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Diskutiere im Thema Können die Folgen einer unbehandelten ADHS bis zum Tod führen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 74

    AW: Können die Folgen einer unbehandelten ADHS bis zum Tod führen?

    Natürlich ist ADHS ein 'Kann-Faktor', aber ich würde auch vom Generalisieren eines unbehandelten/unerkannten ADHS als Todesursache absehen.

    Ich für meinen Fall habe zum Beispiel das Problem, dass ich die Geschwindigkeit von herannahenden Fahrzeugen schlecht einschätzen kann und habe mir als Konsequenz daher angewöhnt, lieber früher zu meiner Bushaltestelle zu gehen, um auch mal warten zu können, bis die Straße wirklich frei ist, damit ich unbeschadet rüber komme. Ansonsten nutze ich gerne Straßenübergänge mit Ampeln...

    Oder um nicht versehentlich vor eigener verschlossener Tür zu stehen habe ich mir vor Jahren schon fast zwanghaft angewöhnt, mindestens dreimal zu kontrollieren, ob ich den Schlüssel auch wirklich dabei habe. (ist ja auch ein Schaden - finanzieller Art)

    Und auch der Leidensdruck ist sicherlich nicht bei jedem gegeben. Da hängt so viel mit zusammen. Lebensumstände, tatsächliche Beeinträchtigung, Kompensationsstrategien, Umfeld... etc.
    Ich habe vor 4 Jahren eine ziemlich schwere Depression entwickelt, die ich trotz enormem Leidensdruck nie(!) mit Alkohol ertränkt oder noch schlimmer mit einem Suizid beendet hätte. Und zu dem Zeitpunkt hat niemand auch nur daran gedacht, dass mein Grundproblem ein ADHS sein könnte.

    Viele meiner Defizite habe ich bis zur Diagnose auch so in Angriff genommen und langsam in ein normales Verhalten umgewandelt; und wenn ich nicht zufällig auf die Möglichkeit gekommen wäre, hätte ich einfach mit Verhaltenstherapien und der psychisch funktionellen Therapie weitergemacht, weil man auch ohne Medis etwas lernen kann.

    Wir sind alle individuell, obwohl dieselbe Krankheit unsere Gemeinsamkeit bedeutet und auch ich meine, dass jeder von uns die Wahl hat, ob er medikamentös oder 'lediglich' mit Psychotherapien behandelt werden möchte.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Können die Folgen einer unbehandelten ADHS bis zum Tod führen?

    Ich sehe mich ebenfalls nicht im Grab! Damit dies auch so bleibt, lasse ich mich behandeln.
    Die Folge von stark über höher Geschwindigkeit beim Autofahren können Umfälle sein.
    Raserei muss nicht zwangsläufig zum Umfall führen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber wesentlich höher als bei angemessener Geschwindigkeit.
    Wieso sollte ich mich also der Gefahr aussetzen meine ADHS nicht behandeln zu lassen?
    Die möglichen Folgen von ADHS wie Depressionen, erhöhtes Suchtverhalten, erhöhte Umfallgefahr und vieles mehr könnt Ihr in jedem Fachbuch über ADHS nachlesen.
    Alle diese Punkte erhöhen die Möglichkeit vorzeitig abzudanken.
    Wenn ich den Sicherheitsgurt anlege und meine ADHS behandeln lasse, kann ich dieses Risiko stark vermindern und dadurch ggf. länger und vor allem glücklicher und zufriedener leben.
    Übrigens habe ich seit ich mich gegen ADHS behandeln lasse keinen Umfall mehr gehabt. Auf meine gesamte bisherige Lebenszeit gesehen ist der eine extreme Rückgang.
    Statistisch gesehen wäre ein Umfall in meinem Leben in den vergangenen Jahren schon mehrfach überfällig.
    Ich meine wir leben in einem freien Land und Ihr könnt machen was Ihr für richtig haltet! Ich lasse mich weiterhin behandeln und nehme die Medikamente, da es mir bereits geholfen hat. Nicht nur weil ich weniger Umfälle habe.
    Ich leide auch kaum nicht mehr an durch ADHS verursachte Depressionen. Auch Depressionen haben bei manchen schon zum vorzeitigen ableben geführt.
    Ich freue mich für jeden, der es ohne Behandlung schafft. Auch wenn ich es nicht glaube, dass jemand der eine starke ADHS hat, dies dauerhaft ohne Behandlung und Medikamente durchhält.
    Es wäre wie wenn ich einer stark kurzsichtigen Person sagen würde, sie solle ohne Brille Auto fahren. Es könnte ja gut gehen! Nur wie lange halt?

