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  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 281

    Meine Geschichte

    Hallo Leute,

    ich habe mich ja schon im entsprechenden Unterforum vorgestellt. Hier möchte ich noch einmal etwas ausführlicher über mich schreiben und darlegen, warum ich in dieses Forum gekommen bin.
    Wie ich bereits schrieb, wurde 2005 bei mir ADHS diagnostiziert, etwas seltsam, fand ich dabei, dass sich die Diagnose (nach meiner Erinnerung) zu einem nicht unerheblichen Teil auf körperliche Merkmale gestützt hat. Was ich etwas seltsam fand. Daraufhin, musste ich ca. 5 Jahre Ritalin nehmen. Im ersten Jahr habe ich nicht wirklich etwas bemerkt aber die vier folgenden, waren schlimm. Ich hatte quasi ununterbrochen Angst vor der nächsten LK, Klausur etc. Eigentlich generell Angst vor dem Versagen, kam nicht mal im Schlaf wirklich davon los und ich bilde mir ein, auch nicht mehr richtig geträumt zu haben. Aller Wahrscheinlichkeit, habe ich, so ganz nebenbei, Depressionen entwickelt, mit teilweise sehr eigenartigen verhaltensweisen, z.B.: weinen in den Klausuren. Darüber hinaus habe ich in der Zeit einen ganz besonderen Splin entwickelt, dazu später mehr.
    Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, habe AD(H)S-Patienten gewisse sichtbar Auffälligkeiten wie etwa: (für einen Europäer) schmale Augen, eine auffalend hohe Stirn, unterschiedlich lange Beine oder so etwas in der Art? Ich konnte bis jetzt keine Quelle finden, die so etwas belegt.
    Als nächstes, würde ich gerne wissen, ob derart extreme und vorallem langanhaltende Angstzustände, Depressionen, etc. bei der einnahme von Medikinet bekannt sind?

    Ich sollte noch anfügen, dass ich in der Grund und Mittelschule für mangelnde Konzentration, (teilweise) aggressives Verhalten, sowie im Schnitt durchschnittliche Schulleistungen bekannt (Konzentrationsschwierigkeiten etc. habe ich auch heute noch). Auch wenn ich in einigen Fächern, in einigen Schuljahren, fast ausschließlich 1er hatte, ohne mich groß anstrengen zu müssen. Wichtig ist auch noch dass ich in meiner Klasse nicht gerade hoch angesehen war, heute würde man das wohl Mobbing nennen. Ein paar Freunde hatte ich, zumindest ausserhalb der Schule aber doch, wir habe uns jedenfalls gelegentlich getroffen und PC- Console oder sonst was gespielt. Ja ich spiele am PC, und das sogar sehr gerne obwohl es ja immer so bäh bäh ist, Stichworte: Digitale Demenz und Amoklauf.
    Erst nach einem Schulwechsel wurde es besser, im 10. Schuljahr sind meine Leistung beinahe explodiert, hatte ne 1 in Mathe (Prüfung mit max. möglicher Punktzahl in einem Bruchteil der Zeit) (mein Lehrer hatte mich vor der Klasse sogar einen Helden genannt und Schühler, mit dennen ich sonst nichts zu tun hatte sprachen mich sogar auf die Prüfung an und kannten teilweise sogar meinen Namen) das galt auch in ähnlicher weise für Fächer wie Chemie oder Geographie. Zu nem 1er Schnitt hatte es dan aber doch nicht ganz gereicht, einmal wegen meiner "lieblings hass Fächer" Deutsch und Englisch und wegen Sport (habe einen Herzfehler von Geburt an), aussersdem hatte in Fächer wie Wirtschaft einfach noch der letzte bis gefehlt, um die 1, Note auch wirklich zu einer 1 auf dem Zeugnis zu machen. Kurz vor Ende der Klasse ist mein Vater mit mir nach Süddeutschland gefahren (Bayrisch Badenwürtenbergisches Grenzland) zu einer Ärztin welche er im Fernsehen gesehen hatte, das Thema war ADHS. Die hat dann auch die Diagnose vorgenommen.

