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Diskutiere im Thema ADS? Dysthemie? Faulheit? Burn-out? Was habe ich denn bloß? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: ADS? Dysthemie? Faulheit? Burn-out? Was habe ich denn bloß?

    Wow ! Danke für eure Antworten Ich versuche mal auf jeden einzugehen:


    @ Bummel: Ja das ist mir natürlich bewusst und ich kann ihn auch verstehen, da ein Student kommt und auf ADS getestet werden will -> Ritalinmissbrauch. Das Ganze dann verstärkt durch die bevorstehende Examensphase und dass ich es ja bis hierher geschafft habe. Aber andererseits müsste er ja am Gespräch und den ganzen Bluttests, Medikamenten etc. die ich nehme sehen, dass ich nicht rumschwindeln bin. Aber wir werden ja sehen was er nächste Woche dazu sagt

    Ich hoffe er geht da neutral an die Sache ran und es wird die richtige Diagnose rauskommen. Egal ob ADS oder was anderes. Was mich nun stört ist, dass es zu sehr in Richtung ADS ging und er nicht nach anderen Sachen gefragt hat, wie z.B. Angststörung, chronische Depression oder dergleichen. Bei den zahlreichen Symptomen, die ich habe könnte man ja auch gut auf diese Krankheiten eingehen.


    @ Aquita:
    Ich studiere Rechtswissenschaften Ich wäre sehr dran interessiert wie du beim Lernen vorgehst !
    Ich schlaf zwar nicht bei den Vorlesungen ein aber ich kann auch ums verrecken nicht zuhören. Außerdem halte ich das rumsitzen solange nicht aus und dieses belabert werden, insbesondere weil ich ja nicht aufmerksam zuhören kann. Dieser Druck nicht sitzen zu bleiben ist echt krass, ich fang irgendwann an richtig innerlich auszurasten bzw. zu leiden und will nur, dass die Stunde endet.
    Ich will auch unbedingt zuhören, allerdings verfliegen die Gedanken ständig oder ich habe solche ''Zuhörlöcher'', weil ich nicht gerade wirklich nachdenke bzw. an etwas denke, sondern eher einfach nicht zuhöre und gar nix mache. Dann wache ich aus diesem Zustand nach paar Minuten auf. Und dann hat man wieder was verpasst -> Frust und Sinnlosigkeit.

    @Attamatajosa:
    Das ist gut zu hören, dass der Psychologe das nicht kann. Er konnte generell keine Diagnosen stellen oder überhaupt eine Vermutung auf eine Krankheit stellen, allerdings konnte er sehr sicher ADS oder Depression ausschließen bzw. sicher wissen dass Medikamente mir nicht helfen werden. Das fand ich auch komisch. Es kam mir so vor wie diese typische Meinung, dass Psychologen alles nur auslabern wollen und an Medikamente nicht glauben

    @Rettich:
    Ich verstehe deine Vermutung vollkommen. Ich bin mir auch selbst nicht sicher, ob ich mir das nur einbilde bzw. da in irgendetwas reinsteigre. Die Symptome, die ich aufgezählt habe, habe ich aber wirklich!
    Ich kann dir gerne Links von anderen Foren schicken, wo ich vor einem Jahr und früher schon all diese Symptome aufgelistet habe. (Bitte per PN) Da habe ich noch versucht alles auf ein körperliches Problem zu schieben und es dadurch (Schilddrüsenhormone, Vitamine, Mineralien, 5-HTP, Diät etc.) lösen zu wollen.
    Ich schreibe auch so gerade und korrekt, weil ich langsam Übung drin habe meine Probleme rüber zu bringen und das Emotionale Tamtam rauszuhalten, damit die Leute mir auch helfen können. Am Anfang klang alles bei mir auch sehr diffus und durcheinander und die Ärzte wussten nicht was ich von ihnen will ^^

