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Diskutiere im Thema Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #21
    Mumford

    Gast

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    WillsWissen schreibt:
    Was mir am meisten zu Schaffen macht?
    1. die Vergesslichkeit
    2. Nicht am Ball bleiben zu können
    3. die innere Unruhe und gleichzeitig Antrieblsosigkeit
    4. Schneller zu denken als ich reden kann - was dann meine Ausdrucksweise auf ein Niveau bringt das unakzeptabel ist
    5. Durch die mangelnde konzentration Leuten nicht zuhören zu können, Texte nicht sorgfälltig genug zu lesen und somit zu meiner Vergesslichkeit oben drein auch noch nur die hälfte mitbekomme.
    Genau, wie bei mir. Sehr gut zusammengefasst.

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Am meisten leide ich unter:

    - meiner Impulsivität und was ich damit anrichte (Leute, die mir was bedeuten, vor den Kopf stossen oder vergraulen...).
    - meine absolute Ungeduld, innere Unruhe und dadurch die Unmöglichkeit, mich mal richtig zu entspannen.
    - meine Unfähigkeit, Texte (geschweige denn Bücher!) konzentriert von A-Z durchzulesen. Ich habe in meinem Leben höchstens 5 Bücher wirklich gelesen (Schulbücher inklusive).
    - meiner Unfähigkeit, Fragen / Sätze von anderen zu interpretieren bzw. dass ich vieles falsch verstehe und persönlich nehme und dann gleich auf 180 bin und es danach bereue.

    Wenn mir z.B. jemand eine Frage stellt, antworte ich genau auf die Frage, nicht mehr und nicht weniger. Dabei wollte die Person vielleicht ganz was anderes erfahren oder mehr hören, ein Gespräch beginnen...am schlimmsten sind so "Durch die Blume"-Sätze...damit kann ich überhaupt nix anfangen, genau so wenig mit Small Talk. Gut, bei Small Talk ist das Problem eher, dass es mich tödlich langweilt. Hab dann oft das Gefühl, wenn mich jemand "besmalltalkt", dass ich gleich vor Langeweile ins Koma falle .

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 190

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Wenn ich das hier so lese, finde ich mich 100%ig wieder.

    Mich belasten auch am meisten:
    - diese Antriebslosigkeit
    - die innere Unruhe und damit das Nichtentspannenkönnen
    - Alles anfangen oder planen, aber nach dem Beginn recht schnell das Interesse verlieren
    - die Vergesslichkeit
    - schnelle Reizbarkeit
    - Impulsivität

    Gegen einiges habe ich Strategien entwickelt, z.B. führe ich einen umfangreichen Kalender, schreibe alles auf, was wichtig ist.

    Aber gegen manche Dinge habe ich noch keine Strategien gefunden, z.B. kann ich keine bzw. nur wenige Freundschaften pflegen, weil ich es immer nicht schaffe, mich zu melden und weil mir telefonieren so unendlich schwer fällt. Nur die Wenigsten verstehen das. Und ich hätte so gern mehr Freunde, nachdem jetzt die Kinder aus dem Haus sind.

    Da ich erst vor einigen Wochen meine Diagnose bekommen habe und noch ganz am Anfang der Einstellung mit Medis bin, mal ne blöde Frage:

    Bessern sich die Symptome bei euch mit den Medis? Oder ist meine Hoffnung in der Hinsicht sinnlos?

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    sunny1965 schreibt:
    Da ich erst vor einigen Wochen meine Diagnose bekommen habe und noch ganz am Anfang der Einstellung mit Medis bin, mal ne blöde Frage:

    Bessern sich die Symptome bei euch mit den Medis? Oder ist meine Hoffnung in der Hinsicht sinnlos?
    Ja, das würde mich auch interessieren.

  5. #25
    infected me !

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.197

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Also ich finde das nicht aufstehen können morgens am anstrengendsten.
    Und dass man sich in StressSituationen so sehr reinsteigert.
    Und dass man nicht so kritikfähig ist und sich alles so sehr zu Herzen nimmt .

    Naja ich versuche meine Gefühle immer im normalen Bereich zu halten.,aber meistens klappt es nicht und ich habe noch Tage später was davon.