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Können die Folgen einer unbehandelten ADHS bis zum Tod führen?

    danke für den beitrag und die gedanken. tut mir leid, dass du deinen vater verloren hast. meiner ist vor einigen jahren von einem dach gesprungen, weil die behandlung seiner krankheit (depression) nicht zum gewünschten erfolg führte.

    so gesehen ist fast jede krankheit ein "todesrisiko". recht hast du aber damit, das ad(h)s sicher ein erhöhtes risiko birgt, weil wir bei ungenügender behandlung und vernunft risikoreiche verhalten an den tag legen.

    zum glück weisst du ja nun was du hast und kannst was dagegen tun und damit umgehen.

    herzlich, merlin

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Können die Folgen einer unbehandelten ADHS bis zum Tod führen?

    Andreas, es hat keiner gesagt, das wir uns nicht behandeln lassen, oder das wir ein sehr leichtes ADHS haben. Was du beschreibst ist DEIN Leben, andere haben ein anderes, auch mit ADHS. Und ganz andere Probleme als du, bestimmt sogar in Bereichen, wo du kaum welche hast. ADHS ist eben ein Syndrom, eine Ansammlung.
    Und wie es einige schon geschrieben haben, ADHS ist auch kein MUSS für Alkohol- oder Drogenmissbrauch, auch nicht für erhöhe Unfallgefahr. Die Entscheidung zu solchen Handlungen liegt zumindest am Anfang immer noch bei einem selbst. Die Disposition ist da, aber nicht die Handlung.
    Geändert von creatrice ( 9.04.2014 um 07:43 Uhr)

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Können die Folgen einer unbehandelten ADHS bis zum Tod führen?

    Danke für deinen Beitrag! Sicher wird er helfen andere zu einer Behandlung zu ermunternn.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    merlin68 schreibt:
    danke für den beitrag und die gedanken. tut mir leid, dass du deinen vater verloren hast. meiner ist vor einigen jahren von einem dach gesprungen, weil die behandlung seiner krankheit (depression) nicht zum gewünschten erfolg führte.

    so gesehen ist fast jede krankheit ein "todesrisiko". recht hast du aber damit, das ad(h)s sicher ein erhöhtes risiko birgt, weil wir bei ungenügender behandlung und vernunft risikoreiche verhalten an den tag legen.

    zum glück weisst du ja nun was du hast und kannst was dagegen tun und damit umgehen.

    herzlich, merlin
    Danke für deinen Beitrag! Sicher wird er helfen andere zu einer Behandlung zu ermunternn.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Können die Folgen einer unbehandelten ADHS bis zum Tod führen?

    creatrice schreibt:
    Andreas, es hat keiner gesagt, das wir uns nicht behandeln lassen, oder das wir ein sehr leichtes ADHS haben. Was du beschreibst ist DEIN Leben, andere haben ein anderes, auch mit ADHS. Und ganz andere Probleme als du, bestimmt sogar in Bereichen, wo du kaum welche hast. ADHS ist eben ein Syndrom, eine Ansammlung.
    Und wie es einige schon geschrieben haben, ADHS ist auch kein MUSS für Alkohol- oder Drogenmissbrauch, auch nicht für erhöhe Unfallgefahr. Die Entscheidung zu solchen Handlungen liegt zumindest am Anfang immer noch bei einem selbst. Die Disposition ist da, aber nicht die Handlung.
    Wir leben in einem freien Land und ich will niemandem meinen Willen aufdrängen. Man kann aber auch nicht alles schön reden. Es sollte jeder die Tatsachen kennen um eine Entscheidung treffen zu können. Das Umfeld von ADHS-Kranken nimmt jedoch die Krankheit oft nicht ernst und versucht sogar Kranke zu verunsichern oder von einer Behandlung abzuhalten.
    Der Beitrag soll der Aufklärung helfen und Betroffene ermuntern sich zumindest mal untersuchen zu lassen.
    Was dann jeder daraus macht ist ja seine Sache. Wenn mit diesem Beitrag nur ein Kranker dazu bewegt wird sich behandeln zu lassen und sich sein Leben dadurch verbessert, hat sich der Beitrag gelohnt.

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Können die Folgen einer unbehandelten ADHS bis zum Tod führen?

    Ich verstehe dich, aber nicht nur einseitige "Schwarzmalerei" und Überspitzung trägt zur Aufklärung bei. Es kann auch verunsichern..... und genau das Gegenteil bewirken.

    Aber das ist meine Meinung. Du musst dich auch nicht rechtfertigen, es gibt eben immer mehrere Ansichten.