    Natürlich ist alles hier aber auch bisschen ADS-bezogener, da ich hier in einem solchen Forum bin. In einem anderen Forum habe ich dann einen anderen Fokus und halte andere Symptome vllt raus etc.
    Zu meiner Freundin muss ich sagen, dass sie schon immer Konzentrationsstörungen hatte etc., allerdings ist sie eben nie auf die Idee gekommen deswegen zu einem Psychiater zu gehen etc. aber seitdem ich halt mit ihr paar mal über alles gesprochen habe und ihr alles aufgezählt habe, hat sie sich entschieden zum Neurologen deswegen zu gehen.
    Der ist ein Freund ihrer Familie und zack hatte sie schon Medikamente bzw. die Diagnose, was ich auch bissel unfair finde, weil ich hier immer noch rumkrebse und viel Länger warten muss. ^^

    Btw: Ich will nicht unbedingt eine ADS-Diagnose und auf Ritalin bin ich auch nicht so scharf, da ich neben den ganzen Konzentrationsproblemen usw. ja auch Antriebsmangel, Depris etc. habe und mich frage, ob Ritalin mir überhaupt bei sowas helfen kann. Ich habe ja viel gelesen und da hatte ich nicht den Eindruck dass es den Leuten in den Bereichen geholfen hat. Andererseits werden AD's mir wohl nicht bei den Konzentrationsproblemen so wirklich helfen, da diese ja nicht depri-bedingt sind. Deswegen weiß ich echt nicht was ich vom Arzt verlangen soll bzw. wie ich ihm das alles rüberbringen soll, sodass es zu einer Balance zwischen all diesen Problemen und den Lösungen hierfür kommt. Deswegen habe ich auch den Thread gestartet.

    So wirklich Tipps wie ich einen Psychiater verarschen kann findest du hier auch nicht

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: ADS? Dysthemie? Faulheit? Burn-out? Was habe ich denn bloß?

    Wie lange schaffst du es, am Schreibtisch zu sitzen, ohne dass du den Drang verspürst, aufzustehen?

    Hmm das kann ich gar nicht so genau sagen aber so nachdem ich 1h mit Beine wippen und all den Unruhen unkonzentriert gelernt habe, dann kriege ich ein extremes Fluchtgefühl.
    Ich möchte einfach weggehen und aufstehen und die Beine austreten oder nach Hause fahren usw. Meist steh ich auch mal auf und geh ne kleine Runde oder das ständige Strecken und Recken als wäre man gerade aufgestanden ^^

    Wie häufig musst du Pausen machen? Wie sehen diese Pausen aus? Und wie sieht das Lernen nach der Pause aus?

    Also ich mache gedankliche Pausen nach 20-30 min. Nach 2h mach ich dann größere Pausen, wo ich auch rausgehe aus der Bib. Diese Pausen gehen dann so 30-60 min, weil ich null Bock habe wieder reinzugehen. Nach der Pause ist es interessant, dass de anderen wieder Kraft und Lust haben und bei mir genau andersrum. Ich empfinde es z.B. nach der Mittagspause schlimmer noch einmal mich hinzusetzen und wieder Konzentration aufzubauen usw.
    Außerdem habe ich nach dem Mittagessen / -pause ein richtiges Loch, wo ich sehr müde und lustlos bin und mich unbedingt hinlegen muss.

    Kommt es häufiger vor, dass du einen Satz liest und während dessen den Anfang vergisst?

    JA ! JA! Genau das ist ein Riesen Problem. Manchmal machen die einzelnen Wörter ein Problem und wenn man dann den Satz mal gecheckt hat, dann hat man den davor vergessen. Ebenso wenn man sich durch eine Seite gewurschtelt hat, dass man die Seite davor vergessen hat. Wenn man 10 Seiten gelesen hat oder mehr, dann hat man kein großes und ganzes Bild vom Ganzen, sondern nur bisschen irgendwas an Einzelfakten. Wenn ich ein Buch zur Hälfte lese, habe ich das Gefühl nichts mitgenommen zu haben und fange wieder von vorne an.
    Genau diese Probleme und da sehe ich andere Studenten, die 4-5 Bücher vor sich liegen haben und echt die Konzentration haben erst was da zu lesen und zu vertiefen wo anders usw.
    Das könnte ich niemals ^^
    Ein großes Problem ist auch, dass ich anfange zu Überfliegen bzw. viel zu schnell es runterzurattern ohne alles verinnerlicht zu haben, allerdings ist dieses schnelle Lesen das Einzige was ich so wirklich kann. Das Lernen bzw. langsam-konzetrierte Lesen ist eine Qual dagegen.

