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Diskutiere im Thema Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #61
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 86

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Lieber 3001,
    du sagst, du denkst du hast Asperger (ich kenn mich da nicht so viel aus). Und du sagst, du kannst deine Gefühle nicht zeigen. Und dass du selber für dich nicht spürst, was du fühlst.
    Aber ich denke (und bestimmt nicht nur ich), dass du sehr mitfühlend bist, du hast grosse Empathie, das erkenne ich an deinem Geschriebenen.
    Kannst du bitte erklären, wie es kommt, dass es diese Diskrepanz gibt? Und wie du es schaffst, deine Gefühle in Text zu äussern, aber nicht körperlich? Ist es ein neurologisches Verhalten, oder eine psychische Hemmschwelle?
    Gibts da wissenschaftliche Literatur dazu. Liest du Bücher über deine Eigenschaften?

    Fragen über Fragen :-)
    Wenn du dich hier nicht ganz offen äussern möchtest, kann ich das verstehen.
    lg,c

  2. #62
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Hallo

    Also ich empfinde ADHS als Krankheit/Behinderung,denn es behindert mich in vielen Bereichen meines Lebens,mal mehr mal weniger,meistens nervt`s einfach nur ...

    Was hier so viele als positive Seite von ADHS empfinden wie Menschenkenntnis,sich einfühlen können,Gerechtigkeitssinn usw... kommt meiner persönlichen Meinung nach nur von dem z.T. vielen Ungerechtigkeiten und negativen Dingen die viele ADHSler in Ihren Leben schon erleben durften/mussten,gerade in der Kindheit & Jugend,sowas prägt fürs Leben und dadurch entwickelt sich schnell ein Sinn für Gerechtigkeit,Menschenkenntnis usw...

    so mal meine überlegung dazu.


    Grüßle Matze

  3. #63
    reloaded

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 2.492

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Atze, ich glaube da treffen sich Fähigkeit und Erfahrung. Ich denke darum prägt sich das oft so stark aus.

  4. #64


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Und Nicht-ADHS`ler haben diese Eigenschaft nicht
    Ich kenne sehr viele die haben sie auch ohne ADHS.
    Und wahrscheinlich hat Atze recht, dass wenn man weiß,
    wie schlecht man sich bei schlechter Behandlung fühlt
    und deshalb können sich einige von uns vielleicht leichter einfühlen.

    Zur Frage, ob ich es als Krankheit empfinde.
    Obwohl ich es schon öfter hier im Forum schrieb, kann
    ich mal wieder nicht anders und muss darauf antworten.
    Hmpf.
    Einige Verhaltensweisen, die uns ausmachen mag ich sehr gerne
    und möchte ich auch nicht missen.
    Aber ich würde nur Medikamente nehmen, wenn ich krank wäre.
    Da ich denke, dass ADHS eine Erkrankung ist, die mir vieles im
    Leben erschwert und meine Etwicklung massiv gestört hat, nehme
    ich Medikamente. Jemanden der sagt, er sei nicht krank, aber nimmt
    trotzdem Medis halte ich für verlogen und schönrednerisch und ich kann
    solche Menschen nicht verstehen. Das wäre dann ja so, als würde man
    sagen, man nähme die Medis nur, damit es noch besser geht. Und
    das hätte schon was mit Missbrauch zu tun, um seine schon gute Leistungen
    noch zu steigern.
    Das würde mir nie in den Sinn kommen. Für mich sind die Medis wichtig, um
    mich ein wenig besser zu fühlen und ein wenig besser klar zu kommen.

    Also ganz großes JA ich empfinde es als Erkrankung mit ein paar positiven
    Auswirkungen, die aber nicht die Negativen überwiegen.

  5. #65
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Atze schreibt:
    Hallo


    Was hier so viele als positive Seite von ADHS empfinden wie Menschenkenntnis,sich einfühlen können,Gerechtigkeitssinn usw... kommt meiner persönlichen Meinung nach nur von dem z.T. vielen Ungerechtigkeiten und negativen Dingen die viele ADHSler in Ihren Leben schon erleben durften/mussten,gerade in der Kindheit & Jugend,sowas prägt fürs Leben und dadurch entwickelt sich schnell ein Sinn für Gerechtigkeit,Menschenkenntnis usw...
    ich glaub fast, da ist was dran

  6. #66
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    minzi schreibt:
    Und Nicht-ADHS`ler haben diese Eigenschaft nicht
    Ich kenne sehr viele die haben sie auch ohne ADHS.
    Und wahrscheinlich hat Atze recht, dass wenn man weiß,
    wie schlecht man sich bei schlechter Behandlung fühlt
    und deshalb können sich einige von uns vielleicht leichter einfühlen.

    Zur Frage, ob ich es als Krankheit empfinde.
    Obwohl ich es schon öfter hier im Forum schrieb, kann
    ich mal wieder nicht anders und muss darauf antworten.
    Hmpf.
    Einige Verhaltensweisen, die uns ausmachen mag ich sehr gerne
    und möchte ich auch nicht missen.
    Aber ich würde nur Medikamente nehmen, wenn ich krank wäre.
    Da ich denke, dass ADHS eine Erkrankung ist, die mir vieles im
    Leben erschwert und meine Etwicklung massiv gestört hat, nehme
    ich Medikamente. Jemanden der sagt, er sei nicht krank, aber nimmt
    trotzdem Medis halte ich für verlogen und schönrednerisch und ich kann
    solche Menschen nicht verstehen. Das wäre dann ja so, als würde man
    sagen, man nähme die Medis nur, damit es noch besser geht. Und
    das hätte schon was mit Missbrauch zu tun, um seine schon gute Leistungen
    noch zu steigern.
    Das würde mir nie in den Sinn kommen. Für mich sind die Medis wichtig, um
    mich ein wenig besser zu fühlen und ein wenig besser klar zu kommen.