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Können die Folgen einer unbehandelten ADHS bis zum Tod führen?

    Kroogblock schreibt:
    Das hast alles sehr gut beschrieben. Auch ich habe schwere Alkoholprobleme gehabt und bin dem "Tod von der Schippe" gesprungen.
    Wenn man den Hintergrund nicht aufdeckt (ADS), kann es tatsächlich gefährlich werden.
    MFG
    Kroogblock
    Danke für deine unterstützenden Worte! ich dachte schon fast ich bin der einzge mit dieser Meinung. Sicherlich muss eine unbehandelte ADHS nicht zum Tod führen. Sie kann es aber. Und auch wenn sie nicht zum Tod führt hat sich mein Leben durch die Medikamente gewaltig verbessert. Ich möchte nicht wissen wie hoch der anteil an Alkoholikern ist, die eine unerkannte ADHS haben oder sich nicht zu einer Behandlung trauen. Viele haben einfach Angst, was das Umfeld über sie denkt. Man nennt so was Menschenfurcht.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Können die Folgen einer unbehandelten ADHS bis zum Tod führen?

    Hallo,

    ich habe mich vom provokanten Titel des Threats angesprochen gefühlt und kann nicht umhin meine Meinung kund zu tun:

    Ich glaube eine unbehandelte ADHS kann den frühen Eintritt ins Grab begünstigen. Man istt ständig der Störenfried der zurecht gestutztwerden muss, einsam, ständig kritisiert, nie ist man mit einem zufrieden. Man fühlt sich scheiße, weil man sich so anstrengt und das Umfeld trotzdem weiter hackt, nie ist es genug, nie wird man gelobt.

    Man zieht sich zurück und macht den anderen vor alles wäre super, damit man nicht schon wieder kritisiert wird. Man versteht nicht wieso die Dinge die anscheinend für andere leicht sind einfach nicht gehen, zweifelt an sich selbst.

    Der Weg des Scheiterns beginnt. Mehr Zweifel. Man ist nicht stolz wenn man etwas erreicht weil man den eigenen Erwartungen nicht gerecht wird.

    In meinem Fall folgte der ständige Überforderung die Flucht in Drogen und Nikotin (trotz Asthma), eine tödliche Mischung. Die Depression hat mich fest im Griff, ich bin schon tot nur mein Körper ist noch da.
    Als ich auf dem Weg zur Arbeit ständig dachte, nur ein Schritt (die Gleise) und ist endlich vorbei, habe ich mir Hilfe gesucht..in meinem Fall ist ADHS tödlich..entweder die Depression oder die Luftnot..eins wird mich kriegen..das ist mein letzer Versuch. Ich hoffe sehr das ich durch die Therapie ein Leben bekomme.

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Können die Folgen einer unbehandelten ADHS bis zum Tod führen?

    "Immer möge das Sonnenlicht auf deinem Fenstersims schimmern und die Gewissheit in deinem Herzen,dass der Regenbogen dem folgt!" dn[ QUOTE=Chaoskrieger;489392]Hallo,

    ich habe mich vom provokanten Titel des Threats angesprochen gefühlt und kann nicht umhin meine Meinung kund zu tun:

    Ich glaube eine unbehandelte ADHS kann den frühen Eintritt ins Grab begünstigen. Man istt ständig der Störenfried der zurecht gestutztwerden muss, einsam, ständig kritisiert, nie ist man mit einem zufrieden. Man fühlt sich scheiße, weil man sich so anstrengt und das Umfeld trotzdem weiter hackt, nie ist es genug, nie wird man gelobt.

    Man zieht sich zurück und macht den anderen vor alles wäre super, damit man nicht schon wieder kritisiert wird. Man versteht nicht wieso die Dinge die anscheinend für andere leicht sind einfach nicht gehen, zweifelt an sich selbst.

    Der Weg des Scheiterns beginnt. Mehr Zweifel. Man ist nicht stolz wenn man etwas erreicht weil man den eigenen Erwartungen nicht gerecht wird.

    In meinem Fall folgte der ständige Überforderung die Flucht in Drogen und Nikotin (trotz Asthma), eine tödliche Mischung. Die Depression hat mich fest im Griff, ich bin schon tot nur mein Körper ist noch da.
    Als ich auf dem Weg zur Arbeit ständig dachte, nur ein Schritt (die Gleise) und ist endlich vorbei, habe ich mir Hilfe gesucht..in meinem Fall ist ADHS tödlich..entweder die Depression oder die Luftnot..eins wird mich kriegen..das ist mein letzer Versuch. Ich hoffe sehr das ich durch die Therapie ein Leben bekomme.[/QUOTE]

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