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Diskutiere im Thema Klappt bei euch Meditation um Symptome zu verringern? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    Klappt bei euch Meditation um Symptome zu verringern?

    Hallo

    Eine Frage, die mir immer gestellt wird:

    "Wieso versuchst du es nicht mit autogenem Training oder Meditation überhaupt?"

    Wenn ich dann sage: klappt nicht - kommen verstörte Gesichter.


    Nun wollte ich mal fragen: wie ist das denn bei euch? bei mir verschlimmert das eigentlich nur. Diese "Ruhe" dabei treibt mich im Hirn dann eher in den Wahnsinn. Es ist eher, als hätte ich dann noch besser Zeit, mir Gedanken zu machen.
    Selbst wenn es dann mal ansatzweise für den Moment klappt, hat das auf mich eigentlich keine wirkliche Nachwirkung.

    Könnt ihr mir da eure Erfahrungen schildern?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Klappt bei euch Meditation um Symptome zu verringern?

    ganz klar: nein. Ich werd von allem, was mich runter bringen soll aggressiv...

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 248

    AW: Klappt bei euch Meditation um Symptome zu verringern?

    maofatale schreibt:
    Könnt ihr mir da eure Erfahrungen schildern?
    Hallo maofatale,

    Meditation ist ja ein Begriff für eine Vielfalt an Maßnahmen, die alle mehr oder weniger zum Ziel haben, eine Beruhigung innere (psychische) Entspannung/Gelassenheit zu erreichen.

    Wenn ich mich mit dem Vorsatz in die Ecke setze, dass ich jetzt in den nächsten 5-15 Minuten meditiere und also an nichts denke, dann ist das natürlich zum Scheitern verurteilt. Aber das ist auch nicht unbedingt das, was man unter "meditieren" verstehen muss. Übersetzt heißt das ja offenbar "nachdenken" und nicht "an nichts denken".

    Die Frage also für mich: "Wie denke ich so nach, dass es zu einem Zustand innerer Zufriedenheit führt?"
    Es geht (für mich) also darum, bewusst das Nachdenken zu üben, vom wüsten Herumgrübeln und sich verlieren im Dickicht eigener Gedankenströme mehr bewusst gelenkt zu denken; und zwar mit dem Vorsatz, dass es einem gut tut.

    Ein Beispiel: Ich bin wieder konfus und fühle mich zerfahren, neige dazu, destruktive Gedanken (alte Erinnerungen plus Ideen, was andere alles schlechtes über mich denken könnten und was ich in letzter Zeit und überhaupt verbockt habe etc.) zu hegen und steigere mich da unreflektiert hinein. Dann kann ein lautes "Stopp!" helfen.

    Ich setze mich auf meine Gymnastikmatte, atme mehrmals tief durch und fange einfach an - ganz locker und ohne mich dabei sportlich unter Druck zu setzen - ein paar Übungen für z.B. die Bauchmuskeln zu machen. Das hilft mir dabei, vom extrem Verkopften wegzukommen und auch mehr wieder meinen Körper (in der Gesamtheit) zu spüren. Das zuvor mehr nur symbolische "Stopp!" wird jetzt zum wirklichen "Stopp!"; das heißt: Ich kann jetzt tatsächlich stoppen. Vorher hatte ich nur den Willen - jetzt erst bin ich in der Lage dazu.

    Dann denke ich - während ich auf meiner Matte liege oder sitze, ganz so, wie es mir gerade angenehm ist - über Dinge nochmal neu nach, wobei ich die destruktiven Gedanken sofort abfange und durch solche ersetze, die mir wohlgesinnt sind. Ich kann das dann deshalb, weil beide Arten des Denkens gleichberechtigt sind, es ist allein meine Willkür, ob ich nun schlecht oder besser über mich denke. Das hat also nichts mit zwanghaften "positiven Denken" zu tun. Damit hier keine Missverständnisse aufkommen.

    Irgendwann stehe ich dann auf und der Tag geht dann meistens deutlich besser weiter.

    Das ist meine Weise zu meditieren: Durch bewusstes Wollen (also z.B. die Einsicht darein, dass man es wert ist, dass es einem besser geht) über körperliche Aktivierung zu ganzheitlicherem Nachdenken.

    Holdi

  4. #4
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Klappt bei euch Meditation um Symptome zu verringern?

    das ist ein schöner Ansatz, wirklich.

    die vielen Gedanken sind ja dann noch immer da. ich würde das, was du da beschreibst lieber "positives denken üben" nennen - also das kann ich ganz gut. und mir gefällt wie du das als Übung beschreibst, ist auf jeden fall ein guter tipp, wenn einen Probleme gerade überrennen.

    mir geht es jetzt bei der frage speziell um dieses typische Meditation, Yoga, Autogenes Training etc. - das "abschalten".

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Klappt bei euch Meditation um Symptome zu verringern?

    Hallo Maofatale,

    nein, geht gar nicht.
    Tauche bei Meditation in eine Parallelwelt ab, in der ich dann prima irgendwelchen Gedanken nachhängen kann... oder werde noch unruhiger ... was mach ich hier überhaupt?

    LG
    Whaleshark

  6. #6
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Klappt bei euch Meditation um Symptome zu verringern?

    geht mir haargenauso, whaleshark. und dann muss ich abbrechen / aufspringen / irgendwas anderes tun.

  7. #7


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Klappt bei euch Meditation um Symptome zu verringern?