    Also ganz großes JA ich empfinde es als Erkrankung mit ein paar positiven
    Auswirkungen, die aber nicht die Negativen überwiegen.

    ich weiß nicht. ich sehe das eher so: man stößt, auch wenn man es nicht in dem sinne als "Krankheit" sieht, mit seiner "Unfähigkeit" in dieser "Art" von Leben so oft an seine Grenzen, dass dann eher eine Depression entsteht, die dann tatsächlich eine Krankheit ist.
    Daher nimmt man dann die Medis, um aus dieser Spirale rauszukommen. und diese Medis sind in unserem Fall halt MPH und keine Antidepressiva.

    Man geht ja erst zur Diagnose, wenn der Leidensdruck so stark ist, also sich irgendwie "am Ende" fühlt. Und das rührt glaube ich eher von depressiver Verstimmung "aufgrund" der anderen Wahrnehmung (die in einer anderen Gesellschaftsform u.U. gar nicht aufgetreten wäre).

    ich möchte das etwas differenzierter betrachten

  7. #67


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Das kannst Du gerne, aber ich hatte keine Depression.
    Ich war einfach "verzweifelt" diese für andere so leichten
    Dinge nicht schaffen zu können und habe mir vieles im
    Leben verbaut durch die Erkrankung.

    Stoffwechselstörungen sind also keine Erkrankung?
    Diabetes, Schilddrüsenunter- oder überfunktion...etc.

    Unser Hirnstoffwechsel ist gestört. Punkt. Das ist etwas
    was nicht so sein sollte. Nenn es von mir aus Störung, aber
    es einfach nur Unfähigkeit zu nennen, ist etwas wenig.
    Jemand kann nicht gut singen, ist unfähig einen Ton zu halten?
    Ach, dann geben wir doch mal ein passendes Medikament.
    Jemand kann nicht gut malen? Ach, da finden wir sicher auch
    noch was.
    Nur weil ich etwas nicht gut kann, entsteht kein Leidensdruck.
    Der entsteht erst, wenn ich dauernd negative Erlebnisse habe,
    wenn mein Leben durch die Störung/Erkrankung beeinträchtigt
    wird.

    Ich frage mich immer wieder, warum es hier dauernd Leute gibt,
    die es so dringend schön reden müssen.

    Und ich frage mich, warum ich immer wieder darauf anspringe.

  8. #68
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    minzi schreibt:

    Ich frage mich immer wieder, warum es hier dauernd Leute gibt,
    die es so dringend schön reden müssen.
    find ich alles wirklich eine interessante Diskussion. und diesen ausschnitt deiner Antwort könnte man vielleicht so erklären:
    weil sich diese Leute vielleicht genau so "mögen" wie sie sind. also im grunde gerne so sind, wie sie sind. aber halt eben oftmals doch nicht vorwärts kommen.

  9. #69
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 793

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Ich denke hier wird weniger schön geredet sondern nur versucht an der Misere das beste rauszuholen um damit leben zu können.
    Los wird hier niemand seine Störung da sie nicht heilbar ist.
    Also wenn man den Feind nicht bekämpfen kann freundet man sich halt mit ihm an.

    Aber ich habe vielleicht auch nur gut reden weil ich denke, dass das ADS bei mir nicht so massiv ist wie bei so manch anderen hier, jedenfalls habe ich das Gefühl.

  10. #70


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Das ist ja auch richtig so. Auch ich mache schon immer
    das Beste aus der Krankheit/Störung. Aber dazu muss
    ich es doch nicht verleugnen. Wenn ich Diabetikerin
    wäre, dann würde ich nicht sagen, ich sei gesund und
    hätte nur eine kleine Unpässlichkeit. Ich würde sagen,
    dass ich Diabetikerin bin und mein Leben entsprechend
    eingerichtet habe und das beste daraus mache.
    Das ist der Punkt, den ich nicht verstehe. Warum muss
    man unbedingt immer wieder über Begrifflichkeiten, die
    nun mal feststehen diskutieren. Warum reicht es nicht zu
    sagen, dass man zwar die Erkrankung/Störung hat, aber
    mit verschiedenen Dingen trotzdem gut klar kommt und
    andere Dinge einem das Leben vergällen und man genau
    da die Erkrankung stärker spürt und Hilfe benötigt.

    Wenn ich eine leichter Form hätte, würde ich vielleicht auch
    keine Medis nehmen und hätte es leichter mein Leben
    einzurichten. Und vielleicht würde ich es dann auch nicht so
    als Erkrankung bei mir sehen können, weil mein Leidensdruck
    geringer wäre oder gar nicht vorhanden. Aber genau das ist
    der Punkt. Ohne Leidensdruck keine Krankheit/Störung. Denn
    dann stört mich das ADHS ja nicht.
    Da beißt sich mal wieder die Katze in den Schwanz.

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