    Kannst du in einer Bibliothek lernen?

    Wenn ich Ohropax im Ohr habe dann gehts es schon. Ich gucke halt zu oft rum und wenn Leute vorbeilaufen muss ich sie krampfhaft angucken. Das lenkt extrem ab, allerdings kann ich nicht anders als immer zu glotzen. Das ändert sich auch mit Ohropax nicht.
    Zuhause kann ich gar nicht lernen, weil mich zu sehr alles andere ablenkt und ich schneller aufgeben kann und einfach den Fernseher, PC einschalte.
    Allerdings halte ich dieses rumgesitze in der Bib auch nur sehr schlecht aus. Es ist zum Mäuse melken.^^

    Gibt es Unterschiede, wenn du etwas liest, lernst, das dich wirklich interessiert? Wirken sich diese Unterschiede auch auf Pausen?

    Boah keine Ahnung :S Also wenn ich etwas über meine Hobbys lese, dann habe ich diese Probleme viel weniger und brauch auch keine Pausen etc. Das ist jetzt z.B. bei diesen ganzen psychischen Sachen so, die lese ich gerne und die ganze Zeit. Aber auch hier wenn ich zB Dissertationen lese, dann fang ich wieder an, da diese meist zu speziell sind etc. dann werde ich wieder schluderig. Das finde ich aber auch komisch wieso ich bei Sachen, die ich gerne lese all diese Probleme nicht habe. Ich meine ich bin oft in Foren unterwegs und da liest man ganze Berge an Sachen aber die strengen Null an. Vllt. auch weil es ja alles irgendwie egal ist und kein Druck hinter ist es zu verstehen oder so. Eher Entertainment.

    Kommt es vor, dass dir beim Lernen etwas einfällt, und du dann diesen Gedanken nachgehst und sowohl das Lernen als auch das Zeitgefühl dabei verlierst?
    Das ist eher unterschiedlich. Also wenn es längere Gedanken sind oder Tagträume dann passiert das schon. Dann fang ich an rumzuträumen und das kann gut Zeit in Anspruch nehmen bzw. fange ich dann auch wirklich aktiv an den Gedanken nachzugehen, wenn sie mich lange genug beschäftigen. D.h. ich such dann im Inet nach Sachen hierfür etc.
    Ich weiß dass es falsch ist zu ''wichtigen'' Zeiten, wo man eigentlich seiner Karriere nachgehen sollte oder dergleichen, lieber gedankenversunken rumträumt aber ich kann es einfach in solchen Momenten nicht lassen den Gedanken mich hinzugeben. Lustig ist auch wenn ich dann rumträume wie ich voll erfolgreich bin und das Studium gut abgeschlossen habe usw.
    dabei eigentlich lieber lernen sollte um das Ziel zu erreichen anstatt rumzuträumen.
    Sonst habe ich aber sonst Gedankenkarussel, da ist nix greifbares und das ist für mich sogar nerviger aber auch kurzweiliger.
    Nachts vorm Schlafen gehen muss ich mich 1-2h noch diesen Gedanken bzw. Gedankenkarussel hingeben bevor ich einschlafen kann. Deswegen habe ich angefangen vor dem Schlafen gehen wirklich aktiv rumzuträumen, d.h. mich in eine Rolle zu vesetzen und extrem real das ganze durchzuziehen dann schlafe ich früher ein und geb mich nicht dem Gedankenkarussel hin.

  3. #33
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADS? Dysthemie? Faulheit? Burn-out? Was habe ich denn bloß?

    Hallo Guerillero,

    das as mit dem Studium habe ich irgendwie geahnt ;-)
    Ich habe auch Jura studiert und ich wünsche mir, ich wäre in deinem Alter auch so schlau ;-)
    Im Gegensatz zu dir habe ich es aber damals verdrängt.
    Ich werde dir demnächst antworten, ich brauche aber etwas Zeit, um die Gedanken zu sammeln.

