Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 17

Diskutiere im Thema Was gehört dazu? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 159

    Was gehört dazu?

    Ich bin eigentlich überzeugt dass ich ads habe, was mich allerdings zweifeln lässt:

    Ich habe weder Probleme mit Rechtschreibung (außer mit der Rechtschreibreform vielleicht), noch mit Mathematik (von gelegentlichen Flüchtligkeitsfehlern mal abgesehen), zudem bin ich durchaus in der Lage Zeitung zu lesen und ich habe auch schon unzählige Bücher gelesen. Ich bin auch in der Lage mir einen Vortrag anzuhören, auch wenn es mir manchmal schwer fällt. In mir das schwerer fällt als jemand anderem kann ich freilich nicht beurteilen, kann ja niemandem in den Kopf schauen.
    Ich würde sogar soweit gehen und behaupten ich habe ein gewisses Talent zu schreiben, bei Diktaten (als das noch benotet wurde) hatte ich meist Einzen. In Mathematik war ich zwar immer nur Durchschnitt hatte aber manchmal geistige Höhenflüge von denen viele überrascht waren.

    Wenn das aber dazugehört, wie kann es dann sein dass angeblich z.b. viele Ärzte ads haben? Es kann doch nicht gehen ein Medizinstudium abzuschließen ohne entsprechende Literatur zu lesen oder wenigstens ein halbwegs passables Deutsch zu beherrschen. Bill Gates hat doch angeblich auch ads, wie werde ich Programmierer wenn ich mich nicht konzentrieren kann?

    Ich verstehe die Kriterien der Bewertung nicht. Dahinter steht wohl auch die Befürchtung das Gefühl bzw die Hoffnung endlich den Grund für ein lebenslanges Versagen gefunden zu haben könnte sich durch eine willkürliche Beurteilung (so kam es mir bei Psychiatern bisher vor) wieder als Illusion herausstellen.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Was gehört dazu?

    Warum sollten ADHSler Probleme mit Mathe haben? Typisch scheint mir das nicht zu sein. Nur halt Flüchtigkeitsfehler sind typisch.

    Ansonsten: Nicht alle mit ADHS sind gleich. Es gibt unterschiedliche Ausprägungen der Symptome. Ich lese auch sehr gerne - aber nur die spannenden Bücher.

    Und es ist ja nicht so, als könnten ADHSler nicht lesen, als sei das unmöglich. Manches ist für manche eben schwerer als für den Durchschnittsmenschen.

    Ich kann auch Vorträgen zuhören - wenn mich das Thema brennend interessiert. Aber auch nur dann.

    Viel interessanter ist doch: Was hast du denn für Symptome, die dich AD(H)S vermuten lassen?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 159

    AW: Was gehört dazu?

    Ok, ich starte mal einen Versuch, habe mehrere Zettel auf denen ich angefangen habe zu notieren warum ich vermutlich ADS habe:

    - mir wurde schon von mehreren Personen nahegelegt ich hätte ADS, eine davon eine Frau mit der ich über 6 Jahre zusammengelebt habe (ich habe das aber immer als schwachsinn abgetan, ich habe ADS immer mit Zappelphilip gleichgesetzt, so war ich nie)
    - ich kann wichtige unliebsame Sachen nicht erledigen und habe dabei einen enormen Leidensdruck, dadurch hatte ich erhebliche Probleme, zum Beispiel große finanzielle Nachteile (zu spät Sachen überwiesen, Lohn nicht eingefordert, noch nie im Leben Steuererlärung gemacht obwohl ich weiß ich würde was bekommen, hatte während meines damaligen Studiums unheimliche Probleme wegen Prüfungsversäumnissen, Sachen zu spät abgegeben, usw, usw)
    - ich kann mich nicht motivieren, weder initial noch persistent; es geht zwar wenn es absolut überlebensnotwendig wird (nachdem ich einmal praktisch ohne Wohnung auf der Straße gesessen habe, konnte ich es einmal mit viel Mühe und Überredungskunst abwenden; obwohl ich oft weiß was ich tun muss dass es mir besser geht schaffe ich es nicht das einzuleiten, bzw Sachen die man regeläßig machen muss auch durchzuziehen ... ich denke nicht mehr dran und es verliert sich einfach)
    - ich habe eine extreme Neigung zu Suchtverhalten, suche immer das besondere, den Kick; alles was immer gleich ist langweilt mich und ich kann mich irgendwann nicht mehr zwingen so etwas durchzustehen
    - häufiger Arbeitsplatwechsel, häufiger Umzug, häufiger Wechsel Freundeskreis
    - kann nichts zu Ende bringen; Schulabschluss nur mit Hängen und Würgen geschafft (meistens hochmotiviert gestartet, nach kurzer Zeit ist die Luft draus), Studium abgebrochen, keine Berufsausbildung (obwohl ich meines Erachtens und der Einschätzung vieler anderer Menschen überdurchschnittlich Intelligent/Begabt bin)
    - trotzdem, wenn mich jemand fragt was ich gut kann, dann fällt mir nur wenig oder nichts ein, ist auch Stimmungsabhängig
    - starke Stimmungsschwankungen die sich im Minutentakt änderen können
    - Schwierigkeiten zwischen Gefühlen zu unterscheiden (bin ich wütend, enttäuscht oder traurig?)
    - schwarz-weiß-denken
    - kann nur schwer Lob annehmen, ist sofort wieder unrelevant; Hang zum Perfektionismus
    - Zukuntsängste und schlechtes Selbstbewußtsein
    - Probleme mit Autoritäten, kann mich nicht unterordnen
    - nehme oft Gegenposition ein, selbst wenn es gar nicht meiner Überzeugung entspricht
    - Probleme in Gruppen klarzukommen, Teamarbeit ist sher schwierig, dafür große Stärken im 1zu1 Setting mit anderen Menschen
    - stark ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, Hilfsbereit
    - oft Naiv, lasse mich häufig ausnutzen
    - sehr verschlossen, oft rutschen mir aber Sachen raus die man lieber nicht gesagt hätte
    - raste oft wegen Kleinigkeiten aus und werde extrem wütend, sage dann Sachen für die ich mich wahnsinnig schäme (damit habe ich schon sehr viele Beziehungen/Freundschaften zerstört)
    - mir wird häufiger gesagt ich würde starren, ich sei zu laut, zu aufdringlich, zu aggressiv
    - vergesse ständig Sachen (dafür könnte ich tausend Beispiele sagen, zwei von heute: Gast kommt. Ich: "Hallo, eine Cola und ein Kaffee? Er: Klar. Ich schenke ein, Kollegen stehen nebendran. Ich habe eine Flasche Wasser in der Hand und frage: Was trinkt der nochmal immer? Stilles Wasser oder mit Kohlensäure? Kollege: Der trinkt doch immer Cola, hast du doch eben selbst gesagt.)
    - wurde als kleines Kind in meiner Familie oft als "verwirrter Professor" bezeichnet
    - habe in der Grundschule mit einem Klassenkameraden um den Rang als größter Klassenclown konkurriert
    - schon als Kind regelmäßig Haustürschlüssel, Uhren usw. verloren
    - brauche festen Platz für Dinge wie Schlüssel, Geldbeutel, Handy, usw sonst finde ich nichts mehr
    - verlege oft Sachen die ich dann an Stellen wiederfinde (oder auch nicht) wo ich mehrfach gesucht habe
    - mir wurde von vielen Menschen und schon sehr oft gesagt ich vertrüge keinerlei Kritik
    - schlechtes Erinnerungsvermögen, ich weiß nicht wann was war, habe schon Probleme mit den Jahren, Jahrzenten, wann ich mit der Schule fertig war usw, alles Dinge die ich nur raten kann (oder in meinen Zeugnissen nachschauen muss insofern ich die nicht verlegt habe)
    - ich weiß manchmal nicht wie alt ich bin, welches Jahr wir haben, kann mir nicht merken wann meine Familie/Freunde Geburtstag haben, ja nichtmal wie alt die sind
    - oft kann ich Informationen nicht abrufen die ich regelmäßig abgerufen habe und von denen ich 100%ig weiß dass ich sie weiß
    - schon als Kind habe ich schlecht "gehört"; ich muss oft nachfragen was jemand gesagt hat und verstehe es sogar bei Wiederholungen nicht; auf der anderen Seite stören mich Geräusche die andere Menschen oft gar nicht wahrnehmen (Z.B. konnte ich mal wochenlang nicht schlafen weil ein ganz heller sirrender Ton da war bis ich gemerkt habe dass der von einem Baukran auf der Straße kam; das Geräusch kam nachts aus dem Motorblock)
    - es dauert lange bis ich wütend werde, wenn ich aber wütend werde dann sind alle die das erleben schockiert (inklusive mir)
