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Diskutiere im Thema Allein sein oder doch einsam? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 16

    Allein sein oder doch einsam?

    Hallo ihr Lieben,

    Ich habe da mal eine frage an euch?
    Ich versuche seid geraumer Zeit meinen Eltern zu vermitteln das ich Adhs habe. Ich habe auch den Anatomischen verlauf erklärt.
    Aber trotz des behutsamen ran Führens, habe ich das Gefühl, gegen die Wand gesprochen zu haben.
    Den da kommen Antworten raus, zb. Ich soll es nicht so ernst nehmen. Ich soll mich nicht hinter Krankheit verstecken. Ich übertreibe..

    Wie denkt ihr darüber?
    Übertreibe ich?
    Wie gehen eure mit um?



    glg

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.171

    AW: Allein sein oder doch einsam?

    hallo Sonnenstern

    Das Thema kennen wohl viele hier. Meine Mutter sagte mir: "Du hast zu viel darüber gelesen". Bei meinem Sohn der die Diagnose vor mir hatte, hat sie es akzeptiert.

    Es brauchte mehrere Versuche und erst an einem konkreten Beipiel, dass sie miterlebt hat konnte ich ihr dann erklären warum ich jetzt so unangebracht ihr gegenüber reagiert habe.

    Aber es hat weh getan, zu erfahren, dass die eigene Mutter einen nicht glaubt (mein Vater war ein Jahr zuvor gestorben)

    Inzwischen gehe ich davon aus, dass viele Eltern erwachsener Betroffener es nicht wahrhaben wollen, weil da unbewusst auch ein Schuldgefühl aufkommt. Besonders wenn man wegen der ADHS-Symptome schon einiges durchgemacht hat.
    Und gegen diese Schuldgefühl etwas nicht gemerkt zu haben und das "Kind" musste darum leiden, kann die Verdrängung begründen.

    Wie gesagt, das ganze passiert unbewusst und sie könnten es nicht mal aussprechen.

    Ich habe meiner Mutter dann einen kurzen Bericht über ADHS zu lesen gegeben. Danach hat sie gesagt, "aber da bist ja du beschrieben" und von da an konnte wir darüber reden. Selten zwar, aber ich fühlte mich besser verstanden.

    Liebe Grüsse
    Pucki

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 750

    AW: Allein sein oder doch einsam?

    leider können meine eltern das auch nicht akzeptieren.

    meine mutter hat mal gesagt: hätte ich das gewusst, wäre ich jeden tag mit dir in die kirche und hätte für dich
    gebetet, dass es weg geht.....

    mein vater hat versucht das adhs aus uns kindern rauszuprügeln...
    daher ist mein verhältnis auch nicht gut zu meinen eltern.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Allein sein oder doch einsam?

    Hallo Sonnenstern,
    vorher "so etwas hat es in der Familie noch nie gegeben, woher kommt das wohl .."

    nach einer längeren Erklärung in einem guten Gespräch meinte meine Mutter, sie könnte es auch haben ...

    Aber diese Erkenntnis, daß wahrscheinlich die ganze Familie (Großeltern inklusive) unterschiedlich stark davon betroffen sein könnte, ist mal mehr, mal weniger präsent. Da immer der Grundgedanke bei ihr dominiert, wir haben nie irgendwelche Erkrankungen (auch keinen Schnupfen) ... was eine Anamnese zur familiären Veranlagung - bei egal welcher Erkrankung - ziemlich müßig macht ....

    Wenn sie weiteres Interesse bekundet, werde ich sie mit Lesestoff versorgen.
    Denke, den meisten Angehörigen/Betroffenen fehlen gute sachliche Informationen,
    und diese Erkenntnis, evtl. Adhs zu haben oder die eigenen Kinder haben es, sacken zu lassen, braucht Zeit ....

    lg
    whaleshark

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 320

    AW: Allein sein oder doch einsam?

    Meine Mutter ist ziemlich weltoffen und an allem Interessiert (der einzig normale Mensch in meiner Familie), als wir damals die Diagnose für unseren ältesten bekamen (das war so 1999 " Der Junge ist krank, hier haben sie ein Rezept") war sie die erste, die alle aktuellen Bücher zu dem Thema hatte.

    Ihr war auch als erste klar, das mein Vater es hat und eigentlich auch, dass ich es auch habe.
    Nur wollte ich mit ihr nie über mich sprechen, weil es mir unangenehm ist, wenn sie mich analysiert, daher reden wir nur über "deinen Vater" oder die Kinder,

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.564

    AW: Allein sein oder doch einsam?

    Meine Mum hatte damals die Diagnose relativ schnell wenn auch schmerzhaft verkraftet.
    Sie hat sich dann auch anschließend zig bücher gekauft und sich darüber schlau gemacht

    Für meinen "Vater" ist die Krankheit bis heute eine Erfindung der Pharmaindustrie.
    Unbelehrbar

    Gruß

  7. #7
    Celestis

    Gast

    AW: Allein sein oder doch einsam?

    Hallo Sonnenstern

    Meine Eltern haben es immer vermutet , das mit mir irgedwas sei.