    Was ich dir aber schon jetzt schreiben kann: wenn du auch depressiv bist, wirst du von Ritalin eher enttäuscht sein. Die Depression wirkt sich auch sehr auf die Konzentration aus, solange sie stärker ausgeprägt ist, wird Ritalin & co. keine "Wunder" bewirken. Möglicherweise nur eine Enttäuschung.

    LG
    aguita

  4. #34
    ...das war mal..

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 265

    AW: ADS? Dysthemie? Faulheit? Burn-out? Was habe ich denn bloß?

    Aguita schreibt:
    Die Depression wirkt sich auch sehr auf die Konzentration aus, solange sie stärker ausgeprägt ist, wird Ritalin & co. keine "Wunder" bewirken. Möglicherweise nur eine Enttäuschung.
    Kann ich bestätigen.
    Geht mir auch so.
    lg vom Andy.

  5. #35
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 183

    AW: ADS? Dysthemie? Faulheit? Burn-out? Was habe ich denn bloß?

    Hi Guerillero;
    Du kannst deine Gedanken aber gut sortieren, finde ich. Alle Achtung. ;-)

  6. #36
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 183

    AW: ADS? Dysthemie? Faulheit? Burn-out? Was habe ich denn bloß?

    Ps.: Und ich finde auch bemerkenswert, das Du schon weißt was das ADHS alles für Dich bedeutet und die Symptome alle so klar vor Augen hast.

  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: ADS? Dysthemie? Faulheit? Burn-out? Was habe ich denn bloß?

    Danke Sunny Nach 2 Jahren intensiver Auseinandersetzung, vielen Gesprächen und viel Recherche bin ich halt um einiges schlauer. Leider habe ich selber keine Lösung gefunden und bin am gleichen Punkt wie damals. Witziger weise bin ich heute seit genau 2 Jahren in diesem Loch, denn genau vor 2 Jahren fing es an, dass ich das alles nicht mehr verdecken konnte und gemerkt habe, dass etwas ganz kräftig nicht stimmt mit mir.


    Aguita ich bin gespannt auf deine Antwort

    Wir kommen auch langsam dem Problem näher Leute Wenn bloßes MPH mir nicht helfen wird, dann weiß ich auch nicht was ich dem Neurologen sagen soll :S Wenn die Diagnose ADS steht dann wird er wohl MPH verschreiben aber wie ihr schon gesagt habt, denke ich selbst nicht dass es generalisierend helfen wird.
    Aber was soll ich machen? Ich denke eine Kombi von MPH+ SSNRI wäre da nicht schlecht, da neben den ADS-Symptomen auch Antriebsmangel und Depris bekämpft werden können. Ich kann aber nicht das dem Arzt vorschlagen, da er noch denkt ich bin ein Junkie oder so ^^
    Außerdem sollte man ja am Anfang nicht an zwei Schrauben gleichzeitig drehen, da ich dann die Wirkung / NW nicht unterscheiden kann. Ich will aber auch nicht sagen, dass ich auf MPH verzichte und eher was wie Venlafaxin bevorzuge, da vllt. dann die ganze MPH-Geschichte untergeht bzw. es ja auch für den Arzt dann ein einfaches sein wird mir nur AD's zu verschreiben. Deswegen denke ich, dass es am besten ist wenn ich gar nichts sage und den Neurologen einfach entscheiden lasse.
    Aber er hat angedeutet, dass er Depressionen (zumindest chronische) für nicht gegeben / unwahrscheinlich hält. Somit wird er wohl in die Richtung nichts verschreiben.
    Oder würdet ihr eher zu einem SSNRI greifen als zu MPH in meiner Situation?

    Ich weiß auch gar nicht, ob ich überhaupt depressiv bin :S Ich habe Stimmungsschwankungen etc. aber so wirklich depri bin ich nicht (mehr). Also in einer akuten depressiven Episode bin ich eigentlich nicht.
    Was mich noch stört ist, dass ich bei den Fragebögen fast alles mittel-schwer angekreuzt habe und sehr wenig Sachen wirklich gar nicht hatte. Ich hab Bedenken dass das zu auffällig ist, aber ich meine wenn ich ehrlich denke, dass ich die Symptome so habe dann ist es ja nur richtig nicht ''bescheiden'' zu sein oder nicht?

