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Diskutiere im Thema Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Hallo Anna Lynne,

    mir geht es sehr ähnlich wie Dir. Ich find´s toll, mal von jemandem zu hören, der das Gleiche durchmacht und es versteht!!!
    Ich gehe bei Kleinigkeiten auf die Palme, explodiere förmlich und brauche lange um wieder runterzukommen.
    Leidtragende -- meine Familie.

    Auch die Antriebslosigkeit begleitet mich, ist aber tagesformabhängig. Ich verzettele mich oft, ist aber durch eisernes trainieren schon besser geworden..

    Wenn mich etwas brennend interessiert, bin ich ein guter Zuhörer. Sehr oft passiert es mir, teilweise auch an der Arbeit, das ich abtrifte. Ich bin dann mental garnicht mehr im Raum. Manchmal dauert es nur Sekunden, aber es ist soo peinlich, wenn ich dann ständig nochmal nachfragen muss, oder die Kollegen mich daraufhinweisen, daß ich (mal wieder) was falsch verstanden habe. Ansonsten komme ich dort gut klar.

    Ich hatte mich auch immer mehr eingeigelt.. Aber seitdem meine Tochter in die Schule gekommen ist und ich weiß daß sie Adhs hat, bin ich Elternbeiratsvorsitzende. Was mir natürlich sehr schwer fällt. Ich muss die Sitzungen führen, Feste mitorganisieren usw..
    Aber ich hoffe ich wachse da noch mehr rein, in diese Rolle. Ich denke, nichts ist so falsch wie das Einigeln! Ich hab sogar zugenommen, weil ich eine Zeit lang das Haus kaum noch verlassen habe (aus eigenem Antrieb).

    Seit Jahren habe ich Schlafstörungen; wenn mal garnichts geht, helfe ich mir mit einem pflanzlichen Präparat. Abends vor dem Schlafen, kreisen die Dinge, die mich den ganzen Tag schon beschäftigt haben, noch extremer durch den Kopf und dramatisieren sich dann auch noch, durch die zunehmende Müdigkeit.

    Zudem mache ich mich ständig selbst fertig. Ich gebe mir an allem möglichen die Schuld, grübele auch unnötig über irgendwelche Sachen nach..

    Im November bekomme ich endlich Klarheit. Dann lasse ich mich testen. Ich denke auch über medikamentöse Behandlung nach. Soweit bin ich mittlerweile schon.
    Hast Du das auch schonmal in Erwägung gezogen?

    Ich freue mich auf Deine Antwort!
    s Engelchen

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 243

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Daß ich nur Chaos um mich herum habe, finde ich am schlimmsten.

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Hallo 123pepper,

    mir geht es genau so wie dir! Alles passt!!! Und das macht einen so wütend und wahnsinnig!!!!

  4. #34
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Ich muss immer zusammenzucken, wenn ich höre oder lese: "Ich verlass' mich nur auf mich selbst. Auf andere kann man sich nicht verlassen!"

    Da denke ich dann immer, der/die Glückliche KANN sich wenigstens auf SICH verlassen... Ich kann mich eben noch nicht einmal auf mich selbst verlassen. Das finde ich ganz furchtbar!!

  5. #35
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Tagchen,


    ich persönlich finde es für mich selbst am schlimmsten, dass es so unheimlich anstrengend ist, Kontakte länger aufrechtzuerhalten. Da lernt man nette Leute kennen ... aber schafft's dann trotzdem nicht, sich aufzuraffen und zwischendurch mal ne Mail zu schreiben, mal zu telefonieren, sich zu treffen ... Obwohl man selbst weiß, dass es einem gut tun würde. *sfz*


    Bei der Arbeit stört vor allem fehlende Konzentration ... Dumme Flüchtigkeitsfehler, die mir nicht passieren sollten. Immerhin kriege ich in Bezug auf Arbeit die Sache mit dem Zeitmanagement gebacken, was im Haushalt eher weniger bis gar nicht funktioniert.


    Und dann wäre da noch das mit dem Pläne durchziehen. Ich habe aktuell etwa zehn angefangene Manuskripte hier liegen, plus nochmal mindestens fünf konkrete Ideen, ich sollte mich langsam mal in ein gewisses Rollenspielsystem einlesen, das ich mit einer Freundin und zwei Bekannten mal testen wollte, meine Wohnung ist immer noch nicht fertig, obwohl ich bereits im Februar umgezogen bin und in der Küche steht die Nähmaschine und guckt mich vorwurfsvoll an, weil ich ihr versprochen habe, noch den einen oder anderen Rock zu nähen -.-


    Vergesslichkeit, emotionale Schwankungen und Schlafstörungen habe ich halbwegs im Griff.