    Hyperaktiv "extrem" war ich ja schon immer , von der vergesslichkeit

    mal abgesehen. Als ich dann im AMEOS war , wurde mein ADHS erkannt.

    Meine Eltern haben es hingenommen , sie können es ja nicht ändern.


    Sie wissen , dass ich es nunmal habe und akzeptieren es.

    Sie wissen auch , dass es nicht ansteckent ist , sondern dass es

    Genetisch bedingt ist. Sie wissen , dass ich mir nicht alles behalten

    kann , und mir oft alles aufschreiben muss.


    Seid der Medikamentation , ist meine Vergesslichkeit gesunken

    aber das Zappeln ist noch da

    Ich finde das Eltern generrel Verständnis zeigen sollten!

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Allein sein oder doch einsam?

    Meine Mutter antwortete damals mit Sätzen wie: "Ach, das passiert doch jedem mal!", als wir darüber und die Auswirkungen sprachen. Es hat etwas länger gedauert, bis sie realisierte, dass zwischen Mal und immer und immer wieder doch ein grosser Unterschied bestand. Ich fand das nicht so schlimm, weil es bei mir ja auch ein laufender Prozess der Erkenntnis und dann der Zusammenhänge war. Ausserdem hat meine Mutter mich immer so aktzeptiert, wie ich war. Sie weiss ja um meine Schwächen und auch um meine Stärken. Noch heute ist AD(H)S kein Hauptthema bei uns, was ich persönlich schön finde, weil ich nicht alleine darauf reduziert werden möchte.

    Mittlerweile hat sie es ohne Einschränkungen akzeptiert und schaut sich dazu auch gerne mal Sendungen im Fernsehen an. Dann kommen oft Kommentare wie: "Ich fand das ja unmöglich! Da haben sie wieder das völlig aus dem Zusammenhang gerissen ...!", oder ähnliches. Ich könnte mich da öfter mal kringeln vor Lachen. Meine Mutter ist einfach süss.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Allein sein oder doch einsam?

    ich glaube, aus der sicht der mutter:
    mein kind ist normal. und punkt.

    ich glaube das hat auch etwas mit liebe zu tun, ev. weil sie als eltern "uns" ja akzeptieren und nicht verstehen
    können warum "jetzt" wohl, nach all der zeit es probleme gibt. meine schwester z.b. fand am anfang, dass ich einfach
    einen "schuldigen" suche für mein fehlverahlten/probleme. also ich verantwortung abschieben möchte - statt, und das war es
    verantwortung übernehme um mich zu verstehen.

    obwohl aus den erzählungen meiner mutter war ich nie "norm" - sie sagt es mit begeisterung und auch mit den vielen sorgen
    die ich ihr mehr bereitet habe.

    akzeptanz, bedeutet ja nicht, dass ich nicht versuche es besser hin zu bekommen. doch es bedeutet auch bei unwichtigen so
    sein zu dürfen, wie man ist. (es ist z.B nicht wichtig - täglich zur gleichen zeit ins bett zu gehen - je nach verfassung, brauche ich 4 - 2 .- 7 std.
    schlaf... so bin ich... und ich tangiere ja keinen anderen)

    p.s. und von irgendjemand habe wir es ja geerbt - sie habe ja auch keine "krankheit" daraus gemacht - und ich glaube, dass sie sich
    angegriffen fühlen - weil es oft auch genau die probleme sind, bei denen sie selbst bereits ein leben lang mit kämpfen.

    nun gut, meine eltern habe es akzeptiert - doch für sie hat nicht viel geändert - ausser, dass ich durch die diagnose, so glaube ich,
    etwas selbstbewusster - etwas selbstsicherer geworden bin - und sie sich nicht mehr allzu sehr sorgen müssen.

    - zeit, ich glaube das hilft. es einfach mal stehen lassen. kein feadbeck wünschen. zur kenntnissnahme. und was wir dann
    aus der diagnose machen, wie wir uns entwickeln..... wird den blick, wie sie uns erkennen .... ändern.

    ist so aus dem bauch raus geschrieben - lg

  10. #10
    reloaded

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 2.492

    AW: Allein sein oder doch einsam?

    Wie ist es bei mir?

    so: der kleine bub kommt aus der schule und erzählt dem Papa, dass wir vom Affen abstammen.
    darauf der Papa:
    ja, du schon, ich aber nicht....

    meine Mutter hat anfangs gemeint, ich hätte eine Geisteskrankheit und da gäbe es ja mittlerweile wunderbare Psychopharmaka. Die soll ich nehmen, dann wäre ich wieder normal und nett mit ihr..

    mein Vater war da schon gestorben. Letztendlich an früherem Alkohol -missbrauch und bei seiner OP an nicht angegebenen Tabletten, die seine Narkose beeinflusst haben und er ins Koma fiel...

    meine Schwester ist in Therapie mit Angst usw. Auch sie verleugnet die Möglichkeit von adhs, obwohl sie sehr intelligent ist und es denken könnte. Erblich? Neee, du bist einfach egoistisch und blöd. Kleine nerv-Schwester..

    so bleibe ich mit meinem Wissen allein und bin weiterhin die egozentrische Nervensäge.

    aua und traurig

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