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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 3

    Die Träumer und Symptome in der Kindheit

    Hallo,

    hab mal ne frage an alle Träumer hier, die ihre Diagnose im Erwachsenenalter erhalten haben:

    Wie sahen eure symptome in der kindheit aus?

    Ward ihr schlecht in der schule? Überempfindlich auf kritik? Anstrengend für eure eltern? usw usw



    Ab wann hat bei euch die Vergesslichkeit eingesetzt, dieses symptom find ich für mich am einschneidensten, aber ist erst vor ein paar jahren aufgetreten.

    Fühl mich erst seit der Vergesslichkeit so richtig beeinträchtigt, ab wann ist euch so richtig aufgefallen dass etwas nicht stimmt?

    Würd mich über viele antworten freuen,

    ganz liebe grüße

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 546

    AW: Die Träumer und Symptome in der Kindheit

    Hallo codo,

    ich bin zwar nicht diagnotiziert, aber ich bin fest davon überzeugt dass es in Richtung ADS geht was mit mir nicht stimmt.

    Dass etwas nicht stimmt habe ich bereits sehr früh gemerkt. Im Kindergarten bereits, aber spätestens in der Schule. Ich war sehr schlecht, besonders im Rechtschreiben. Es wurde sogar schon über eine Versetzung auf die Sonderschule nachgedacht. Auch machte ich Legastenieteststs - immer ohne Ergebnis - alles ok. Man hat mir immer gesagt: "Jetzt konzentrier dich doch endlich mal! "Sei halt nicht so faul!"" Ich wusste aber nicht wie ich mich ändern soll. In der Schule bin ich immer so mitgelaufen, hatte schon Anschluss aber nur an wenige Mitschüler. Auch Nachmittags habe ich nur mit einer Freundin gespielt selten in einer größeren Gruppe. Habe auch oft Sachen nicht mitbekommen weil ich mit mir selbst beschäftigt war.

    Ich war auch so für meine Eltern ein schwieriges Kind. Ich war laut und ungestühm, immer in Bewegung und nicht ins Bett zu bringen. Vor 10 war ich nie schlafen und das auch erst nachdem mir 10x die gleiche Geschichte vorgelesen wurde. Dafür war ich um 5 schon wieder topfit. Gehört habe ich auch eher selten, wollte immer nur das machen auf das ich Lust hatte - Ermahnungen, Strafen - hat kaum was geholfen. Mein Dad (auch ADS denke ich) hat mich dann halt irgendwann mit Schlägen gefügig gemacht. Irgendwann so mit 12-13 haben sies aufgegeben mir Vorschriften machen zu wollen - seitdem läufts eigentlich ganz gut.

    Mit fortschreiten der Schule merkte ich immer mehr, dass was anders ist. Irgendwie hatte ich nicht die gleichen Interessen wie meine Altersgenosse. Schon immer wollte ich lieber mit "den Großen" spielen oder auch mal alleine. Als es dann mit der Pupertät losging habe ich mich für das ganze Zeug für was man sich da interessiert (Jungs, Schminke, Klamotten, Musik...) eher weniger bis gar nicht interessiert. Mein Hauptinteresse war: Hunde.
    Auch heute ist es eher noch so dass ich mich mehr zu älteren hingezogen fühle als zu Leuten in meinem Alter. Die Leute mit dem meinsten Kontakt sind alle über 30 wenn nicht sogar schon 40.

    Heute bin ich eher der faule Typ. Komme nur schwer in die Gänge, besonders wenns darum geht vom Sofa hochzukommen. Kann mich nur schwer motivieren.
    Auch bin ich sehr schnell begeisterungsfähig, aber halte die Dinge meistens nicht durch.
    Vergesslich bin ich auch, was mir aber erst in der Arbeit vor gut 4 Jahren aufgefallen ist. Besonders schwer fällt es mir wenn ich einem Gespräch folgen soll bei dem ich nicht direkt beteiligt bin. Aber selbst wenn ich mitrede schweife ich manchmal mit den Gadanken ab und weiß nicht was gepsrochen wurde. Wiedergeben oder Fragen dazu beantworten wid dann halt schwer.
    Ich habe auch ein schlechtes Selbstbewusstsein und traue mir nicht viel zu. Das liegt aber eher daran dass ich mich selbst schützen will da ich sehr empfindlich auf Stress reagiere. Habe ich Stress werde ich noch zerstreuter, vergesse noch mehr und bekomme dadruch panische Angst was wichtiges zu vergessen was sich dann oft in einer "Grübelspirale" bemerkbar macht. Daher weiß ich eben nicht was ich mir zumuten kann und was nicht.
    Neue Situationen machen mich auch unsicher. Ich gehe nicht mit dem Gedanken ran "Krieg ich schon hin!" sondern "Was könnte alles schiefgehen?" das nervt mich zur Zeit am meisten und ich versuche daran zu arbeiten aber es ist so verdammt schwer.