    Als ich nach der 10. aufs Gymnasium gewechselt bin, fingen meine oben skizzierten Probleme an. Da half auch alles gute zu reden von Seiten der Lehrer nichts. Meine Lehrerin im Leistungskurs Mathematik, hatte mich sogar auf augenhöhe mit den besten des Kurses gesehen (wir reden hier teilweise von den Jahrgangsbesten) zumindest wenn ich mich zusammenreißen konnte. (Im Studium wurde es erst dann etwas besser, als ich im dritten Semster Ritalin abgesetzt habe, warum weiss ich nicht mehr. Leider war der angerichtete Schaden schon sehr groß und auch, wenn es ersteinmal aufwärtz ging, hat mich kurz darauf die nächste Depressionswelle niedergedrückt)
    Leider haben solche Bekundungen genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie bewirken sollten. (Jetzt kommen wir langsam zu meinem speziellen Splin) Statt mir den Rücken zu stärken, wurde mir so noch mehr Last aufgebürdet. Sogar jeder Erfolg, z.B.: eine gute Note in der Klausur, habe den Erwartungsdruck, denn ich an mich selbst gerichtet habe weiter erhöht. Um das Ganze noch schlimmer zu machen, meinte mein Vater dass ich Hochbegabt sei (das Dürfte wohl auch ein aslöser für meine Depressionen gewesen sein), er hat es nicht erst erwähnt, als ich auf dem Gymie war es ging schon ne Weile, doch auf dem Gymie hat es erst so richtig "gezündet". Ich habe mich immer mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, aber er beruft sich auf einen Test, denn ichmal bei einem Psychologen machen musste. Das ich ihn gemacht habe weis ich noch, auch dass er mir (zumindest teilweise) sehr leicht vor kam (und das eine Teil mit Wissensfragen dabei war). Doch das Ergebnis kenne ich nicht, es soll wohl irgendwo zw. 128 und 151 liegen, dass sind zumindest die Zahlen die im Rahmen dieses Themas gefallen sind.

    Das Gequatsche könnte mir ja eigentlich egal sein, und ich wünschte das wäre es auch. Was die sache wirklich zum Problem macht ist folgendes: Ich weis nicht wo ich stehe. Ich frage mich immer wieder folgendes, wenn ich hochbegabt bin, wo bleiben dan meine Überagenden Leistung wie etwa 1er oder sogar 0er Abi, eine Preis bei Jugend forscht, eine Goldmedalie bei der Matheolympiade, eigen Entwicklungen oder sonst irgendetwas.... Das lässt mich an so manchen Tagen verzweifeln und nimmt mir auch ein stückweit die Freude an erreichten Leistungen, weil is ja Pflicht für einen HB. Bei Versagen, kommt dann auch schnell mal Hoffnungslosigkeit auf.
    Daraus resultiert auch mein Splin. Er manifestiert sich in einer, sicher schon irrationalen, Abneigung gegen Leistungsfeststellungen und Hochbegabten. Beiden begegne ich mit einer Mischung aus Wut, Hass, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und (wahrscheinlich) Neid.

    Ich weiss einfach nicht wie ich damit umgehen soll, auch das Lösen von och so vielen IQ-tests im Netz, was ich eine Zeit lang zwangartig getan habe, hat nichts gebracht, außer der Erkänntnis, dass einige von dennen schon rein von der (Programmier-)Technik her absoluter Schrott sind. Wisst ihr vielleicht, wie ich mit der Situation klar kommen könnte?

    Ein letztes noch, ich hatte geplannt eine Familie zu gründen. Ich mache mir Sorgen, dass ich ihnen, so ich denn wirklich ADHS positiv bin, dieser Bürde weitergebe. Ich habe zwar, abgesehen von einer 2 Tages Geschichte, noch nie eine Freundin gehabt, eine Familiengründung aber fest vorgenommen.

    Das war es erst einmal.