    Keva

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    sunny1965 schreibt:
    Wenn ich das hier so lese, finde ich mich 100%ig wieder.
    Aber gegen manche Dinge habe ich noch keine Strategien gefunden, z.B. kann ich keine bzw. nur wenige Freundschaften pflegen, weil ich es immer nicht schaffe, mich zu melden und weil mir telefonieren so unendlich schwer fällt. Nur die Wenigsten verstehen das.
    Geht mir zu 100 % wie dir. Es ist unglaublich, wie viel Kraft es mich kostet, mich zu verabreden. Die Leute denken dann natürlich verständlicherweise, ich sei nicht an ihnen interessiert und melden sich dann auch nicht mehr oder seltener. Telefonieren ist etwas, was ich eigentlich immer versuche irgendwie zu vermeiden. Wenn möglich regle ich alles via Email / Chat / SMS / Whatsapp... Wenn im Büro das Tel. klingelt kriege ich Schweissausbrüche und merke dann bei einem längeren Gespräch, wie meine Hand total verkrampft den Höhrer festklammert ...

    Wegen der Medis: ich nehme die jetzt seit ca. 1 Monat. Einiges hat sich gebessert (z.B. die innere Unruhe, Konzentration, Ablenkbarkeit). Doch ich habe so viele Baustellen, dass ich noch nicht auf alles geachtet habe. Leider kann man nicht erwarten, dass sich festgefahrene Verhaltensmuster, die man sich ein ganzes Leben angeeignet hat, mit einer Tablette einfach so schwupps auflösen....aber es erleichtert Vieles. Zumindest bei mir.

  7. #27
    Rettich

    Gast

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    So permanent das Gefühl zu haben, dass man es im Leben vielleicht fertigbringt in gewissen Situationen wirklich tolle Kurzgeschichten zu schreiben aber es nie schafft, mal einen Roman zu Ende zu bringen.

    oft das Gefühl zu haben, wenn man eine Sache machen will und nach allen Abwägungen zu dem Schluss kommt, dass man sich selber zutraut es zu machen und die eigenen Fähigkeiten ausreichen, es letztendlich doch nicht in Angriff nimmt weil ich ich es gedanklich dann schon abgehakt habe.

    Das in die Gänge kommen. Bei mir so extrem ausgeprägt, dass ich immer 2-3 Stunden früher ausstehen muss, weil ich mindestens zwei Tassen Kaffe brauche, bis ich überhaupt ansprechbar bin und selbst dann schaffe ich es noch zu spät zu kommen.

    Das sich ins Bett zwingen zu müssen weil es immer irgend etwas gibt, womit ich es noch hinauszögern kann. Das hat sich mittlerweile gebessert, weil ich abends dann doch oft kaputt bin.

    Unflexibilität. Mein Handeln ist stark von den immer gleichen Abläufen geprägt. Kommt der Ablauf durcheinander oder wird unmöglich gemacht, kann mir das den ganzen Tag versauen.

    Extreme Wetterfühligkeit. Eine Wolke vor der Sonne kann bei mir schon ein ganz anderes, negativeres Lebensgefühl bewirken.

    Kontakte über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Spontan geht nur, wenn ich mich zufälligerweise dazu in der Lage sehe aber Termine hasse ich noch mehr. Also erst gar nicht entstehen lassen.

  8. #28
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 190

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Diandra_80 schreibt:
    Geht mir zu 100 % wie dir. Es ist unglaublich, wie viel Kraft es mich kostet, mich zu verabreden. Die Leute denken dann natürlich verständlicherweise, ich sei nicht an ihnen interessiert und melden sich dann auch nicht mehr oder seltener. Telefonieren ist etwas, was ich eigentlich immer versuche irgendwie zu vermeiden. Wenn möglich regle ich alles via Email / Chat / SMS / Whatsapp... Wenn im Büro das Tel. klingelt kriege ich Schweissausbrüche und merke dann bei einem längeren Gespräch, wie meine Hand total verkrampft den Höhrer festklammert ...
    Ja, geht mir auch so. Im Büro sitz ich zum Glück allein. Wenn Jemand mit im Zimmer ist, hoffe ich immer nur, dass das Telefon nicht klingelt und ruf selbst nirgends an. Erfordert manchmal viel Phantasie, sich eine Ausrede auszudenken, warum man jetzt nicht sofort irgendwo anruft.

    Das Schlimme ist, dass es Niemand versteht. Man kann es wirklich nur sehr guten Freunden erklären. Und wie ich den Satz; "Ruf doch einfach mal an" hasse.

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Hallöchen Ihr Lieben,

    und vielen Dank für eure vielen Antworten.
    Ich bin also gar nicht so alleine...
    Es freut mich, hier verstanden zu werden!

