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Diskutiere im Thema Diagnose-Wichtig?? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 7

    Diagnose-Wichtig??

    Hallo,
    ich möchte mal fragen ob es für Euch wichtig war eine Diagnose zu haben??
    Was hat sich mit Diagnose in eurem Lben verändert??

    Mit diesen Fragen beschäftige ich mich derzeit.Ich bin nicht sicher ob es für mich von Bedeutung ist eine Adhs Diagnose zu haben oder nicht.
    Alle Anzeichen sprechen für Adhs aber ich bin 42 Jahre alt,mein Leben hab ich soweit im Griff und die "kleinen Unzulänglichkeiten" sind versorgt.
    Ich kann mich selber recht gut reflektieren und frage meinen Partner nach nach meinen Knall's.
    Meine Migräne bekommt Tabletten.Mein PMS mit depressiven Verstimmungen wird von meinem Partner gut aufgefangen und ist nach 2 Tagen wieder vorbei-wir sind darauf eingestellt.
    Das ich meinen Geburtstag nicht feiere und auch keine Festivitäten in der Verwandschaft schätze-ist halt so.Manchmal gehe ich mit aber eben zeitlich sehr begrenzt oder ich stehe bei Festen in der dortigen Küche und erledige den Abwasch und Essensvorbereitungen...damit bin ich aus dem Trubel raus und muß nicht darumsitzen.
    Arbeitsmäßig habe ich keine Reizüberflutungen und kann konzentriert meine Arbeit machen-ich arbeite nachts und alleine....oft komme ich hierbei sogar runter von zuviel "Stress".
    Ich habe einen guten Überblick und Einschätzung was in den unterschiedlichsten Situationen von mir erwartet wird und kann mich dementsprechend verhalten-wenn ich von vornherein das Gefühl habe der Sache nicht gewachsen zu sein-gehe ich a) nicht hin oder b) nehme ich prophylaktisch ne Migränetablette

    Mein Partner kennt mich nicht anders,empfindet mich auch nicht als Belastung.Ich habe bei ihm einen sicheren Hafen wo alles kann aber nichts muß.Bleibt z.b.der Haushalt mal liegen weil ich im Garten gewühlt habe,mit dem Kind im Schwimmbad war und dann noch mit den Hunden gewandert bin-macht er eben da weiter wo ich aufgehört habe und "morgen ist ein neuer Tag".

    Die Tagesstruktur steht schon alleine wegen dem Kind.Eine neue Herausforderung wird sein das Kind,Verdacht auf Adhs,in geordnete Bahnen zu lenken-für mich ist der ja ganz normal!!

    Also wie ist das bei Euch???

  2. #2
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Diagnose-Wichtig??

    als ich mich entschloss, mich diagnostizieren zu lassen und den Termin ausgemacht hatte, hechelte ich dem fast entgegen.
    als ich dann dort war und die ärztliche Annahme beim ersten Gespräch schon relativ sicher war, war das für mich bereits ein RIESENDING. eine Erleichterung, es fiel so viel von meinen schultern! ich freute mich wirklich sehr auf den letzten Termin, an dem ich dann offiziell die Diagnose bekam.

    ich würde es immer wieder so tun. für mich war das - und das hätte ich in all den Jahren, als mir eigentlich eh klar war, ich hab das, niemals gedacht - einer der besten und wichtigsten schritte für mich und meine Psyche überhaupt.

  3. #3
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Diagnose-Wichtig??

    irgendwie fällt all dieses "mann, bin ich zu blöd oder was!?" endlich WEG. und ich war NICHT so, dass ich das dauernd im kopf hatte, also keineswegs selbstmitleidig in dem sinn. trotzdem ist es etwas völlig anderes, von einem Spezialisten bestätigt zu bekommen: ja, es ist natürlich klar, dass das und das ständig misslingt, denn das GEHT mit diesem Hirn nicht da kannst dich abmühen soviel du willst, es geht einfach nicht auf dieselbe art wie bei menschen ohne adhs.

    das ist in etwas so wie dieser schöne spruch:
    ein kleiner schritt für mich, aber ein großer schritt für die Menschheit - nur andersrum

    ein kleiner schritt eigentlich - aber für INNEN ein Riesenschritt.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.008

    AW: Diagnose-Wichtig??

    Es war eine sich nahezu anbiedernde Patenterklärung für eigentlich ALLES.
    Der Screeningbogen (unter "Bogen" hatte ich mal EINE Seite verstanden) war extrem lang und hat mich derart umgehauen, daß ich ihn nach dem Ankreuzen erstmal zum trocknen aufhängen mußte.
    NUR befreiend war das nicht gerade.
    Kopfkino in Zeitraffer, welche schrecklichen Schlüsselsituationen vielleicht mit richtiger Behandlung alle nicht hätten sein müssen... das kann auch viele Jahre im nachhinein noch weh tun...
    Die andere Sorge war: und jetzt???
    Geht jetzt alles in Butter?
    Werde ich ab nächster Woche ein anderer Mensch?
    Werde ich mal bei der Sache bleiben?
    Wird mir jetzt mehr GElingen, als MISSlingen?
    Was passiert mit meinen vielen angefangenen (und nie endenden) Traumwelten?
    Werden die verschwinden?

    Neun Jahre nach meiner Diagnose ist klar: gut, daß sie existiert!
    Aber sie erklärt eben NICHT ALLES in meinem Leben.
    Und wie ich damit umgehe... nunja... man lernt nie aus...

  5. #5
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Diagnose-Wichtig??

    Bummel77 schreibt:
    Kopfkino in Zeitraffer, welche schrecklichen Schlüsselsituationen vielleicht mit richtiger Behandlung alle nicht hätten sein müssen... das kann auch viele Jahre im nachhinein noch weh tun...


    .....
    Neun Jahre nach meiner Diagnose ist klar: gut, daß sie existiert!
    Aber sie erklärt eben NICHT ALLES in meinem Leben.
    Und wie ich damit umgehe... nunja... man lernt nie aus...

    da war ich mit mir selbst sofort einig, dass ich es total unsinnig finde, auf diese art tiefergehend in die Vergangenheit zu denken. ja, mir ist/war bewusst, dass einiges anders gelaufen wäre, wäre es erkannt und behandelt worden, aber ich bin da, wo ich heute bin. ich bin ich und das ist gut so.
    was war wird dadurch auch nicht anders.


    das wäre ja schlimm, wenn es ALLES erklären würde, dann wären wir ja perfekt, würden wir nur den ADHS-Mantel ausziehen Gott sei dank gibt es mehr an und in uns als ADHS-symptomatik

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Diagnose-Wichtig??

    also mir hat die diagnose geholfen, es hat viele dinge aus meinem leben erklärt die mir vorher wie ein buch mit 7 siegeln war. ich weis jetzt warum ich wie usw reagiere usw. das macht es zumindest für mich leichter

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Diagnose-Wichtig??

    Hallo und Danke für Eure Antworten,
    ich sehe bei mir irgendwie keine Notwendigkeit und der Aufwand....ich glaub dafür habe ich keinen Nerv.Jetzt schlag ich mich erstmal mit dem ganzen Termin und Diagnosebrimborium bei meinem Sohn durch.
    Ich glaube 2 Baustellen sind zuviel.
    LG

  8. #8
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Diagnose-Wichtig??

    Elcaracho schreibt:
    Hallo und Danke für Eure Antworten,
    ich sehe bei mir irgendwie keine Notwendigkeit und der Aufwand....ich glaub dafür habe ich keinen Nerv.Jetzt schlag ich mich erstmal mit dem ganzen Termin und Diagnosebrimborium bei meinem Sohn durch.
    Ich glaube 2 Baustellen sind zuviel.
    LG

    hehe, das war bei mir auch so. vor der Diagnose bei meinem Sohn dacht ich auch: ach komm, mir ists ja eh klar, brauch keine.

    Dann hatte er eine - inkl. Behandlung (ehrlicherweise hatte er schon 3 Jahre früher eine - nur da dachte ich noch, wir bekommen das mit Verständnis, Nahrungsergänzungen, Lerntherapien, Marburger Konzentrationstrainings etc pipapo hi - daher dann doch nochmal hin, da wurde dann nochmals daraufhin getestet und nun Behandlung.

    Und seitdem UND seitdem ich las, dass das ADHS der Eltern das ADHS des Kindes vertärken kann, - war klar: AB ZUR DIAGNOSE! (und das war das beste, das ich tun konnte.)

    Eins nach dem anderen finde ich gut!

  9. #9
    Huiuiui

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 1.761

    AW: Diagnose-Wichtig??

    Als ich mich habe diagnostizieren lassen, hatte ich große Probleme mit meiner Ausbildung. Mir sind immer wieder die gleichen Fehler unterlaufen, ich hatte große Stimmungsschwankungen, dauernd alles vergessen. Ich war deswegen echt froh, als ich erfahren habe, dass da etwas ist und dass das "Ding" auch einen Namen hat. Mein Leben hat sich seither deutlich verbessert, auch wenn ich weiterhin mit meinen Symptomen kämpfe, mal weniger und mal mehr. Aber ich weiß jetzt, dass ich nicht dumm oder faul bin, sondern, dass ich daran arbeiten kann und dass ich oft nicht schuld daran bin. Mein Selbstwertgefühl ist auf jeden Fall gestiegen, seit ich in Therapie bin.
    Wenn ich deine Schilderungen lese, denke ich auch, dass du dich mit deinen "kleinen Unzulänglichkeiten" gut arrangiert hast. Es gibt und gab immer auch schon Leute, die ADHS- Züge haben/ hatten und sich niemals testen oder gar therapieren lassen würden. Für so etwas ist es auch wichtig, ob man auch wirklich unter den ADHS Symptomen leidet. Vielleicht hast du trotzdem die Möglichkeit dich darüber mit einem Therapeuten zu unterhalten, könnte ja auch sein, dass da noch "versteckte Dinge" sind unter denen du leidest und jetzt hier nicht zum Vorschein gekommen sind.
    Ich würde mir auch überlegen, ob ihr euer Kind nicht testen lassen möchtet. ADHS wird oftmals weitervererbt und bei eurem Kind besteht offenbar schon den Verdacht darauf. Ich denke immer wieder, dass mir in der Schule viel erspart geblieben wäre, wenn mein ADS damals schon bekannt gewesen wäre.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Diagnose-Wichtig??

    Hallo Trübeli...vielleicht habe ich mich blöd ausgedrückt.
    Also meinen Sohn lasse ich auf jeden Fall testen-er hat einen Termin im November bekommen.Da ist definitiv handlungsbedarf.
    Bei mir selber sehe ich derzeit keinen.
    LG

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