    - mache regelmäßig Sachen kaputt, ist zwar weniger geworden, aber es passiert noch häufig (als Jugendlicher mehrfach ähnliches erlebt wie folgendes: AUf einer Party geht etwas zu Bruch. Derjenige dem es gehört regt sich auf: Wer war das denn? Das war "Parabel(!!!)". "Achso, na dann ist nicht so schlimm." ...... Das heißt, ich war für alle der Oberchaot, wenn mir ein dummes Mißgeschick passiert ist fanden das alle witzig weil das von mir erwartet wurde)
    - ich hatte schon als Kind Konzentrationsprobleme, mein Arzt hat damals gesagt ich solle alles was ich sehe zählen, vielleicht konnnte ich es dadurch halbwegs im Zaum halten
    - ich habe Probleme andere Menschen ausreden zu lassen und falle ihnen ins Wort (obwohl ich das gar nicht will, das macht mich selbst wütend); habe auch oft einen unaufhörlichen Redeschwall
    - in dem Zusammenhang hatte ich als Jugenlicher den Spitznamen "Stresser", weil ich die Leute mit meinem Gerede verrückt machen konnte
    - im Unterricht wurde ich oft ermahnt weil ich "träume" und nicht aufpasse (komischerweise sogar wenn ich aufgepasst habe, habe ich den Eindruck erweckt)
    - als Kind hat mir der Vater eines Freundes der uns immer beim Fußballspielen zugeschaut hat den Spitznamen "Schlaftablette" gegeben, ich hatte als Torwart oft sehr gute Reaktionen, oft habe ich aber erst reagiert wenn der Ball längst an mir vorbei war
    - ich fahre regelmäig mit der U-bahn falsch, manchmal sogar mehrfach hintereinander
    - oft stehe ich irgendwo in der Wohnung oder auf der Arbeit und weiß gar nicht was ich da wollte
    - habe keinen Überblick über meine Finanzen
    - habe eine "Zettelordnung"; ich schreibe alles auf Zettel damit ich mir es merken kann und die fliegen dann ewig irgendwo rum
    - Sachen wie Wäsche waschen ist unheimlich anstrengend, weil ich immer irgendetwas vergesse, das Waschpulver, das Wasser aufdrehen, die Wäsche zu holen, ich schätze mal dass ich ungefähr jede 3te Wäsche deswegen 2x wasche(n muss)
    - ich habe manchmal Energie dass ich alle anderen Leute in den Schatten stelle, das geht auch über längere Zeit so, aber dann bin ich für längere Zeit so im Eimer dass ich für nichts mehr zu gebrauchen bin
    - ich habe schon immer Schlafstörungen, entweder schlafe ich zu wenig oder zu viel, selten habe ich ein gesundes mittelmaß, von regelmäßigen Zeiten ganz zu schweigen
    - ebenso habe ich Probleme beim essen, manchmal fresse ich in mich rein, oft vergesse ich aber zu essen und mir wurde schon oft bewußt (durch "plötzliche" Magenschmerzen) dass ich schon mehrere Tage "vergessen" habe etwas zu essen
    - ich begeistere mich schnell für etwas, aber genauso schnell verliere ich das Interesse an etwas; ich fange gerne etwas neues an, manchmal ganz oft bis mir der Anfang "perfekt" gelingt und dann habe ich keine Lust mehr drauf
    - beim Lesen bekomme ich zwar meist grob mit um was es geht, aber mir fehlt meist der Sinn für Details, bzw es ist so als hätte ich manche Passagen nie gelesen
    - ich kann mich unheimlich in etwas hineinsteigern was mich interessiert
    - ich ertrage es nicht wenn ich irgendwo bin und muss zu viele Reize aufnehmen, z.B. der Fernseh läuft im Hintergrund
    - auf der anderen Seite kann ich viele Sachen nicht einfach machen, wie Wäsche aufhängen z.B, da muss ich noch was anderes nebenher machen sonst habe ich das Gefühl ich muss durchdrehen, bzw ich langweile mich zu tode
    - ich kann nicht irgendwo einfach nur sein und entspannen, ich muss immer irgendeines meiner "Gedankenprojekte" durchdenken damit ich etwas zu tun habe (Projekte welche ich übrigens nie abschließe obwohl ich es mir immer wieder vornehme)
    - ich habe Angst mich zu verlieben weil ich mich dann zu schnell darin "verliere" und nach gescheiterten Beziehungen immer das Gefühl habe ich hätte Zeit verloren; das liegt auch daran weil ich das Gefühl habe ich kann immer nur eine "große" Sache gleichzeitig machen (entweder Fortbilden oder Karriere vorantreiben oder romantische Beziehung führen oder Persönlichkeit entwickeln ...)
    - ich verliere beim reden (schreiben) oft den Faden und muss mich anstrengen um gedanklich wieder an anzuknüpfen
    - ich weiß wie ich was tun muss, aber ich kann es trotz massiver Anstrengung nicht machen (Dinge die andere anscheinend einfach nebenher machen); das betrifft mein Leben, meine Zukunft, mein Wohlbefinden, aber ich fühle mich oft hilflos und habe schreckliche Zukunftsängste
    - ich bin einmal freiwillig in die Psychatrie gegangen (wegen Depressionen, Antriebslosigkeit, Selbstmordgedanken) und es wurden genau die Sachen vermutet mit denen ADSler oft fehldiagnostiziert werden (Depressionen, Borderline, Narzissmus), aber es hat bei allem das letzte Quentchen gefehlt um eine Diagnose zu geben; ich hatte dort auch gesagt dass ich Probleme mit dem Denken habe (also dass ich Probleme habe klare Gedanken zu fassen), daraufhin haben sie mir ein Medikament gegeben dass ich (wegen meiner vorherigen schlechten Erfahrungen mit Drogen) allerdings nicht nehmen wollte (keine Ahnung was das war, angeblich sollte es die Gedanken strukturieren, aber als ich gemerkt habe dass es etwas in meinem Kopf ändert habe ich die Einnahme verweigert) ... das wurde dann auch nicht weiter verfolgt
    - ich habe einen großen Leidensdruck weil ich nicht in der Lage bin mein Leben wenigstens so weit zu steuern dass ich nicht so weit von dem entfernt bin was "sein könnte wenn"

