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Diskutiere im Thema Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #251
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Hallo Drowe, weil du mich drum gebeten hast, lese ich natürlich gerne noch deine Antwort auf meinen letzten Beitrag. Deine PN war sehr nett, danke.

    Aber ich sehe es so wie ich schon geschrieben habe. Und für mich persönlich geht es ab jetzt zuviel in Richtung, dieses Thema zu zerreden. Denn mehr als meine Argumente schreiben kann ich nicht. Und möchte ich auch gar nicht.


  2. #252
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.433

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Eigentlich möchte ich selber nicht umbedingt mein ADS loswerden... Ich habe 42 Jahren damit gelebt, gelernt damit umzugehen, es gehört zu mich... Ich weiss auch nicht wie ein leben ohne ADS sich anfühlt, es würde mich vielleicht sogar überfordern... Schon, als ich mit Medis angefangen hatte, musste ich mich daran gewöhnn und hatte manchmal mein Nebel im Kopf vermisst (es kann angenehm sein). Aber diese Nebel im Kopf habe ich ehe immer wieder... Ich habe mich mit mein ADS, um mein ADS mich entwickelt... Wenn es manchmal lästig ist, habe ich mit diese Teil von mich auch eine enge Beziehung... Es sind auch Sachen die ich daran doch mag...

    Aber damit glücklich sein und damit so gut wie möglich leben, ja!

    @ Fliegerlein: Ich denke, dass du noch Asperger dazu macht die Belastung sicher viel stärker... ADS+Asperger können sie sich auch gegenseitig verstärken...

  3. #253
    ...das war mal..

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 265

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Maggy schreibt:
    Ich kann doch nicht schreiben, dass ich Medikamente nehme, aber keine Krankheit habe.
    Ach...und warum nicht ?
    Wo bitte steht geschrieben, das wer Medikamente nimmt auch krank sein muß ?
    Edit: gelöscht,da der "ton" unpassend ist




    Geändert von Butterblume (20.07.2014 um 19:43 Uhr)

  4. #254
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 149

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    keineAhnung schreibt:
    Ach...und warum nicht ?
    Wo bitte steht geschrieben, das wer Medikamente nimmt auch krank sein muß ?
    Edit:gelöscht,da "ton" unpassend ist
    Edit: gelöscht siehe oben Du kannst einer anderer Meinung sein, bin ich auch.
    Der Ton in diesem Thema ist bisher gut und das ist sehr angenehm. Ich bitte dich auf solche unsachlichen Beiträge zu verzichten. Es gibt keinen Grund persönlich zu werden nur weil jemand eine andere Sichtweise hat als du.
    Grüße Drowe

    PS: Jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung, und niemand ist dazu verpflichtet seine Meinung zu rechtfertigen. Eine Diskussion darüber geschieht völlig auf freiwilliger Basis und es bleibt jedem selbst überlassen ob er aufgrund von Argumenten seine Meinung ändert oder nicht.
    Geändert von Butterblume (20.07.2014 um 19:46 Uhr) Grund: Nachtrag

  5. #255
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.433

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Eigentlich sind Medikament, per Definition da um eine Krankheit zu behandeln oder Leiden zu mindern... Wenn alles gut geht brauchen wir auch keiner...

    Alle ADSler die Medis nehmen, nehmen es, weil das Leben sonst anstregend ist und etwas schief läuft... Keiner wäre so dumm um Medis zu nehmen, wenn es kein Problem hat...

    Da nennen wird eben die Problemen die wir ADS haben "Krankheit" oder "Störung" weil etwas bei einem selber (Symptomen) festzustellen ist. Aus meine sicht kann auch so was wie "Beinträchtigung" oder "Anpassungstörung" (=ich passe nicht wirklich dazu) geredet sein. Man kann nennen wie man will, aber wer zur Arzt geht und medis nimmt, hat immer Gründen dazu...

