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Diskutiere im Thema ADHS und die Geschlechter im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 248

    AW: ADHS und die Geschlechter

    cirrus schreibt:
    Was denkt ihr darüber? Ist es ein Irrtum überhaupt zu glauben, dass ADHS geschlechtsspezifische Eigenschaften hat? Oder liegen bei den Geschlechtern
    eventuell die Schwerpunkte auseinander? (z.B. Männer eher hyperaktiv, Frauen eher unkonzentriert etc.)
    Hallo Cirrus,

    ich meine gelesen zu haben, dass ca. 2/3 aller hypoaktiven Betroffenen tatsächlich Frauen/Mädchen sind.
    Da Mädchen sowieso ruhiger und angepasster sind (spielen brav Familie im Kindergarten, während sich die Jungs gegenseitig erwürgen oder perfektionieren die Schönschrift in der Schule, wohingegen die Jungs Mühe haben, überhaupt was halbwegs Lesbares aufs Papier zu bringen), fallen die verträumten und zurückhaltenden "Mauerblümchen"-Mädels eben einfach nicht auf.

    Als verträumter Junge hatte ich es da evtl. etwas schwerer, z.B. schüttelte mich meine Grundschullehrerin mehrmals, damit ich aufwache (ihrer Ansicht nach schlief ich, selbst fühlte ich mich aber durchaus wach und wusste daher nicht, was die Frau von mir eigentlich will), offenbar passte ich nicht in ihr Jungensbild.

    ps. Diagnostiziert wurde ich natürlich damals nicht (ca. 198 hatten die Pädagogen AD(H)S weder in hypo- noch in hyperaktiver Ausprägung auf dem Schirm. Bzw. noch weniger als heute).

    Beste Grüße

    Holdi
    Geändert von Holdischnald ( 6.07.2014 um 20:01 Uhr)

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 30

    AW: ADHS und die Geschlechter

    Hallo zusammen!

    zugegeben habe ich nicht alle Beiträge gelesen, aber witziger weise hatte ich mir genau zu dem Thema eben auf dem Weg zur Arbeit auch Gedanken gemacht und die will ich auch mal relativ unbeeinflusst mitteilen...

    Ich glaube das die Symptome bei Männlein und Weiblein so unterschiedlich ausfallen, weil der Hormonhaushalt ein ganz anderer ist.
    Der nächste Punkt ist die gesellschaftliche Erwartungshaltung.

    Östrogen z.b. wirkt sich positiv auf die Produktion der Stoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus (gerade mal gegoogeld, Link folgt) was für mich jetzt im Schluss folgt, das sich das Weibliche Hormon so zu sagen lindernd auf die üblichen ADS Symptome auswirkt.
    Entgegen ist das Progesteron das dann das was Frauen evtl anfälliger für die Nebenerscheinungen wie Depressionen und so weiter macht.

    Testosteron wirkt ähnlich wie Östrogen (kann sogar in Östrogen vom Körper umgewandelt werden) hat aber den riesen Nachteil der Aggressivität.

    Wenn also ADS ob nun mit oder ohne H eine Störung in der Aufnahme oder Verarbeitung von Dopamin ist, dann haben Frauen eigentlich sowas wie ein natürliches Medikament dagegen... deshalb fallen sie im Kindesalter vielleicht auch nicht so auf wie Jungs, weil der Pegel an Östrogen immer ungefähr gleich bleibt bis dann zur Pubertät... Und dann kracht es bei Frauen genau so wie bei Männern - evtl sogar etwas Schlimmer weil der Körper der Frau von da an ständig einen unterschiedlichen Stand an Hormonen hat - die eine Seite wie erwähnt Östrogen - was sich positiv auswirkt während das Progesteron sich eher hinderlich auswirken könnte.

    Testosteron bei Jungs ist ebenso ein ständiger Begleiter - es wirkt aufputschend und fördert aggressives Verhalten...

    Das ist ein schweres Thema und ich weis auch nicht ob ich alles richtig verstanden habe. Und während ich das schreibe kriege ich schon wieder Selbstzweifel - aber zur Meinungsbildung gebe ich hier mal den Link mit.
    Auch wenn ich vielleicht auf falsche Schlüsse komme, so bin ich mir in einem Punkt sicher: "Die Hormone haben einen entscheidenden Einfluss auf ADS"

    Link

  3. #13
    aficionado

    Gast

    AW: ADHS und die Geschlechter

    WillsWissen schreibt:

    Wenn also ADS ob nun mit oder ohne H eine Störung in der Aufnahme oder Verarbeitung von Dopamin ist, dann haben Frauen eigentlich sowas wie ein natürliches Medikament dagegen... deshalb fallen sie im Kindesalter vielleicht auch nicht so auf wie Jungs, weil der Pegel an Östrogen immer ungefähr gleich bleibt bis dann zur Pubertät...
    Interessante Interpretation. Aber Geschlechtshormone (auch Östrogen) werden eher erst ab der Pubertät produziert, davor ist ihre Menge minimal und Mädchen unterscheiden sich kaum von Jungen (ihre Stimme, Figur, usw., alles was Hormone beeinflussen). Korrigiere mich wenn ich mich irre, aber ich glaube ich liege hier schon richtig.

    Eher die Sozialisierung ist dafür verantwortlich, dass Frauen (Mädchen) weniger auffallen, nicht Hormone.
    Geändert von aficionado ( 7.07.2014 um 13:24 Uhr)

  4. #14
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 750

    AW: ADHS und die Geschlechter

    dazu muss ich jetzt auch mal was schreiben als betroffene.

    ich bin weiblich.
    vor der pubertät war ich verträumt und eher unauffällig.

    dann kamen die hormone.
    ich wurde extrem auffällig und zu dem ads kam noch die hyperaktivität und aggression dazu.

    mein hormonspiegel zeigt, dass ich zu viel testosteron habe und das ist bis heute so.

    es gibt neuste erkenntnisse, dass bei mädchen das adhs erst zum 12 lebensjahr in erscheinung tritt.
    das sagte eine adhs-fachärztin aus dem zi in mannheim auf einem vortrag.

  5. #15
    ellipirelli

    Gast

    AW: ADHS und die Geschlechter

    Dr. Winkler (übrigens schon vor Jahren) zu ADHS bei Frauen:

    https://sites.google.com/site/drmart.../adhsbeifrauen

  6. #16
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 750

    AW: ADHS und die Geschlechter

    @ ellipirelli

    danke für den link. das beschriebene trifft zu 1000% auf mich zu.

  7. #17
    Pepperpence

    Gast

    AW: ADHS und die Geschlechter

    Danke auch von mir ellipirelli für den Link - schrecklich wieviel da zutrifft.

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: ADHS und die Geschlechter

    Angel A schreibt:
    es gibt neuste erkenntnisse, dass bei mädchen das adhs erst zum 12 lebensjahr in erscheinung tritt.
    das sagte eine adhs-fachärztin aus dem zi in mannheim auf einem vortrag.
    Na ja. Ich verstehe das so: bei hypoaktiven Kindern und Jugendlichen - und das sind alt sehr oft Mädchen - wird das Hauptproblem, nämlich die Impulsivität, mit Beginn der Pubertät richtig auffällig.

    Blöd ist das vor allem weil die dann oft fälschlicherweise als Borderlinerinnen eingeordnet werden.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    Lächeln AW: ADHS und die Geschlechter

    Hallo an alle,
    mit der Frage, ob ADHS wirklich so viel häufiger bei Jungs und Männern auftritt als bei Mädchen und Frauen, habe ich mich auch schon beschäftigt. Auf meinem Blog habe ich letztens etwas dazu geschrieben: Das Phänomen ADHS: Haben Jungs öfter ADHS als Mädchen?
    LG, Jules_Mumm

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: ADHS und die Geschlechter

    Hallo Jules_Mumm,

    Vorsicht, durch den Link bist du spielend mit Klarnamen zu erkennen. Willst du das? Ich denke nein.

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