    es gibt garantiert noch viele andere Sachen, ich bin im Grunde ja auch nicht groß ins Detail gegangen und habe vielleicht falsche Schwerpunkte gelegt, aber vieles habe ich halt auch vergessen was mal war

  4. #4
    gut


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Was gehört dazu?

    es gibt garantiert noch viele andere Sachen, ich bin im Grunde ja auch nicht groß ins Detail gegangen
    Ach so? Haha ;-)

    Deine Auflistung enthält so erdrückend viele typische ADS-Eigenschaften, dass Du Deine Zweifel getrost begraben kannst. Was Du ja im Grunde auch selbst schon weißt.

    Nein, es gehört NICHT zum Kern des Problems, dass man schlecht in Mathe oder Rechtschreibung ist. ADS heißt auch nicht, dass Du Dich generell nie und auf nichts konzentrieren kannst. Sondern dass Du die Konzentration nicht willentlich steuern und aufrecht erhalten kannst. Es kann also sogar sein, dass irgendeine Sache Deine Konzentration magisch anzieht. Wenn das z.B. das Fach "Medizin" wäre, könntest Du ein ausgezeichneter Arzt werden. (Natürlich bräuchtest Du eine sehr gute Sprechstundenhilfe, denn Du könntest Dich wohl nie auf die Abrechnungen und auf die Terminvergabe konzentrieren...).

    Bei neurotypischen Menschen wäre es vielleicht so: "Ich will Arzt werden.Was muss ich dafür tun? Was muss ich lesen?" Man nimmt sich ein Ziel vor und erreicht es Schritt für Schritt. Das ist "normal".

    Mit ADS läuft es andersrum: "Mist! Jetzt habe ich schon wieder im Medizinbuch gelesen, obwohl ich doch eigentlich meine Steuererklärung machen wollte." In einem passenden Umfeld, in dem so etwas gefördert und in die richtige Bahn gelenkt wird, kann man dann Arzt oder Programmierer oder Bill Gates werden.

    Dahinter steht wohl auch die Befürchtung das Gefühl bzw die Hoffnung endlich den Grund für ein lebenslanges Versagen gefunden zu haben könnte sich durch eine willkürliche Beurteilung (so kam es mir bei Psychiatern bisher vor) wieder als Illusion herausstellen.
    Während Du aufhören darfst, an Deiner Selbstdiagnose zu zweifeln, ist diese Befürchtung allerdings sehr berechtigt ...

    Die Diagnose ADS (plus Weiteres, denn ADS kommt selten allein) kommt nur raus, wenn auch systematisch auf ADS getestet und anderes ausgeschlossen wird. Du brauchst also einen Untersucher, der ADS kennt und ernsthaft - aber kritisch - überhaupt erst in Erwägung zieht.

    Auch mit der besten Untersuchung kann man ADS nicht messen oder nachweisen, insofern wird es vielleicht immer eine Illusion bleiben. Es ist aber ein sehr schlüssiges und logisches Erklärungsmodell. Und: Messen kann man immerhin, was alles NICHT zutrifft.