    Es gilt auch als Störung, weil wir damit Problemen kriegen... Vielleicht wird es in 200 Jahren anders... Vor 200 Jahren gab es schon Beschreibung davon was wir heute ADS nennen und es war schon anerkannt dass solche Menschen (Kindern) mit einige Problemen zu kämpfen hatten so wie ihre Umfeld damit...

    Natürlich würde mich auch interessieren wie es noch früher war... Da die Menschen schon einiges geschrieben hatten, ist vielleicht daraus auch zu finden was sie wussten und was sie sich gedacht hatten... Vielleicht galt eine ADSler nicht direkt als krank, aber als schwierig und anstregende Mensch der sich an Regeln nicht halten konnte... Oder hatten einigen (wie es sicher immer wieder gibt) die auch ihre Nische gefunden hatten?

    Sonst frage ich mich auch mal wieder wie viel von unsere Leiden aus Diskriminierung kommt und wieviel rein von ADS und die Anforderungen von unsere Gesellschaft... So wie ich mal in eine Doku gesehen hatte, kann Diskriminierung sehr viel kaputt machen.

    Aber eine einzige Ursachen an unsere Problemen zu suchen, finde ich etwa zu einfach... Es darf schon mehrere geben...

    Früher dachte ich auch, ich will keine "Anpassungdrogue" nun, mit Medis ist mein Leben doch einfacher... Die Gesellschaft finde ich oft krank, aber sie ist nun so wie sie ist... Damit muss ich leben.

    lg

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Drowe schreibt:
    Du kannst einer anderer Meinung sein.
    Der Ton in diesem Thema ist bisher gut und das ist sehr angenehm. Ich bitte dich auf solche unsachlichen Beiträge zu verzichten. Es gibt keinen Grund persönlich zu werden nur weil jemand eine andere Sichtweise hat als du.
    Grüße Drowe
    Ich hatte zwar verpasst, aber ich auch, finde ich nicht so nett,... Bis jetzt finde ich der Ton hier recht gut und geniesse es, dass es nicht immer so war, bei solche Themen...
    Edit: gelöscht siehe oben
    Geändert von Butterblume (20.07.2014 um 19:47 Uhr)

  6. #256
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 149

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    mj71 schreibt:
    Eigentlich sind Medikament, per Definition da um eine Krankheit zu behandeln oder Leiden zu mindern... Wenn alles gut geht brauchen wir auch keiner...

    Alle ADSler die Medis nehmen, nehmen es, weil das Leben sonst anstregend ist und etwas schief läuft... Keiner wäre so dumm um Medis zu nehmen, wenn es kein Problem hat...
    So ganz stimmt das nicht, das ist zwar der häufigste Fall, aber es gibt auch andere Gründe um Medikamente zu nehmen. Ein Beispiel sind Impfungen, man nimmt ein Medikament um zu verhindern krank zu werden, nicht weil man es schon ist. Auch wenn man einer Risikogruppe für bestimmte Krankheiten angehört kann man Medikamente nehmen um das Risiko zu senken. Aber das wohl passendste Beispiel wäre eine Immunschwäche. Diese werden streng medizinisch nicht als Krankheit angesehen, erfordern jedoch eine Behandlung um anderen Erkrankungen vorzubeugen.
    gesundpedia.de schreibt:
    Link zur Quelle
    Eine Immunschwäche ist im strengen medizinischen Sinne keine Krankheit; vielmehr wird der Begriff verwendet, wenn ein Patient eine auffallend starke Neigung hat, sich mit Infekten anzustecken oder aber wenn harmlose Infekte einen ungewohnt schlimmen Verlauf nehmen. Eine Immunschwäche ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Körper nicht genügend Abwehrkräfte entwickelt, um sich vor eindringenden Krankheitserregern ausreichend schützen zu können.
    Und in gewisser Hinsicht kann man ADHS als psychische Immunschwäche ansehen, und man mit Medikamenten versucht zu verhindern, dass Menschen mit ADHS psychisch erkranken. Diese Perspektive hat ihre Schwächen, da ADHS ja nicht nur ein Risikofaktor ist sondern auch andere Auswirkungen hat, aber es zeigt, dass eine Krankheit nicht allein daran definiert werden kann, dass Medikamente genommen werden und man sich behandeln lässt.