    Gegen Vergesslichkeit wird bei mir alles aufgeschrieben, damit ich es schwarz auf weiß habe und nachsehen kann - selbst den Termin für den Mietvertrag habe ich mir per E-Mail schicken lassen, weil ich gerade nicht die Möglichkeit hatte, ihn mir aufzuschreiben, obwohl der nur zwei Tage später angesetzt war.


    Zum Einschlafen gibt's Hörbücher, Filme oder Kinderhörspiele, das klappt normalerweise. Wenn nicht - aufstehen, nochmal ein, zwei Stunden irgendwas tun, wieder hinlegen. Und wenn mich tagsüber mal die Müdigkeit so übermannt, dass ich mich gar nicht mehr konzentrieren kann, stelle ich mir n Wecker und leg mich aufs Sofa.


    Emotionale Schwankungen gestehe ich mir erst einmal selbst zu. Bis zu einem gewissen Grad "darf" ich austicken. Solange es in meinem stillen Kämmerlein passiert, ich niemandem (inklusive mir) was tue und für niemanden ein schlechtes Vorbild bin, ist es kein Beinbruch. Unter Menschen ist es etwas anderes ... Wenn ich merke, es ist bereits fünf vor zwölf, versuche ich, mich irgendwohin zurückzuziehen und möglichst schnell wieder runterzufahren. Deshalb hasse ich es, über längere Zeit (etwa mit Übernachtung oder geplant den ganzen Tag über ohne eine Möglichkeit, vorher abzubrechen) jemanden zu besuchen, bei dem ich diese Rückzugsmöglichkeit nicht habe. Beim runterfahren hilft mir der Gedanke an zwei komplett gegensätzliche Menschen, die ich kenne - der eine mit dicken Problemen, von denen er sich nicht unterkriegen lässt, der andere, der aus jeder Mücke einen Elefanten macht. Wenn ich die beiden im Blick habe, fühle ich mich ausnahmsweise mal nicht extrem. Auch wenn ich quasi ständig zwischen den beiden Extremen herumturne und beide Verhaltensweisen bei mir erlebe.


    Ich merk schon, ich fange mal wieder an zu faseln, also belassen wirs besser mal dabei ... ^^


    Grüße
    lou

  6. #36
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 750

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    ich habe lange überlegt welches symptom mich am meisten quält....

    die impulsivität, weil ich immer wieder mein leben an die wand gefahren habe.
    jobs unüberlegt gekündigt, freundschaften in wutausbrüchen beendet, selbst einen suizidversuch hab ich nicht ausgelassen.

    die stimmungsschwankungen waren auch sehr sehr heftig bei mir.
    mir wurden depressionen diagnostiziert wo keine waren und ich bin fast verzweifelt, weil ich nicht wusste was mit mir los ist.
    von fremden wurde ich jedoch als "sonnenschein" bezeichnet....

    die vergesslichkeit hat mich auch immer sehr gequält. ich dachte ich wäre dumm!
    unter medikinet adult kommen mir jedoch alte erinnerungen und ich kann mir dinge gut merken. sogar namen....

    meine unaufmerksamkeit, weil ich vieles im leben nicht mitgekriegt hab, da ich gerade mal wieder in gedanken war.
    oder die vielen unfälle und verletzungen aufgrund der unaufmerksamkeit .....

    am allerschlimmsten war jedoch mich mein ganzes leben lang unverstanden und abgelehnt zu fühlen.
    schon als kleines kind habe ich mich sehr einsam gefühlt.

    heute bin ich medikamentös gut eingestellt. es läuft alles wunderbar und zu meiner zufriedenheit
    und ich beginne mein adhs zu nutzen und meine stärken auszuschöpfen...

