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Diskutiere im Thema Angst haben sich zu freuen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    Angst haben sich zu freuen

    Kennt ihr das auch? In unserem Leben mit ADS da läufts ja immer ein wenig chaotisch, mal auf mal ab, mal im Kreis.
    Aber dann gibt es auch wieder Momente da geht es einfach nur gut.


    Bei uns ist es so: Immer gibt es irgend ein Problem das gerade gelöst werden muss, manchmal sogar mehrere miteinander. Das braucht viel Energie und bringt mich immer mal wieder an meine Grenzen.

    Aber dann gibt es auch Momente da haben sich alle aktuelle Probleme aufgelöst und ich kann durchatmen.

    Und dann passierts: Anstatt mich zu freuen und den Augenblick zu geniessen, kommt bei mir die Angst von den nächsten Problemen. Ich habe das schon soooo oft erlebt, immer wenn ich dachte nun geht es mal besser, kam wieder irgend ein Hammer, ein Anruf aus der Schule oder eine traurige Nachricht .....

    Manchmal schaffe ich es diese Angst wieder zu verdrängen, aber das gelingt mir nicht immer.

    Kennt ihr das und wenn ja wie geht ihr damit um?

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Angst haben sich zu freuen

    Das hatte ich jahrelang.
    Wenn ich nun zurückdenke, dann ist es in den letzten Jahren weniger geworden. Mit zunehmendem Geld und Erfolg und Kind aus dem Haus...

    Habe mich damals gar nicht mehr getraut mich zu freuen..

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Angst haben sich zu freuen

    Ja, ich kenne das auch und ich muß sagen, irgendwie hat es sich auch oft genug bestätigt. Immer, wenn ich dachte, jetzt wird alles gut und wenn ich mal dachte, dass ich mal Glück habe oder mich über irgendwas gefreut habe, kam kurz danach der hammer und hat mir wieder beide Beine weggehauen. Inzwischen ist es zumindest bei Dingen so, die ich lange mit mir herumtrage, dass ich mich sehr schwer tue, mich zu freuen und skeptisch bin und erst mal abwarte, ob ich mich auch wirklich freuen kann, weil ich mich davor fürchte, wieder enttäuscht oder verletzt zu werden.

  4. #4
    Heinzeline

    Gast

    AW: Angst haben sich zu freuen

    hmm also seit meiner therapie läuft bei mir nicht mehr alles so chaotisch ab, das ist ein vorteil, da ich dann einen viel besseren überblick habe. alleine das freut mich schon

    das wir höhen und nicht so dolle höhen im leben haben, gehört zu unserem weg einfach dazu. ich versuch die momente dann so zu nehmen wie sie sind, was mir auch recht gut gelingt.

    ich freu mich schon, wenn ich eine situation mit negativen dingen geschafft oder hinter mir habe. ich versuche immer das positive daran zu sehen und bin dadurch anders motiviert. was mir hin und wieder auffällt ist, dass ich anfange mir etwas schoen zu reden..... und ich glaube genau darin liegt mein problem ..... ich neige einfach dazu dinge schoener zu sehen wie sie sind .......

    deshalb gehe ich immer sehr unbedarft an dinge ran und habe auch keine angst vor dem was kommen koennte. ich mach mir da keinen kopf drüber.

    lg
    heinzi

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Angst haben sich zu freuen

    schmunzelt - ich kenne das auch nur zu gut

    Früher war es so (als die Kids noch klein waren und ich allein mit ihnen war und auch noch meine 40h Woche zu arbeiten hatte), dass es IMMER irgendein Problem gab. Ich funktionierte, machte und tat und kam gar nicht so wirklich zum Luft holen. Dann kamen Zeiten (wie z. B. Weihnachten), auf die ich mich erst freute, weil ich annahm, dann hätte ich Zeit für mich, zum Ausruhen, Entspannen - und was war?? Gerade DANN spielte mein Körper verrückt, ich bekam Nervenzusammenbrüche, wurde krank etc., so dass ich dann auch regelrechte Angst hatte, mich auf solche FREIzeiten zu freuen, ja, sie sogar regelrecht vermieden habe.
    Dann war es auch so, dass ich, wenn ich Probleme zu lösen habe, funktioniere, wie ein Uhrwerk - waren sie dann gelöst, sah ich schon wieder die nächsten vor mir. Ich fühlte mich wie in einem . Während einer ADHS Kur mit meinem Sohn wurde ich auf dieses Defizit aufmerksam gemacht. Ich sollte lernen, mich über Geschafftes zu freuen, inne zu halten und eben NICHT sofort mich aufs Nächste zu stürzen. Es war ein langer Prozess und ich musste es zunächst auch sehr bewusst tun (und kam mir dabei sowas von blöde vor).

