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Diskutiere im Thema Lachen - wenn wir das erlebte belächeln.. im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 226

    Lachen - wenn wir das erlebte belächeln..

    ...wenn wir in Situationen wo wir traurig sind gelernt haben darüber zu lachen, haben wir dann verlernt wann man wirklich lacht?

    Ich weiß nicht wem von euch es so geht wie mir, aber ich bekomme oft gesagt ich habe dich noch nie von Herzen lachen sehen. Und sie haben recht. Wo andere lauthals Lachen stehe ich manchmal daneben und frage mich warum lachen die so darüber.

    Ich habe gelernt über negatives zu lächeln, zu Lachen was mir alles im Leben nicht so gelungen ist etc. ich kann auch lachen wenn ich gerade eine schlechte Nachricht bekommen habe und und und..... und ich denke es ist eine gewisse Überlebensstrategie?

    Jetzt hat mir jemand gesagt wenn ich lache, wenn mir eigentlich zum weinen zumute ist dann verknüpfe ich Emotionen ja ganz anders ich habe beim Lachen dann keine Glücksgefühle etc. und wenn ich so drüber nachdenke muss ich irgendwie zustimmen.

    Mein Humor ist individuell, wenn andere lachen finde ich es garnicht witzig und von ganzen Herzen lachen inkl. Tränen, das kann ich glaube ich in den letzten 4 Jahren an einer Hand abzählen.

    Woran liegt das? Habt ihr das auch? Ist es ADHS typisch oder wie ordne ich das ein?

    Kann man Humor "erlernen"?

    Ich wüsste gerne mal eure Meinung. Denn ich lache für mein Leben gern aber ich lache wirklich fast nur über negativ behaftetes.

    LG

  2. #2
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 169

    AW: Lachen - wenn wir das erlebte belächeln..

    Hey du,

    ich habe oft bemerkt, dass ich auch grinse-lächle über negative Dinge, weils einfach so "unsinnig und nicht verständlich" alles ist.
    Besonders wenns darum geht, was ich erlebt habe.. lächle ich.. weil Familie, Freunde es oft nicht verstehen und sagen "du musst vergessen".

    technik habe ich bisher nicht gefunden um das zu ändern..

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Lachen - wenn wir das erlebte belächeln..

    Das ist eine Kompensationsstrategie, die nichts mit ADHS zu tun hat. Ich grinse, und lache teilweise sogar, wenn ich negatives erlebe. Mir haben schon mehrere Theras gesagt, das das eine Art Verdrängung ist, die sich automatisiert hat. (Eher Richtung Depression oder Trauma) Trotzdem sind auch echte Emotionen möglich. Ich kann sowohl traurig sein, als auch absolut lustig und von Herzen Lachen. Bei mir ist das oft die erste Reaktion. Beim längeren Nachdenken, kommen dann die "richtigen" Emotionen. Das kann man aber auch wieder "ablernen".

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 226

    AW: Lachen - wenn wir das erlebte belächeln..

    creatrice schreibt:
    Das ist eine Kompensationsstrategie, die nichts mit ADHS zu tun hat.
    Hi,

    danke erstmal für deine Antwort. Denkst du das ist eher ein Borderline Problem?

    Ich finde es nur komisch das mein Dad das alles auch so praktiziert wie ich und auch er lacht selten von Herzen, da dachte ich es sei ein ADHS Problem.

    LG

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Lachen - wenn wir das erlebte belächeln..

    Lachen und Humor sind so unglaublich individuell und persönlich, sowas lässt sich nicht ohne weiteres an Hand einer Krankheit oder Symptomatik festmachen. Natürlich kann, wie Creatice sagte, da noch einiges dahinter stehen wie ein Trauma oder eine Depression. Um so etwas allerdings herauszuarbeiten bedarf es eines Therapeuten, der Haufen Chaoten hier kann so etwas durch eine distanzierte Fremdeinschätzung nicht wirklich leisten.
    Und diesen Schutzschild haben andere wieder anders ausgeprägt. Bei mir wiederum ist es ein ausgiebiger Hang zur Selbstironie, andere werden aggressiv und noch mal andere werden hysterisch. Du siehst, es könnte schlimmer sein

    Und Humor kann als solcher auch nur mit den passenden Menschen funktionieren. Über total platte Schoten schüttel ich den Kopf, wohingegen andere meinem Sarkasmus nichts abgewinnen können.
    Jaja, die Welt des Lachens und des Humors sind nahezu unergründlich.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Lachen - wenn wir das erlebte belächeln..