  7. #37
    reloaded

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 2.492

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Angela, da bin ich voll dabei. Besonders bei:
    am allerschlimmsten war jedoch mich mein ganzes leben lang unverstanden und abgelehnt zu fühlen.
    schon als kleines kind habe ich mich sehr einsam gefühlt.

    als Kind ist man so wehrlos und offen...

    mich quälen gerade am meisten, die stimmungsschwankungen.
    von voll aktiv, ich kann;-) alles zu, ich find nix mehr, bin total überfordert.

    das stimmt nämlich beides nicht...

  8. #38
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Ich bin zwar ziemlich neu hier und habe noch keine Diagnose, aber möchte auch kurz meinen Eindruck abgeben – einfach um zu sehen, ob es anderen auch so geht wie mir:

    Am Einschneidensten finde ich

    1. Dass ich mich im Gespräch mit anderen Menschen immer etwas „dumm“ oder zurückgeblieben fühle, da ich mich nicht voll auf deren Aussagen konzentrieren kann und mir bei der Antwort auch die richtigen Worte und Formulierungen einfach nicht einfallen wollen. Schriftlich ist das ein viel kleineres Problem, da ich so meistens schon gut und überlegt argumentieren kann. "Live" sind meine Sätze meistens unüberlegt, oft schlecht formuliert und teilweise irrelevant. Das ist vor allem im Gespräch mit Vorgesetzten ein großes Problem.
    2. Die Antriebs- und Energie-losigkeit ist auch sehr frustrierend. Möglichkeiten, die sich mir im Leben boten, habe ich oft nicht erkannt oder nicht wahrgenommen, weil es einfach zu viel Energie kostet. Das gilt auch beim Halten von sozialen Kontakten. Wozu irgendwen grundlos anschreiben? Ich melde mich nur, wenn ich auch wirklich etwas ausmachen will oder brauche. Insgesamt würde ich diesen Punkt auch als „teilweisen Kontrollverlust“ bezeichnen: mich freut es zu fast gar nichts, wodurch ich natürlich auch nichts weiterbringe.
    3. Schlafprobleme sind auch ein großes Problem. Nachts wach zu liegen, während das Gewissen bzw die Gedanken, dass der nächste Tag mit jeder vergangenen, wachen Minute mehr zu Hölle wird, frustriert extrem. Aber auch wenn ich gut schlafe, ist das Aufstehen zu einem bestimmten Zeitpunkt (also durch Weckerläuten) eine Qual. Es gibt irgendwie nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich schlafe aus (macht das Aufstehen leichter und den restlichen Tag noch energieloser) oder ich lasse mich zu einem bestimmten Zeitpunkt wecken und klettere dann wie ein Zombie aus dem Bett (egal wie viele Stunden Schlaf hinter mir liegen).


    Das wars von meiner Seite. Interessanterweise hab ich mit Aggressionen und Wut überhaupt kein Problem - das kostet mich zu viel Engerie. Nur manchmal bin ich sehr frustriert, wenn ich mal wieder den totalen Tunnelblick habe und in der Arbeit gar nichts auf die Reihe bekomme. In den Momenten könnte ich dann echt verzweifeln.

  9. #39
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Hallo UpsideDown,

    es tut soooo gut, zu hören, dass es anderen genau so geht, wie mir.
    Ich hab manchmal das Gefühl, dass die Leute an der Kasse im Supermarkt schon mehr im Kopf haben als ich. Und ich habe noch nicht DAS helfende Medikament gefunden.
    Nimmst du etwas dagegen wenn ich fragen darf? Oder gehört diese Frage nicht hier her???

  10. #40
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Hey Mütze,

    Diese Supermarkt-Sache kenne ich gut. Liegt irgendwie daran, dass ich oft so total neben mir stehe.
    Deshalb bin ich gerade auch etwas euphorisch seit ich dieses Forum gefunden habe - es scheint wirklich eine "Krankheit" zu sein, und man kann etwas dagegen machen. Ich bin nicht hoffnungslos geistig behindert

    Man verzeihe mir noch diesen kurzen Offtopic:
    Da ich noch keine Diagnose habe nehme ich auch noch keine Medikamente dagegen. Ich hoffe aber, dass die Medikamente - sollte ich eine positive Diagnose bekommen - diesen "Gehirnknoten"/Gedankennebel/dieses Neben-mir-stehen beseitigen.
    Hier findest du auch noch ein leicht erhältliches Nahrungsergänzungsmittel, das mir etwas hilft: https://adhs-chaoten.net/adhs-erwach...tml#post503553

    So, aus mit dem Offtopic :-)

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