    Aber heute - kann ich es schon besser. Ich schaue einfach nicht mehr zu weit in die Zukunft, freue mich am Hier und Heute, sehe die Aufgaben vom Jetzt und Hier (das sind wahrlich genug) und gehe step-by-step meinen Weg. Es ist doch sowieso so: Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt Ich gönne mir jetzt auch ganz bewusst zwischendurch meine Auszeiten, Zeiten, die nur mir gehören (das geht auch jetzt viel besser, da die Kids ja aus dem Haus sind, habe ich früher aber auch ganz bewusst getan und es meinen Kindern auch genauso erklärt).

    Soviel von mir dazu!
    Habt einen wunderschönen Tag!
    LG vom Adlermädchen

  6. #6
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 767

    AW: Angst haben sich zu freuen

    Eigentlich bin ich ja (als ADSler) ein optimistischer Mensch. Aber ich getraute mich einfach nicht mehr zur Vorfreude, weil es immer anders kam. Das hat mir vieles im Leben total verleidet. Hat mir aber auch eine unendliche Geduld eingebracht.
    Leider ist es eben immer so, dass jedes Ding 2 Seiten hat.

  7. #7


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Angst haben sich zu freuen

    Danke für eure Antworten. Es tut schon gut zu wissen dass ich mit dieser "Verrücktheit" nicht allein bin.

    Es ist schon war, man sollte mehr im hier und jetzt leben und jeden Tag als einzigartig betrachten.Ich bewundere da meinen Mann der kann das einfach und das gibt mir auch immer wieder halt.

    Ich bin ja eigentlich auch ein sehr positiver Mensch und vergesse Probleme sobald sie gelöst sind. Aber ich weiss auch gern wie mein Weg weitergeht, damit ich mich darauf einstellen kann.

    Aber eben:Ich werde mich in Zukunft auch mehr anstrengen das "Heute" zu geniessen, das Morgen kommt ja noch früh genug.

    Häbets guet
    Pucki

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Angst haben sich zu freuen

    knuddelt pucki mal dolle - is ja auch nicht leicht, wenn man vor Überraschungen sicher sein will und das aber nicht geht (kenn ich auch)

    LG vom Adlermädchen

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Angst haben sich zu freuen

    Also "einfach nur gut" kenne ich eigentlich gar nicht.
    Irgendetwas unangenehmes ist eigentlich immer.

    Aber freuen geht schon, wenn auch meist mehr im Stillen oder sagen wir nach Innen hinein.

    Nur ist der Berg der unerledigten Aufgaben meist so hoch, daß die Freude nicht allzulange anhält. Es sei denn, man kann das mal für einen Moment ausblenden.
    Dummerweise läuft einem der Berg aber immer hinterher, der ja auch so hoch ist, weil man nicht konzentriert an ihm arbeiten kann. Ständig schweifen die vielen unterschiedlichen Gedankenstränge in alle möglichen Richtungen davon. Selten aber bleiben sie an dem zu erledigenden Objekt hängen. Was manchmal ziemlich lästig ist...

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 84

    AW: Angst haben sich zu freuen

    Es ist eigentlich so, wie das Adlermädchen geschrieben hat. Man kann sowieso nicht alle
    Probleme auf einmal lösen. Mir gelingt es am besten, wenn ich mein Leben in Einheiten von Tagen gliedere und nur die Probleme zu lösen versuche, die grad an dem Tag anstehen. Am besten, wenn ich sie mir früh aufschreibe und dann Häkchen setze.
    Nur: wenn man absolut keine Probleme mehr hat und alles immer glatt läuft, lebt man da eigentlich noch? Wird das Leben dann nicht doch zu langweilig? Und ist Langeweile für ADSler gut?

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