    "Lieber Doktor, sage mir: Wenn mit meinen Blut- und Leberwerten alles stimmt; wenn es bei meinen Gehirnfunktionen und meiner Intelligenz keine Auffälligkeiten gibt; wenn ich weder ein chronisches Erschöpfungssyndrom noch eine Schilddrüsenunterfunktion etc. etc. habe - WARUM KANN ICH MICH DANN NICHT ZU DEN EINFACHSTEN DINGEN AUFRAFFEN UND SACHEN AUCH MAL ZU ENDE BRINGEN?"

    Willkommen im Club.


    Tipp: Druck Deine Liste aus, nimm sie mit zum Arzt (Psychiater?) und erzähle ihm von Deiner Vermutung. Wenn er Dir nicht zuhört, geh zu einem anderen Arzt.

    Noch ein Tipp: Erwarte nicht, dass der Arzt alles sofort weiß und von selbst erkennt. Er hat für die Untersuchung nur wenige Stunden. DU hast dagegen auf der Suche nach dem Grund für Dein lebenslanges Versagen vermutlich schon wochen-, monate- oder sogar jahrelang immer mal wieder recherchiert. Stimmt's? ;-) Unterschätze nicht Dein eigenes Wissen, nur weil Du nicht Medizin oder Psychologie studiert hast.

  5. #5
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Was gehört dazu?

    ähm ja, ich würde mal direkt zur Diagnose marschieren, das schreit ja förmlich danach.

    ich habe auch keine Rechtschreibschwäche, lese auch viele Bücher etc. - das sagt gar nix.

    viel Glück

  6. #6
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Was gehört dazu?

    Parabel, deine Liste ist toll!
    Ich habe immer weiter nach unten gescrollt und gedacht, was, das auch noch?

    Dein Frontalhirn ist ein bisschen schwach auf der Brust, aber was dahinter liegt, funktioniert ja toll.

    Nun bist du hier gelandet und wirst sicher mal den nächsten Schritt einleiten.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    LG Gretchen

  7. #7
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Was gehört dazu?

    ich muss nochmal was sagen...

    das ist alles so eine wunderbare Zusammenfassung, dass ich es fast 1:1 auf mich selbst übertragen kann.

    falls mich irgendwann mal wieder wer fragt, dann kopier ich das einfach und spar es mir, das alles selbst zu tippen DDDDD


    fast schon unheimlich, das so zu lesen *g

  8. #8
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.434

    AW: Was gehört dazu?

    @ Parabel: Aus deine Liste tönt es alles sehr stark nach ADS! Ja, es stimmt, es gibt ADSler die eine Medizinstudium schaffen und dann selber sich um Mitbetroffenen kümmern...

    ADS hat nichts mit Intelligenz zu tun! Wir sind genau so intelligent wie nichtbetroffenen. Ich hatte sogar einmal gehört dass ADSler im Durschnitt etwa eine höhre IQ hätten, aber es muss bewiesen werden...

    Wir haben mehr Problemen unsere Potential richtig zu nützen, aber wenn jemand intelligent ist, kann er im Ausbildung manchmal sehr gut kompensieren und schon vieles erreichen, wenn der Interesse auch da ist... Nun, es bleibt sonst doch anstregender für uns als bei Nichtbetroffenen und irgendwann macht es sich bemerktbar.

    Ich habe auch ADS und nicht gleich in schwache Form, aber in der Schule hatte ich auch geschaft... Nur deutlich unten meine Potential...

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Was gehört dazu?

    Finde mich ebenfalls in sehr vielen Dingen wieder die du aufzählst, denke du wirst auch " betroffen " sein. Lass das mal aber lieber von einem Arzt abklären.

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 543

    AW: Was gehört dazu?

    Hab mich auch sehr oft wiedergefunden, in deiner Liste
    Probleme mit Rechtschreibung hab ich auch keine, in Diktaten hatte ich immer Einsen, ich lese sehr gern, hab als Kind
    die Bücher regelrecht "verschlungen", allerdings kann ich nichts lesen, was mich absolut nicht interessiert, da schweife ich ab und komm nicht weiter.

    Ich denke die Lese- und/oder Rechtschreibschwäche ist allenfalls eine Begleiterkrankung bei manchen ADHSlern und gehört nicht zum eigentlichen ADS.

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. RTL-Redaktion hat von Recherche wohl noch nie gehört?
    Von maofatale im Forum ADS ADHS: Nonsens aus Presse und Medien
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 3.08.2014, 00:12
  2. was gehört zu ADHS,was zu Autismus?????
    Von bienle im Forum ADS ADHS Erwachsene: Asperger, Autismus
    Antworten: 41
    Letzter Beitrag: 15.03.2013, 21:20
  3. Was gehört zu einer fachgerechten ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen?
    Von Alex im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 4.05.2012, 22:13

Stichworte

Thema: Was gehört dazu? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum