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Diskutiere im Thema Gewohnt nichts hinzubekommen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 867

    Gewohnt nichts hinzubekommen

    Hallo!


    Das kennt ihr sicher: Die Angst es schon wieder nicht hinzubekommen. Ich nehme zwar nun Ritalin und mein Tagesablauf, meine Konzentration etc sind besser , aber die alte Angst wieder nicht mit allem für die Uni zusammen zu kommen ist noch da. Wahrscheinlich, weil ich es ja schon gewohnt bin.

    Dieses Gefühl möchte ich ablegen. Das ist Arbeit, wenn es schon seit Jahren da ist.

    Wie arbeitet ihr wegen Versagensangst an euch?

    LG!

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Gewohnt nichts hinzubekommen

    Versagensängste --------- die hab ich schon, seit ich Kind war (ich hab eh nie was hinbekommen oder richtig gemacht).

    Heute bin ich 44 - und sie sind immer noch da (wenn auch nicht mehr so stark). ADHSler brauchen einfach ganz ganz viele Erfolgssituationen und ich versuche, mir solche selbst zu schaffen, wo ich VORHER schon weiß, dass DAS unter Garantie nicht schief geht und sammel dann positiven Input von allen Seiten. Irgendwann traute ich mich dann auch an andere Dinge ran - ganz vorsichtig, fast wie tasten und natürlich immer mit der Angst im Rücken, dass es schief geht. Es gingen dann natürlich auch Dinge schief aber immer öfter gelangen mir auch welche gut und ich bekam Lob.
    Seufz - es ist ein tägliches Üben und gegen seine Ängste angehn, aber ob es jemals ganz weg geht??? Ich glaub da nicht mehr dran .

    LG vom Adlermädchen

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 867

    AW: Gewohnt nichts hinzubekommen

    Ich glaub auch nicht, daß man diese Ängste einfach wegbekommt- schließlich hat man die Jahr schon seit vielleicht Kindheit.

    Wichtig sind bei mir auch Lob, kritisieren tu ich mich ja eh schon selber. Ich funktionier auch unter positiven Zuspruch besser, auch wenn ich was versemmelt habe.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Gewohnt nichts hinzubekommen

    Lob ist das schönste was ein Mensch bekommen kann........mit oder ohne adhs...

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Gewohnt nichts hinzubekommen

    Das ist der Grund, weshalb ich mit 53 Jahren entdeckt habe, dass ich ADS habe. Die Aengste.

    Da habe ich doch gelernt zu funktionieren. Habe Strukturen entwickelt und stufe mich nun als stark strukturierten ADSler ein, böser gesagt als Kontrolltyp. Bzw. merke ich, dass ich auf dem besten Weg dazu bin zum Kontrollfreak zu werden.
    Seit ich vom ADS weiss hat sich das aber zum Glück wieder etwas gelockert.

    Aber 53 Jahre ohne zu wissen was los ist prägt enorm.
    Allerdings stelle ich fest, dass auch jung diagnostizierte nicht so doll mit ihrem Leben zurechtkommen, aber das ist eine andere Baustelle.

    Aengste:
    Ja.. ich habe Angst. Ich suche nach Bestätigung, nach Lob.
    Und auch ich gehe es inzwischen langsam und vorsichtig an, so dass ich es auch schaffe und so meine Bestätigung erhalte.
    Für mich sind aber auch Bestätigungen über Spiele ok. Ich mache also Patiencen die immer aufgehen, besonders wenn ich sie 2.3 mal starten muss.. Ich kann also mit meinem Fleiss und meiner "Genialität" das Rätsel lösen. Und bekomme dann das Lob (es gibt gewisse Spiele, da wird zum Schluss Beifall geklatscht)
    Ehrlich.. ich bin mir nicht zu fein sogar dieses Lob anzunehmen.
    Mein Mann baut mich immer enorm auf. Dank ihm und seinem Lob gehts mir bedeutend besser, jedoch meine Familie schafft es immer wieder mich runterzumachen. Also habe ich seit einigen Jahren kaum noch Kontakt zu denen.

    Zum Titel:
    Ich habe schnell gelernt, dass ich nicht bekommen kann was ich möchte.
    Habe dann Sturheit eingeschaltet und bin eine Stufe nach unten gegangen und habe es erneut versucht. Ev. noch weitere Stufen nach unten, bis ich etwas hinbekommen habe. Und dann.. über die Jahre.. immer wieder eine Stufe nach oben weitergegangen. Bis ich endlich dort war wo ich vor Jahren schon hinwollte.
    Geduld also mit Sturheit ersetzt. Hat bei mir funktioniert.


    Und dort wo ich es nicht geschafft habe habe ich grundsätzlich andere Wege gesucht und damit dann endlich Erfolg gehabt.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 867

    AW: Gewohnt nichts hinzubekommen

    Das schlimme ist: wenn man oft was nicht auf die Reihe bekommt, hat man ja nicht nur Angst wieder zu versagen, sondern auch die Umgebung reiht einen als "Versager" ein. Und diese Umgebung kann dann auch noch ein Erschwernis werden, wenn sie einen nichts mehr zutraut. Ich hab dann schon die Erwartungshaltung- Versagen- erfüllt.

    Mein Glück ist auch, daß ich sturr bin und ein Steh-auf- Männchen. Nur brauchts sehr viel Energie um sich immer wieder auf die Beine zu stellen.

    Lob nehme ich schwer an. Oft glaub ich, man schleimt bei mir nur....

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Gewohnt nichts hinzubekommen

    wenns für dich in Ordnung ist was du hinbekommst.........sei Stolz drauf und lass dich nicht durch andere Meinungen beeinflussen.......
    Kleinigkeiten sind ein Gutes Stück vom Ganzen

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 521

    AW: Gewohnt nichts hinzubekommen

    Lob ... was ist das? Ich will jetzt nicht dramatisieren, aber gelobt wurde ich bisher wirklich nur sehr, sehr selten!

    Kritisiert wurde ich allerdings dafür um so öfter, zu Recht und auch zu Unrecht, aber jedes Mal war das für mich eine mittlere Tragödie, die mein ohnehin angekratztes Selbstwertgefühl noch einen Kratzer mehr verpaßte.

    Das ist auch heute noch so und ärgert mich sehr! Kleinigkeiten, die andere schon nach ein paar Minuten vergessen haben, beschäftigen mich noch Wochen danach!

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Gewohnt nichts hinzubekommen

    Tja, ich sehe es auch als einen Teufelskreis.

    Mir geht es zumindest so, seit meiner Kindheit wurde mir immer wieder gesagt, was ich alles faklsch mache, was ich nicht hinbekomme und an solche Situationen, wo ich es mal richtig gemacht habe, kann ich mich kaum erinnern. Das ist zum einen nicht gut für das Selbstbewusstsein und zum anderen glaubst du nicht mehr daran, dass Du die Erwartungen erfüllen kannst, sowohl die der anderen als auch Deine eignenen. Das geht soweit, dass man sich selbst ja schlechtredet uns klein macht und wenn man wirklich mal was gut gemacht hat, sucht man so lange, dass es dann doch nicht so gut ist, weil das so unwirklich erscheint und man sich damit irgendiwe unwohl fühlt.

    Wie soll es dann also funktionieren, wenn man nicht weiß, wie sich das anfühlt, gut zu sein? Schlecht sein ist zwar auch nicht gut, aber das kennt man und es ist trotzdem irgendwie vertraut.

    Diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist extrem schwer und ich habe es bisher leider auch nicht geschafft und glaube, allein ist das fast unmöglich, das braucht gant viel Kraft und einen eisernen Willen.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 867

    AW: Gewohnt nichts hinzubekommen

    Ihr sprecht mir aus der Seele!
    Bei mir war es auch immer so, daß ich von meinen Eltern immer nur hörte was ich nicht kann und nicht richtig mache. Die Einstellung meiner Eltern: Probier es erst gar nicht, sonst scheiterst!
    Wie soll man da als Kind ein Selbstbewußtsein bekommen?

    Ich bin trotz meiner langer Studiendauer stolz auf mich, denn ich halte durch, weiß was ich will und habe bis jetzt geschafft an mich doch zu glauben. Und ich habe mich nicht gehen lassen. Mein Arzt meinte, daß jemand mit meiner Vorgeschicht auf sich stolz sein kann auch wenn das Studium lange dauert.

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