    Ich habe auch meine Symptome aufgeschrieben, die ich auf der ersten Seite gepostet habe, ebenso den Teil mit den Problemen seit dem Studium. Das wollte er unbedingt haben :S
    Ich weiß nicht ob das komisch kommt denn faktisch war das das Gleiche was ich ihm erzählt habe, deswegen siehts aus wie ein vorgefertigter Text. Ich wollte ihm das halt geben, falls ich selbst das Ganze ihm nicht so gut rüberbringen kann bzw. weil hier ja welche gesagt haben ich solle ein Lebenslauf schreiben. Naja ich mach mir wohl wieder zuviele Gedanken...

    BTW: Ich wollte ihn nach einem Attest für ein Urlaubssemester fragen, da ich mal eine Auszeit nehmen bzw. den Druck rauslassen will und mal ein Semester das Lernen lernen will mit den Medikamenten und evtl. VT. Habt ihr da irgendwelche Erfahrungen wie das ist?
    Geändert von Guerillero (26.08.2014 um 15:59 Uhr)

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: ADS? Dysthemie? Faulheit? Burn-out? Was habe ich denn bloß?

    *push*
    BTW: Ich wollte ihn nach einem Attest für ein Urlaubssemester fragen, da ich mal eine Auszeit nehmen bzw. den Druck rauslassen will und mal ein Semester das Lernen lernen will mit den Medikamenten und evtl. VT. Habt ihr da irgendwelche Erfahrungen wie das abläuft? Wird er so eins e.M.n. erstellen?

  9. #39
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 71

    AW: ADS? Dysthemie? Faulheit? Burn-out? Was habe ich denn bloß?

    Hi,

    ich habe nochmal deine Antwort auf meine Fragen gelesen und du hast mir eine Menge Arbeit erspart ;-)
    Ich kann nämlich überhaupt nicht in der Bib lernen oder besser gesagt konnte es nie gut. Ohne Ohropax haben mich Geräusche wie Blättern immer wieder abgelenkt, mit Ohropax war es nicht viel besser, weil ich dann andere Sachen besser wahrgenommen habe, die mich gestört haben.
    Deswegen ist meine Strategie sehr daran angepasst, zu Hause lernen zu können. Da kommen sogar so abenteuerliche Gegenstände zum Einsatz wie Eieruhr zum Einsatz für die Pausen... ;-)

    Das Wichtigste ist eine klare Struktur.
    Um diese zu erreichen, brauchst du für deinen Alltag klare Richtlinien, an der Umsetzung muss man hart arbeiten und damit klar kommen können, dass man immer wieder das Gefühl hat, man fängt alles von vorne an..
    Dabei gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, es wird alles aufgeschrieben.
    Also:

    Ein Lernplan. Was du lernen musst, wie viele Tage du dafür zur Verfügung hast (davon mind. 1 Tag pro Woche frei und einige Tage für Notfälle, wo du beim besten Willen aus welchen Gründen auch immer nicht voran kommst).
    Das ist dein "Orientierungslernplan".
    Davon machst du noch eine andere Version für worst Case, für den Fall, dass du nicht so gut voran kommst, wie gewünscht.

    Ein Lerntag soll möglichst zum gleichen Zeitpunkt beginnen und enden.
    Ich habe es mir so aufgeteilt, dass ich jeweils 45-60 Minuten gelernt habe, dazwischen 15 Minuten Pause, eine längere Pause am Tag ca. 2 Stunden, da war ich 2-3 die Woche joggen. In den Pausen habe ich auch häufig kurz geschlafen.

    Mit der Zeit habe ich gelernt, mit den Karteikarten zu arbeiten. So konzentriert man sich aufs Wesentliche und kontrolliert gleichzeitig, ob man das Gelesene wirklich aufgenommen hat. Und überhaupt: möglichst aktiv lernen, mit kleinen Fällen und Gesetz.
    Den ganzen Tag sitzen und lesen geht nicht, da wird man bereits nur vom Sitzen selbst erschöpft ;-)

    Damit man zügiger voran kommt und auch Sachen lernt, die man nicht mag (für mich die größte Herausforderung außer dem Sitzen am Schreibtisch selbst), teilt man sich den Lernstoff so, dass man z.B. am Vormittag ZR macht und am Nachmittag ÖR.