    Mit freundlichen Grüßen

    Irre

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Meine Geschichte

    ich kann dir nicht wirklich was raten, außer dass du vielleicht wirklich mal zu eine Therapie brauchst, aber es gibt hier einen Bereich für Hochbegabte, da kannst du mal die Erfahrungen von anderen "Betroffenen" lesen und vielleicht kann di dort ein "Leidensgenosse" die von dir gesuchten Ratschläge geben.

    Sehr verkopft scheinst du aber wirklich zu sein, denn wenn man erst einmal eine Beziehung von der Dauer von zwei Tagen hatte, dann sucht man doch eigentlich erst einmal eine Beziehung und beschäftigt sich nicht mit dem Gedanken einer Familiengründung und ob man eventuell auch schlechte Dinge an seine zukünftigen Kinder vererben könnte.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Meine Geschichte

    Hallo Irre,

    Nachdem was du mit Hochbegabung verbindest, kann ich ich deine Abneigung dagegen gut verstehn.
    Es ist aber sehr oft so, das sich ein hoher IQ nicht in den Noten zeigt. Gute Schulnoten sind von vielem abhängig und haben sehr oft nichts mit Begabung zu tun.

    Es ist eher so, das viele Hochbegabte ähnliche Probleme haben wie ADSler und viele ADSler mit einer überdurchschnitlichen Begabung diese nutzen, um ihre Defizite im Schulalltag zu kompenzieren. Da bleibt dann keine Kraft und Motivation mehr für dauerhafte überdurchschnittliche Leistungen.

    Hochbegabung allein sagt auch nichts aus, denn es gibt viele Möglichkeiten und Gründe in etwas sehr gut zu sein oder auch nicht.


    Über die Nebenwirkungen von Medikinet kann ich dir nichts sagen.


    Dein Text macht auf mich den Eindruck, als sei dein Selbstwertgefühl nicht sehr ausgeprägt. Ich kann dir deswegen auch nur Empfehlen mit einem Therapeuten daran zu arbeiten. Denn wenn du wirklich ein guter Partner und Vater werden möchtest, brauchst du ein gesundes Selbstwertgefühl. Dieses ist meiner meiner Meinung nach, auch mit eine Grundlage für den liebe- und respektvollen Umgang mit sich selbst und mit einem Partner und Kindern. Und das halte ich für das wichtigste in einer Beziehung. Jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen. Ob etwas als Stärke oder Schwäche betrachtet wird, hängt dabei sehr oft auch vom Umfeld oder den Anforderungen ab.


    Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, habe AD(H)S-Patienten gewisse sichtbar Auffälligkeiten wie etwa: (für einen Europäer) schmale Augen, eine auffalend hohe Stirn, unterschiedlich lange Beine oder so etwas in der Art?
    Das kann ich mir nicht vorstellen. Es dürfte eher so sein, das viele (hyperaktive) ADsler eine motorische Unruhe zeigen, und sehr oft so wirken, als würden sie gleich vom Stuhl aufspringen oder (kleine) unruhe ausstrahlende Bewegungen nicht gänzlich unterdrücken können.
    Bei mir ist es so, das ich auf Photos, die mich als Kind in Bewegung zeigen oft linkisch oder ungeschickt wirke. Ich kann mir vorstellen, das für einen guten Beobachter, deshalb die Art wie sich jemand bewegt oder eine für ihn ungewohnte Bewegung nachmacht, ein zusätzliche Indiz für oder gegen eine ADS ist.

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 281

    AW: Meine Geschichte

    Ich weiss nicht, wie ich mein Selbstwertgefühl steigern könnte?

    Was Kinder und Familie angeht. Stimmt schon, ich bin mal wieder im Kopf zwei Schritte weiter, als ich es real bin. Ich sollte mich wohl ersteinmal mit der Suche nach einer Partnerin beschäfftigen.

    In dem Zusammenhang, würde ich dann doch noch gerne etwas anderes los werden, was mir etwas auf der Seele lastet. Stimmt es, dass, wenn ein Paar Kinder bekommen möchte und min. einer der Partner ADHS hat, die Wahrscheinlichkeit für Fehlgeburten höher ist, als bei Leuten die kein AD(H)S haben, bzw. andere Krankheiten mit genetischer Komponente?