    Auch der Umstand, dass ADHS ja bereits medizinisch als Krankheit anerkannt ist, macht ADHS nicht zwangsläufig zur Krankheit. Bis 1992 führte die WHO Homosexualität als Krankheit mit ICD Kodierung (ICD 302.0). Anders zu sein wurde also selbst in junger Vergangenheit in unserer westlichen Gesellschaft teilweise noch als Erkrankung gesehen. Ob die Einstufung von ADHS nun zutreffend ist oder nicht, kann man nicht daran fest machen, ob deswegen Medikamente genommen werden oder es bereits als Krankheit eingestuft ist, da müssen andere Kriterien verwendet werden. Für den Moment ist es unproblematisch oder sogar vorteilhaft ADHS als Krankheit einzustufen, das muss aber nicht immer so bleiben. Durch pränatale Diagnostik können genetische Krankheiten bereits während der Schwangerschaft festgestellt werden, und das führt nicht selten dazu, dass das Kind abgetrieben wird. Teilweise üben Ärzte sogar Druck auf die Eltern aus ein Kind, das mit einer genetischen Krankheit auf die Welt kommen würde abzutreiben. Noch kann ADHS nicht auf diese Weise diagnostiziert werden, aber wenn es mal soweit ist, hat die Einstufung von ADHS als Krankheit möglicherweise zur Folge, dass Kinder mit ADHS vermehrt abgetrieben werden.

    mj71 schreibt:
    Da nennen wird eben die Problemen die wir ADS haben "Krankheit" oder "Störung" weil etwas bei einem selber (Symptomen) festzustellen ist. Aus meine sicht kann auch so was wie "Beinträchtigung" oder "Anpassungstörung" (=ich passe nicht wirklich dazu) geredet sein. Man kann nennen wie man will, aber wer zur Arzt geht und medis nimmt, hat immer Gründen dazu...

    Es gilt auch als Störung, weil wir damit Problemen kriegen... Vielleicht wird es in 200 Jahren anders... Vor 200 Jahren gab es schon Beschreibung davon was wir heute ADS nennen und es war schon anerkannt dass solche Menschen (Kindern) mit einige Problemen zu kämpfen hatten so wie ihre Umfeld damit...

    Natürlich würde mich auch interessieren wie es noch früher war... Da die Menschen schon einiges geschrieben hatten, ist vielleicht daraus auch zu finden was sie wussten und was sie sich gedacht hatten... Vielleicht galt eine ADSler nicht direkt als krank, aber als schwierig und anstregende Mensch der sich an Regeln nicht halten konnte... Oder hatten einigen (wie es sicher immer wieder gibt) die auch ihre Nische gefunden hatten?

    Sonst frage ich mich auch mal wieder wie viel von unsere Leiden aus Diskriminierung kommt und wieviel rein von ADS und die Anforderungen von unsere Gesellschaft... So wie ich mal in eine Doku gesehen hatte, kann Diskriminierung sehr viel kaputt machen.

    Aber eine einzige Ursachen an unsere Problemen zu suchen, finde ich etwa zu einfach... Es darf schon mehrere geben...

    Früher dachte ich auch, ich will keine "Anpassungdrogue" nun, mit Medis ist mein Leben doch einfacher... Die Gesellschaft finde ich oft krank, aber sie ist nun so wie sie ist... Damit muss ich leben.

    lg
    Ich stimm dir zu, viele Schwierigkeiten könnten vermieden werden, wenn unsere Gesellschaft gesünder wäre. Wir leiden darunter vielleicht mehr als andere, aber auch Menschen ohne ADHS leiden unter der Gesellschaft. Leider können wir wirklich keine großen Veränderungen bewirken, aber das bedeutet nicht, dass wir uns damit abfinden müssen. Jede große Veränderung beginnt im Kleinen und vor allem bei einem selbst. Es gibt so viele Möglichkeiten durch kleine Dinge die Welt ein bisschen zu verbessern, vieles davon erfordert nur diese Möglichkeiten wahrzunehmen. Vieles davon sollte selbstverständlich sein, respektvoller Umgang mit seinen Mitmenschen, Rücksichtnahme und Höflichkeit, all das kostet nichts. Kleine Gesten der Aufmerksamkeit wie, einem anderen Hausbewohner kurz die Türe offen zu halten, in Bus oder Bahn den eigenen Sitzplatz einer schwangeren Frau anzubieten oder eine Verkäuferin darauf hinzuweißen, dass sie zu viel Wechselgeld zurückgegeben hat.