    Ich weiss nicht, ob es ein Borderlineproblem ist. Ich weiss ja nicht mal ob du Borderline hast

    Ich weiss eben nur, das diese "unadäquaten" Reaktionen Kompensationsstrategien sind. Womit das bei dir was zu tun hat, weiss ich nicht.
    Wie Fipps schon schreibt, es kommt auf den Grad der Ausprägung an. Nicht wenige Leute müssen auch bei Beerdigungen lachen oder grinsen (obwohl sie nicht wollen), wenn das nur ab u zu vorkommt, dann ist das zwar kompensieren, aber nicht krankhaft. Wenn das als regelmäßige Reaktion auf traurige oder schlechte Situationen kommt, dann wäre es therapeutisch behandlungsbedürftig, wenn man drunter leidet.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Lachen - wenn wir das erlebte belächeln..

    Hi,

    Bei mir ist es ähnlich, ich lache über sachen die nicht lustig sind...
    Ich lache z.b. beim fernsehen,wenn jemand stirbt,hinfällt oder etwas schreckliches passiert... Aber auch im echten leben, wenn mein freund mit mir ernsthaft reden will,dann muss ich auch immer grinsen und lachen... obwohl ich es nicht lustig finde und nicht lachen möchte.
    Und so vom herzen lachen kann ich auch nicht...
    Ich lache immer dann,wenn es gerade unpassend ist...

    Aber naja... so ist es nunmal...

    Aber du musst dir nur eines denken, solange es dir gut damit geht und du damit leben kannst, muss dein umfeld einfach akzeptieren,dass es bei dir einfach anders ist als bei anderen...

    ;-)

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: Lachen - wenn wir das erlebte belächeln..

    Morgen!

    Also bei mir is es so, dass ich schon mal auch herzhaft lachen kann. Mittlerweile mehr als früher, irgendwie schein ich mit den Jahren immer mehr aus meiner eigenen kleinen Welt herauszukommen und die Umwelt mehr wahrzunehmen... Ansonsten bin ich auch eher der "ich lach für mich alleine in mich hinein" Mensch, weswegen dann nach Außen hin nur ein Lächeln ankommt, dabei bin ich innerlich vielleicht sogar dabei mich gerade kaputt zu lachen...

    Auch über negatives kann ich Lächeln. Kann, weil es mir so die Sache einfacher macht. Der Umgang mit den Problemen wird leichter, ich kann eher nach einer Lösung suchen, als wenn ich mich zu sehr mitreißen ließe. Vor allem aber ist es wirklich ein Überlebenshelfer... Klar ist es ungut, wenn man seine Gefühle immer unterdrückt und in sich hinein frisst. Wenn jedoch ein Gefühl so stark ist, dass es einen Überrollen würde, wenn man sich zu sehr darauf einlässt, wenn man davon überfordert wäre... DANN ist es gut, wenn man mit etwas Abstand und vielleicht einem für andere unpassenden Lächeln das Problem betrachten kann bzw. sich erstmal davon distanziert. Das Problem ist dadurch nicht weg, aber es ist aufgeschoben für den Moment, in dem man mit dem Umgang besser klar kommt.

    Auch stell ich mal die Frage in den Raum, wann ein Lächeln unpassend ist und woran wir das festmachen? Ich behaupte mal, dass es für das eigene Ich selten unpassend sein kann, nur für die Außenwelt...

    Traurige Situation - ich lächle, weil ich sie sonst nicht ertragen würde --> Lächeln ist passend, weil Rettungsring!
    Lustige Situation, die ich aber überhaupt nicht zum Lachen finde --> Lächeln wäre für das eigene Ich unpassend, weils eben nich mit dem innerlichen Gefühl übereinstimmt.

    Ja, man eckt dadurch an... Aber soll man sich selbst deswegen verdrehen, nur um dazu zu passen?

    Wenn es einen belastet, sollte man sich in fachliche Hände begeben, damit man diese eine Sorge mit der Zeit von sich nehmen kann...

    Ach so, wenn ich mit meinen Freunden früher Streit hatte, gabs auch sehr viele Situationen, in denen ich kurz vorm Lachen war, oder mich innerlich gefreut hab wie ne Schneekönigin, dabei war das nach Außen hin total unpassend. Ich hab mich da dann auch immer etwas beobachtet, nachher überlegt, welche Gefühle im Spiel waren und wovon sie kamen.
    Bei mir ist es so, dass ich mich über die "Zuwendung, die Aufmerksamkeit" gefreut habe, mich dann Details z.B. im Gesichtsausdruck oder das kleine Fältchen an der rechten Augenbraue beim Stirnrunzeln so abgelenkt hat, dass ich in den Momenten einfach nur dachte "ach wie süüüß"...

    Von dem her ist es schon auch möglich, dass so ein "unpassendes" Lachen mit ADHS zusammenhängen kann

    Grüße, Hotaru

    P.S.: Ist natürlich nicht allgemeingültig, nur meine Sichtweise...