    MfG Irre

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Meine Geschichte

    also das hab ich noch niergendwo gelesen, dass die Gefahr von Fehlgeburten besteht wegen ADS - wo hast du denn das her ?

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 120

    AW: Meine Geschichte

    Selbstwertsteigerung durch sport

    Ist gesund, kann ausgleichend sein, wenn du es richtig anstellst hilft es dir auch bei der partnersuche

    Und wenn du nix mehr hast, dir alles genommen wird, kannst immer noch in den spiegel gucken und sagen, ja bin zuzfrieden mit mir.
    Das kann dir niemand mehr nehmen.

    Evtl. etwas oberflächlich aber könnte klappen.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 206

    AW: Meine Geschichte

    Irre schreibt:
    habe AD(H)S-Patienten gewisse sichtbar Auffälligkeiten wie etwa: (für einen Europäer) schmale Augen
    Mich fragen immer wieder Personen, ob ich asiatische Wurzeln habe, die ich eindeutig nicht habe. Begründet wird die Frage damit, dass sie der Meinung sind, dass ich schmalere Augen hätte.

    Habe dazu auch gerade mal gesucht, aber nichts dazu gefunden.

    Meine Begründung:

    Noradrenalin wirkt auf den Sympathikus => Erweiterung der Pupillen
    Acetylcholin wirkt auf den Parasympathikus => Verengung der Pupillen und stärkere Linsenkrümmung

    Siehe Tabelle unter Vegetatives Nervensystem - NetDoktor.de

    Noradrenalin und Acetylcholin sind ja besonders die Neurotransmitter, die bei ADS (hypoaktiv) relevant sind.

    Seit ich nun seit einigen Wochen Strattera nehme, scheine ich eine andere Ausstrahlung zu haben, kann auch sein, dass meine Augen nun weiter sind - muss ich aber erst noch genauer beobachten.

  8. #8
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: Meine Geschichte

    Ich glaube da bist du auf der falschen "Baustelle" gelandetDie Verengung der Pupillen hat meiner Meinung etwas mit den Reizen denen ADHSler ständig ausgesetzt sind zu tun. Vielmehr mit dem Versuch die aktuelle Reizquelle im Fokus zu behalten.

  9. #9
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: Meine Geschichte

    Ich korrigiere eine bestimmte Reizquelle

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Meine Geschichte

    Hallo Irre,

    Klausurenstreß ist nichts neues. Auch nicht wie du ihn beschreibst. Und wenn dann die Anerkennung deiner Umgebung und vielleicht noch deiner Eltern davon abhängt,....oh je.
    Ritalin kann nach einigen Jahren auch wieder abgesetzt werden, ohne wieder in das alte Loch zu fallen. So ist es zumindest zu lesen.

    Was ich in deinem langen Text nicht recht finde ist, was willst du eigenltich? Hast du eigene Interessen? Das hier: "eine Preis bei Jugend forscht, eine Goldmedalie bei der Matheolympiade, eigene Entwicklungen oder sonst irgendetwas"? Dann such dir Freunde, die das auch wollen. Mein Eindruck, wenn du es nicht machst, dann interessiert es dich auch nicht.

    Mein Tipp: Such´ dir ein soziales Umfeld, wo du einfach du selbst sein kannst. Notfalls in einem Verein (Modellbau, Angeln, Freizeitsport etc.) . Menschen, die sich freuen, wenn der gute alte Irre vorbeikommt und mitmacht oder beim Pinseln hilft. Da findest du auch die Frau, die dich so nimmt, wie du bist.

    Deine Talente sind wertlos, wenn du nicht weisst, was du willst. Anders ausgedrückt, als Hochbegabter hast du die freie Auswahl auch Müllkutscher zu werden, wenn es dir passt.

    Viel Erfolg (und mit Bitte um Nachsicht bei allen Recyclingfachkräften)
    CarlC

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