    Man kann so vieles tun um die Welt ein bisschen schöner zu machen und es ist so einfach. Und vielleicht bewirken solche kleinen Dinge irgendwann eine größere Veränderung, so dass die Generationen die nach uns kommen es ein wenig besser haben.

    Liebe Grüße (und sorry fürs OT)
    Drowe

  7. #257
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.433

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    @ Dowe: Da hast du mich wirklichg überzeugt mit deine gute Argumenten... So sehe ich es auch...

    Ich finde auch, wir ADSler können wir auch etwas tun, damit die Gesellschaft auch auf unsere Bedürfnissen eingeht... Wenn wir einigen Massen, natürlich, seine eigene Leben im Ordnung gebracht hatte. Mitteln die Wlet zu verbessern finde ich auch gut... Dabei es darf auch mal etwas spezifischer sein. es fàngt an, wenn man sein Umfeld aufklärt und ihnen sagt was wir brauchen um unsere bestens zu geben. Eltern können es für ihre Kindern machen.
    Manche ADSler engagieren sich für öffentliche Arbeit, damit es in breitere Masse sich etwas ändert...
    Ich sehe wie sich einiges für behinderten in mein land verbessert hatte. Einiges ist an Rolstuhlfahrer besser angepasst, unten Anderen, ist es mit ein Rollstuhl einfacher geworden in ein Bus oder Zug einzusteigen. Für blinden Menschen gibt es auch einiges. Aber es ist sicher gekommen, weil die betroffenen selber dafür gekämpft haben.

    Daher können ADSler auch etwas tun, damit einiges in diese Gesellschaft geändert wird um uns das Leben ein bisschen zu erleichtern. Klar, es braucht viel Energie und wer schon mit sich selber viel zu tun hat, kann gut noch sich um sich kümmern...

    öffentlichkeitarbeit mache ich schon in kleine Rahmen, wenn ich Zeit habe... Ich finde, es tut mich auch gut, da es mich bewusst ist, dass ich dadurch, langfristig auch etwas bewirken kann, dass mein Leben etwas schöner macht... Es geht vor allem um Aufklärung was ADS ist und was ADS nicht ist... Wissen ist schon wichtig. Schon aus diese Wissen, werden ADSler von ihre Umfeld mit andere Augen gesehen und ein bisschen besser behandelt... Zum Beispiel kann eine Lehrer oder Arbeitsgeber, wenn er um ADS weisst, seine Schüler/Mitarbeiter mit ADS ein bisschen besser entgegen kommen... Oder kommen undiagnsotisierte ADSler schneller drauf was mit ihnen los ist... Ob selber, oder weil jemand anders ihm darauf anspricht, ist egal...

    OT war es gar nicht und sowieso, ich mag es auch, wenn es ein bisschen OT wird, dann gibt es etwas zu nachdenken.

    lg

  8. #258
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.564

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    mj71 schreibt:
    Zum Beispiel kann eine Lehrer oder Arbeitsgeber, wenn er um ADS weisst, seine Schüler/Mitarbeiter mit ADS ein bisschen besser entgegen kommen... Oder kommen undiagnsotisierte ADSler schneller drauf was mit ihnen los ist... Ob selber, oder weil jemand anders ihm darauf anspricht, ist egal...

    lg
    Das sehe ich auch so ...Ich gehe jetzt zwar nicht in die Welt raus und schrei "Hi ich hab ADHS, behandelt mich anders!"
    aber wenn dann einer gewisse Symthome bei mir bemerkt, kläre ich jenen darüber auf.

