeren und alles sinnvoll und ordnentlich wegräumen. Damit ist im Grunde fast jede noch so zugerümpelte Wohnung innerhalb von ein paar Stunden zu schaffen.

    Die Mount Vernon Methode ist eine Methode die heute relativ bekannt ist und oft genutzt wird. Man arbeitet kontinuierlich jeden Tag ein bisschen und braucht natürlich entsprechend ziemlich lang. Drei Kartons: AUFHEBEN, WEGWERFEN ODER SPENDEN, UNENTSCHLOSSEN. Man beginnt im Flur an der Haustür und arbeitet sich damit langsam durch die ganze Wohnung. Dinge zum wegwerfen oder spenden SOFORT aus dem Haus schaffen. Unentschieden wird für ein Jahr im Keller aufgehoben und wenn es nicht gebraucht wurde weggeschmissen oder verschenkt. Aufgehobene Dinge werden nach dem sortieren sinnvoll eingeräumt. Alles bekommt einen festen Platz.

    Die Mount Rushmore Methode ist im Grunde wie Mount Vernon, aber schneller. Man stellt ein Team von Leuten zusammen und weist sie an wie die Dinge zu sortieren sind, dazu muss man ihnen natürlich vertrauen. Jeder nimmt sich einen Bereich mit den entsprechend beschrifteten Kartons vor. Wenn die Dinge in Kartons nach Zimmern sortiert sind, kann sinnvoll eingeräumt werden.

    Ist jetzt nichts was man nicht kennt, war aber vor vielen Jahren das erste Buch zum Thema und aus diesem Buch stammt auch der Begriff "Messie".
    Oh Gott, so spät? Ich muss weiter aufräumen
    Geändert von Pepperpence ( 5.10.2014 um 22:55 Uhr)

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