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Diskutiere im Thema Wo habe ich Glück erfahren? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Wo habe ich Glück erfahren?

    ich glaube, glück muss jeder für sich selbst definieren und das verständniss wo glück anfängt, beruht auf erfahrungen.

    jemand der nie wirklich negative erfahrungen gemacht hat oder keine sorgen hatte, empfindet glück sicherlich anders, als jemande der sich schon von kind an durchs leben kämpfen mußte.

    mein kleines glück war zB. bis vor ein paar monaten, wenn ich neben meiner freundin aufgewacht bin. inzwischen sehe ich es als glück, dass ich die frau los bin und das ganze bett wieder für mich habe.

    vor ein paar jahren hatte ich einen schweren autounfall, den ich unbeschadet überstanden habe. das war dann wohl großes glück.

    glück ist ansichtssache

  2. #22
    Comicus Divinius

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.185

    AW: Wo habe ich Glück erfahren?

    Ich muss kurz etwas ausholen. Ich habe einen Stiefvater, der nichts von Adhs wusste ich auch nicht und ich habe als Kind sehr unter ihm gelitten, ich habe ihn wirklich in die Hölle gewünscht.
    Ich habe mich darin ergötzt wie ich mir vorstelle, wie er nach seinem Tod leiden muss. Jetzt als Erwachsener schäme mich mich dafür, aber damals nun ja.
    Ich war ein schwieriges Kind, er mit seinem Leben un zu frieden, er verachtete meinen Vater und das war keine gute Mischung, Sätze das man Leute wie mich im 3 Reich vergaßt hätte, waren standart.
    Ich musste einmal für mein Studium eine Biographie schreiben und da fielen mir auch schöne Momente ein mit ihm und so seltsam es klingt, ich bekann zu weinen, das mir alles leid tut und ich habe Jesus damals meinen Hass gegeben und ich spürte regelrecht wie der Hass weniger wurde und es war glaube ich einer der größten Befreiungsmomente in meinen Leben.
    Das war Glück, zu wissen, da oben ist jemand, der mich lieb hat, egal was ich mache und egal wie nervig ich bin, der mir hilft, wenn ich ihn brauche. Und seit ich den Hass los gelassen habe, Erwachsen bin und auf seine Sachen nicht mehr reagierte wurde es besser und mittlerweile haben wir ein höfliches Verhältnis, ich bin wirklich dankbar dafür

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Jakobo schreibt:
    Na super, Pfarrer ohne ADS wäre mir lieber gewesen .
    Aber ich bin nicht der einzige, so nebenbei
    Der Pastor in der Freikirchen Gemeinde meiner Mutter hat auch Adhs und der hat die mal kräftig durchgeschüttelt Ich mag ihn gerne und er hat auch Humor.

  3. #23
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 138

    AW: Wo habe ich Glück erfahren?

    Ich bin erstaunt, hier mehrfach von diesem Gefühl des Friedens und der Verbundenheit zu lesen - ich hatte das genau einmal, es war gar keine besondere Sache, ein Anblick eines alltäglichen Dings, als ich plötzlich ein ganz starkes Glücksgefühl erlebte, so stark, dass ich sogar lachen musste.

    Ich habe keine Ahnung, was das war, aber ich hoffe, dass es irgendetwas zu bedeuten hatte und dass ich es vielleicht noch einmal erleben werde. Das ist jetzt schon vielleicht zwei Jahre her, aber ich erinnere mich immer wieder daran. Es ist eine Erfahrung, die ich wie einen Schatz in mir trage :-)

  4. #24
    reloaded

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 2.492

    AW: Wo habe ich Glück erfahren?

    Ein nuckelndes Kind an der Brust

    ein Jungvogel im Zoo, der in meiner Hand einschläft.

    ..in den drei schlimmsten Situationen meines Lebens, eine offene Türe in einer sonst immer verschlossenen Kirche.

    die Gewissheit, wenns zu schlimm wird, ruft immer einer an. Und ich bin nie wirklich allein. Auch wenn es sich oft so anfühlt...

    eine Musik, die das Innerste berührt, sodass es fast schon weh tut, das Glück

    ein kindergesicht, vertieft in sich selber

    eine schlafende Katze

    ein Geruch, der Geruch von sommergras, der an kinderurlaub in den Bergen erinnert.

    der Geruch von nasser Straße nach einem Sommerregen

    so viel...

  5. #25
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Wo habe ich Glück erfahren?

    @Jakobo,sorry du kannst ja nicht wissen,daß ich mit Pfarrern Kath.oder freikirchl. in der Vergangenheit große Probleme hatte und du jetzt hier auch als Pfarrer,Ads hast. Find ich sehr ironisch von oben.
    Meinen Platz hab ich im Moment in der evang.Kirche


    Glücksstunden ,hatte ich am Samstag,da war ich mit meinen Schwestern bei Monkey Man auf einem kleinen openAir und meine Bitte war mal total abschalten zu können,abzutanzen ohne zu denken ,was könnten die anderen denken ,und es hat geklappt, wir hatten solchen Spaß und Freude ca.3Std,
    dann ging nix mehr ,durchgeschwitzt und total Happy,Happy Happy-so ne große freude hatte ich seit 5J nicht mehr.
    wenn man daß nur speichern könnte.Happy happy,happy

    glg eisi

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 57

    AW: Wo habe ich Glück erfahren?

    Also von meinen über 30 Jahren die ich auf der Erde bin habe ich mich ganze 4 Monate wirklich gut gefühlt. Heißt keine Depressionen, Ängste und ein Gefühl der Zuversicht und des Selbstvertrauens.
    Diese 4 Monate waren für mich definitiv die glücklichsten Momente weil es Momente waren die nicht nur ein paar Stunden anhielten.