    Gerne möchte ich auf diverse Beiträge näher eingehen. Aktuell fehlt mir einfach die Zeit und die Muse dazu.
    Ich habe euch also nicht überlesen. Da kommt noch was

    Liebe Grüße

    AnnaLynne

  10. #30
    Pepperpence

    Gast

    AW: Welche "Symptome" empfindet ihr am Einschneidensten?

    Rettich schreibt:
    So permanent das Gefühl zu haben, dass man es im Leben vielleicht fertigbringt in gewissen Situationen wirklich tolle Kurzgeschichten zu schreiben aber es nie schafft, mal einen Roman zu Ende zu bringen.

    oft das Gefühl zu haben, wenn man eine Sache machen will und nach allen Abwägungen zu dem Schluss kommt, dass man sich selber zutraut es zu machen und die eigenen Fähigkeiten ausreichen, es letztendlich doch nicht in Angriff nimmt weil ich ich es gedanklich dann schon abgehakt habe.

    Das in die Gänge kommen. Bei mir so extrem ausgeprägt, dass ich immer 2-3 Stunden früher ausstehen muss, weil ich mindestens zwei Tassen Kaffe brauche, bis ich überhaupt ansprechbar bin und selbst dann schaffe ich es noch zu spät zu kommen.

    Das sich ins Bett zwingen zu müssen weil es immer irgend etwas gibt, womit ich es noch hinauszögern kann. Das hat sich mittlerweile gebessert, weil ich abends dann doch oft kaputt bin.

    Unflexibilität. Mein Handeln ist stark von den immer gleichen Abläufen geprägt. Kommt der Ablauf durcheinander oder wird unmöglich gemacht, kann mir das den ganzen Tag versauen.

    Extreme Wetterfühligkeit. Eine Wolke vor der Sonne kann bei mir schon ein ganz anderes, negativeres Lebensgefühl bewirken.

    Kontakte über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Spontan geht nur, wenn ich mich zufälligerweise dazu in der Lage sehe aber Termine hasse ich noch mehr. Also erst gar nicht entstehen lassen.

    Oh je, Rettich - da kann ich Dir die Hand reichen.

    Mein großer Wunsch nicht nur "kleine Filme" und "kleine Geschichten" (also Trailer) zu machen, sondern Dokumentarfilme scheiterte und scheitert meines Erachtens bei mir nicht am Talent sondern an den Auswirkungen der ADS.
    Das ich das Talent dazu hätte haben mir schon viele Leute gesagt, die etwas davon verstehen, aber meine sehr kantige Persönlichkeit (*hüstel*), meine mangelnde Konzentration und Teamfähigkeit und eben auch meine Unfähigkeit berufliche Kontakte zu halten stehen mir im Weg (das sage ich).

    Da erkenne ich mich in Deinem Kurzgeschichten-Roman Vergleich sehr wieder und das empfinde ich schon in gewisser Weise als einer der traurigsten Entwicklungen in meinem Leben.

    Wie meine Aufmerksamkeitsspanne sind die Dinge die ich produziere eben auch nur von kurzer Dauer.

    Und auch bei meinen Freundschaften sieht es so aus. Ich empfinde das fast schon als selbstzerstörerisch wie ich es letztendlich von aussen gesehen fast darauf anlege wirklich tolle Leute zu verlieren nur weil Kontaktpflege bei mir gefühlt zur "Arbeit" ausartet.

    Ich sehne mich so sehr nach einem festen Freundeskreis und Ritualen und reisse alles was ich sorgsam aufgebaut habe doch direkt mit dem Hintern wieder ein.

    Da hast Du mit Deinem Text empfindliche Nerven bei mir getroffen.

    Einzig um die Unflexibilität beneide ich Dich ein bisschen. Ich tue mich mit den kleinsten Gewohnheiten unglaublich schwer. Es dauert Monate mir eine neue Gewohnheit zuzulegen und es muss nur ein einziger Tag anders ablaufen um mich aus dem Tritt kommen zu lassen.


    Ansonsten empfinde ich die extremen Stimmungsschwankungen am schwierigsten bei der ADS ... und die unterschwellige Aggression die sich bei mir breit mach wenn ich reizüberflutet bin und die mir regelmässig den Tag verdirbt.

    Letzteres ist durch MPH wesentlich besser geworden, ersteres (also die Stimmunsschwankungen eher schlimmer. Dieses Leben in Extremen ist mit 20 noch ganz lustig, aber später im Leben wurde es für mich irgendwann nur noch nervenaufreibend.

    Wo andere sich ein bisschen Verrücktheit im Leben wünschen, wünsche ich mir bitte nur einmal ein bisschen Normalität.

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