    Früher, wenn ich das Wort Meditation gehört habe, hat es bei mir überall angefangen zu kribbeln.
    Allein der Gedanke daran nun stillsitzen zu müssen löste bei mir noch grössere Unruhe aus.
    Auch wenn ich es dann doch mal versucht habe, war das nur ein Frust auf der ganzen Linie

    Dann habe ich erfahren, dass Meditation nicht nur in einer Form möglich ist.

    Darum: Das ist für mich Meditation
    Ich habe es geschafft. Ich habe mir frei genommen. Zwar nur einen halben Tag, aber der gehört nur mir. Ich habe mir eine warme Jacke angezogen und bin hinausgegangen. Habe alles zurück-gelassen, die Bügelwäsche, die Büroarbeit, den Einkaufszettel.

    Nun bin ich unterwegs. Es regnet, aber das stört mich nicht. Ich gehe zwischen den Feldern hindurch, auf den Wald zu. Die frische Luft, der Geruch von nasser Erde und die Vögel die sich auch nicht um den Regen kümmern, schenken mir ein Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit. Im Wald lausche ich den Geräuschen. Ich sehe ein Eichhörnchen den Baum hinauf rennen, höre ein Rascheln im Laub vom letzten Jahr.

    Ich verlasse den Wald auf der anderen Seite und merke wie sich das Licht plötzlich verändert. Ein Sonnenstrahl drängt sich durch die Wolken und den Regen. Ich drehe mich um sehe wie ein Regenbogen entsteht. Erst langsam und blass, dann beginnen die Farben immer kräftiger zu leuchten. Ich stehe da und nehme das Bild des Friedens in mir auf. Ich bin sicher, dass es mich durch die nächsten Tage begleiten und Kraft schenken wird, egal was da kommt.

    Liebe Grüsse
    Pucki

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Klappt bei euch Meditation um Symptome zu verringern?

    @Pucki: "in dieser Form" meditiere ich dann täglich. Ich brauche es, draußen zu sein ... ein Tag ohne Bewegung und draußen geht nicht ...
    LG
    Whaleshark

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Klappt bei euch Meditation um Symptome zu verringern?

    Obwohl ich sooo gerne in die Ruhe gehen würde, gerne Meditieren würde: ich kann einfach nicht abschalten grrrrr.
    Reine Meditation ist bei mir vollkommen fehl am Platz.
    Ich hab allerdings eine Möglichkeit für mich gefunden, in die Ruhe zu kommen: ich setzte mich ruhig hin und schlage meine Klangschalen an. Dann fühl ich die Vibrationen und höre die Klänge und bin sehr schnell in der Ruhe, welche dann auch nach Beendigung meistens noch eine ganze Weile anhält.
    Mein Gehirn ist mit hören und wahrnehmen beschäftigt und die Gedankenschraube hört zumindest mal für eine Weile auf.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Klappt bei euch Meditation um Symptome zu verringern?

    Es gibt immer wieder Menschen, die sind der festen Überzeugung, Meditation wäre für jeden geeignet und Yoga könne immer helfen!

    Wenn ich sowas höre, werde ich regelrecht wütend.

    Selbst bin ich ein Fan der Meditation, auch wenn ich es nicht immer durchziehe! Habe eine Gruppe, mit der ich mich zwei bis drei Mal im Jahr zum gemeinsamen Meditieren treffe und die Wochenenden genieße ich immer sehr!

    Es ging mir aber auch schon so schlecht, dass mir die Meditation eher Probleme bereitet hat. Manchmal war ich dann nach der Meditation so aufgewühlt, dass an Ruhe oder Schlaf gar nicht zu denken war. Leider hab ich das alles erst sehr viel später verstanden und kapiert, dass ich einfach nur im Hyperfokus war und nicht nur auf die Meditation konzentriert. Vielleicht wurde durch die Meditation auch eine sehr starke Dissoziation ausgelöst - genau dies sollte aber nicht passieren.

    Und natürlich gibt es viele Formen der Meditation und ein Spaziergang mit offenen Sinnen und scharfer Wahrnehmung kann genauso viel bewirken wie eine Stunde Zazen.

    Auch ich finde, Yoga ist ne gute Sache. Aber es gibt einige Menschen, die damit einfach gar nichts anfangen können. Sei es, dass sie in der falschen Gruppe gelandet sind, sei es, dass sie nicht die geeignete Methode gefunden haben. Es möge bitte niemand denken, Yoga sei immer gleich!

    Über autogenes Training kann ich nur lachen - habe das vor vielen Jahren mal probiert. Alleine konnte ich es nicht durchhalten und richtig geholfen hat es eh nicht! Ich kann mich gar nicht so lange konzentrieren bzw. die Suggestionen verselbstständigen sich, ich leier die automatisch runter und mein Oberstübchen ist auf Touren! Dann wirkt es allerdings auch nicht. Es schlägt eher ins Gegenteil um!

    Am einfachsten kannst Du Meditation in einer Gruppe ausprobieren oder erlernen. In einer Gruppe gibt es meist einen Lehrer oder Leiter, der im günstigsten Falle auch eingreifen kann, wenn es schwierig wird. Mensch kann ja die ganzen Vorträge auch mal an sich abprallen lassen. Die Gruppe bietet aber, im besten Falle, auch einen Schutz, falls es zu Problemen kommt.

    Klingt jetzt alles nach abgedroschener Phrase, aber nicht jede Form der Meditation ist für jeden Menschen geeignet. Und leider hilft meist nur probieren - aber möglichst nicht immer alles alleine im stillen Kämmerlein. Es ist auch schon so mancher regelrecht süchtig geworden nach diesen abgehobenen Zuständen!

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