    Hoffe dir ein bisschen geholfen zu haben
    Schöne Grüße
    Susilein

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 248

    AW: Die Träumer und Symptome in der Kindheit

    codo schreibt:
    Hallo,

    hab mal ne frage an alle Träumer hier, die ihre Diagnose im Erwachsenenalter erhalten haben:

    Wie sahen eure symptome in der kindheit aus?
    Hallo codo,

    meine Kindheit verlief alles in allem "unauffällig", ich war einfach ein Träumerle, für einen Jungen etwas zu sensibel ("Oooch, schaut mal her, jetzt vergießt er wieder seine Krokodilstränen...") und in der Schule nicht der Schnellste in jeder Hinsicht, aber immer gerade so gut genug, um irgendwie von der Grundschule auf die Realschule zu kommen und diese dann im hinteren Mittelfeld abzuschließen. Abi mit Einserschnitt und diversen Buchpreisen folgte erst Jahre später.

    Aber du wolltest ja auf die Kindheit bezogene Antworten. Meine Grundschullehrerin schüttelte mich mehrmals, da sie der Meinung war, ich schliefe während des Unterrichts; dem war aber nicht so, ich wusste gar nicht, was diese Frau eigentlich von mir will - ich kam mir ganz normal wach vor. In den Zeugnissen der Grundschule ist mein langsameres Arbeitstempo immer wieder vermerkt, auch meine zurückhaltende (aber sozial verträgliche) Art und dass ich nach mehrmaligem Erklären durchaus Fortschritte erziele. Also nicht ausschließlich Negatives. Im Schulsport war ich meist überfordert und konnte kräftemäßig und von der Körperbeherrschung her mit den anderen Jungs leider nicht mithalten. Das schwache Selbstbewusstsein half mir hier auch nicht weiter.

    Später lief ich dann mehrere Marathons und verfüge seit Jahren über einen recht athletischen Körper, ich begann festzustellen, dass mich körperliche Aktivität wacher macht und irgendwie im Leben hält. Und damit zum letzten Punkt:

    Ich dachte immer, dass ich zu sehr in mir drinnen bin, an der Welt da draußen also nicht richtig teilnehmen kann. Letzteres ist auch korrekt, aber tatsächlich ist es so, dass ich überall bin und nur nicht konstant genug bei mir. Die Aufmerksamkeit ging immer schon in die Breite und verlor sich dort, ein gebündelter und von "Krimskrams" bereinigter Rückbezug zum eigenen Selbst war so kaum möglich und entsprechend litt das Selbstbewusstsein in allen Facetten darunter.

    Der kleine Holdi, der ein lieber Kerl war, verfolgt mich mit seinem malträtierten Selbstwertgefühl noch heute viel zu oft. Bisweilen ist es recht mühselig, diese alten Muster konsequent auf Abstand zu halten. Immerhin wurden diese Muster über Jahre hinweg von nahezu allen erwachsenen Bezugspersonen mit Nahrung versorgt. Sie wussten es nicht besser - ich heute schon und das ist der Knackpunkt!

    Herzlich grüßt

    Holdi
    Geändert von Holdischnald (15.07.2014 um 19:49 Uhr)

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 134

    AW: Die Träumer und Symptome in der Kindheit

    bis vor kurzem dachte ich auch ich wäre früher eher ruhig gewesen, na letztendlich war es eine Dauerdepression (u. a. wegen der Scheidung meiner Eltern mit Kontaktschwierigkeiten danach), die mir einfach die Kraft nahm. sonst konnte ich schon wilder sein, als das von Mädchen "erwartet" wurde damals. nur wenn der Unterricht mal zu wenig abwechslungsreich war, fiel es einfacher, mich einfach fortzuträumen als durch laute Sachen unangenehm aufzufallen.

    dafür riss ich mich um die Klassenämter wie Kreideholen oder Tafelwischen, weil ich damit öfters eine Ausrede hatte, kurz vor oder auch mitten im Unterricht etwas mit Bewegung zu tun. wegen Kippeln wurde ich nur selten ermahnt, aber wegen Quatschens oft umgesetzt.

    was anders war, war mein Kein-Smalltalk-Können bzw. teilweises Desinteresse an Gefühlswelten und diese ja, schon Besserwisserei in einigen Dingen. dadurch sind Freundschaften oft erst gar nicht zustande gekommen oder aber nach einem Jahr oder zweien im Sande verlaufen.

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