  9. #259
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Hallo

    Also auf die Frage kann ich mit ja und nein antworten.Man spürt halt schon früh das man anders ist .

    Bei Asperger Syndrom nennt man es auch* Oops wrong planet syndrome* , das finde ich auch hier passend . Zumindest habe ich zeitlebens , wenn ich mich zurückerinnere ,dieses Gefühl.

    Es ist schwierig für mich denn ja ich habe auf AdHS zurückzuführende Verhaltensweisen die ich nicht als positiv bewerte.

    Zum einen die Impulsivität wenn es einfach zuviel wird , dann eine sehr niedrige Stresstoleranz und diese furchtbare Verwirrtheit mit der ich ohne Zettelwirtschaft noch nicht mal weiß wo ich im Haushalt

    anfangen soll.

    Dann gibt es aber auch die andere Seite : ich bekomme alles mit , bin Hypersensibel und merke z.B. schnell wenn es Menschen die mir wichtig sind nicht gut geht und kann mich dank Empathie so sehr reinfühlen das es schon wehtut.

    Zudem würde ich mich als ultrakreativ beschreiben , habe ein Gefühl für Formen und Farben und betreibe z.B Acrylmalerei `frei nach Schnauze` welches mir gut tut da ich komplett alleine ohne

    Störung mich auf etwas konzentrieren kann (hach wäre das toll wenn das bei allem klappen würde)


    Diese Dualität erleben wir denke ich alle mehr oder weniger .Bei dem Wort Krankhaft /Krankheit frage ich dann gern immer in die Runde was ist denn krank?

    Ein Krebsgeschwür ganz sicher, ein gebrochenes Bein auch ,nur Verhaltenweisen die eben nicht komform mit dem Rest der Gesellschaft sind ?

    Mir persönlich gefällt der Gedanke das ADHS genauso wie Asperger einfach eine Genvariante ist wie sie regelmässig in der Natur vorkommt.(Evolution /Mutation)

    Schließlich ist jede Tierart , jede Augen - und Hautfarbe eine positive (erfolgreiche) Mutation im Evolutionsprozess.

  10. #260
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ist ADHS eine Krankheit? Wie empfindet ihr das?

    Eigentlich wollte ich dem Thread aufgrund der Tendenzen, die sich dann doch leider ergeben haben und weil eigentlich auch schon alles gesagt wurde, fernbleiben, ... aber ich kann's halt nicht ...

    Drowe schreibt:
    Und in gewisser Hinsicht kann man ADHS als psychische Immunschwäche ansehen, und man mit Medikamenten versucht zu verhindern, dass Menschen mit ADHS psychisch erkranken. Diese Perspektive hat ihre Schwächen, da ADHS ja nicht nur ein Risikofaktor ist sondern auch andere Auswirkungen hat, ....
    ADHS hat sogar deutliche Auswirkungen ... granatenmäßige sogar ...
    Ich wollt, ich könnt hier einige Grafiken zeigen, welche z.B. aus den UMASS und Milwaukee-Studien hervorgegangen und im Buch "ADHD in Adults, what the Science says" veröffentlicht wurden.
    Einige dieser Grafiken gibt es auch im Netz, in diversen Vorträgen von Barkley.
    Wenn man dort mal wirklich bildlich sieht und im wahrsten Wortsinne vor Augen geführt bekommt, wie gravierend, wie teilweise extrem die Unterschiede zwischen ADS'ler und Kontrollgruppe sind ... dann wird einem schon ganz anders.
    Diese Grafiken sind allein auch schon deshalb interessant, weil die Beeinträchtigungen nicht nur, wie sonst üblich, nur mit einer Nicht-von-ADS-Betroffenen Kontrollgruppe gemacht wurde, sondern auch eine weitere Gruppe von Menschen mit psychischen Erkrankungen, die aber keine ADS haben mit zugenommen wurde.
    Wenn man dann sieht, wie die Beeinträchtigungen von ADS'lern im Vergleich auch zu anderen psychischen Erkrankungen, von denen keiner auf die Idee kommen würde, über einen Krankheitsstatus zu philosophieren, aussehen, dann ist das schon schwer beeindruckend.
    Die Beeinträchtigungen von ADS-Betroffenen stehen da noch deutlich über denen von Menschen mit anderen psychischen Erkrankungen.
    Ich kann zwar die Grafiken nicht posten, weil ich keine Copyrights verletzen möchte, da müsste ich erst bei Barkley nachfragen, aber ein paar Zahlen kann ich nennen, auch wenn das nicht so aussagekräftig ist:

    Im Arbeitsbereich z.B. wurde deutlich, dass die befragten aus der Kontrollgruppe sich, in Prozent ausgedrückt, zu in etwa 5% beeinträchtigt fühlen.
    Man hat also mal Probleme am Arbeitsplatz, aber im Großen und Ganzen läufts.
    Die klinische Gruppe mit anderen Erkrankungen, wie Depressionen etc. sah das schon ganz anders und dort steht der Balken für die Beeinträchtigungen schon bei etwas über 60%.
    Bei den ADS'lern dagegen steht der Balken auf knapp unter 90% ...

    Im häuslichen Bereich waren die Zahlen: Kontrollgruppe unter 5%, klinische Gruppe ca 78% und ADHS bei wieder dicht unter 90%.

    So geht das munter durch die einzelnen Lebensbereiche und sieht immer sehr ähnlich in den Gewichtungen aus.
    Die Kontrollgruppen haben fast überall zwar ein bisschen was, aber nichts, das sie als gravierend genug einstufen würden, dass es ihnen ernstere oder gar massive Probleme bereitet.

    Bei psychischen Erkrankungen kann man sich vorstellen, dass jemand, der schwer depressiv ist, sowohl am Arbeitplatz, als auch zu Hause erhebliche Probleme hat, und was gesellschaftliche Angelegenheiten angeht sowieso ...

    Wirklich beeindruckend ist der Bereich (Aus-)Bildung ... dort findet man bei der Kontrollgruppe einen kleinen Balken von etwa 5%, während die klinische Gruppe dort bei etwa 82% liegt und von ADHS noch getoppt wird, mit etwa 97%.
    Und tatsächlich ist ja bekannt, dass der Bereich Schule und Bildung und Ausbildung der ist, der uns am schwersten fällt.

    Wenn das so als Balkengrafik sieht, dann wird man schon ein bisschen nachdenklich ...

    Wie gesagt, die Grafiken, die aus den Studien hervorgegangen sind, werden von Barkley auch oft in Vorträgen gezeigt, von denen einige auch im Netz zu finden sind, zum Beispiel beim CADDAC oder beim UC Davis Mind Institute wo er einige Voträge gehalten hat.
    Die sind aber gewiss auch bei YT zu finden.

    Letztlich war die Ausgangsfrage dieses Threads ja die, wir wir das empfinden.
    Und ohne Frage können, und dürfen, Wissenschaft und unsere eigenen Empfindungen da durchaus auseinandergehen und wie ja auch schon reichlich festgestellt wurde, ist der Krankheitsbegriff als solcher schon nur schwer abgrenzbar, was es auch nicht gerade einfacher macht, ... da treffen dann auch gerne mal Philsophie auf die Wissenschaft und wenn man nun bedenkt, dass z.B. ja die Psychologie aus der Philosophie entstanden ist ....


    mj71 schreibt:
    @ Fliegerlein: Ich denke, dass du noch Asperger dazu macht die Belastung sicher viel stärker... ADS+Asperger können sie sich auch gegenseitig verstärken...
    Das stimmt, und wie...
    Wenn ich aber wählen müsste und nur eines von beiden loswerden könnte, dann müsste ich nicht lange überlegen und würde sofort auf die ADS verzichten.
    Mit dem Asperger kann ich da weitaus besser zurechtkommen.
    Geändert von Fliegerlein (21.07.2014 um 22:03 Uhr)

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