    Dabei habe ich immer einen Wochenplaner benutzt und täglich alles aufgeschrieben, damit ich es kontrollieren und sehen konnte, wie schnell ich tatsächlich voran komme und dementsprechend meinen Lernplan korrigiert.
    Wenn ich mich mit meinen Gedanken "aufgehängt" habe, habe ich z.B. Sudoku gemacht oder kleine Übungen wie Liegestützen.

    und noch eins - an meinen guten Vorsätzen bin ich häufiger gescheitert. Das Chaos findet immer einen Weg, sich einzuschleichen und die beste geschaffene Struktur zunichte zu machen...

    Falls du noch Fragen hast, melde dich einfach!
    LG
    aguita

  10. #40
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: ADS? Dysthemie? Faulheit? Burn-out? Was habe ich denn bloß?

    Danke für deine Tipps Aguita ! Die sind echt hilfreich. Wobei ich jedoch sagen muss, dass ich die meisten Tipps irgendwann aufm Weg schon mehrmals ausprobiert habe.
    Lernpläne haben mir oft geholfen und auch die Abwechslung der Fächer, sowie öfters kleine Pausen einlegen etc.

    Allerdings fehlt mir eben beim Lernen selbst die Konzentration auf die Aufgabe, Karteikarten schmier ich zu sehr hin, Fälle auszuformulieren sind eine Qual, der Antrieb die Lernpläne einzuhalten und der Laptop lenkt zu sehr ab. Du siehst, dass die Tipps zwar helfen aber wenn eben im Großen und Ganzen die Konzentration und der Antrieb sehr krass fehlt, dass dann
    dieses drum herum auch nicht viel bringt. Wenn Konzentration und Antrieb wieder halbwegs da wären, dann kann man mit diesen Strategien bestimmt sehr gut lernen.
    Zumal die Examensphase kein Zuckerschlecken ist.
    Das Versagen ist immer das Problem, wenn es ein oder wie Wochen läuft, dann passiert sowieso wieder der Einsturz und das ging schon immer so, ob im Studium, Hobby oder Privat.
    Das Problem ist eben, dass ich zu meinen ganzen Problemen auch sehr perfektionistisch bin bzw. viel von mir abverlange an Leistung und dieses Versagen immer doppelt so schlimm subjektiv gewertet wird als es objektiv ist.
    Meine Freundin meint immer zu mir, dass ich eben damit einfach klar kommen soll und ja noch gut im Studienplan bin auch wenn ich nicht ständig lernen kann, sondern nur vor Klausuren etc. aber ich kann das einfach nicht. Ich will irgendwann kontinuierlich Leistung erbringen können, koste es was es wolle! Ich lass mich nicht für immer einschränken.


    Update:
    Also die Konzentrationsprobleme sind genauso da wie sonst. Hab heute 1-2 Seiten krampfhaft gelesen und hab mal wieder aufgegeben. Neben den Konzentrationsproblemen, dass für mich die Sätze kein Sinn ergeben und ich x-mal lesen muss und es extrem anstrengt, hab ich eben noch diesen mangelnden Antrieb. Ich bin jetzt seit Samstag Abend daheim und guck nur fern oder surfe, kann mich zu absolut nix aufraffen draußen ^^ Dieser Zustand kotzt mich sehr an und geht echt schon viiiieeelll zu lange
    Morgens wache ich auch nie dann auf wann ich will, sondern irgendwann 2-3 h später, obwohl der Wecker schon 3-4 mal geklingelt hat und nachts dann dafür Gedankenkarussel.

    Ich würd so gerne wie die anderen einfach meinem Studium ruhig und kontinuierlich nachgehen, ein Hobby pflegen und mein Leben genießen. Genießen kann ich nichts, weil ich nicht abschalten kann und ruhig lernen dies das geht auch nicht wegen meiner Impulsivität und dem Tsunami im Kopf.
    Geändert von Guerillero (29.08.2014 um 00:07 Uhr)

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