  9. #9
    cocolores

    Gast

    AW: Lachen - wenn wir das erlebte belächeln..

    Fipps schreibt:
    Und diesen Schutzschild haben andere wieder anders ausgeprägt. Bei mir wiederum ist es ein ausgiebiger Hang zur Selbstironie, andere werden aggressiv und noch mal andere werden hysterisch. ….

    Und Humor kann als solcher auch nur mit den passenden Menschen funktionieren. Über total platte Schoten schüttel ich den Kopf, wohingegen andere meinem Sarkasmus nichts abgewinnen können.
    Das geht mir ganz genauso

    Ironie und Sarkasmus sind bei mir eine Ausdrucksweise von Emotionen. Mir ist klar, dass ich andere damit brüskiere, aber es gehört seit jeher zu meinen Mustern, direkte Anklagen oder Beschwerden zu umgehen und es auf einer Ebene zu probieren, die in meiner Welt noch VOR einer klaren Streitigkeit liegt. Ich hab' mir das klar als Maskiermuster unterdrückter schlechter Stimmung zugelegt, ähnlich wie das Unterdrücken motorischer Unruhe wie Fusswippen oder Fingertrommeln. Schon oft haben mir Menschen, die mir nahestanden, diese Form der Ausdrucksweise als entweder Form der Aggression oder auch schlecht getimten Einsatz von schwarzem Humor ausgelegt (in Sinne von zu Recht kritisieren), aber ich stelle immer wieder fest - diese Facette von mir ist eine, die ich gerne behalten möchte, wobei ich durchaus darauf achte, es bei Menschen zu vermeiden, die mir klar sagten, dass sie das stört.


    Generell würde ich die "Unfähigkeit" zu Humor oder Lachen am falschen Platz nicht mit einer Neigung zu einer Störung verbinden; es sei denn, es hat etwas mit dem (pauschal gesagt) typischen Problem der Asperger - bis Borderline-Symptomgruppe zu tun, bei denen die Betroffenen Schwierigkeiten haben, die Emotionen/Stimmungen anderer einschätzen zu können. Dann dürfte es auch für diese Menschen schwer sein zu entscheiden, ob etwas ironisch, witzig, ernst, warnend oder einfach neutral gemeint gewesen ist.

    Ich habe einen Arbeitskollegen, den ich überzeugterweise als "humorresistent" bezeichnen würde. Der detektiert Ironie einfach nicht und kann einem schon mal eine Pointe mit einer ernsthaften Nachfrage in die Dutten reiten am Mittagstisch. Aber die Diagnose Borderline oder Asperger oder irgendeine andere würde der niemals kriegen.


    Was ich aber auch allzu gut kenne, ist das Thema Emotionsüberschneidung. Ich lache über etwas, was gleichzeitig witzig und schön ist - und plötzlich geht das in ein starkes Weinen über. Mich hat das oft irritiert, aber ich habe meinen Frieden damit geschlossen, weil es auch etwas mit Sentimentalität, anerzogenem Zusammenreissen, unterdrückter Romantik und Schwächezeigen zu tun hat. Und das geht so vielen Menschen so ...

  10. #10


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.017

    AW: Lachen - wenn wir das erlebte belächeln..

    Ich lache sehr gerne und so oft es geht.
    Meistens, denke ich, lache ich auch von Herzen.
    Allerdings kommt es auch vor, dass mein
    Grinsen eher einem verunglückten Grinsen ähnlich
    ist, weil ich grinse, obwohl ich den Witz nicht verstanden
    habe. Bei mir dauert es häufig länger, bis er ankommt.
    Lächeln, wenn jemand stirbt, mache ich nicht. Es kommt
    eher häufiger vor, dass ich mehr heule als die nächsten
    Verwandten.
    Lächeln oder lachen, wenn ich mich unsicher fühle kommt
    allerdings auch häufiger vor. Ich weiß dann nicht
    so genau, was ich sonst machen könnte. Da hört man
    dann aber auch, dass es nicht von Herzen kommt, bzw.
    man sieht es. Zumindest Menschen, die mich kennen,
    denke ich. Also ich höre und spüre es dann eindeutig.

    Ich kann aber auch mal herzlich lachen über blöde Witze
    oder Unfälle, die anderen oder mir passieren. Ist manchmal peinlich.
    Vor allem weil ich dann manchmal nicht aufhören kann und
    es immer wieder hervorgluckert.

    Unter Tränen zu lachen geht natürlich auch, wenn man z.B.
    auf einer Beerdigung ist und einerseits ganz gerührt ist, aber
    andererseits über eine andere Sache lachen muss. Über eine Anekdote
    aus dem Leben des Verstorbenen z.B.

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