    4 Wochen dieser 4 Monate waren meine USA-Reise vor ca. 18 Jahren. Da kam ich in eine Gastfamilie die mir das Gefühl vermittelte etwas wert bzw. Teil einer Familie zu sein und nicht nur runtergemacht zu werden.
    Sie übertrug mir Verantwortung und gab mir den Anschein etwas richtig machen zu können - und wenn ich mal was falsch machte war es nie schlimm sondern wurde mit Witz und Zuneigung
    aufgenommen ! Nicht mit Schimpf und Schreierei wie daheim.
    Auch hatte ich damals auf einen Schlag 4 Geschister (davon 3 hübsche Mädels...hihi) was für mich als Einzelkind und Außenseiter eine gewisse Bereicherung darstellte.
    Auch hier hatte ich das Gefühl einer Gruppe anzugehören und nicht immer nur ausgelacht zu werden. Ich habe mich irgendwie durch meine Gastgeschwister geborgen gefühlt; hatte in etwa Gleichaltrige mit denen ich reden konnte und die mich mochten. Die Tatsache dass drei hübsche Mädels darunter waren hat in mir natürlich auch für Auftrieb gesorgt da sich sonst immer nur - sorry - "Hässliche" für mich interessierten.
    War schon ein gutes Gefühl mit meinen hübschen Gastschwestern unterwegs zu sein, mit ihnen reden normal reden zu können ohne dass gleich gelästert wird und das Gefühl zu haben dadurch für andere interessanter zu wirken - ist zwar oberflächlich aber stimmt.
    Das Land (Californien) war natürlich das i-Tüpfelchen : Nette offene Menschen, unendlich viele Möglichkeiten, fantastische Landschaften (Meer, Wüste, Grand Canyon etc.), alles riesig und Platz ohne Ende was meine Reizflut entspannte.
    Als ich zurück nach Deutschland musste habe ich geweint. Ich wollte nicht zurück in dieses be***** Deutschland !


    Die anderen drei Monate entstanden pardoxerweise aus einem massiven Wutanfall vor ca. 5 Jahren heraus. Ich wurde einfach mal wieder von meinen Eltern eingepackt und nach Rom verfrachtet. Wie immer spielte was ich wollte keine wirkliche Rolle. Es wurde mal wieder einfach über mich hinwegdirigiert.
    Durch die enorme Reizflut von Rom, den massiven Druck meiner Eltern und der Rennerei durch die Stadt ist in mir, so nehme ich heute an, ein Druckventil geplatzt. Jedenfalls bin ich am Abend mitten in Rom wie eine Atombombe in die Luft gegangen und habe meine Eltern angeschrien was sie für A***** sind. Die halbe Stadt hat sich nach mir umgedreht...lol. Danach bin ich einfach weggelaufen !
    Ich bin dann ca. etwas 6-8 Stunden die ganze Nacht durch in einer Mischung aus einem Trance- und Schockzustand durch die Nacht geiirrt. Wundere mich gerade etwas dass mir da nichts passiert ist denn ich war auch in den übelsten Vierteln. Ich habe geweint, geschrien, wieder geweint usw. All der Schmerz der Jahrzehnte kam hoch !
    Irgendwann wurde ich wieder klar im Kopf und habe mir ein billiges Hotelzimmer beim Bahnhof genommen. Am nächsten Tag ging ich dann zu meinen Eltern ins Hotel und habe ihnen in einer mir unbekannten ruhigen Art nochmals meine Meinung und Gefühle geäußert. Gebracht hat diese Aussprache zwar nichts weil ich eh wieder der alleinige Schuldige für meine Eltern war aber alleine die Tatsache mich getraut zu haben meinen Eltern zu widersprechen bzw. meine verletzten Gefühle zu äußern hat in mir eine nie gekannte Befriedigung ausgelöst.
    Nach dieser Aussprache war ich für 3 Monate wie ausgewechselt ! Ich hatte keine Ängste mehr (nicht einmal mehr Höhenangst !), keine Depression und war mit gesundem Selbstvertrauen erfüllt.
    Dafür drehte aber mein "H"-Teil meines AD(H)S ordentlich auf ! Meine Passivität wich einer Hyperaktivität sondergleichen !!! Ich konnte keine Sekunde ruhig sitzen !
    Diese Erfahrung ist auch übrigens der Grund dass ich fest davon überzeugt bin dass hypoaktive ADHSler nichts "nur" eine Art traumatisierter Hyperaktiver sind. Sie unterdrücken nur ihre Hyperaktivität aus Angst, Scham...was auch immer !



    Oups...jetzt habe ich aber viel geschrieben. Hat aber irgendwie gerade etwas gut getan

    Naja, ihr merkt jedenfalls vielleicht daran wie wichtig mir diese beiden Zeiträume waren. Auch wenn es etwas drastisch klingt aber gefühlsmäßig sind diese beiden Phasen die einzigen Lichtblicke gewesen die meinem Leben bisher einen Sinn gegeben haben ! In diesen Momenten war ich wirklich länger glücklich.
    Oups... jetzt kommt bei mir gerade viel Traurigkeit und Wehmut hoch...werde ich gleich mal unterdrücken...wie immer...sonst kommt zu viel anderer Mist hoch...der reicht für ein paar Leben mehr (haha)
    Geändert von cajo81 (21.08.2014 um 16:11 Uhr)

  7. #27
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Wo habe ich Glück erfahren?

    Ach du große Sch.........
    Ich glaube du solltest dir mal jemand (Proffesionelles) suchen um, mal den ganzen Mist aufzuarbeiten.
    Ansonsten hast du recht,sich alles von der Seele zu schreiben ist sehr, sehr gut.

    Alles gute und viel Glück wünscht dir Eisi

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